Todt, Fritz

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Prof. h. c. Dr.-Ing. SA-Obergruppenführer Todt, 1940

Fritz Todt (nach vereinzelten Quellen Friedrich „Fritz“; Lebensrune.png 4. September 1891 in Pforzheim; Todesrune.png 8. Februar 1942 bei Rastenburg, Ostpreußen) war ein deutscher Offizier des Kaiserlichen Heeres, Bauingenieur und während der Zeit des Nationalsozialismus Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, SA-Obergruppenführer, Generalmajor der Luftwaffe und ab 1940 Reichsminister für Bewaffnung und Munition. Todt leitete unter anderem den Bau der Reichsautobahnen. Nach ihm war die 1938 gegründete Baumannschaft Organisation Todt benannt.

Dr. Fritz Todt, Zusammenfassung.jpg

Leben

Todt-VDI Zeitung.jpg

Erster Weltkrieg

SA-Obergruppenführer Fritz Todt.png

Todt studierte Ingenieur-Wissenschaften und wurde Diplom-Ingenieur. Am 2. August 1914, gleich zu Beginn des Ersten Weltkriegs, ging er ins Feld, wurde zunächst Offizier im Feldartillerie-Regiment 110 und ab 1916 Fliegerbeobachter im Abschnitt Verdun, wo er im August 1918 im Luftkampf verwundet wurde. Er machte den Ersten Weltkrieg vom ersten bis zum letzten Tage an der Westfront mit und bekam unter anderem das Eiserne Kreuz (beide Klassen) verliehen.

Weimarer Republik

Dr. Fritz Todt, Generalmajor der Luftwaffe.jpg

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde er Bauleiter großer Tiefbaustellen, unter anderen beim Bau der Inn-Werke und bei der Regulierung der mittleren Isar, 1928 dann Geschäftsführer und technischer Leiter der in ganz Europa bekannten Münchener Straßenbaufirma Sager & Woerner. Fritz Todt bereiste nicht nur ganz Deutschland, sondern auch wesentliche Teile Europas und studierte hierbei unter anderem die Straßenverhältnisse in Italien, Frankreich, der Tschechoslowakei und Südslawien.

Er verfügte damit über eine Erfahrung, wie sie auf diesem Gebiete nur wenige verzeichnen konnten. 1931 erschien seine viel beachtete Schrift „Fehlerquellen beim Bau von Landstraßendecken aus Teer und Asphalt“.

Fritz Todt gehörte seit 1922 der NSDAP an. Seit Neugründung der NSDAP im Jahre 1925 war er SA-Mann und lange Zeit Sturmführer in der Standarte R 16 in München, die die Tradition des Kriegsregimentes des Führers pflegte (Reserve-Regiment 16).

Drittes Reich

Tod des Flugzeugführers und der Besatzung von Dr. Todt, „Wetzlarer Anzeiger“ vom 23.2.1942
Im Vordergrund die Stelle von Todts Grab auf dem Invalidenfriedhof – im Hintergrund die Grabstele von Scharnhorst; Todts Grabrestitutionsstein, der nach langem Kampf (seit 1990) der Tochter Ilsebill Todt mit dem Bezirksamt Berlin-Mitte von diesem 2004 genehmigt wurde, wurde dann 2007 auf unmenschliche Veranlassung der Behörden entfernt. Dennoch werden jedes Jahr zum Todestag zahlreiche Blumen und Kränze an der Grabstelle abgelegt. Auf dem Bergfriedhof in Berchtesgaden wird Dr. Todt auf dem Grabstein der Familie ebenfalls ehrend geführt.

Im Jahre 1933 wurde Todt zum Standartenführer beim Stabe der Obersten SA-Führung befördert, 1934 zum SA-Oberführer. Seit dem 5. Juli 1933 war er Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen, für Wasser und Energie, Generalbevollmächtigter für die Regelung der Bauwirtschaft, Leiter des Hauptamtes für Technik, Professor und Generalmajor der Luftwaffe. Alle Welt blickte auf ihn, den großen Repräsentanten der deutschen Technik.

