Rumänien

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România
Rumänien
Flagge
Wappen
Flagge Wappen
Amtssprache Rumänisch
Hauptstadt Bukarest
Staatsform Republik
Regierungssystem Semipräsidentielles System
Staatsoberhaupt Präsident Klaus Johannis
Regierungschef Ministerpräsident Sorin Grindeanu
Fläche 238.391 km²
Einwohnerzahl 19.870.000 (Stand 2016)
Bevölkerungsdichte 84,4 Einwohner pro km²
Währung Leu (RON)
Unabhängigkeit 9. Mai 1877 (vom Osmanischen Reich)
Nationalhymne Deșteaptă-te, române!
Zeitzone UTC+2 OEZ
UTC+3 OESZ (März bis Oktober)
Kfz-Kennzeichen RO
ISO 3166 RO, ROU, 642
Weltnetz-TLD .ro
Telefonvorwahl +40
RumänienEU.svg.png

Rumänien (rumänisch: România) ist ein Staat in Europa am Schwarzen Meer. Es grenzt an Bulgarien, Serbien, Ungarn, die Ukraine und Moldawien. Rumänien war bis 1881 ein Fürstentum, zuletzt unter Karl Eitel Friedrich Zephyrinus Ludwig von Hohenzollern-Sigmaringen, und war bis 1947 das Königreich Rumänien.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Deutscher Einfluß

Bis heute ist der Einfluß deutscher beziehungsweise deutschstämmiger Eliten für das Land spürbar. Deutsche prägten Rumänien in vielerlei Hinsicht – sowohl auf kulturellem als auch militärischem Gebiet – und trugen erheblich zur Entwicklung des Landes bei, wovon es bis heute profitiert. Viele rumänische Persönlichkeiten in Politik, Wirtschaft und Kultur können auf eine deutsche Abstammung verweisen.

Erster Weltkrieg

Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 wollte Carol I. auf seiten der Mittelmächte kämpfen, setzte sich damit aber innenpolitisch nicht durch. Unter seinem Neffen und Nachfolger Ferdinand I. trat Rumänien im Sommer 1916 der Entente bei. Zunächst eroberten die Rumänen Teile Siebenbürgens, verloren aber im Dezember 1916 durch die Gegenoffensive der deutschen, österreichischen und bulgarischen Truppen die Walachei, so daß Ferdinand I. fliehen mußte. Als Belohnung für den Verrat erhielt Rumänien im Diktat von Trianon von Österreich-Ungarn Siebenbürgen, das östliche Kreischgebiet, die Bukowina und zwei Drittel des Banats und vom bolschewistischen Rußland zusätzlich Bessarabien.

Pfeil 2 siehe auch.pngSiehe auch: Frontwechsel Rumäniens (Erster Weltkrieg)

Zweiter Weltkrieg

General Ion Antonescu errichtete einen pseudo-faschistischen Staat in Rumänien und trat während des Zweiten Weltkrieges den Achsenmächten bei. Rumänien beteiligte sich 1941 am deutschen Feldzug gegen die Sowjetunion, wodurch die ein Jahr zuvor verlorenen Gebiete wieder rumänisch wurden.

„Vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer schützt nunmehr die Deutsche Wehrmachtzu Lande, zu Wasser und in der Luft – Seite an Seite mit Finnen und Rumänen Europa. Italien schließt sich spontan an, ebenso die Slowakei. Auch einer Frontbreite von 2.400 Kilometren vollzieht sich der größte Aufmarsch, den die Geschichte bisher gesehen hat. Die besten Soldaten der Welt sind zum Schutze der Kultur gegen die Barbarei angetreten. Der Kampf gegen den verlogenen Verbündeten Großbritanniens nimmt seinen Anfang.“Die Deutsche Wochenschau Nr. 564 vom 25. Juni 1941 zum Unternehmen „Barbarossa“

In der Schlacht von Stalingrad waren es letztlich die rumänischen Truppen, die den sowjet-bolschewistischen Durchbruch zu verantworten hatten. Im August 1944 wurde Antonescu gestürzt. Dies führte zum abermaligen Frontwechsel Rumäniens. Es erhielt als Lohn dafür Nordsiebenbürgen zurück, das es zuvor verloren hatte.

