Arizona

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Flagge des VS-Bundesstaates Arizona. Das Motto des Bundesstaates lautet: Ditat Deus (lat.: Gott bereichert)

Arizona ist ein Bundesstaat im Südwesten der Vereinigten Staaten, der zwischen Kalifornien und Neumexiko liegt. Im Süden grenzt er an Mexiko. Seine Hauptstadt ist Phoenix.

Geschichte und Geographie

Arizona wurde im Jahr 1848 von Mexiko an die VSA abgetreten und am 14. Februar 1912 zum 48. Bundesstaat erklärt. Sein Name leitet sich von „arizonac“ ab, einem Wort aus der Sprache der Papago-Indianer, und bedeutet „Ort der kleinen Quelle“. Die Nachbarbundesstaaten Arizonas sind Kalifornien, Nevada, Utah, Colorado und Neu Mexiko. Die beiden Spitznamen Arizonas sind „The Grand Canyon State“ und „The Copper State“. Arizona zählt zu den wohlhabenden Staaten der VSA, da es über zahlreiche Bodenschätze verfügt. Seine Landwirtschaft und Industrie sind gut entwickelt. Umfangreiche Bewässerungssysteme haben das ehemalige Wüstenland fruchtbar gemacht. Die Hauptstadt des 295.254 km² großen Bundesstaates ist Phoenix mit 1,6 Millionen Einwohnern in der eigentlichen Stadt und 4,4 Mio. in der Metropolregion. Besonders unter Reisenden ist Arizona berühmt für seine Wüstenlandschaften und Canyons. Die weiße Bevölkerung Arizonas gilt als sehr konservativ, freiheitsliebend und religiös. In die weltweiten Schlagzeilen gelang Arizona, als am 8. Januar 2011 der jüdischen Abgeordneten Gabrielle Giffords der demokratischen Partei von dem Attentäter Jared Lee Loughner in den Kopf geschossen wurde. Giffords überlebte das Attentat schwerverletzt, sechs weitere Opfer verstarben.

Im Süden grenzt Arizona an Mexiko, im Südwesten an Kalifornien, nordwestlich an Nevada. Im Norden verläuft die Grenze zu Utah. Im Nordosten verläuft die Grenze zu Colorado und im Osten die zu Neu Mexiko. Am sogenannten „Four Corners Point“ treffen die letztgenannten drei Bundesstaten mit Arizona zusammen und bilden das einzige Vierländereck der VSA. Der Gegenkandidat des Präsidenten Barack Obama bei der Präsidentschaftswahl 2008 war John McCain von der Republikanischen Partei, er war seit 1987 zudem Senator für den Bundesstaat. Arizona ist bei Wahlen ein klassischer Republikanerstaat, wird jedoch nach und nach durch die illegale Einwanderung zu einem „Swing-State“ (Bundesstaaten mit wechselndem Wahlverhalten).[1]

Bevölkerung

In Arizona leben 6.392.017 Menschen (Stand: Zensus 2010), davon 76,9 % Weiße, 4,5 % Indianer, 3,4 % Schwarze oder Afroamerikaner und 2,3 % Asiaten. 29,2 % bezeichnen sich als Hispanics oder Latinos, unabhängig von der Angabe der Rasse.

Abstammung

Die häufigsten Abstammungen der Bevölkerung Arizonas sind mexikanisch (21 %), deutsch, britisch, irisch und indianisch. Vor allem die südlichen und zentralen Bezirke sind hauptsächlich mexikanisch geprägt, während die nördlichen Bezirke größtenteils von Nachfahren britischer Einwanderer bevölkert sind und der Nordosten den größten Anteil indianischer Einwohner aufweist.

Seit 2003 bringt die hispanische (lateinamerikanische) Bevölkerung mehr Kinder zur Welt als die weiße nicht-hispanische Bevölkerung, und es ist davon auszugehen, daß Lateinamerikaner im Jahr 2035 die Mehrheit der Bevölkerung stellen werden.

