Thadden, Adolf von

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Adolf von Thadden (1969) errang 1948 für die DKP-DRP bei den Kommunalwahlen in Göttingen 10,8 % der Stimmen und wurde Ratsherr (bis 1958). 1952/53 war er stellvertretender Oberbürgermeister von Göttingen, bis 1958 Senator der Stadt.

Adolf „Ado“ von Thadden (Lebensrune.png 7. Juli 1921 auf Gut Trieglaff bei Greifenberg in Pommern; Todesrune.png 16. Juli 1996 in Bad Oeynhausen) war ein deutscher Offizier der Wehrmacht, zuletzt als Oberleutnant des Heeres und Adjutant einer Sturmgeschütz-Brigade sowie Politiker verschiedener nationaler Parteien und Bundesvorsitzender der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) sowie Mitherausgeber von „Nation und Europa“.

Werdegang

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Nach der Volksschule besuchte von Thadden zunächst das Greifenberger Friedrich-Wilhelm-Gymnasium. Später war er Schüler der Baltenschule Misdroy, wo er das Abitur erwarb. Danach absolvierte er eine landwirtschaftliche Lehre. Am 1. September 1939 trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 7.155.873). Nach dem Reichsarbeitsdienst wurde er Soldat.

Als solcher nahm er im Zweiten Weltkrieg an zahlreichen Feldzügen teil und erlitt mehrfach schwere Verwundungen. Im Jahre 1945 wurde er bei dem Versuch, seine Mutter aus Pommern in die Westzonen in Sicherheit zu bringen, in „Polen“ verhaftet. Im November 1946 gelang ihm die Flucht aus der kommunistischen Republik Polen. 1946/47 war er für die britische Militärregierung landwirtschaftlicher Treuhänder. Er zog 1947 nach Göttingen.

Seit dem Jahre 1947 war von Thadden Mitglied der konservativen Deutschen Rechtspartei (DKP-DRP), zu deren Führungspersonal er bald zählte. An den Verhandlungen der DKP-DRP mit der Deutschen Partei und der hessischen Nationaldemokratischen Partei am 1. Juli 1949 über einen gemeinsamen Wahlantritt zur Bundestagswahl 1949 nahm von Thadden für seine Partei gemeinsam mit Wilhelm Jaeger, Eldor Borck, Ludwig Schwecht, Lothar Steuer und Leonhard Schlüter teil. Obwohl die Pläne recht weit gediehen waren, scheiterten sie schließlich. Grund war die Erklärung der britischen Militärregierung, eine Fusionspartei werde keine Lizenz erhalten und könne somit nicht zur Wahl antreten.

Er betrieb maßgeblich die Fusion des niedersächsischen DKP-DRP-Landesverbandes mit der Nationaldemokratischen Partei zur Deutschen Reichspartei 1950. Im März 1952 beantragte er gemeinsam mit Heinz Frommhold die Aufnahme in die FDP. Auf Druck des linken Parteiflügels vertagte der FDP-Bundesvorstand am 26. März 1952 jedoch die Entscheidung über den Aufnahmeantrag. Von Thadden zog – ebenso wie Frommhold – den Antrag daraufhin zurück. 1961 wurde er Vorsitzender der Deutschen Reichspartei (DRP).

1964 gründete von Thadden gemeinsam mit Fritz Thielen (Deutsche Partei), Wilhelm Gutmann (GDP), Heinrich Fassbender (DNVP) und anderen die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) als Sammlungspartei nationalgesinnter Kräfte. Im Jahre 1967 wurde er zum Bundesvorsitzenden der NPD gewählt. Bei der Bundestagswahl 1969 scheiterte er mit der NPD knapp am Einzug in den Deutschen Bundestag. Im Jahre 1971 trat er als Vorsitzender der NPD zurück, unterstützte aber die Wahl seines Nachfolgers Martin Mußgnug. Während des Jahres 1975 verließ von Thadden die NPD aus Verärgerung über die Wahl von Gerhard Frey in den Bundesvorstand der NPD. 1994 sagte er in einem Gespräch mit der konservativen Wochenzeitung Junge Freiheit:

„Die heutige NPD hat nichts mehr zu tun mit der NPD der sechziger Jahre, also der Zeit, als ich Parteivorsitzender war.“

