Felsengebirge

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Rocky-Mountains-7.jpg

Das Felsengebirge (dtsch. | engl.: Rocky Mountains, auch „Rockies“) ist ein ausgedehntes Faltengebirge und die größte Gebirgskette in den Vereinigten Staaten von Amerika.[1]

Geologie und Geographie

Die Gebirgskette erstreckt sich über 4800 Kilometer quer durch die Vereinigten Staaten bis nach Kanada. Zu den sogenannten „Mountain States“ gehören Montana, Wyoming, Idaho, Utah, Colorado, Nevada, Arizona und Neumexiko. Die Rocky Mountains sind Teil der Kordilleren, die von Feuerland bis Alaska reichen. Sie trennen den Westen der VSA von der Ostküste und bilden als Teil der Kordilleren mit das morphologische Gegenstück zu den Appalachen. Die Rockies sind ein relativ junges Gebirge. Zwar entstanden an ihrem Standort bereits vor etwa 600 bis 700 Millionen Jahren riesige Gebirge, die in den darauf folgenden 400 Millionen Jahren jedoch fast vollständig wieder abgetragen wurden. Aber die Rocky Mountains in ihrer heutigen Form stammen überwiegend aus der Zeit vor etwa 70 bis 30 Millionen Jahren. Ursprünglich war die Kette so hoch wie der Himalaya, bis sich Teile Nordwestamerikas streckten und Krustenteile im Südwesten stark gedehnt wurden, wodurch Gebirgsketten, Hochebenen und Täler entstanden. Die Gebirgskette besteht vorwiegend aus metamorphem und magmatischem Gestein, an den Rändern im Süden fanden Geologen auch jüngeres Sedimentgestein vor. Teilweise findet man auch vulkanogenes Gestein aus dem Tertiär. In der Eiszeit waren die Rockies größtenteils vergletschert, teilweise sind auch heute noch Gletscher und Eisfelder zu finden. Gegen Ende der letzten großen Eiszeit öffnete sich zwischen den Gletschern der Gebirgskette und dem Laurentidischen Eisschild ein eisfreier Korridor, der als möglicher Wanderweg des Menschen ins Innere des amerikanischen Kontinents gesehen wird.

Geschichte

Als die Gletscher weiter zurückgingen, siedelten sich im Gebiet der Rocky Mountains verschiedene Indianerstämme an, darunter die Absarokee, die Apachen, Arapaho, Bannock, Blackfoot, Cheyenne, Flathead, Lakota, Shoshone und Ute. Die ersten Weißen erreichten das Gebiet etwa 1720. Pelzhändler fielen ein und dezimierten dramatisch den Tierbestand. Der erste Weiße, der die Rockies überquerte, war 1793 Alexander MacKenzie von der „Hudson’s Bay Company“. Die Lewis-und-Clark-Expedition von 1804 bis 1806 sammelte erstmals wissenschaftliche Daten über die Gebirgskette. Als Jedediah Smith 1824 mit dem „South Pass“ einen Weg durch die Rockies erkannte, der auch mit Planwagen und Lasten-Karawanen zu bewältigen war, kannten die Händler- und Siedlerströme bei der Besiedelung des amerikanischen Westens kein Halten mehr. Besonders als 1858 in Colorado Gold gefunden wurde und den großen Goldrausch auslöste. Immer mehr Weiße kamen und deportierten die Indianer in Reservate. 1872 wurde der Yellowstone-Nationalpark gegründet. Dort ist die Erdkruste stark ausgedünnt und magmatisch durchsetzt. Es gibt viele tausend vulkanogene Objekte wie Geysire und heiße Quellen. Nach und nach entstanden Siedlungen und Städte, wie sie heute existieren.

Bildergalerie

Wirtschaft und Bevölkerungsdichte

Die Bevölkerungsdichte in den von den Rockies durchzogenen VS-Bundesstaaten ist niedrig. Nur wenige Städte besitzen mehr als 50.000 Einwohner. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind der Bergbau und der Fremdenverkehr, ergänzt um Forst-, Land- und Viehwirtschaft. Der intensive Abbau von Bodenschätzen in den Rockies führte in vielen Orten zu Verunreinigungen in Gewässern und Böden.

Berge und Wetterlage

Der höchste Berg in den Rockies ist der Mount Elbert mit rund 4400 Meter Höhe. Das Wetter folgt den Jahreszeiten. Der Sommer in der Region ist warm bis 28 Grad Celsius, der Winter erreicht Temperaturen unter dem Nullpunkt. Schnee kann sich in der nördlichen Region der Rockeis bis zu 18 Meter hoch auftürmen. Die Rockies sind durch ihre Höhe ein Stauraum für die warmen Westwinde der Pazifikküste; die Wolken stauen sich und regnen über dem Gebirge ab. Das Ergebnis ist, daß das Klima in den VS-Bundesstaaten hinter der Gebirgskette sehr trocken ist. Andererseits kann man im Yellowstone-Nationalpark mit wochenlangen Schönwetterperioden rechnen, die von kurzen, aber heftigen Regenfällen begleitet werden. Im Gebiet der Rockies tritt der Chinook auf, ein dem Föhn in den Alpen ähnelnder warmer Fallwind an der Ostseite, der im Winter für plötzliche Temperaturanstiege von rund 20 bis 25 Grad sorgen kann. Ein starker Chinook kann eine 30 cm dicke Scheedecke innerhalb eines Tages vollständig auflösen.