Verkehrsverbindungen

Aus Europa

Der größte internationale Flughafen der Region befindet sich in Phoenix (PHX). Dieser läßt sich aus Europa nur vom Flughafen London-Heathrow erreichen. Für Zwischenverbindungen bietet sich das nicht allzu weit entfernte Los Angeles an.[2]

Zug

Durch Arizona fahren die Züge „Southwest Chief“ und „Sunset Limited“ der Bahngesellschaft Amtrak.

Southwest Chief

Der Beginn des Southwest Chief ist in Los Angeles (Kalifornien) und der Endpunkt in Chikago (Illinois). Damit legt der Southwest Chief eine Strecke von ca. 3.631 Kilometern zurück, für die er ungefähr 42 Stunden benötigt. Der Southwest Chief verkehrt täglich in beide Richtungen. Der Zug verkehrt über die Bundesstaaten Illinois, Iowa, Missouri, Kansas, Colorado, Neu Mexiko, Arizona und Kalifornien. Auf seiner Fahrt überquert der Southwest Chief den Mississippi, durchquert den Mittleren Westen der VSA mit seinen Weizenfeldern und Farmen, überquert den Rio Grande und die Mojave-Wüste.

Sunset Limited

Der Beginn des Sunset Limited ist in Los Angeles (Kalifornien) und der Endpunkt in Neu Orleans (Louisiana). Damit legt der Sunset Limited eine Strecke von ca. 3.210 Kilimetern zurück, für die er ungefähr 48 Stunden benötigt. Der Sunset Limited verkehrt über die Bundesstaaten Kalifornien, Arizona, Neu Mexiko, Texas und Louisiana. Auf seiner Fahrt durchquert er die Bayou Region, fährt vorbei an der mexikanischen Grenze, Wüsten sowie den kalifornischen Bergen. Der Sunset Limited verkehrt dreimal pro Woche in beide Richtungen.

Greyhound

In Arizona befinden Greyhound Busstationen in achtzehn Städten.

Interstate

Der Bundesstaat Arizona verfügt über gut ausgebautes Netz an Interstate-Highways, welche den Bundesstaat mit anderen VS-Bundesstaaten verbinden. In Arizona befinden sich die folgenden Interstate Highways:

  • Interstate 8 - Die Interstate 8 verläuft von Westen nach Osten bis zur Interstate 10, nahe Casa Grande, durch Arizona im Süden des Bundesstaates und hat in Arizona eine Länge von ca. 287 Kilometern. Sie verbindet Arizona mit dem Bundesstaat Kalifornien, wo sie bis zur Stadt San Diego verläuft.
  • Interstate 10 - Die Interstate 10 hat eine Gesamtlänge von ca. 3960 Kilometern und verläuft von Santa Monica (Kalifornien) bis Jacksonville (Florida). Die Interstate 10 ist die südlichste Fernstraße, die die Ost- mit der Westküste verbindet. In Arizona hat die Interstate 10 eine Länge von ca. 631 Kilometern und verläuft von Osten nach Westen über die Städte Tucson und Phoenix.
  • Interstate 15 - Die Interstate 15 hat eine Gesamtlänge von ca. 2307 Kilometern und verläuft von San Diego (Kalifornien) bis zur kanadischen Grenze im Bundesstaat Montana. Die Interstate 15 ist die viertlängste Nord-Süd-Fernstraße der Vereinigten Staaten, hat in Arizona jedoch nur eine Länge von ca. 47 Kilometern. In Arizona verläuft die Interstate 15 im äußersten Nordwesten im sogenannten Arizona Strip, meist parallel zum Virgin River.
  • Interstate 17 - Die Interstate 17 verläuft ausschließlich in Arizona und hat eine Gesamtlänge von ca. 235 Kilometern. Sie verläuft von Phoenix nach Flagstaff und stellt somit eine Nord-Süd-Verbindung zwischen der Interstate 10 und der Interstate 40 dar. An der Interstate 17 befinden sich zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise das „Montezuma Castle National Monument“, das „Agua Fria National Monument“ sowie die Experimentalstadt Arcosanti.
  • Interstate 19 - Die Interstate 19 verläuft ausschließlich in Arizona und hat eine Gesamtlänge von ca. 102 Kilometern. Sie verläuft von der mexikanischen Grenze nach Tucson und stellt somit eine Nord-Süd-Verbindung zwischen der Grenze und der Interstate 10 dar. Die Interstate 19 stellt eine Besonderheit dar, weil auf ihr die Entfernungsangaben in km und nicht in Meilen angegeben sind. Dies wird jedoch nach und nach geändert.
  • Interstate 40 - Die Interstate 40 hat eine Gesamtlänge von ca. 4110 Kilometern und verläuft von Barstow (Kalifornien) bis Wilmington (Nordkarolinien). Die Interstate 40 ist die wichtigste Fernstraße, die die Ost- mit der Westküste verbindet. In Arizona hat die Interstate 40 eine Länge von ca. 579 Kilometern und verläuft von Osten nach Westen im nördlichen Arizona über die Städte Winslow, Flagstaff, Williams und Kingman und verbindet Arizona mit den Bundesstaaten Kalifornien und Neu Mexiko. Die Interstate 40 stellt eine der Hauptverbindungen zu südlichen Rand des Grand Canyons dar.

