Hilf mit!

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Hilf mit! – Illustrierte Deutsche Schülerzeitung war eine deutsche Monatszeitschrift im Dritten Reich.

Geschichte

Die Hefte begannen wie z. B auch die Zeitschrift „Der heitere Fridolin“ mit dem jeweiligem Jahrgang nicht im Januar, sondern im Oktober mit Heft Nr. 1 und endeten im September des darauffolgenden Jahres.

Die Zeitung war eine der auflagenstärksten NS-Schülerzeitungen im Dritten Reich mit einer Auflage von schätzungsweise 1,5 Millionen Stück. In jeder Schule gab es einen „Hilf-mit!“-Vertrauensmann, welcher ein Lehrer an der Schule war. Von ihm wurden die „Hilf-mit!“-Ausgaben verteilt, und bei Wettbewerben konnten die Schüler die Arbeiten bei ihm abgeben, der sie dann weiterleitete.

Weiter erschienen die Heftserie „Hilf mit! – Schriftenreihe“ und das „Hilf-mit!-Buch“. Die Hefte wurden von Lehrern in jeder Schule verteilt. Sehr beliebt waren die „Hilf-mit!-Schülerwettbewerbe" (Bastelwettbewerbe etc.).

Für die „Pimpfe“ (6 bis 11 Jahre) wurde vom selben Verlag noch die Zeitung „Deutsche Jugendburg“ herausgegeben.

Inhalt

Das Heft hatte viele Themengebiete. Meist enthielt es mehrere Erzählungen und Sagen heiterer, aber auch ernster Natur. Auch über Heldentaten, Mut und Kameradschaft wurde geschrieben. Viele Geschichten und Berichte waren aus der Schulzeit und über das Leben im Dorf und in der Stadt. Heimatkunde und Erdkunde, Geschichte sowie auch Sport und Militär waren oft vertreten. Spiele, Reisen und das Lagerleben der Hitlerjugend und Erlebnisse vom Kampf in der Systemzeit rundeten das ganze Heft ab.

„Hilf-mit!-Wettbewerbe“

Blick in die Ausstellung „Olympiade und Schule“, Berlin. Sie enthielt die 500 besten Arbeiten. Diese Wanderausstellung wurde in allen Gauen gezeigt.

Beliebt bei der „Hilf mit!“ waren die Schülerwettbewerbe.

An den Wettbewerben durfte sich jeder Junge und jedes Mädel deutschen Blutes beteiligen (bis 19 Jahre). Es konnte alles eingesandt werden, was zum jeweiligen Thema paßte. Geschichten und Erzählungen, Bilder, Holzschnitte, sonstiges aller Art. Die Arbeiten gab man beim „Hilf-mit!“-Vertrauenslehrer ab und es wurde eine erste Ausstellung in der Schule veranstaltet.

Im Preisrichterkollegium waren je nach Thema Vertreter:

In den Schulen der Städte gab es dann Ausstellungen für Besucher. Die Besten wurden dann zur großen Reichsausstellung ausgesucht. Die Themen waren verschieden:

  • 1936: Olympia und Schule (Reichsausstellung in Berlin)
  • 1937: Volksgemeinschaft – Wehrgemeinschaft (Reichsausstellung in Bayreuth)
  • 1938: Volksgemeinschaft – Blutsgemeinschaft (Reichsausstellung in Berlin)
  • 1939: Volksgemeinschaft – Schicksalsgemeinschaft (Reichsausstellung in Leipzig)
  • 1939/40: Schaffendes Deutschland
  • 1940/41: Seefahrt ist not!

Die Reichsausstellungen wurden dann wochenlang in allen Gauen des Reiches aufgebaut. Hunderttausende Erwachsene schauten sich diese Ausstellungen der Jugend an und sahen, daß selbst die Jüngsten schon für die Idee des Nationalsozialismus kämpften.

