SS-Helferinnenkorps

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Drei SS-Helferinnen führen die neue „Dienstschutzbekleidung“ vor

Das SS-Helferinnenkorps war das 1942 gegründete weibliche SS-Korps der Waffen-SS. Das Korps wurde aus rund 3.000 SS-Helferinnen und Kriegshelferinnen zusammengesetzt. Nicht zum SS-Helferinnenkorps zählten die rund 3000 Helferinnen, Angestellte und Arbeiterinnen der unter SS-Kontrolle stehende Ordnungspolizei und die 8000 Frauen, die seit 1933 auf den Dienststellen der SS als weibliche Zivilangestellten arbeiteten und im letzten Kriegsjahr (ab ca. Anfang 1944) auch als Zivilangestellte bei SS oder Polizei not- bzw. kriegsdienstverpflichtet werden konnten, wobei einige auch z. B. als SS-Nachrichtenmaid zum Korps übergetreten sind.

Initiative

SS-Helferin beim Fahnenappell
Junge SS-Helferinnen und Karl-Friedrich Höcker (Mitte) löffeln auf der Terrasse des SS-Ferienheimes in der Nähe von Auschwitz genießerisch Blaubeeren aus einem Schälchen, Juli 1944

Die Idee für ein SS-Helferinnenkorps ging auf die Initiative von SS-Gruppenführer Ernst Sachs, seit 1. November 1940 Chef des Fernmeldewesens beim Persönlichen Stab Reichsführer SS, zurück, der schon seit 1900 diente und ein erfahrener Nachrichtenoffizier war. Heinrich Himmler sagte die Idee zu, da er selbst ein Verfechter der hochgebildeten, anmutigen und geistig adligen Hohen Frauen war, weshalb er auch die Errichtung der „Frauenhochschulen für Weisheit und Kultur“ förderte, um große, starke, zielbewußte, erhabene Frauen zu formen.

In Sachs’ „Vorläufige Einsatzordnung für SS-Helferinnen“ wurde erläutert, daß die Helferinnen, die 56 Stunden in der Woche Dienst leisteten (davon bis zu 14 Stunden Weiterbildung), außer Handbanduhr und Ehe- bzw. Verlobungsring keinerlei Schmuck tragen durfte. Wie bei der SS üblich, galt auch hier: Alkoholverbot, ebenso das Rauchen in der Öffentlichkeit, den Diensträumen und in den Schlafquartieren.

Es gab einen Konflikt zwischen Sachs und Himmler: Sachs plante eine weibliche Ersatzgruppe, welche nach Art der Wehrmacht funktionieren und effizient Männer für den Kampf freisetzen sollte, er hatte verstanden, daß der Krieg tobte und die jungen Frauen schlicht und schnell ausgebildet werden müßten. Himmler jedoch wollte eine weibliche Keimzelle der SS-Sippengemeinschaft und sah die Reichsschule SS als „Mutterhaus des Ordens“ an. Er lehnte noch im März 1943 vermännlichende Uniformen und Führerinnendienstränge ab, wollte eine strengere Auslese. Auch Bewerberinnen gaben stolz und frei ihren Unmut kund. Helga P. schrieb im Oktober 1943 einen Brief an Ernst Sachs, der zu diesem Zeitpunkt noch verantwortlich war für das Programm:

„Man braucht also ein ganzes Jahr, um bei der SS als Nachrichtenmaid eingesetzt zu werden. Sie müssen doch selbst zugeben, daß das für die Verhältnisse des 20. Jahrhunderts und gerade in der augenblicklichen Kriegszeit, etwas reichlich lange ist.“

Bei der Wehrmacht dauerte die Ausbildung, je nach Anforderung, bis zu maximal 12 Wochen, auch deshalb wendeten sich viele Bewerberinnen, die unbedingt dem leidenden und sich in Gefahr befindlichen Vaterland dienen wollten, enttäuscht ab und meldeten sich statt dessen bei Heer, Luftwaffe oder Kriegsmarine.

Ideologie und Bürokratie hatten bei der SS über die Kriegsnotwendigkeiten gesiegt. Sachs wehrte sich dagegen, solange er konnte, aber am Ende des Machtkampfes wurde das SS-Helferinnenkorps 1944 dem SS-Hauptamt und nicht mehr dem Chef des Fernmeldewesens unterstellt.