Flughäfen

In Arizona befinden sich die folgenden internationalen und interkontinentalen sowie andere bedeutende Flughäfen:

  • Phoenix Sky Harbor International Airport/PHX (einziger interkontinentaler Flughafen sowie der größte Flughafen in Arizona)
  • Tucson International Airport/TUS
  • Yuma International Airport/YUM
  • Laughlin/Bullhead International Airport/IFP
  • Grand Canyon National Park Airport/GCN
  • Flagstaff Pulliam Airport/FLG

Route 66

Die legendäre Route 66, die einst von Chikago nach Los Angeles führte und eine Länge von ca. 3.940 Kilometern hatte, ist heute noch in Teilen erhalten. Ab dem Jahr 1926 war sie die durchgehende Verbindung zur Westküste der VSA. Weitere Namen der Route 66, die ihre Stellenwert für die VSA gut wiedergeben, sind „America's Mainstreet“ oder „Mother Road“. Letzteren Namen hat die Route 66 dem Autor John Steinbeck und seinem Roman „Früchte des Zorns“ (The Grapes of Wrath) aus dem Jahr 1939 zu verdanken. Heutzutage ist Route 66 noch immer ein Symbol für Freiheit und Ungebundenheit. Die Anziehungskraft wirkt sich jedoch vor allem auf Touristen aus, die in Bussen und Leihwagen auf erhaltenen Teilstücken der Route 66 unterwegs sind. Vor allem gilt dies für Motorradfahrer. In früheren Zeiten führte die Route 66 noch auf ca. 645 Kilometern durch Arizona. In Arizona befindet sich das wohl schönste noch erhaltene Teilstück der Route 66. Einige alte Stücke der Route 66 sind heute als „Historic Route 66“ ausgeschrieben und befahrbar. Jedoch verlaufen diese meist parallel zu den neuen Interstate Highways. In Arizona ist dies nicht der Fall. Dort nimmt die Route 66 einen anderen Verlauf als die modernen Fernstraßen. Sie verläuft von Osten her kommend (Neu Mexiko) über die Städte Holbrook, Winslow, Flagstaff und Kingman und verläßt Arizona im Westen in Richtung Kalifornien.[1]

UNESCO-Welterbestätten

Grand Canyon National Park

Der Grand-Canyon-Nationalpark ist ein ca. 4.950 km² großer Nationalpark am Colorado River, der vor allem für die ca. 450 km lange Schlucht, das Kaibab-Plateau im Süden, den Desert View und das Grand Canyon Village im Osten bekannt ist. Der Grand Canon Nationalpark wurde im Jahr 1979 in die Liste der UNESCO-Welterbestätten eingetragen.[1]

Städte und größere Ortschaften

Phoenix

Phoenix ist die Hauptstadt des VS-Bundesstaates Arizona. Die eigentliche Stadt umfaßt rund 1,6 Millionen Einwohner, die Metropolregion sogar 4,4 Millionen Einwohner. Damit ist Phoenix die größte Stadt des Bundesstaates; die Metropolregion ist die fünftgrößte der VSA.

