Feldmeijer, Johannes Hendrik

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Henk Feldmeijer

Johannes Hendrik Feldmeijer, genannt Henk (Lebensrune.png 30. November 1910 in Assen als J. H. Veldmeijer; Todesrune.png 22. Februar 1945 in Raalte) war ein niederländischer Nationalsozialist, SS-Standartenführer und Führer der Germaansche SS in Nederland (ndl.: Voorman der Nederlandsche SS) sowie Bataillonsführer der 34. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „Landstorm Nederland“.

Leben

Henk Feldmeijer, 1941

Hendrik Feldmeijers väterliche Vorfahren waren ursprünglich im westfälischen Lengerich ansässig und trugen den Namen Feldmeyer. Er selbst wurde als Sohn des Sergeant-Majoor des Niederländischen Heeres Egbert Veldmeijer und dessen Gattin Antje Wolthers geboren. Auch sein Großvater diente im Niederländischen Heer. Die Familie änderte am 21. September 1915 ihren Namen auf Feldmeijer. Hendrik selbst verwendete nur seinen zweiten Vornamen; wurde also Hendrik „Henk“ Feldmeijer genannt. Im Jahr 1928 absolvierte er die Reifeprüfung mit Bestnoten in allen Fächern.

Die ersten Jahre in der Partei

Am 12. September 1932 schloß sich der völkisch orientierte Feldmeijer mit der Mitgliedsnummer 479 der NSB an. Innerhalb des NSB kam er rasch mit der Gruppierung um Dr. Meinoud Marinus Rost van Tonningen in Berührung. Um seiner Dienstplicht zu genügen, wurde er, wie alle niederländischen Jungmänner, Soldat im niederländischen Heer. Den Wehrdienst schloß er als Reserveoffizier ab. Als er 1933 wieder sein Studium der Mathematik und Naturwissenschaften an der Reichsuniversität Groningen aufnahm, wurde er als Redner aktiv; er sprach zu Parteimitgliedern in den nordöstlichen Niederlanden, in Löwarden, Assen und Stadtkanal.

In Groningen gründete er einen der NSB unterstellten nationalsozialistischen Studentenverein. Anton Mussert, der bereits am 3. Dezember 1932 Groningen besucht hatte, redete am 31. Mai 1933 erneut in dieser Stadt. Feldmeijer begeisterte seine Kommilitonen für die Idee, eine Flugblattaktion durchzuführen. Mit ihnen besuchte er im Mai 1934 einen Kongreß der NSDAP und italienischer Faschisten in Leipzig, auf dem sie u. a. eine Rede des HJ-Führers Baldur von Schirach hörten. Zudem besuchten sie einige Jugendlager des Reichsarbeitsdienstes.

Am 2. Juni 1934 hielt Feldmeijer zum ersten Mal eine Rede außerhalb seiner vertrauten Groninger Kreise. In Bilthoven (bei Utrecht) fand ein Jugendlandtag anläßlich der Gründung der Nationalsozialistischen Studentenföderation statt. Vor ihm redeten Mussert und van Geelkerken, zweiter Mann der NSB. Seine Begeisterung war mehreren Kameraden aufgefallen, und so äußerte sich der Vorsitzende der NS-Gewerkschaft Jan Woudenberg hinsichtlich seiner Person später: „Nationalsozialismus war für ihn eine Art Religion“.

Im Jahre 1935 zeigte sich immer deutlicher, daß sich der NSB entweder für Mussolinis italienischen Faschismus oder für den rein deutschen Nationalsozialismus Adolf Hitlers entscheiden mußte. In Mai gab es erneut einen Jugendlandtag in Bilthoven. Feldmeijer redete diesmal anstelle des dienstlich verhinderten Herman van Houten. Dieser befand sich gerade auf einer Deutschlandreise und schickte Feldmeijer zur Vorbereitung seines Redebeitrages die Schrift „Im Kampfe um die Seele des deutschen Bauern“ des Reichsbauernführers Richard Walther Darrés zu, welche Feldmeijer nachhaltig beeindruckte.

Jener hatte sich 1935 wegen negativ absolvierter Zwischenprüfungen entschlossen, sein Studium nicht weiterzuführen. Zu diesem Entschluß kam er vermutlich, weil die Niederländische Regierung in diesem Jahr ein Berufsverbot für NSB-Mitglieder verabschiedet hatte. Außerdem mußten sich die NSB-Mitglieder im niederländischen Heer vor einem Sonderausschuß verantworten. Weigerten sie sich, aus der Nationalsozialistischen Bewegung auszutreten, wurden sie auch hier entlassen. Feldmeijer weigerte sich, und so wurde ihm in diesem Jahr der Rang des Reserveoffiziers aberkannt.

