Walendy, Udo

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Udo Walendy

Udo Walendy (Lebensrune.png 21. Januar 1927 in Berlin) ist ein deutscher Politikwissenschaftler. Als Geschichtsrevisionist hat er hinsichtlich der offiziellen Erzählung zum Schicksal der Häftlinge in deutschen Konzentrationslagern während des Zweiten Weltkrieges eigene Auffassungen und Darstellungen entwickelt. Zudem stellt er die angebliche Alleinschuld des Deutschen Reiches am Ausbruch des Ersten und auch Zweiten Weltkrieges in Abrede. Er ist deshalb wegen sogenannter Volksverhetzung vorbestraft. Sein Fall erregte auch im Ausland Aufsehen.

Werdegang

Walendys Unterschrift
Udo Walendy in Washington, 2006
Udo Walendy zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Aufstand des Geistes“ zu Gast bei der Partei „Die Rechte“ im Rhein-Erft-Kreis am 22. Oktober 2016

Ausbildung

Walendy wurde im Dritten Reich gegen Ende des Zweiten Weltkrieges zum Reichsarbeitsdienst, dann als Luftwaffenhelfer und schließlich zur Wehrmacht eingezogen. Er machte sein Abitur 1946 und besuchte danach die Journalistenschule in Aachen. Von 1950 bis 1956 studierte er an der Hochschule für Politik in West-Berlin Politikwissenschaft und erwarb dort sein Diplom.

In einem Vortrag beschrieb Walendy später, daß die meisten seiner Dozenten seinerzeit gerade erst aus dem Ausland wiedergekommen waren. Einer von ihnen sagte, daß alle Deutschen Nazis und alle Nazis wiederum Verbrecher gewesen seien. Dies geschah unter lautstarker Zustimmung der allermeisten Studenten. Walendy widersprach dem nicht, weil er in Ruhe zu Ende studieren wollte. Er mißbilligte aber dieses Verhalten, weil die Studenten alle ihre eigenen Väter beschimpft hätten. Er aber beschloß, nichts mehr von dem zu glauben, was ihm eingetrichtert werden sollte und machte die Überprüfung solcher Anschuldigungen gegen das eigene Volk und die eigenen Vorfahren zu seinem Beruf. Das Studium betrachtete er aber nachträglich dennoch als wichtig, weil ihm wesentliche Kenntnisse gefehlt hätten, die er sich erst dadurch aneignen konnte.

Verleger

1965 gründete Walendy in Vlotho den Verlag für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung, weil er keinen Verlag fand, der bereit war, sein Werk „Wahrheit für Deutschland“ zu veröffentlichen. Den von ihm aufgebauten Verlag führt mittlerweile seine Frau fort, die deshalb selbst schon vor Gericht stand.[1] Die Familie Walendy wird auch weiterhin von der BRD heimgesucht.

Politiker

1964 schloß sich Walendy der NPD an, deren Präsidium er von 1965 bis 1972 angehörte. Walendy war ein Gegenspieler Adolf von Thaddens.[2] Nach Verbüßung einer Haftstrafe wegen angeblicher „Volksverhetzung“ übernahm Walendy ab 1997 den Landesvorsitz der NPD Nordrhein-Westfalen. 2014 trat Walendy als NPD-Kandidat um das Amt des Oberbürgermeisters von Mönchengladbach an.[3]

Historiker

Walendy gehört neben Germar Rudolf zu den bekannteren der Revisionisten, welche den Deutschen angelastete Verbrechen im Zweiten Weltkrieg ganz oder teilweise anzweifeln. Er pflegt engen Kontakt mit der belgischen revisionistischen Organisation Vrij Historisch Onderzoek (VHO) und war mit Florentine Rost van Tonningen gut befreundet. Zum 70. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges erklärte Walendy sinngemäß, daß er davon überzeugt sei, daß sich die wahrheitsgemäße Geschichtsschreibung, an der auch er mitgewirkt hat, am Ende gegen die Geschichtsfälschung und die Umerziehung durchsetzen werde.

Udo Walendy erkannte schon frühzeitig die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit im Rahmen des Revisionismus, sein Buch „Wahrheit für Deutschland“ (1964) erschien demgemäß auch in verschiedenen Fremdsprachen. In seinem 1980er Vortrag „Die Methoden der Umerziehung“ berichtete er darüber, wie die deutschen Akten nach 1945 von den Umerziehern ausgesiebt und wie Deutschland belastende sogenannte Dokumente von ihnen erst fabriziert wurden, bevor sie dem Bundesarchiv übergeben wurden. Er nimmt weiterhin für sich in Anspruch, der erste Historiker gewesen zu sein, der sich überhaupt nach der Authentizität dieser Akten und nach dem Verbleib der Originale erkundigte.