Tucson

Die Stadt Tucson, im Süden Arizonas gelegen, hat ca. 585.000 Einwohner; in und in der Metropolregion leben ca. eine Millionen Menschen. Damit ist Tucson die größte Stadt im Süden des Bundesstaates und nach Phoenix die zweitgrößte des Bundesstaates. Der nahe entstammt der Sprache Tohono-O’Odham-Indianer und bedeutet soviel wie „schwarze Vorberge“. Eine Besiedlung des Gebietes läßt sich bereits für die Zeit um 12.000 v.Chr. nachweisen. Das moderne Tucson wurde 1775 durch ein spanisches Fort gegründet. Die Stadt ist über einen Amtrakbahnhof (Sunset Limited) an den Fernverkehr angebunden und verfügt über einen internationalen Flughafen (TUS). Aufgrund seiner Nähe zur mexikanischen Grenze eignet sich Tucson als Ausgangspunkt für Reisen nach Mexiko sowie Ausflüge in den die Stadt umgebenden Saguaro National Park. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zu Mexiko lässt sich in Tucson noch viel hispanisches Erbe erkennen. Auch von den Bewohner der Stadt sind ca. 20 % spanischsprachig.

Sedona

Die Stadt Sedona in Zentralarizona, ca. 25 km südlich von Flagstaff und ca. 190 km nördlich von Phoenix gelegen, hat ca. 11.000 Einwohner. Gegründet wurde die Stadt im Jahr 1902 und sie trägt den Namen der Frau des Inhabers der ersten Poststation. Die Stadt Sedona kann als ein touristisches Ziel in Arizona bezeichnet werden, da jährlich zwischen 2 und 3 Millionen Besucher in die Stadt strömen. Dies liegt vor allem am landschaftlichen Reiz der Gegend, die mit ihren roten Sandsteinformationen ein Gefühl vom „Wilden Westen“ vermittelt wie wohl kaum eine andere Stadt. Die Stadt zieht aber auch viele Besucher an, welche die Stadt aufgrund der sogenannten „New Age Bewegung“ aufsuchen. Sedona ist das Zentrum der New Age Bewegung, eine Bewegung, die sich sehr stark auf Esoterisches und Spirituelles aus der Hippie-Bewegung bezieht. Dies liegt wohl vor allem daran, daß den Bergen und Felsformationen um Sedona herum besondere spirituelle Kräfte nachgesagt werden.

Flagstaff

Die Stadt Flagstaff befindet sich im Norden Arizonas und zeichnet sich unter anderem durch seine Nähe zum Grand Canyon aus. In der Stadt leben ca. 60.000 Menschen und in der Metropolregion ca. 127.000 Menschen. Die Gegend um Flagstaff ist von Bergen geprägt, so befindet sich beispielsweise nördlich der Stadt die Gebirgskette der San Francisco Peaks. Dies sorgt dafür, das Flagstaff im Sommer von Mountainbikefahrern und im Winter von Skifahrern aufgesucht wird. Flagstaff verfügt über gute Verkehrsverbindungen, so hat die Stadt einen Amtrakbahnhof (Southwest Chief), mehrere Fernlinienbusverbindungen sowie einen Flughafen. Die Stadt liegt an der alten Route 66. Flagstaff dient aber nicht nur als Ausgangspunkt zum Grand Canyon, sondern zeichnet sich auch durch seine Nähe zu weiteren Sehenswürdigkeiten wie z.B. dem Walnut Canyon, Sunset Crater, Wupatki National Monument, Meteor Crater (Barringer-Krater), Glen Canyon und dem Lake Powell aus.