Nachdem ihn ein hoher Führer der HJ dazu überredet hatte, besuchte er im Sommer 1935 mit einem Kameraden das Dritte Reich. Seine – für ihn „äußerst interessante“ – Reise führte ihn nach Hannover, Elberfeld, Köln, das Rheinland, die Saar und Mannheim. Die Deutschlandreise war eine von vielen Unternehmungen, die Feldmeijer u. a nach Skandinavien und ins faschistische Italien führte. Inzwischen versuchte Herman van Houten, Feldmeijer für einen Posten in seinem Agraramt in Amsterdam zu begeistern. Aus dieser Position heraus sollte er zudem den völkisch-sozialistischen Flügel der Partei verstärken. Er beauftragte Feldmeijer mit der Ausarbeitung eines Manifestes für die Jugend im Sinne des von Kurt Maßmann verfaßten Buches „Wir Jugend, ein Bekenntnisbuch der deutschen Nachkriegsgeneration“.

Auch in Kleve am Niederrhein ist der Name van den Bergh bekannt

Das Schicksalsjahr 1937

Am 11. Januar 1937 heiratete Feldmeijer Anneke Ijbeltje Sikkes. Aus dieser Ehe ging ein Sohn namens Ekke Feldmeijer hervor. Mit seinem Manifest für die Jugend wurde Feldmeijer ein überregional bekanntes Parteimitglied, er arbeitete zuerst im Kreis Propaganda von Frans Farwerck und danach im Kreis Schulung von Pfarrer Gerrit van Duyl aus Hilversum. In der Liste der Parteiredner rangierte Feldmeijer als Redner dritter Klasse; er durfte vor 250 bis 500 Mitgliedern reden.

Während der Sommermonate des Jahres 1937 wurde Feldmeijer Mitbegründer der NSB-Stiftung Der Vorfahren Erbe (ndl: Der Vaderen Erfdeel). Diese diente der Erforschung der germanischen Geschichte der Niederlande. In ihrer Zeitung Die völkische Wacht (ndl: De Volksche Wacht) befaßten sich namentlich nicht genannte Autoren mit Themen aus Flandern, den Niederlanden und dem Deutschen Reich sowie dem Rassenunterricht an Hauptschulen und der Bereinigung der Namen. Vorstandsmitglieder waren Frans Farwerck, NSB-Bauernführer Evert Roskam, Herman van Houten und der Kreisleiter Herman Reydon aus Amsterdam. Van Duyl, der sich wegen der Mitgliedschaft zahlreicher Juden gegen den Vorsitzenden der NSB Mussert auflehnte, wurde ebenfalls in das Projekt mit einbezogen.

Während des alljährlichen Sommertreffens der Partei, der sogenannten Hagesprache, im August auf dem Goldenen Berge bei Luntern (→ Mauer von Mussert) kritisierte Feldmeijer zum ersten Mal öffentlich einen Juden: Samuel van den Bergh, Direktor des Unilever-Konzerns, den er Salomon von den Bergh nannte. Den Margarinekönig machte er dafür verantwortlich, daß die niederländischen Bauern ihre in alter Weise hergestellte Butter nicht mehr verkaufen konnten.

Zweiter Weltkrieg

Seit 1932 Mitglied der NSB, errichtete Feldmeijer im Jahr 1939 mit seinem Kameraden Willem Heubel, Bruder der Florentine Rost van Tonningen, innerhalb der Partei die Mussertgarde als Sonderkompanie der niederländischen WA (Wehrabteilung). Diese Garde war nach dem Parteiführer Anton Adriaan Mussert benannt und war die Keimzelle der späteren Germaansche SS in Nederland.

Am 3. Mai 1940 ließ die Regierung de Geer Feldmeijer zusammen mit Rost van Tonningen und 19 anderen in der Festung Ooltgensplaat auf der Insel Overflakkee (Provinz Seeland) internieren; während der reichsdeutschen Sicherung der Niederlande wurde er über Belgien nach Frankreich verbracht, wo er schließlich am 30. Mai in Kalen von deutschen Truppen befreit wurde. Am 11. September wurde er mit den Vorbereitungen zur Errichtung und Verwaltung der niederländischen SS beauftragt. Diese Formation zählte insgesamt etwa 4.000 Mitglieder. Am 1. November 1942 erfolgte die Umbenennung in „Germaansche SS in Nederland“. Offiziell war diese Teil des NSB und unterstand Mussert, inoffiziell orientierte sie sich klar an der SS, was nicht nur an den vielfältigen Ähnlichkeiten der Uniformen, sondern auch durch die gute Zusammenarbeit zwischen Feldmeijer und dem Höheren SS- und Polizeiführer in den besetzten Niederlanden Hanns Albin Rauter bekräftigt wurde.

