Lübbe, Vollrath

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Vollrath Lübbe II.jpg

Vollrath Lübbe (Lebensrune.png 4. März 1894 in Klein Lunow, Mecklenburg; Todesrune.png 4. April 1969 in Hannover) war ein deutscher Offizier der Sächsischen Armee, des Deutschen Heeres, der Reichswehr und der Wehrmacht, zuletzt Generalleutnant des Heeres und Ritterkreuzträger im Zweiten Weltkrieg.

Dienststellungen in der Zwischenkriegszeit

Vollrath Lübbe.JPG
Vollrath Lübbe (links) und Walter Model
  • 1.4.1924 in der 13. (MW) / Infanterieregiment 10 (Dresden)
  • 1.5.1925 im Stab des III. / Infanterieregiment 9 (Berlin)
  • 1.5.1926 Chef der 14. / Infanterieregiment 9 (Wünsdorf)
  • 1.5.1928 in der 13. (MW) / Infanterieregiment 9 (Potsdam)
  • 1.5.1929 Chef der 13. (MW) / Infanterieregiment 9 (Potsdam)
  • 1.5.1933 im Stab des Infanterieregiments 9 (Potsdam)
  • 1.10.1934 Lehrer an der Infanterieschule (Dresden)
  • 15.10.1935 Lehrer an der Kriegsschule Dresden
  • 12.10.1937 Kommandeur des I. Bataillons/Infanterie-Regiment 103 (Jena)
  • 10.11.1938 Kommandeur des Schützenregiments 13 (Mährisch-Schönberg)
    • Im April 1939 verlegte das Regiment nach Olmütz

Zweiter Weltkrieg

„Mit seinem Regiment nimmt er am Polen-, West- und Balkan-Feldzug teil. Er führte das Regiment auch noch bei Beginn des Ostfeldzuges. Ab dem 12. August 1941 übernimmt er als Kommandeur die 2. Schützen-Brigade im Russlandfeldzug. Nach Verwundung des Kommandeurs der 2. Panzer-Division, Generalleutnant Freiherr von Esebeck, übernimmt Oberst Lübbe im am 5. September 1942 die Führung dieser Division. Am 1. Oktober 1942 wurde er zum Generalmajor befördert. Die offizielle Ernennung zum Kommandeur der 2. Panzer-Division wurde ihm am 20. Oktober 1942 überreicht. Am 1. April 1943 wurde er zum Generalleutnant befördert. Für die Führung seiner Division wurde er am 18. August 1943 als Generalleutnant mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Am 1. Februar 1944 wurde er wegen Krankheit in die Führer-Reserve versetzt. Dann wurde er am 5. April 1944 als Nachfolger von Generalleutnant Erich Schopper zum Kommandeur der 81. Infanterie-Division ernannt. Am 10. Juli 1944 wurde er wegen Krankheit erneut in die Führerreserve versetzt. Am 9. Oktober 1944 wurde er zum Kommandeur der 462. Volks-Grenadier-Division ernannt. Er wurde im Oktober 1944 auch zum Kommandanten von Metz ernannt. Ab dem 12. November 1944 übernahm er das Kommando über die 49. Infanterie-Division. Am 27. Dezember 1944 übernahm er das Kommando über die Division Nr. 433 und kommt mit dieser an der Ostfront im Raum Frankfurt/Oder zum Einsatz. In diesem Raum wurde er am 2. Februar 1945 verwundet und geriet am 5. Februar 1945 bei Kriescht in Brandenburg, in sowjetische Gefangenschaft.“[1]

Gefangenschaft

Am 27. Dezember 1944 übernahm Lübbe das Kommando über die Division Nr. 433. Er wurde an der Oderfront verwundet und geriet am 5. Februar 1945 bei Kriescht (nördlich von Zielenzig) in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Seine Haft führte ihn nach Krasnogorsk in das Kriegsgefangenenlager 27, nach Cerny ins Kriegsgefangenenlager 48, sowie in die Moskauer Gefängnisse Nr. 1 und 2. und andere. Am 8. Juli 1950 wurde er in einem Moskauer Schauprozeß als Kriegsverbrecher zu 25 Jahre Zwangsarbeit verurteilt, erst im September 1955 wurde er begnadigt, am 9. Oktober 1955 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen und konnte am 11. Oktober 1955 als Spätheimkehrer nach Deutschland zurückkehren.

Familie

Lübbe war mit einer geborenen von Kloppenfels verheiratet, hatte drei Kinder (darunter der 1924 geborene Christoph, der 1943 fiel) und soll, wenn auch nach manchen Quellen strittig, u. a. Vater des Bundeswehr-Generals Ernst-Vollrath Lübbe (1920–2001) sein. Ernst-Vollrath war zuletzt Oberleutnant im Afrikafeldzug bei dem Panzer-Regiment 5, er geriet 1943 mit Teilen der Heeresgruppe Afrika in Kriegsgefangenschaft. Nach Entlassung 1946, Arbeit als Betriebsleiter, Eintritt in die Bundeswehr 1956, Kommandeur des Panzer-Bataillons 14 ab 1967 und zuletzt zwischen 1972 und 1977 Verbindungsoffizier beim Wehrbereichskommando (WBK) II in Hannover wurde er in den Ruhestand versetzt und verstarb 2001. Vollrath Lübbes Neffe war der ebenfalls 1920 geborene Harro Lübbe.

Beförderungen

  • Fähnrich (20 Mär 1912)
    • aus dem Sächsischen Kadettenkorps kommend in das Infanterie-Regiment „Großherzog Friedrich II. von Baden“ (4. Königlich Sächsisches) Nr. 103 in Bautzen
  • Leutnant (24 Feb 1914)
  • Oberleutnant (18 Aug 1917)
  • Hauptmann (01 Apr 1925)
  • Major (01 Mai 1934)
  • Oberstleutnant (01 Okt 1936)
  • Oberst (01 Juni 1939)
  • Generalmajor (01 Okt 1942)
  • Generalleutnant (30. Apr 1943 mit RDA vom 1. April 1943)

Auszeichnungen (Auszug)

Verweis

Fußnoten

  1. Lübbe, Vollrath
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Reichswehrministerium (Hg.): Rangliste des Deutschen Reichsheeres, Mittler & Sohn Verlag, Berlin 1930, S. 141
  3. 3,0 3,1 Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939-1945, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, S. 517, ISBN 978-3-938845-17-2