Yuma

Yuma mit seinen ca. 90.000 Einwohnern befindet sich im äußersten Südwesten des Bundesstaates Arizona am Colorado River nahe der Grenze zu Mexiko und Kalifornien. Die Entdeckung des Ortes durch die Spanier fand im Jahr 1540 statt, bis zum Jahr 1854 gehörte die Stadt zu Mexiko. In ihrer Geschichte wechselte die Stadt mehrmals ihren Namen. So hießt sie von 1854 bis 1858 „Colorado City“ und von 1858 bis 1873 „Arizona City“. Der Ort ist hauptsächlich wegen seines hervorragenden Wetters bekannt. So hat Yuma weltweit die meisten Sonnenstunden pro Jahr zu bieten, die Durchschnittstemperatur liegt bei 23,4 °C. Die sorgt dafür, daß viele Rentner sich Yuma als Ort für ihren Ruhestand aussuchen. Yuma ist verkehrstechnisch gut angeschlossen und verfügt über einen Internationalen Flughafen, den Yuma International Airport (YUM).[1]

Historische Orte

Bisbee

Die Kleinstadt Bisbee liegt rund 40 Kilometer südlich von Tombstone. Es ist eine alte Kupferminenstadt von 1880 mit viktorianischem Erscheinungsbild, einer denkmalgeschützte Altstadt mit steilen Straßen und bunten, viktorianischen Häusern vor kargen Berghängen. Sehr interessant ist auch die ehemalige Kupfermine „Copper Queen Mine“, um die herum ab 1880 der Ort Bisbee erst entstand und die heutzutage täglich besichtigt werden kann.

Yuma Territorial Prison State Historic Park

Der „Yuma Territorial Prison State Historic Park“ zeigt die Ruinen des ehemaligen Gefängnisses des Yuma Countys. Erbaut wurde das Gefängnis im Jahr 1876 und bis zum Jahr 1909 genutzt. In diesem Gefängnis saßen insgesamt 3069 Gefangene ein, darunter auch der bekannte Postkutschenräuber Pearl Hart. Später wurde das Gefängnis noch als Schule und anschließend als Krankenhaus genutzt. Aufgrund eines Bahnstreckenbaus sind heutzutage in dem Museum neben der Ausstellung nur noch der Zellenblock, das Eingangstor, die Gefängnisbibliothek, die Dunkelzelle sowie der historische Wachturm zu besichtigen. In der Lucky-Luke-Comic-Serie taucht das Gefängnis in mehreren Bänden auf.[3]

Casa Grande Ruins National Monument

Das Schutzgebiet der Casa Grande Ruins erhielt den Schutzstatus eines National Monuments bereits im Jahre 1918 und befindet sich im Süden Arizonas, ca. 80 Kilometer südlich von Phoenix. Die Hauptattraktion des Schutzgebietes sind die Überreste eines riesigen historischen Baus der Hohokam-Kultur, dem sogenannten Casa Grande. Die Entdeckung der Spanier im Jahr 1694 brachten dem Gebiet den Namen, im spanischen bedeutet Casa Grande schlicht „Großes Haus“. Man schätzt, daß das Gebäude um 1350 vollendet wurde. Das Gebäude hatte einen quadratischen Grundriß mit einer Seitenlänge von ca. 18,3 Metern und vier Stockwerke. Weiterhin bemerkenswert sind die astronomischen Kenntnisse, welche die Hohokam zur Errichtung des Bauwerkes benötigten. So sind beispielsweise die Wände des Baus nach den Himmelsrichtungen ausgerichtet. Ein Loch in der Deckenkonstruktion erlaubte es dem Sonnenlicht, zum Sonnenauf- und Sonnenuntergang auf dieselbe Stelle zu fallen. Auf der Fläche des ca. 2 km² Schutzgebietes finden sich noch weitere Ruinen, welche allerdings nicht ähnlich gut erhalten sind wie das Casa Grande. Im Besucherzentrum kann man sich weiterhin in einem kleinen Museum über die Kultur der Hohokam informieren.[4]

