Tonningen, Meinoud Rost van

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Dr. Meinoud Rost van Tonningen

Meinoud Marinus Rost van Tonningen (Lebensrune.png 19. Februar 1894 in Surabaya; Todesrune.png 6. Juni 1945 in Scheveningen) war ein niederländischer Politiker und Offizier der Waffen-SS.

Leben

Meinoud Marinus Rost Van Tonningen wurde in Niederländisch Indien (heute Indonesien) als Sohn eines Kolonialoffiziers geboren. Nach dem Studium der Technik an der Universität Leiden studierte er zusätzlich noch Staats- und Wirtschaftswissenschaften. Er war dann am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag tätig und stand danach lange im Dienste des Völkerbundes.

Nach einer Tätigkeit in einer großen niederländischen Bank (Hope & Co.) kehrte Tonningen Anfang der 1930er Jahre in den Dienst des Völkerbundes zurück, um im Auftrag dieses Vorgängers der Vereinten Nationen an der Sanierung der zusammengebrochenen österreichischen Wirtschaft zu arbeiten. Bei dieser Gelegenheit trat er in enge persönliche Beziehungen zu dem österreichischen Diktator Dollfuß und versuchte erfolglos, zwischen ihm und Adolf Hitler zu vermitteln. Er schied aus dem Völkerbundsdienst aus und kehrte in die Niederlande zurück.

Dort schloß er sich der niederländischen nationalsozialistischen Bewegung an und trat am 10. August 1936 der Nationaal-Socialistische Beweging (NSB) bei, deren stellvertretender Führer er schließlich wurde. Tonningen war ein großer Anhänger und Bewunderer Adolf Hitlers und schätze auch Heinrich Himmler sehr. Sehr bald entwickelte er sich innerhalb der NSB zu einem Konkurrenten des Parteiführers Anton Mussert.

Internierung und Verschleppung beim Kriegsausbruch

Bereits vor dem Einmarsch reichsdeutscher Truppen in das niederländische Königreich wurde er von der dortigen Regierung interniert, obwohl er versucht hatte, durch Intervention bei Hitler den Einmarsch zu verhindern. Als die Kämpfe begannen, wurde er mit Johannes Hendrik Feldmeijer nach Frankreich in ein Lager der Alliierten verschleppt. Unterwegs begegnete ihnen der niederländische Prinzgemahl Bernhard zur Lippe-Biesterfeld, der sein Vorhaben, die beiden „Kollaborateure“ zu erschießen, nicht durchführen konnte[1]. Südlich von Kalen wurden sie letztendlich von deutschen Truppen unter dem späteren Feldmarschall Rommel befreit. In der folgenden Zeit bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges unterstützte er in verschiedensten Funktionen die neue niederländische Verwaltung.

Tod

Folter und Ermordung nach Kriegsende

Im März 1945 ging van Rost schließlich als Offizier der Waffen-SS-Division „Landstorm Nederland“ an die Front und kämpfte gegen den Ansturm der alliierten Soldateska. Am 8. Mai 1945 geriet er in Gefangenschaft. Amtlich wurde mitgeteilt, daß er in der Haft in Scheveningen Suizid begangen habe, und so wird es in der Regel auch in der systemkonformen Literatur überliefert.

Seine Witwe Florentine Rost van Tonningen-Heubel berichtete jedoch glaubwürdig, daß ihr Mann gefoltert und ermordet worden ist. Er wurde in das Gefängnis von Scheveningen eingeliefert und schweren Mißhandlungen ausgesetzt. Sie nennt dabei auch die Namen der Folterer sowie zweier Zeugen und schreibt unter anderem:


Achtung 2.png Warnung: Der nachfolgende Text könnte aufgrund der Abhandlung von hochgradig gewalt- und/oder kriminellgeprägten Inhalten für Kinder und Jugendliche nicht geeignet sein, weshalb ihnen von der Lektüre abgeraten wird.