Gewässer

An der Gebirgskette verläuft die nordamerikanische Wasserscheide. Der Wasserscheidepunkt ist der 2444 Meter hohe Triple Divide Peak im Glacier-Nationalpark. Flüsse, die den Rockies entspringen, münden in drei verschiedenen Ozeanen: dem Atlantik, dem Pazifik und dem Nordpolarmeer. Folgende größere Flüsse haben ihren Urspung in den Rockies:

• Athabasca River
• Colorado River
• Columbia River
• Fraser River
• Kootenay River
• Liard River
• Missouri River
• Peace River
• Platte River
• Rio Grande
• Saskatchewan River
• Snake River
• Yellowstone River
• Yukon River

Tiere und Pflanzen

Pflanzen

Die Baumgrenze liegt aufgrund der besseren klimatischen Bedingungen in den Rockies höher als in den Alpen. Daher steigen mit wachsender Höhe die Baumbestände an. In den Tiefregionen finden sich vereinzelte Bäume und starken Strauchwuchs. Ab 1500 bis 2200 Metern wachsen verschiedene Wacholder- und Kiefernarten. Weiter oben herrschen bis 2700 Meter Kiefern und Eichen vor. Zwischen 1800 und 2400 Metern sind oft Lärchen zu sehen. Von 2700 bis 3200 Meter treten Douglasien, Espen und Tannen auf. Darüber herrschen Weißfichten sowie spezielle Tannen- und Kiefernarten vor. Oberhalb der Baumgrenze finden Weidenarten, Hahnenfußgewächse, Dickblattgewächse und seltene Wildblumen.

Tierwelt

Die Region der Rocky Mountains verfügt über eine große Artenvielfalt. Es gibt 60 Säugetierarten, 280 Vogelarten, 6 Amphiebienarten und Reptilien, Fische und Insekten.

Fremdenverkehr

Rocky-Mountains-1.jpg

Die Rocky Mountains ziehen jährlich über drei Millionen Besucher an. Einige bekannte Fremdenverkehrsziele sind:

Pikes Peak

Der Pikes Peak ist ein 4301 Meter hoher Berg. Er befindet sich in der Nähe von Colorado Springs. Er gehört zu den 53 Bergen Colorados, die höher als 4200 Meter sind. Dort gibt es eine Zahnradbahn, um von oben einen Panoramablick auf die Gebirgskette werfen zu können.

Longs Peak

Der Longs Peak liegt in Colorado, ist 4345 Meter hoch und ein beliebtes Ziel für Wanderer und Bergsteiger. Royal Gorge Bridge & Park Die Royal Gorge Bridge ist die höchste Brücke der VSA. Bis 2001 war die Brücke, die den Arkansas River in einer Höhe von 291 Metern überquert, sogar die höchste Brücke der Welt. Sie wurde als reine Fremdenverkehrsattraktion und Teil eines Vergnügungsparks gebaut. Die Schlucht kann mittlerweile auch mit einer Seilbahn überquert werden.

Trail Ridge Road

Die Trail Ridge Road ist ein 77 Kilometer langer Straßenabschnitt der Fernverkehrsstraße (Highway 34) im Rocky-Mountain-Nationalpark. Sie ist der höchstgelegene Highway der VSA und führt als 77 Meter langer Abschnitt des Highway 34 quer durch den Rocky-Mountains-Nationalpark bis nach Grand Lake. Die Höhen- und Temperaturunterschiede sind groß. Am höchsten Punkt der Straße befindet sich das Alpine Visitor Center. Hier bietet sich ein Blick auf die Bergpanoramen, die Gletschermoränen und die seltenen Wildblumen.

Icefields Parkway

Der Icefields Parkway liegt in Kanada und ist ein 230 Kilometer langes Teilstück des Highway 93; er gilt als eine der schönsten Fernstraßen der Welt. Die 232 Kilometer lange Strecke führt durch die Rockies von Jasper zum Lake Louise. Die Fahrt führt vorbei am ewigen Eis der Gletscher und Eisfelder, vorbei an Wasserfällen, Wäldern und Tälern. Besonders sehenswert ist das Columbia-Eisfeld. Es stellt mit einer Fläche von 325 km2, einer Dicke von 100 bis 365 m und einer jährlichen Schneefallmenge von bis zu sieben Metern, die größte Ansammlung an Eis südlich des Polarkreises dar.

Nationalparke

In und um die Rocky Mountains befinden sich zahlreiche Nationalparke. Sie gehen aufgrund der langgestreckten Bergregion von den VSA nach Kanada über.

Nationalparks in den Vereinigten Staaten
Nationalparks in Kanada

Verweise

Fußnoten