Pfeil 2 siehe auch.pngSiehe auch: Frontwechsel Rumäniens (Zweiter Weltkrieg)

Bevölkerung

Rumänen

Als Rumänen werden von offizieller staatlicher Seite alle rumänischen Staatsangehörigen bezeichnet und aus nationaler Sicht die Angehörigen der beiden Hauptstämme des Landes, die Walachen, welche die eigentlichen Rumänen darstellen, die Moldauer, ein Gemisch aus Walachen/Rumänen und Slawen, sowie alle in diese Bevölkerungsgruppen, die sich auch jeweils insbesondere in Siebenbürgen mischten und die hineinassimilierten Angehörigen der jeweiligen regionalen Minderheiten.

So gingen auch insbesondere viele Deutsche durch Assimilation im Laufe der Jahrhunderte im heutigen rumänischen Volk auf.

Zigeuner

Die mit Abstand größte und auch am stärksten wachsende Minderheit innerhalb Rumäniens stellen die Zigeuner dar. Offiziell wird ihre Zahl mit 500.000 bis 600.000 Personen angegeben, doch muß man davon ausgehen, daß diese weit mehr beträgt als angegeben. Daher muß diese Zahl nach oben hin korrigiert werden. Die genaue Zahl der Zigeuner ist schwer zu schätzen, doch man nimmt an, daß diese zwei bis drei Millionen Menschen beträgt. Bei einer Bevölkerung von knapp 20 Millionen bedeutet dies mehr als 10 % der Gesamtbevölkerung. Die Zigeuner haben kein festes Siedlungsgebiet innerhalb einer Region, sondern sind über das gesamte Land verteilt.

Magyaren

Ca. 1,2 Millionen enthnische Magyaren leben im Gebiet des heutigen Rumäniens, insbesondere in Siebenbürgen. Sie sind das Überbleibsel der einstiegen ungarischen Herrschaft über heutige rumänische Gebiete. In manchen Orten und Gegenden stellen sie heute noch die Mehrheit. Jedoch nehmen ihre Zahl und ihr Einfluß ab.

Deutsche Minderheit

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges lebten in Rumänien etwa 345.000 Menschen, die sich als Deutsche ansahen. Deren Zahl schrumpfte bis heute auf nur noch 36.000 Personen. Die Zahl deutschstämmiger Personen ist hier allerdings nicht inbegriffen und ist um einiges höher.

Religion

Von den knapp 22 Mio. Einwohnern Rumäniens gehören 86,7 % der rumänisch-orthodoxen Kirche sowie 6,7 % protestantischen Konfessionen an.[1] Nach wie vor spielt die Religion in Rumänien eine große Rolle; damit ist Rumänien eines der religiösesten Länder in Europa.

Abwanderung

Wie auch andere osteuropäische Länder leidet Rumänien zum Teil unter Abwanderung. Neben Un- und Mittelqualifizierten sind es auch Hochqualifizierte, die das Land verlassen. Von den 30.000 bis 35.000 Ärzten, die 2012/13 in die BRD einwanderten, waren 18,7 % Rumänen, die die Rangliste unter den Medizin-Einwanderern anführten.[2]

Außen- und Verteidigungspolitik

Rumäniens Verhältnis zu Ungarn gilt aufgrund der historischer Konflikte (Grenzverschiebungen, Gebietsabtretungen usw.) als problematisch. Rumänien ist Mitglied der NATO und um ein gutes Verhältnis zu den VSA bemüht.[1] Es gab in der Zeit seit dem Ende des Ostblocks und dem Zerfall der Sowjetunion immer wieder Überlegungen zu einer Wiedervereinigung bzw. einem Anschluß der Republik Moldau.

Aktuell

Klaus Johannis, der ehemalige rumäniendeutsche Bürgermeister von Hermannstadt in Siebenbürgen, wurde im November 2014 in einer Stichwahl in das höchste Amt des Landes gewählt. Johannis ist der erste deutschstämmige Staatschef Rumäniens seit der von den Sowjets erzwungenen Abdankung König Michaels aus dem Hause Hohenzollern im Jahre 1947.

Europäische Union

Die EU-Kommission stellte 2010 der rumänischen Regierung 20 Milliarden Euro für die Entwicklung des Landes zur Verfügung.[3]

Filmbeiträge

Die Bilder entstanden im Sommer 1939 im rumänischen Ploesti, das die deutsche Wehrmacht auf Wunsch des rumänischen Staatschefs Antonescus im Oktober 1940 besetzte, weil dieser einen sowjetischen Überfall befürchtete. Weitere Ausschnitte stammen aus Bukarest und Temesvar.

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 National-Zeitung, 28. November 2014, S. 4
  2. Junge Freiheit, 13/15, S. 19
  3. Besuch in einem Lager: „Die Roma gehören nicht zur Bevölkerung“, Euronews, 26. August 2010


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