Vortragstätigkeit

Über die Bundestagswahl von 1969 berichtete Walendy in einem anderen Vortrag, daß Eugen Gerstenmaier seinerzeit im Fernsehen gesagt habe, daß die BRD z. B. weniger Autos absetzen können würde, wenn die NPD in den Bundestag einziehen würde.

Walendy hielt auch einen Vortrag im Rahmen einer Veranstaltung der Partei Die Rechte.

1965 hielt Walendy einen Vortrag in Minden, auf Einladung eines Ratsherrn der FDP. Dieser Vortrag löste einen Skandal aus, der auch von der überregionalen Presse wahrgenommen wurde.[4]

Sonstige Positionen

Walendy ist Verfasser des fünfbändigen Werkes „Die Weltanschauung des Wissens“. Darin stellt er u. a. die These auf, daß es mindestens weitere sechs Planeten in unserem Sonnensystem gibt, die bisher aufgrund der Langsamkeit dieser Planeten nicht entdeckt werden konnten. In einem Beitrag für die Deutsche Stimme wurde diese Ansicht Walendys nicht mit abgedruckt, sondern nur Walendys geschichtsrevisionistische Ansichten. Walendy beklagte diese Zensur und glaubt, daß dieser Teil seines Schaffens gleichwertig neben dem Geschichtsrevisionismus steht.[5]

Ehrungen

Siehe auch

Werke

  • 1964 erschien sein Buch Wahrheit für Deutschland – Die Schuldfrage des Zweiten Weltkriegs, das 1979 von der „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften” wegen seiner Darstellung der Abläufe, die zum Krieg geführt hatten, unter Mißbrauch des vorgeblichen Jugendschutzes, indiziert wurde, also nicht mehr öffentlich beworben oder an Jugendliche abgegeben werden durfte. Die Indizierung wurde 1994, nach jahrelangem Rechtsstreit aufgrund einer Verfassungsbeschwerde Walendys, aufgehoben. Einen erneuten Versuch zur Indizierung des Werkes gab die Bundesprüfstelle 2001 wegen negativer Einschätzung der Erfolgsaussichten in einem erneuten Gerichtsverfahren auf. Eine Neuauflage bot der Deutsche Buchdienst an, ebenso der Verlag Der Schelm.
  • Zahlreiche Hefte der geschichtsrevisionistischen Zeitschriftenreihe Historische Tatsachen, die von der VHO in Flandern/Belgien weiterverlegt wird.
  • Der Jahrhundertbetrug (1977), die deutsche Übersetzung des Buches The Hoax of the Twentieth Century (1976), in dem sich Arthur Butz als Geschichtsrevisionist zeigt.
  • F. D. Roosevelts Schritte in den Zweiten Weltkrieg, Verlag der jungen Generation, Dresden 2005, ISBN 3-938392-68-1
  • Aspekte jüdischen Lebens im Dritten Reich, Verlag der jungen Generation, Dresden 2005, ISBN 3-938392-71-1
  • Historische Tatsachen
    • 45 (1991): Lügen um Heinrich Himmler, I. Teil – Suchmöglichkeit auf archive.org
    • 47 (1991): Lügen um Heinrich Himmler, II. Teil – Suchmöglichkeit auf archive.org
  • Udo Walendy: Bild-»Dokumente« für die Geschichtsschreibung?, Verlag für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung, Vlotho 1973
  • Auschwitz im IG-Farben-Prozeß Holocaustdokumente?, Verlag für Volkstum und Zeitgeschichtsforschung, Vlotho 1981, ISBN 3-922252-15-X
  • Weltanschauung des Wissens, 5 Bände
  • Europa in Flammen 1939–1945, 2 Bände

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. Michaela Podschun: 81-jährige aus Vlotho im Prozeß um Volksverhetzung freigesprochen, Mindener Tageblatt, 12. Juni 2013
  2. Draußen vor der Tür, Der Spiegel, 15. Mai 1967 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  3. NPD stellt Oberbürgermeisterkandidat auf., NPD Mönchengladbach, 20. März 2014
  4. K.-H. J.: Wahlkampf mit Hitler, Die Zeit, 2. April 1965 S. 1 Vorsicht! Umerziehungsliteratur im antideutschen Sinne!
  5. Anthony Schlingel: Lebenslüge um Deutschland, Historische Tatsachen Nr. 109, 2010, S. 5