Topp, Erich

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Erich Topp

Erich Topp (Lebensrune.png 2. Juli 1914 in Hannover; Todesrune.png 26. Dezember 2005 in Süßen, Kreis Göppingen) war ein deutscher Offizier und einer der erfolgreichsten deutschen U-Boot-Kommandanten in der Kriegsmarine während des Zweiten Weltkrieges. Der Schwerterträger versenkte 36 feindliche Schiffe mit 198.650[1] BRT und beschädigte vier Schiffe mit 32.317 BRT. Nach dem Krieg und der Kriegsgefangenschaft trat Topp am 15. Januar 1958 der Marine der neugegründeten Bundeswehr bei, wo er zuletzt, bis zur Pensionierung am 31. Dezember 1969, Konteradmiral war.

Leben

Erich Topp am Sehrohr (Periskop)

Ausbildung

Erich Topp wurde am 2. Juli 1914 in Hannover als Sohn des Ingenieurs Johannes Topp geboren. Er besuchte die Gymnasien in Hannover und Celle, das er mit dem Abitur abschloß.

Militärischer Werdegang

Kapitänleutnant Erich Topp nach der erfolgreichen Heimkehr von einer Feindfahrt mit der U 552

Erich Topp ging am 8. April 1934 zur Reichsmarine (Crew 34) und wurde am 1. Juli 1935 zum Fähnrich zur See befördert. Seine seemännische Ausbildung erhielt er auf dem Segelschulschiff „Gorch Fock“ (14. Juni 1934 bis 26. September 1934). Er wurde am 1. April 1937 als Leutnant für neun Monate auf den Leichten Kreuzer „Karlsruhe“ (27. September 1934 bis 29. Juni 1935) kommandiert, bevor er am 5. Oktober 1937 zur U-Boot-Waffe wechselte. 1938 wurde er Wachoffizier auf U 46.

Zweiter Weltkrieg

Nach sechs Feindfahrten auf U 46 bekam Erich Topp am 5. Juni 1940 das Kommando über U 57. Mit diesem Boot absolvierte er zwei Feindfahrten, während der er sechs feindliche Schiffe mit 36.862 Tonnen versenken konnte. Das Boot sank am 3. September 1940 um 0.15 Uhr bei Brunsbüttel nach einer Kollision mit dem norwegischen Schiff „Rona“. Es gab sechs Tote, Erich Topp gehörte zu den 19 Überlebenden.

Nach diesem Unfall bekam Topp am 4. Dezember 1940 das Kommando über U 552. Mit diesem Boot errang er beachtliche Erfolge bei der Bekämpfung von Geleitzügen im Nord-Atlantik. Auf zehn Feindfahrten konnte er 30 Schiffe mit 161.796 Tonnen versenken und vier weitere mit 32.317 Tonnen beschädigen. Für seine Leistungen erhielt er am 20. Juni 1940 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes

Am 1. September 1941 erfolgte seine Beförderung zum Kapitänleutnant, am 11. April 1942 die Verleihung des Eichenlaubes und am 17. August 1942 die Beförderung zum Korvettenkapitän. Gleichzeitig mit seiner letzten Beförderung erhielt er die Schwerter zum Ritterkreuz. Am 8. September 1942 gab er das Kommando über U 552 ab und wurde im Oktober 1942 Kommandeur der 27. Unterseeboots-Flottille. In dieser Dienststellung schrieb Topp die taktischen Einsatzrichtlinien für die neuen Boote vom Typ XXI.

Im Januar 1945 heiratete Erich Topp in Zoppot Ilse Haupt, die Tochter eines Marinepfarrers

Am 23. März 1945 übernahm er bis zum 26. April 1945 das Kommando über U 3010 zu Erprobungszwecken und am 27. April 1945 das Kommando über U 2513. Mit diesem Boot kapitulierte er am 20. Mai 1945 als Fregatten-Kapitän in Kragerog, Norwegen.

Nachkriegszeit

Nach dem Krieg begann Topp am 4. Juni 1946 an der Technischen Hochschule Hannover das Studium der Architektur und schloß dieses 1950 als Diplomingenieur ab. Außerdem war er 1957 fachlicher Berater für den Film „Haie und kleine Fische“.

Bundeswehr

Im März 1958 ging er wieder zur Marine, diesmal der der neu gegründeten Bundeswehr. Dort war er zuletzt Konteradmiral und stellvertretender Inspekteur der Marine und zugleich Chef des Führungsstab der Marine im Verteidigungsministerium. Im Dezember 1969 wurde er verabschiedet und in den Ruhestand versetzt. Ab 1970 arbeitete er in der Industrie als technischer Unternehmensberater der Howaldtswerke Deutsche Werft AG.

Tod

Konteradmiral a. D. Erich Topp starb am 26. Dezember 2005 in Süßen im Kreis Göppingen. Er hinterließ zwei Söhne, Kay-Peter (Lebensrune.png 1945) und Michael (Lebensrune.png 1950) Topp, sowie fünf Enkel.

Auszeichnungen (Auszug)

Beförderungen

Urkunden- und Ehrendolchgalerie

Werk

  • Fackeln über dem Atlantik, Band Mittler & Sohn Verlag, 1990, ISBN 3-7822-0833-1

Siehe auch

Literatur

  • Deutsche Militärzeitschrift (Hg.): Soldatenportrait – Konteradmiral Erich Topp. Erfolgreicher U-Boot-Kommandant des Zweiten Weltkrieges, April 2004, S. 24 ff

Quelle

Fußnoten

  1. Nach anderen Angaben 34 Schiffe mit 193.684 BRT
  2. Ggf. Beförderung am 1. Dezember 1944 mit Wirkung vom 1. Februar 1944