Montezuma Castle National Monument

Das Montezuma Castle National Monument wurde im Jahr 1906 durch Theodore Roosevelt zum National Monument erklärt und befindet sich zwischen den Städten Phoenix und Flagstaff. Das Montezuma Castle, welches dem Park den Namen gibt, ist eines der am besten erhaltenen historischen Gebäudekomplexe in den Vereinigten Staaten. Erbaut wurde die Felsenburg vermutlich im 12. Jahrhundert von den Sinagua-Indianern. Der Gebäudekomplex erstreckt sich über 5 Etagen, die in eine Felsnische eingepaßt sind. In den 20 Räumen des Gebäudes lebten vermutlich mehr als 50 Menschen. Der Name Montezuma kommt daher das die Spanier, welche den Komplex in den 1860-er Jahren entdeckten, den Gebäudekomplex für einen Bau der Azteken hielten und ihn nach deren Herrscher Montezuma benannten.[5]

Navajo National Monument

Das Navajo National Monument befindet sich im Nordosten Arizonas in der Reservation der Navajo. Das Navajo National Monument ist die Stätte, an der Felsenbehausungen der Ureinwohner zu sehen sind. Die hier zu sehenden Felsenbehausungen können über selbsterklärende Wanderwege auf eigene Faust erkundet werden oder in Führungen mit Rangern. Der Sandal Trail Wanderweg ist dabei mit 1,6 Kilometern Länge ein Rundweg, welcher die Besucher am Rand des Canyons entlangführt und diesen weiterhin Informationen über Flora und Fauna bietet. Weiterhin bietet das Navajo National Monument seinen Besuchern zwei Campingplätze an.[6]

Pipe Spring National Monument

Das Pipe Spring National Monument bekam seinen Schutzstatus im Jahr 1923 und befindet sich im Nordosten Arizonas an der Grenze zum Bundesstaates Utah in der „Kaibab Paiute Indian Reservation“. Das Pipe Spring National Monument besteht hauptsächlich aus einer 1872 erbauten Farm und umfaßt eine Fläche von ca. 160.000 m². Das Denkmal soll an die Ureinwohner der Region, aber auch an die Besiedlung des Gebietes durch die Mormonen erinnern. So werden Vorträge und Vorführungen über das Leben der ersten Siedler und der Ureinwohner der Region angeboten. Wanderwege führen vom Pipe Spring National Monument auch zu in der Nähe liegenden Ruinen der Pueblo-Kultur sowie zu Petroglyphen.[7]

Walnut Canyon National Monument

Das Walnut Canyon National Monument befindet sich ca. 15 Kilometer nordöstlich der Stadt Flagstaff. Der Besucher kann hier auf einem ca. 1,4 Kilometer langen Wanderweg in den Canyon hinab gelangen und dort die in den Hang gearbeiteten Felsenbehausungen, welche um das Jahr 1100 entstanden, bewundern. Ein weiterer Wanderweg am Rande des Canyons bietet dem Besucher überragende Blicke in den Canyon. Im Besucherzentrum des Schutzgebietes gibt es ein kleines Museum.[8]

Wupatki National Monument

Das Wupatki National Monument ist ein Schutzgebiet mit einer Fläche von ca. 143 km² im Norden Arizonas nahe der Stadt Flagstaff, welches im Jahr 1924 gegründet wurde. Im Schutzgebiet findet man viele Siedlungsruinen der Anasazikultur. Bis heute wurde ca. 2.600 Siedlungsstellen gefunden, von denen die größte die namensgebende Wupatki Ruine ist. Diese Ruine war im 12. Jahrhundert das größte Bauwerk in ganz Nordamerika. Dort wohnten schätzungsweise zwischen 80 und 100 Personen. Auf mehreren Wanderwegen lassen sich die einzelnen Ruinen erwandern und betrachten. Der Doney Mountain Trail führt auf einen höher gelegenen Aussichtspunkt, von dem das ganze Gebiet überblick werden kann. Im Besucherzentrum ist ein kleines Museum untergebracht.[9][1]

