Konstituierende Nationalversammlung für Deutschösterreich

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Das Gesetz über die Staats- und Regierungsform von Deutschösterreich

Die Konstituierende Nationalversammlung für Deutschösterreich wurde am 16. Februar 1919 gewählt, und stellte das erste in freier Wahl berufene Parlament in der ostmärkischen Geschichte dar. Diese Konstituierende Nationalversammlung löste am 4. März die Provisorische Nationalversammlung ab. Da die CSR und Italien das Selbstbestimmungsrecht der Deutschen ignorierten, konnten die Wahlen im Südtirol und Sudetenland nicht durchgeführt werden. Das Parlament beschloß u. a. das Habsburgergesetz.

Zahl der Abgeordneten nach Partei

Partei Prozentzahl der Stimmen Zahl der Abgeordneten
Sozialdemokraten 41 72
Christlichsozialen 36 69
Deutschnationale Partei 5,9 26
Tschechische Partei 2,2 1
Deutschdemokraten 2,1 1
Deutsche Ordnungs- und Freiheitspartei 1,9 1

Das Massaker an den Sudetendeutschen vom 4. März 1919

An 4. März 1919 gingen die deutschen Einwohner der unter tschechischer Obhut gestellten Gebietsteilen Deutschösterreichs auf die Straße, um für die Eigenständigkeit ihres Staates friedsam einzustehen. Viel Zeit wurde ihnen dazu nicht gegönt, bald trafen tschechische Milizen ein, und wurde willkürlich in die Mengen geschossen. Nach offiziellen Angaben kamen 54 Menschen ums Leben. Unter den Toten waren 20 Frauen und Mädchen, ein 80–Jähriger und Buben im Alter von vierzehn, dreizehn und elf Jahren. In Sternberg wurden 17 Personen erschossen. Zwei Tote gab es bereits am 3. März in Eger und zwei weitere am 5. März in Karlsbad. Außerdem gab es etwa 200 Verletzte. Erst nach der Befreiung im Jahre 1939 wurde ein Ehrengrab für die zumindestens 14 Opfer des Blutbades von Eger gestiftet. Nach 100 Jahren war das Massaker an den Sudetendeutschen vom 4. März 1919 entweder geklärt noch juristisch aufgearbeitet worden.