Als Generalinspekteur ging Todt die ihm übertragenen Aufgaben mit außerordentlicher Zuverlässigkeit und Tatkraft an. Schon am 23. September 1933 konnte nach Fertigstellung der Vermessung bei Frankfurt am Main der erste Spatenstich zur Reichsautobahn Frankfurt am Abschnitt Main-Mannheim von Adolf Hitler gemacht werden, die ein Teilstück der großen Reichsautobahn Hamburg-Frankfurt-Basel war. In seiner Funktion als Generalinspektor gab er zudem die Zeitschrift „Die Straße“ heraus und leitete den Nationalsozialistischen Bund deutscher Technik (NSBDT), der auf der Plassenburg bei Kulmbach eine Schulungsanlage betrieb. Außerdem wurde er 1934 in den Vorstandsrat des Deutschen Museums berufen.

„Das Wandern mit dem Kraftwagen ist Verbindung von Autofahrt und Kultur, von Natur und Technik – ist ein Erlebnis der Natur durch die Technik, eine glückliche Zeitlosigkeit und ein glückliches Sichleitenlassen von der Landschaft, von der Sonne, von der Natur.“ — Todts Zeitschrift „Die Straße“ prägte 1936 den Begriff „Autowandern“

1937 wurde Todt mit dem Werner-von-Siemens-Ring ausgezeichnet und 1938, neben Ernst Heinkel, Ferdinand Porsche und Willy Messerschmitt, mit dem 1937 von Adolf Hitler neu gestifteten Deutschen Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft, der in Höhe von 100.000 Reichsmark dotiert war.

Im Mai 1938 gründete er die nach ihm benannte Organisation Todt (OT). Sie wurde im Zweiten Weltkrieg u. a. beim Bau des Westwalls, später des Atlantikwalls sowie in den kriegsbedingt besetzten Gebieten eingesetzt. Im Dezember 1938 wurde Todt Generalbevollmächtigter für die Bauwirtschaft.

Zweiter Weltkrieg

Bei Kriegsbeginn wurde Todt zum Generalmajor der Luftwaffe befördert. Ab 17. März 1940 Reichsminister für Bewaffnung und Munition, leitete er damit die gesamte deutsche Kriegswirtschaft.

Am 4. September 1941, anläßlich seines 50. Geburtstages, gründete er die Dr.-Fritz-Todt-Stiftung, welche den Technikernachwuchs, vor allem begabte junge Leute aus finanziell schlechtgestellten Verhältnissen, durch Ausbildungsbeihilfen fördern sollte.

Kurzchronologie

  • 1910 Abitur am Gymnasium in Pforzheim
  • 1911–1914 Ingenieurstudium an der Technischen Hochschule München
  • 1914–1918 Teilnahme am Ersten Weltkrieg
  • 1919–1920 Fortsetzung des Studiums an der Technischen Hochschule Karlsruhe
  • 1932 Promotion zum Dr. Ing. an der Technischen Hochschule München
  • 1933 Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen
  • 1934
    • Im November 1934 übernahm er gleichzeitig die Leitung des Nationalsozialistischen Bundes deutscher Technik (NSBDT) und wurde Leiter des Amtes für Technik, später Hauptamt für Technik.
    • Außerdem wurde er im Jahr 1934 in den Vorstandsrat des Deutschen Museums berufen.
  • 1938
    • Honorarprofessor der Technischen Hochschule München
    • Nationalpreis für Kunst und Wissenschaft
    • Übernahme der Bauleitung des „Westwalls“
  • 1940
    • Generalinspektor für den Vierjahresplan
    • Reichsminister für Bewaffnung und Munition
  • 1941 Generalinspektor für Wasser und Energie
    • Am 4.9.1941, anläßlich seines 50. Geburtstages, gründete er die „Dr.-Fritz-Todt-Stiftung“, welche den Technikernachwuchs, vor allem begabte junge Leute aus sozial schwachen Familien, durch Ausbildungsbeihilfen fördern sollte.

Tod

Fritz Todt starb am 8. Februar 1942 bei einem Flugzeugabsturz unweit des Führerhauptquartiers Wolfsschanze bei Rastenburg. Er wurde am 12. Februar 1942 in einem Staatsakt auf dem Invalidenfriedhof in Berlin beigesetzt. Todts Nachfolger als Reichsminister wurde Albert Speer.