Ausbildung

Die Freiwilligen des SS-Korps durften nicht jünger als 17, nicht älter als 30 Jahre und nicht kleiner als 1,60 m sein. Sie waren, wie auch die Blitzmädel der Wehrmacht, Angestellte und erhielten ein monatliches Gehalt. Sie wurden u. a. an der Reichsschule-SS in Oberehnheim im Elsaß ausgebildet (hier wurden 2.765 Frauen registriert). Nach erfolgreichem Abschluß des Grundlehrgangs durch das Gelöbnis wurden sie in die Waffen-SS aufgenommen und erhielten, wie auch Zivilangestellte der SS, eine Sippennummer. Nur diese Frauen wurden dann als „SS-Helferinnen“ bezeichnet.

Insgesamt sollte die Ausbildung 12 Monate dauern, was sich jedoch kriegsbedingt als illusorisch herausstellte.

Differenzierung

SS-Helferinnen der Waffen-SS

Die SS-Helferinnen oder „SS-Maiden“ (vorwiegend SS-Nachrichtenmaiden) waren zumeist deutsche Frauen und Mädchen, jedoch auch zahlreiche Ausländerinnen meldeten sich zum Dienst und wurden im Unterstützungskampf gegen den Bolschewismus zum Teil hoch ausgezeichnet. SS-Helferinnen erhielten umfangreiche Dienstbekleidung für alle Einsatzgebiete (einschließlich Generalgouvernement und Bezirk Bialystok, ausgenommen waren die Gebiete, in denen auch für Wehrmachtangehörige Uniformverbot bestand); innerhalb des Reichsgebietes war eine besondere Dienstschutzbekleidung vorgesehen.

Kriegshelferinnen der Waffen-SS

Kriegshelferinnen waren reichsdeutsche Frauen und Mädchen, die zumeist (aber nicht immer) zur Ausbildung in die Reichsschule-SS einberufen wurden, dort zunächst den Grundlehrgang besuchten, aber aus unterschiedlichen Gründen nach kurzer Zeit wieder aus der Reichsschule-SS entlassen wurden. Sie wurden somit nicht in die SS aufgenommen, erhielten keine Sippennummer und wurden, wenn sie dienten (bzw. zu Dienststelle zurückkehrten, wo sie zum Teil schon vorher tätig waren, zur Unterscheidung als „Kriegshelferinnen“ bezeichnet.

Kriegshelferinnen wurden, körperliche Beschaffenheit und sittliche Haltung vorausgesetzt, für den Einsatz in den besetzten Ostgebieten (einschließlich Nordnorwegen und Finnland) ebenso dienstlich eingekleidet wie SS-Helferinnen, mit kleinen Unterschieden beim jeweiligen Einsatzort. Außerhalb der Reichsgrenze (mit Ausnahme der genannten Gebieten) dürften nur SS-Helferinnen Uniform tragen, Kriegshelferinnen trugen, auch als Maßnahme des Eigenschutzes gegen mordende Partisanen, nur Zivilkleidung.

Zahlen

Schätzungen zufolge waren (nach lückenhaftem Aktenbestand) mindestens 2.765 Frauen im SS-Helferinnenkorps, darunter 2375 weibliche Angehörige der Waffen-SS (SS-Helferinnen) und 390 Kriegshelferinnen. Es werden hier ebenfalls die vielen Kriegshelferinnen der Waffen-SS nicht berücksichtigt, die im Osteinsatz oder in den besetzten Gebieten dienten, die auf Grund beruflicher Qualifikationen direkt zur Unterstützung der Truppe eingesetzt wurden, ohne vorher eine SS-Ausbildungsstätte durchlaufen zu haben.

Zu den SS-Helferinnen und Kriegshelferinnen der Waffen-SS kamen, wie bei der Wehrmacht, noch eine erhebliche, wenn auch unbekannte Anzahl weiblicher Hilfwilliger in den besetzten Gebieten. Zum Vergleich: Es dienten bei der Wehrmacht zwischen 450.000 und 500.000 Frauen.

Zweiter Weltkrieg

Die Helferinnen bedienten, nach ihrer Ausbildung, Funk-, Telefon- und Fernschreibanlagen im Reichsgebiet und im Feindesland während des Zweiten Weltkrieges.

An der Invasionsfront im Westen und in den letzten Monaten an der Ostfront waren es oft diese junge Frauen, die bis zum Schluß aus- und standhielten, da ein Zusammenbruch der Kommunikation den Soldatentod vieler erbittert kämpfender Waffen-SS-Krieger an der Front bedeutet hätte. Viele starben im Kugelhagel der Invasoren, andere gerieten in Kriegsgefangenschaft, insbesondere im Osten wurden sie massenvergewaltigt, danach erschlagen oder viele Jahre als Zwangsarbeiter gequält.

Bildergalerie

Siehe auch