Feldmeijer meldete sich zweimal an die Front. Er nahm am Balkanfeldzug in Jugoslawien und Griechenland als SS-Unterscharführer und MG-Schütze in der verstärkten Leibstandarte SS „Adolf Hitler“ und an der Ostfront vom 10. Juni 1942 bis zum 1. März 1943 als SS-Untersturmführer in der SS-Flak-Abteilung 5 der SS-Division „Wiking“ im Süden Rußlands teil. Die unterschiedlichen Auffassungen zwischen Mussert und Feldmeijer bezüglich der weiteren Entwicklung der Niederlande (Feldmeijer wollte, daß die Niederlande im Deutschen Reich aufgehen, während Mussert einen eigenständigen Staat im Großgermanischen Reich anstrebte) konnten beiderseits nicht mehr überbrückt werden, und so kam es am 22. Juni 1943 in Den Haag zu einem klärenden Treffen. Hier wurde ausverhandelt, daß die bis dato bestehende organisatorische Verbindung zwischen NSB und der „Germaansche SS in Nederland“ gelöst werde. Von September 1943 bis September 1944 war er Führer des Sonderkommandos „Feldmeijer“ und zuständig für die Bandenbekämpfung in den Niederlanden. Im Zuge dieses Kommandos wurden von ihm persönlich oder in seinem Auftrag u. a. auch „Gezielte Tötungen“ durchgeführt; Partisanen des Niederländischen Widerstandes verübten solche Anschläge schon seit Jahren an von ihnen als Kollaborateure bezeichneten Mitgliedern der Nationaal-Socialistische Beweging, zum Beispiel im Jahre 1943 an Hendrik Seyffardt und Herman Reydon. Feldmeijer erhielt im März 1943 den Rang eines SS-Standartenführers in der Allgemeinen SS, und im März 1944 – nach dem Besuch einer SS-Junkerschule – wurde er auch zum SS-Hauptsturmführer der Waffen-SS befördert. Danach war er eine Zeit lang im SS-Hauptamt tätig. Im Februar 1945 übernahm er die Führung eines Bataillons der 34. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „Landstorm Nederland“ (niederländische Nr. 2).

Tod

SS-Hauptsturmführer Feldmeijer war in seinem Fahrzeug auf dem Weg zur Front, als ihn ein alliierter Tiefflieger in der Nähe des Dorfes Raalte in Salland unter Beschuß nahm und tödlich traf. SS-Hauptsturmführer Henk Feldmeijer fiel am 22. Februar im Kampf gegen den jüdisch-bolschewistisch-plutokratischen Weltfeind für die Freiheit Europas.

Der Leichnam Feldmeijers wurde im Schloßpark des Schlosses Das Loh in Apeldoorn beigesetzt. Später jedoch erfolgte die Umbettung auf den Friedhof Esserfeld in Groningen. Dort wurde er im Grab seiner Cousine beigesetzt. Die Inschrift auf seinem Grabstein lautet:

HENK FELDMEIJER
* 30 Nov. 1910
† 22 Febr. 1945
In liebevoller Erinnerung

Das Grab von Johannes Hendrik Feldmeijer

Zitat

  • „Für uns ist das Volk der lebendige, organische Körper aller vorherigen, aller heutigen und aller herankommenden Generationen, mit allen ihren Kämpfen, Entwicklungen, Kultur, Not und Befreiung. Mit ihnen sind wir verbunden zu einem Ziel, diesem Schicksal auf diesem Boden, den sie mit Gut und Blut verteidigten.“ — In: „Manifest für die Jugend“, 1935

Auszeichnungen (Auszug)

Beförderungen

Ende 1940 soll Voorman Feldmeijer SS-Obergruppenführer der Niederländischen-SS geworden sein, was sich jedoch nicht zweifelsfrei belegen läßt, im März 1943 wurde Feldmeijer zum Standartenführer der Allgemeinen SS und im März 1944, nach der Absolvierung eines Offizierslehrganges, zum Hauptsturmführer der Waffen-SS. Seine SS-Nummer war: 440.001.

Literatur

  • Bas Kromhout: De Voorman, Henk Feldmeijer en de Nederlandse SS, Verlag Atlas Contact 2012, ISBN 978-90-254-3837-1

Fußnoten