Ansprache beim Staatsakt (Adolf Hitler)

Ehrungen

Adolf Hitler verlieh ihm posthum den Deutschen Orden des Großdeutschen Reiches.

Fritz-Todt-Ring

Der Nationalsozialistische Bund Deutscher Technik (NSBDT) stiftete den Fritz-Todt-Ring. Bekannt sind nur drei Träger: Albert Speer (von Adolf Hitler persönlich überreicht), Julius Dorpmüller und Wilhelm Ohnesorge, beide von Speer vorgeschlagen.

Dr.-Fritz-Todt-Preis

Am 12. November 1943 stiftete Adolf Hitler den „Dr.-Fritz-Todt-Preis“, mit dem besondere Leistungen von Wissenschaftlern, Erfindern und Ingenieuren der Organisation Todt geehrt wurden.

„Ausgezeichnet wurden Personen für besondere erfinderische Leistungen die für die Volksgemeinschaft von hervorragender Bedeutung sind. Wegen des fortgeschrittenen Krieges galt das insbesondere für die Verbesserung an Waffen, Munition und Kriegsgerät oder für die Einsparung von Ressourcen wie Rohstoffen, Arbeitskräfte oder Energieverbrauch. Die Ehrennadel wurde mit einer Urkunde und einem Geldpreis verliehen. [...] Die Goldene Ehrennadel wurde auf Vorschlag des Leiters der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Ley, und dem Leiter des Hauptamtes für Technik der NSDAP, Reichsminister Albert Speer, durch Adolf Hitler verliehen. Die Silberstufe und Stahlstufe wurden auf Vorschlag des Gauobmannes der Deutschen Arbeitsfront und dem Gauamtsleiter für Technik der NSDAP durch den Gauleiter verliehen. Die Verleihungstage waren der 4. September und der 8. Februar, Geburtstag bzw. Todestag des Ministers Todt.“[1]

Die Ehrennadel, mit der ein Wertpreis verbunden war, wurde in Stahl (10.000 RM), Silber (30.000 RM) und Gold (50.000 RM) verliehen. Das Preisgeld wurde ab April 1944 kriegsbedingt auf 2.000 Reichsmark für alle Stufen reduziert. Die Verleihung erfolgte am Geburts- oder am Todestag von Dr. Todt. Das Abzeichen war ein Steckorden, zu tragen an der Brust, unterhalb z. B. des Eisernen Kreuzes I. Klasse.

Familie

Todt war Sohn und einziges Kind des Ring- und Schmuckwarenfabrikanten Emil Todt und dessen Gemahlin Elise, geb. Unterecker.

Ehe

Juni 1921 heiratete Todt seine Verlobte Elsbeth, verwitwete Kramer, geb. Müller (Lebensrune.png 7. September 1883 in Coburg). Aus der Ehe sind drei, ggf. vier Kinder entsprossen: Bekannt sind die Töchter Ingrid und Ilsebill sowie Sohn Fritz (Lebensrune.png 2. März 1924), der am 11. Februar 1944 als Oberfähnrich und Jagdflieger fiel.

Elsbeth Todt in der Nachkriegszeit

Elsbeth Todt wurde 1947 von der Siegerjustiz (Spruchkammer Berchtesgaden) als „Aktivistin und Nutznießerin“ eingestuft. Das Urteil lautete auf Einziehung ihres Vermögens bis auf 10.000 Mark und auf zwei Jahre Arbeitslager. Elsbeth Todt verstarb am 24. Januar 1986 im Alter von 102 Jahren und wurde auf dem Bergfriedhof in Schönau am Königssee beigesetzt, wo auch ihr Sohn Fritz ruht und ihr Ehemann Fritz durch Inschrift geehrt wird.

Beförderungen

Bildergalerie

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Grabstätte der Familie Fritz Todt auf dem Bergfriedhof in Schönau am Königssee.jpg
Friedrich Todt, Büchlein für Familie und Freunde vom 4. September 1956.jpg

Literatur

Verweise

Filmbeiträge

„Dr. Todt – Berufung und Werk“ (1942, Kulturfilm), englische Untertitel
Der Tod von Fritz Todt (Februar 1942), Kriegswochenschau
Grabstätte (Invalidenfriedhof), 2013

Verweise (Filme)

Fußnoten