Besondere Gebäude und Bauwerke

London Bridge in Lake Havasu City

Die London Bridge liegt in Lake Havasu City, einer Touristenstadt am gleichnamigen See. 1968 kaufte der Industrielle Robert P. McCulloch Senior die 1831 erbaute, dem modernen Verkehrsaufkommen in London nicht mehr gewachsene London Bridge. Er ließ die Brücke zerlegen, nach Arizona transportieren und über einem eigens angelegten Seitenkanal des Lake Havasu wieder aufbauen. 1971 wurde die fünfbogige, 46 Meter lange Brücke an ihrem neuen Standort eingeweiht.

Arizona State Capitol in Phoenix

Das Arizona State Capitol in Phoenix ist das ehemalige Parlamentsgebäude des Senats und Repräsentantenhaus von Arizonas. Erbaut wurde das Gebäude von 1898 bis zum Jahr 1901. Bis zum Jahr 1960 hatten der Senat und das Repräsentantenhaus ihren Sitz in dem Gebäude, der Gouverneur Arizonas bis zum Jahr 1974. Das Gebäude wurde dem Wüstenklima entsprechend mit heimischen Material und entsprechender Architektur erbaut. Seit 1981 dient es als Museum.

Her Secret Is Patience in Phoenix

Die Skulptur „Her Secret Is Patience“ der jüdischen Künstlerin Janet Echelman befindet sich im Phoenix Civic Space Park. Die Skulptur besteht aus galvanisiertem Stahl, einem Nylonnetz sowie mehrfarbigen Lichtern. Es wurde 2009 fertiggestellt. Die Skulptur hat eine Größe von ca. 30 Metern und verformt sich aufgrund seiner Struktur je nach Windstärke und Windrichtung.

Hoover-Staudamm

Dieser Staudamm mit seiner rund 221 Meter hohen Staumauer liegt an der Grenze zwischen Arizona und Nevada. Der durch den Colorado-River aufgestaute See namens Lake Mead umfaßt bei hohem Wasserstand eine Fläche von ca. 69.000 ha = 690 km², bei eine Länge von rund 170 Kilometern und einer maximalen Tiefe von rund 180 Metern. Mit einer gestauten Wassermenge von rund 35 Milliarden m³ = 35 km³ ist er der größte Stausee der VSA. Die Anlage wurde zwischen 1931 und 1935 errichtet. Das angeschlossene Kraftwerk besitzt eine elektrische Leistung von 2.080 Megawatt. Die rund 50 Kilometer entfernte Stadt Las Vegas verdankt dem Staudamm ihre heutige Bedeutung, da hier die Arbeiter des Bauwerks bei Alkohol und Glücksspiel ihre Freizeit verbrachten. Seinen Namen erhielt der Staudamm zu Ehren des zu Baubeginn amtierenden 31. Präsidenten der VSA Herbert Clark Hoover (1874-1964). Bei Überquerung des Damms ist der Übergang der Zeitzone von „Mountain Time“ zu „Pacific Time“ oder umgekehrt zu beachten.

