Saur, Karl

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Karl-Otto Saur (Lebensrune.png 16. Februar 1902 in Düsseldorf; Todesrune.png 28. Juli 1966 in Pullach) war ein deutscher Staatssekretär im Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion.

Leben

Nach dem Studium arbeitete er bei Thyssen-Krupp als Ingenieur und übernahm nach dem Tod seines Vaters kurzzeitig den elterlichen Maschinenbaubetrieb.

Ab 1931 war er Mitglied der NSDAP und wurde Stellvertreter von Fritz Todt. In den folgenden Jahren war er entscheidend am Ausbau des NSBDT und des Hauptamtes für Technik in der Reichsleitung der NSDAP beteiligt. Unter anderem ließ er eine Kartei zur Erfassung der Daten über alle deutschen Ingenieure einrichten und konzipierte das „Haus der deutschen Technik“ in München, das als Ergänzung und Erweiterung des Deutschen Museums eine Dauerausstellung zur Technik in der Gegenwart enthalten sollte.

Als Fritz Todt 1942 bei einem Flugzeugabsturz umkam, wurde Saur Amtsleiter des neuen Rüstungsministers Albert Speer. Am 20. April 1945 wurde er mit der höchsten Stufe des Kriegsverdienstkreuzes, dem goldenen Ritterkreuz, ausgezeichnet, einer Auszeichnung, die nur zweimal verliehen wurde.

Als nach vernichtenden Luftangriffen auf die deutschen Flugzeugwerke im März 1944 der „Jägerstab“ unter der gleichberechtigten Führung von Speer und Milch gegründet wurde, um die Produktion von Verteidigungsflugzeugen zum Schutz gegen die übermächtige britische und amerikanische Luftwaffe wieder in Gang zu bringen, erhielt Saur auf Wunsch Hitlers die funktional entscheidende Position des Stabschefs, die er auch nach der Umwandlung des Jägerstabs in den Rüstungsstab im August 1944 behielt.

Adolf Hitler legte in seinem politischen Testament Karl-Otto Saur als neuen Rüstungsminister und Nachfolger von Albert Speer fest. Diese Anordnung wurde später von Karl Dönitz jedoch nicht mehr umgesetzt, der Albert Speer in dieser Position behielt. Speer rächte sich an dem ehemaligen Konkurrenten Saur indem er ihn in seinen verleumderischen Nachkriegspublikationen ausführlich in den Dreck zog.

Am 15. Mai 1945 geriet Karl Saur in VS-amerikanische Kriegsgefangenschaft. 1948 wurde er gezwungen, als Zeuge beim sogenannten Nürnberger Krupp-Prozeß aufzutreten.

1949 gründete Saur ein Ingenieurbüro, das auch Nachschlagewerke verlegte. Daraus entstand der Saur-Verlag, benannt nach seinem Sohn Klaus Gerhard Saur.

Auszeichnungen

Saur war einziger Träger aller drei Ritterkreuze zum Kriegsverdienstkreuz (Rr.kreuz 1943, mit Schwertern 1944, Goldenes Ritterkr. 1945); Goldenes Parteiabzeichen (1943).

Verweise