Man band ihm einen Strick um den Penis, um ihn damit über den Flur zu schleifen... Vor allem die Nächte waren entsetzlich. Die Bewacher feierten wahre Bacchanalen, bei denen mein Mann das ‚Festobjekt‘ war. Dabei machten sie furchtbaren Krach,... erzählten mir die Mitgefangenen... Nackend mußte mein Mann... das ‚Wilhelminus-Lied (die niederländische Nationalhymne) singen und Haltung annehmen... Täglich wurden Hakenkreuze auf den Boden gezeichnet, die dann durch die betrunkenen Bewacher vollgespuckt wurden. Mein Mann mußte dann unter heftigen Schlägen... mit seiner Zunge den ganzen Boden im schnellsten Tempo wieder sauber lecken... Das Geschrei in dem Gefängnis, auch von allen Mitgefangenen, die in etwas geringerem Ausmaß dasselbe ertragen mußten, war so furchtbar, daß die Polizei beschloß, dort einzudringen, um besonders meinen Mann herauszuholen. Von diesem Plan scheint etwas bekannt geworden zu sein... Als mein Mann nach einer furchtbaren Nacht wieder aus der Zelle getrieben wurde,... hat ein Bewacher ihn plötzlich angegriffen, ihm mit dem Gewehrkolben den Schädel zerschmettert und ihn danach über ein Geländer... in die Tiefe gestürzt.“

Frau von Tonningen nannte viele Einzelheiten, was für den Wahrheitsgehalt ihrer Angaben spricht. Die Ermordung wurde auch durch J. Wildschut, im Krieg Mitglied der „niederländischen Widerstandsbewegung“, im Fernsehen bestätigt, weiterhin durch die Journalistin Jeanette Josten in einem Artikel im „NRC-Handelsblatt“ am 2. September 1990. Florentine van Tonningen selbst wurde ebenfalls inhaftiert und schwer mißhandelt; auf Grund der Intervention eines Geistlichen wurde ihr Leben verschont.

In neuester Zeit finden diese grausamen Ereignisse ihre Fortsetzung in den Folterungen der westlich-VS-amerikanischen Demokratiebringer im Irak und Guantanamo, die in einer langen Tradition von Grausamkeiten angloamerikanischer Soldateska stehen.

Zitat

  • „Man hat behauptet, der Nationalsozialismus lasse für das Christentum keinen Platz mehr. Was aus dieser Meinung entstand, war eine Feindschaft zwischen Völkern gemeinsamer Rasse, und zwar fast noch heftiger als bezüglich der jüdischen Frage. Religiöse Fragen sind auch in der Vergangenheit stets Ursache von heftigem Streit gewesen, und man wird wohl kaum jemals zu einer klaren Losung kommen, da die Grenze zwischen weltlicher Macht und Bindung an die Kirche stets schwer zu ziehen sein wird. Über den gottlosen Zustand, der in der niederländischen Öffentlichkeit eine große Rolle gespielt hat, will ich hier nicht berichten. Vielleicht genügt es, an die Gottlosigkeit in der englischen Geschichte der Eroberungen zu erinnern. Ich selbst bin ein sehr religiöser Mensch und behaupte, daß niemand Nationalsozialist und zugleich Atheist sein kann. Aber einer der christlichen Kirchen vermochte ich mich nicht anzuschließen. Ich zählte nicht nur Protestanten, sondern auch Römisch-Katholiken zu meinen besten Parteifreunden.“[2]

Fußnoten

  1. Im September 1944 sollte es eine Gelegenheit geben, bei der Bernhard zur Lippe-Biesterfeld 200 SS-Angehörige zu erschießen versuchte, was jedoch erneut von einem Offizier verhindert wurde.
  2. Dr. Meinoud Marinus Rost van Tonningen, Holland und das Deutsche Reich, 1933-1945, ein politisches Testament, Utrecht, 24. Mai 1945