Späte „Enthüllung“

Jahre nach von Thaddens Tod, 2002, erschien in einem Organ der BRD-Lügenpresse ein Artikel von Marianne Quoirin, der mit einer gewissen Häme Ausführungen enthielt, von Thadden sei von 1969 bis 1976 Informant des britischen Geheimdienstes MI6 gewesen.[1]

Der wenig substantielle Beitrag präsentiert weder einen nachprüfbaren noch einen glaubhaften Beleg für die in ihm aufgestellte Behauptung. Viele BRD-Blätter verbreiteten Quorions Anschmierung ohne eigene Nachforschungen, auch der Londoner „Guardian“ berichtete wie von einer Tatsache. Die Adolf-von-Thadden-Akten des britischen Geheimdienstes sind bis auf weiteres gesperrt.[Quellennachweis erforderlich]

Familie

Adolf war der Soh des Verwaltungsjuristen Dr. jur. Adolf Gerhard Ludwig von Thadden, Gutsherr auf Trieglaff, Gruchow und Vahnerow sowie Rechtsritter des Johanniterordens (1858–1932; 1890–1894 Landrat des Kreises Mohrungen, Provinz Ostpreußen und 1894–1923 des Kreises Greifenberg in der Provinz Pommern), und dessen zweiten Ehefrau Anna Barbara, geb. Blank (1895–1972). Er hatte fünf Geschwister und fünf Halbgeschwister aus der ersten Ehe seines Vaters mit Ehrengard Pauline, geb. von Gerlach (1868–1909), darunter der Erbe des Gutes Trieglaff Dr. jur. et Dr. theol. h. c. Reinold Leopold Adolf Ludwig von Thadden (1891–1976), u. a. Gründungspräsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags.

Ehe

Von Thadden heiratete am 10. November 1957 in Hannover die Ärztin Edith Lange (Lebensrune.png 28. September 1921 in Hannover), die Tochter des Oberregierungsrats und Baurats Otto Lange und der Marie-Luise Hett.

Zitate

Über von Thadden
  • „Nur in einem Fall mußte sich der NPD-Großmeister dem Votum der Delegierten beugen: Gegen seinen Willen wurde Udo Walendy, zurückgetretener Propagandachef, in den Vorstand gewählt. Der Absolvent des Berliner Otto-Suhr-Instituts, Eigentümer des Verlages für ‚Volkstum und Zeitgeschichtsforschung‘ in Vlotho an der Weser und Autor der Enthüllungs-Trilogie ‚Europa in Flammen‘ hatte sich Monate zuvor mit Thadden angelegt und einen eigenen Programmtext angefertigt, der im Inhalt gemäßigter, im Stil ausgefeilter war. Zu den Beratungen der Redaktionskommission war der Quertreiber daraufhin nicht mehr geladen worden, Walendy schmollte und zieh den Parteichef in Hannover der Verleumdung. In den Wandelgängen der Niedersachsenhalle verbreitete er die Meinung: Thadden sei nicht das ‚Zukunftsfaktum‘ der Partei. Als dann später seine Wahl bekanntgegeben wurde, erhielt er stürmischen Beifall. Mit Udo Walendy aber wird der NPD-Chef schnell fertig werden, daran ließ er keinen Zweifel. Auch in diesem Geschäft kennt sich Thadden aus.“— Dietrich Strothmann[2]

Auszeichnungen und Ehrungen (Auszug)

Werke (Auswahl)

Fußnoten

  1. Marianne Quoirin: Der braune Schlapphut, Kölner Stadtanzeiger, 13. März 2002: „Die einzigen, die von Thadden und die NPD in einem milderen Licht sahen, waren Agenten des britische Auslandsgeheimdienstes MI 6: Spätestens seit der Wahl von Thaddens am 11. November 1967 zum Bundesvorsitzenden und dem Einzug der NPD in die Landtage von Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen, Bremen und Baden-Württemberg hatten sie ihn an der Angel. ‚Wir sahen keine Gefahr, dass da ein neuer Hitler an die Macht kommen könnte. Die Propaganda der NPD einerseits und die Furcht vor neuen Nazis anderseits schienen sich zu ergänzen, aber von Thadden wollte nur eine radikale rechte Partei in den Parlamenten.‘ Der Mann, der das sagt, war jahrelang der Vorgesetzte des V-Mann-Führers, der von Thadden regelmäßig in einem der Hotels in der Nähe des Hauptbahnhofs von Hamburg traf.“
  2. Dietrich Strothmann: Wie damals im Sportpalast..., Die Zeit, 17. November 1967 S. 2 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!