Daten

Ausgaben und Hilf-mit!-Preis

„Hilf-mit!-Schriftenreihe“

Die Schriftenreihe entstand aus einem Preisausschreiben für Schriftsteller, das die „Hilf mit!“ und der NS-Lehrerbund im Oktober 1936 ausgerufen hatten. Der Hilf-mit!-Preis (wie der Hans-Schemm-Preis seit 1936 ausgeschrieben) wurde dann ab 1937 alljährlich im Einverständnis mit der „Reichsstelle zur Förderung des deutschen Schrifttums“ für „die besten, bisher noch unveröffentlichten Jugendgedichte, Jugendgeschichten und Jugenderzählungen für Jungen und Mädchen im Alter bis zu 14 Jahren“ vergeben. Publiziert wurden diese Texte auch in der Schülerzeitschrift „Deutsche Jugendburg“.

Es sollten Geschichten für die deutsche Jugend sein. Teilnehmen durfte jeder deutsche Schriftsteller. Ob bekannt oder unbekannt, war egal. Die besten Geschichten wurden in der „Hilf-mit!-Schriftreihe“ veröffentlicht (Heft 1 bis 6, die Hefte 7 bis 16 folgten dann ein Jahr später monatlich ab November 1938). Insgesamt beteiligten sich über 3.000 Schriftsteller.

1936/37

Für Jugenderzählungen:

  1. Preis: Franz Graf Zedtwitz, Berlin-Wilmersdorf (Einsendung: „An der Rehwiese“, dotiert mit 800 RM)
  2. Preis: Ilse Schönhoff-Riehm, Berlin-Hohenschönhausen (Einsendung: „Wikinger“, dotiert mit 600 RM)
  3. Preis: Kurt Preis, München (Einsendung: „Der Bart des Eroberers“, dotiert mit 400 RM)
  4. Preis: Kurt Max Grimm („Der Läufer von Egernheide“, dotiert mit 300 RM)
  5. Preis: Hannes H. Schramm („Meine Freundin, die Rohrdommel“, dotiert mit 200 RM)
  6. Preis: Heinrich Banniza von Bazan (Einsendung: „Der Schulterriemen“, dotiert mit 150 RM)
  7. Preis: Alfred Hall („Die Silberflotte“, dotiert mit 159 RM)

Das Heft hatte 63 Seiten, der Umschlag war farbig. In jedem Heft waren mehrere Kurzgeschichten. Erschienen: November 1937 bis Juli 1939. Ein Heft kostete 50 Pfennig.

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  • Heft 01 – An der Rehwiese
  • Heft 02 – Mehr als tausend Teufel
  • Heft 03 – Ein Spion wird geschnappt
  • Heft 04 – Die Silberflotte
  • Heft 05 – Der Marsch zur schwarzen Freischar
  • Heft 06 – Der Schulterriemen
  • Heft 07 – Schiff zu Eis
  • Heft 08 – Der Pfeil des Götzen
  • Heft 09 – Wo brennt's denn
  • Heft 10 – Küken steigt ins Leben
  • Heft 11 – Und dann gab´ s einen Knall
  • Heft 12 – Gang über den Acker
  • Heft 13 – Die Wundersamen Geschichten des Sanitätsrats Weise
  • Heft 14 – Schätze im Schutt
  • Heft 15 – Dem Reiche Verschworen
  • Heft 16 – Junges Werkschaffen

„Hilf-mit!-Buch“

  • Buch 1 enthält die besten Erzählungen aus dem vom NS-Lehrerbund ausgeschriebenen „Hilf-mit!“-Preisausschreiben 1938/39 sowie einige Erzählungen aus dem Mitarbeiterkreis der Schülerzeitschrift „Hilf mit!“, 320 Seiten (1939)
  • Buch 2 enthält eine Auswahl aus den besten Arbeiten aus dem „Hilf-mit!“-Preisausschreiben des NS-Lehrerbundes 1939/40, 320 Seiten (1940)

Bildergalerie

Verweise

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