Straußenburg, Arthur Freiherr Arz von

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General Arz von Straußenberg.jpg

Arthur Freiherr (Baron) Arz von Straußenburg [Straußenberg] (Lebensrune.png 16. Juni 1857 in Hermannstadt; Todesrune.png 1. Juni 1935 in Budapest) war General im Ersten Weltkrieg, 1917-1918 Generalstabschef und Ehrenbürger in Ungarn

Leben

Seine Kindheit verbrachte er in Hermannstadt wo er am 16. Juni 1857 als Sohn des Karl Arz von Straußenburg und dessen Gattin Louise Pfaffenhuber, Postmeistertochter zu Broos, geboren war. Arz von Straußenburg entschied sich zuerst für eine juristische Laufbahn und studierte an der Hermannstädter Rechtsakademie. Nach seinem Studium, schlug er eine militärischen Laufbahn ein. Von 1876-1877 meldete er sich freiwillig für ein Jahr in einem ungarischen Feldjäger-Bataillon. Nach dem besuch der Kriegsschule 1885-1887 durchschritt er rasch alle militärischen Dienstgrade. Generaloberst Arz von Straußenburg war seit 1903 mit Stefanie Thomka von Tomkaháza verheiratet aus dieser Ehe ging eine Tochter hervor, Stefanie Verehel Ried.

Werdegang

Generaloberst (seit dem 9. Februar 1918) Freiherr Arthur Arz von Straußenburg, war neben General Michael Freiherr von Melas, General Ludwig Fabini und General Arthur Phleps der höchst dekorierte Offizier siebenbürgisch-sächsischer Abstammung. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er zuerst am der Ostfront als erfolgreicher Divisions- und Korpskommandant, und dann als Armeekommandant in Siebenbürgen. In den Generalstab der k. u. k. Armee berufen, wurde von Arz nach seiner Beförderung zum Generalmajor 1908 zum Sektionschef im Kriegsministerium.

Als Generalstabschef Conrad von Hötzendorf entlassen wurde, erhielt von Arz am 1. März 1917 den Posten als Chef des Generalstabes, den er bis zum Kriegsende bekleidete. Im letzten Kriegsjahr erfolgte seine Beförderung zum Generaloberst. Nach dem Krieg mußte von Arz einen Prozeß durchstehen, man machte ihm den Vorwurf, nach dem Waffenstillstand den Feuereinstellungsbefehl an der italienischen Front zu früh gegeben zu haben, so daß noch viele seiner Soldaten in italienische Gefangenschaft gerieten. Er wurde jedoch nicht verurteilt.

Nach dem Kriege konnte er nicht mehr in seine Heimatstadt zurück, da es inzwischen zu Rumänien gehörte. So ließ er sich in Budapest nieder, wo er dann bis zu seinem Tode am 11. Juli 1935 lebte.

Anerkennung

Alle militärischen Autoritäten der Mittelmächte haben von Arz in ihren Memoiren, Briefen und Aufzeichnungen hoch geschätzt: Conrad von Hötzendorf, Paul von Hindenburg, Ludendorff, August von Mackensen u. a. So charakterisiert ihn z. B. C. von Hötzendorf („Private Aufzeichnungen“) mit folgenden Worten:

„Arz, geistig hoch begabt, von klarem Blick, leicht beschwingten Sinnes, lebensfroh, heiter und temperamentvoll, dem Schicksal als Fatalist gegenüberstehend ... Eine frohe, unerschrockene Soldatennatur, war er bei der Truppe beliebt.“

Generaloberst Arz von Straußenburg gehört zu den charakteristischen Persönlichkeiten der k. u. k. Ära und des Ersten Weltkrieges – er ist als berühmter Siebenbürger Sachse in die Geschichte eingegangen

Familien Anekdote

In der Straußenburgischen Familie wird eine Anekdote erzählt, der zufolge Arthur Arz von Straußenburg und mit ihm die ganze Sippe fast Besitzer der Törzburg geworden wäre. Das kam so: Als Kaiser Karl im Weltkrieg Siebenbürgen besuchte, wurde er von Kronstadt auch zur Törzburg begleitet. Die Kronstädter, die Schwierigkeiten mit der Finanzierung des Erhaltes der Burg hatten, nahmen die Gelegenheit wahr, diese loszuwerden und machten sie dem Kaiser zum Geschenk. Dieser wendete sich an Generaloberst von Arz, der sich in seiner Suite befand, mit den Worten:

„Ich kann sie nicht brauchen, was soll ich mit ihr anfangen? Wollen Sie sie haben? Ich schenke sie Ihnen.“

Der Ausgang des Weltkrieges machte dann beide Schenkungen ungültig.

Werke

  • Zur Geschichte des Großen Krieges 1914-1918, Wien, Leipzig, München, 1924
  • Kampf und Sturz der Kaiserreiche, Wien, Leipzig, 1935

Auszeichnungen (Auszug)

Verweise