Utley, Freda

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Freda Utley, 1943

Winifred Utley, allgemein bekannt als Freda Utley, (* 23. Januar 1898 in London, England; † 21. Januar 1978 in Washington D.C.) war eine englische Wissenschaftlerin, politische Aktivistin und viel gelesene Autorin. Nach dem Besuch der Sowjetunion im Jahr 1927 als Gewerkschaftsaktivistin trat sie 1928 der Kommunistischen Partei von Großbritannien bei. Später, verheiratet und in Moskau lebend, wurde sie schnell vom Kommunismus desillusioniert. Als ihr jüdisch-russischer Ehemann, Arcadi Berdichevsky 1936 arrestiert wurde, flüchtete sie mit ihrem jungen Sohn nach England. 1939 zogen sie in die Vereinigten Staaten, wo sie zu einer führenden anti-kommunistischen Autorin und Aktivistin wurde.

Antikommunismus

Utley wanderte mit ihrem Sohn und ihrer Mutter 1939 in die Vereinigten Staaten aus. Im Glauben, ihr Ehemann sei tot, brachte sie 1940 in dem Buch The Dream We Lost, später veröffentlicht als Lost Illusions, ihre Abscheu dem Kommunismus gegenüber zum Ausdruck.

Bertrand Russell schrieb die Einleitung: "I knew Freda Utley first when she was in the process of becoming a Communist; I continued to know her through the stages of her disenchantment, the tragedy of her husband's arrest, and the despair induced by the failure of all her efforts to procure his release."

Utley bekräftigte den Wert ihres Buch mit dem Verweis, sie sei die einzige westliche Autorin, die Rußland von innen und unten kenne und die Härten und Ängste der gewaltsam zum Schweigen gebrachten Bevölkerung geteilt habe. In einer Rezension nannte der Autor Pearl Buck ihr Buch eine schwer angreifbare Anklage gegen den russischen Kommunismus. Prokommunistische Publizisten versuchten das Buch jedoch zu diskreditieren. Ronald Reagan schrieb über Utley:

...viele der Intellektuellen wollten nicht hören was sie zu sagen hatte. Sie konnte beeindruckende akademische Empfehlungsschreiben vorweisen, als sie in die Vereinigten Staaten kam, aber die Herausgeber und Akademiker verweigerten sich ihr. Sie verstand alles nur allzu gut. Sie hatte es mit dem Kommunismus versucht und seine Falschheit verstanden. Sie sagte daß nur diejenigen »die sich niemals völlig der kommunistischen Sache übergeben hatten« weiterhin daran glauben können.[1]

Utley schrieb an einen kommunistischen Freund:

Ich habe nicht vorgegeben ein Stalinist zu sein, aber bis jetzt nie ein Wort über Rußland gesagt. Natürlich hatte ich keine Illusionen mehr – oder hatte noch irgendwelche, bevor sie Arcadi arrestierten. Ich bin kein Trotzkist seit ich überzeugt bin daß alle Diktaturen gleich sind und daß Macht jeden korrumpiert. Ohne Demokratie kann es keinen echten Sozialismus geben. Aber ich fürchte daß sich die Welt zum »Nationalen Sozialismus« nach russisch-deutschem Muster entwickelt. Sind nur geringe Unterschiede zwischen den beiden.[2]

Im Jahr 1945 sandte das Magazin Reader's Digest Freda Utley als Korrespondentin nach China. Die Reise verarbeitete sie in ihrem Buch Last Chance in China. Sie kritisierte die Einstellung der westlichen Waffenlieferungen an die chinesischen Nationalisten habe den Sieg der Kommunisten begünstigt.

Im Jahr 1948 schickte sie das Readers Digest nach Deutschland, woraus ihr nächstes Buch, The High Cost of Vengeance entstand. Darin kritisierte sie die Verbrechen der alliierten Besatzungsmächte, sowie die Vertreibung von Millionen von Deutschen und den Morgenthau-Plan. (Eine aktuelle Schätzung, einschließlich der deutschen Kriegsgefangenen, ist, daß insgesamt 3 Millionen Deutsche unnötig nach dem Sieg der Alliierten starben.[3])

Utley warf den VSA außerdem vor, deutsche Gefangene zu foltern, kritisierte den Einsatz Deutscher zur Sklavenarbeit in Frankreich und Rußland und bezeichnete das Nürnberger Tribunal als rechtlichen Grundsätze in keiner Weise genügend. So erklärte sie beispielsweise bezüglich der Nachfolgeprozesse:

"American rules of evidence are not to be applied by the judges. Hearsay and double hearsay evidence is permitted, and it is left entirely to the discretion of the judges whether or not the defense be permitted to question the authenticity or probative value of evidence."

Sie verglich die den Nationalsozialisten vorgeworfenen Taten mit den Verbrechen der Alliierten und konnte keinerlei Unterschied feststellen: „'There is no crime that the Nazis committed that we or our allies did not also commit ourselves.“

Utleys Buch wurde von der New York Times verrissen, von Reinhold Niebuhr in The Nation Magazin aber gelobt.

Die letzte ihrer Arbeiten über den Fernen Osten, The China Story, erschien 1951 und wurde für mehrere Monate ein Kassenschlager.

Während der Suez-Krise verbrachte Utley sechs Monate im Mittleren Osten und publizierte ihr letztes Buch über internationale Beziehungen,„ Will the Middle East Go West?“ Darin warnte sie, eine Unterstützung Israels durch die USA würde die Araber in die offenen Arme der Kommunisten treiben.

Im Jahr 1970 veröffentlicht Freda Utley den ersten Band ihrer Autobiographie Odyssey of a Liberal, die ihre frühen Erfahrungen in der Fabian Society, über Bildung, Ehe, ihr Leben in der Sowjetunion und Reisen bis 1945 festhielt. Der zweite Band wurde nicht mehr veröffentlicht.

Im Jahr 2005 stiftete ihr Sohn Jon Utley den Freda Utley Prize for Advancing Liberty.

Werke

  • Kostspielige Rache. Verlag für ganzheitliche Forschung und Kultur, Viöl, 1993, ISBN 3-927933-34-1 [Faksimile der 1950 erschienenen dt. Erstausgabe; Übers. v. Egon Heymann] (PDF)
  • Kostspielige Rache, Übers. v. Rudolf Andersch, Fritz Schlichtenmayer Verlag, Tübingen am Neckar (PDF)
  • The High Cost of Vengeance, Henry Regnery Company, Chicago, 1949 (PDF)

Verweise

Fußnoten

  1. ...many of the intellectuals didn’t want to hear what she had to say. She had impressive academic credentials when she came to the U.S. but publishers and the academy closed doors against her. She understood all too well. She had tried communism and learned its falseness. She said only those 'who have never fully committed themselves to the communist cause' can continue to believe in it.
  2. I have not pretended to be a Stalinist but have kept my mouth shut about Russia until now. Naturally I have no illusions left – nor had any before they took Arcadi. I am not a Trotskyist as I have become convinced that all dictatorships are much the same and that power corrupts everyone. Without democracy there can be no real socialism. But I fear the world is progressing towards ‘National Socialism’ on the Russian-German model. Little difference between them.
  3. http://www.telegraph.co.uk/arts/main.jhtml?xml=/arts/2007/04/15/bomac14.xml