Biosphäre 2

Biosphäre 2 in der Nähe der Stadt Tuscon ist ein 1991 errichteter Gebäudekomplex, in dessen Innerem ein von der Außenwelt abgeschnitenes Ökosystem geschaffen werden sollte. Die Anlage hat eine Gesamtfläche von 13.000 m² und der riesige Glaskuppelbau mit seinen 6.500 Glasscheiben umfaßt ein Volumen von 204.000 m³. Im Inneren wurde eine künstliche Welt mit Savanna, Ozean, Wüste, Sümpfe, Regenwald und gemäßigte Wohnfläche errichtet. Das Experiment zielte darauf ab zu erforschen, was Menschen auf fremden Planeten zum Überleben brauchen würden. Insgesamt wurden 2 Experimente durchgeführt. Das erste von 1990 bis 1993 und das Zweite Im Jahr 1994. Später wurde und wird der Gebäudekomplex von Universitäten zur Erforschung des Klimawandels genutzt. Weiterhin gibt es geführte Rundgänge, die mit einem Museum dem Besucher die aus den Experimenten gewonnenen Informationen nahebringen.[10]

Navajo Nation Council Chamber in Window Rock

Das Navajo Nation Council Chamber ist der Regierungssitz der Diné im Inderreservat Navajo Nation im Nordosten Arizonas. Das Gebäude wurde von 1934 bis 1935 in der Stadt Window Rock erbaut und beeindruckt durch seine Architektur. Die Fassade des achteckigen Gebäudes besteht aus rotem Sandstein und paßt sich somit exzellent der Umgebung an. Die achteckige Struktur des Gebäudes soll an ein Hogan, die traditionelle Behausung der Diné erinnern.

Large Binocular Telescope

Das „Large Binocular Telescope“ (dt. großes binokulares Teleskop) wurde mit dem Ziel der Erforschung der ersten Sterne und deren Entstehung entwickelt. Das Observatorium verfügt über zwei meßtechnisch verbundene 8,4-Meter-Spiegel. Der erste Spiegel wurde im Herbst 2004 und der zweite im Herbst 2005 montiert. Im Infrarotbereich soll das Observatorium die Auflösung eines 22,8-Meter-Spiegels besitzen. Das Observatorium befindet sich auf dem 3267 Meter hohen Mount Graham. Erbaut wurde das Observatorium in einer Zusammenarbeit zwischen den VSA, Bundesrepublik Deutschland und Italien. Die Apachen protestierten gegen den Bau, da der Mount Graham ihnen als heiliger Berg gilt.

Arcosanti

Die Stadt Arcosanti in Zentralarizona ca. 110 Kilometer nördlich von Phoenix soll ein Gesamtwerk der Städteplanung werden. Im Jahr 1970 wurde diese Stadt vom Architekten Paolo Soleri in der Wüste Arizonas gegründet und soll ein Beispiel für Städteplanung im Einklang mit der Natur sein. Momentan dient die Stadt aber nur als Anziehungspunkt für Architekturstudenten aus der ganzen Welt.[11]

Madonna of the Trail

Bei dem Denkmal „Madonna of the Trail“ handelt es sich um eine Reihe von zwölf Denkmälern. Diese sind entlang der ehemaligen National Old Trails Road, besser bekannt als „Ocean-to-Ocean Highway“, aufgestellt. Somit erstrecken sich die Denkmäler von Marienland bis Kalifornien. Entworfen wurden die Skulpturen von August Leimbach. Die Statue in Arizona befindet sich in der Stadt Springerville.[12][1]

Theater- und Opernhäuser

Phoenix Symphony Hall

Die „Phoenix Symphony Hall“ wurde im Jahr 1972 eröffnet und ist seitdem mit seinen 2.387 Sitzplätzen der größte Ort für Oper, Theater, Ballet sowie andere Musikaufführungen. Ebenfalls treten regelmäßig Gruppen mit Broadwaystücken auf.[13]

Orpheum Theatre in Phoenix

Das „Orpheum Theatre“ wurde von 1927 bis 1929 im spanischen Barockstil erbaut. Heutzutage verfügt das Orpheum Theatre nach einer Restauration über 1.364 Sitzplätze und ist das Zuhause der Phoenix Metropolitan Opera. Früher wurde hier vor allem Vaudevilleshows aufgeführt.

Mesa Amphitheatre

Das Mesa Amphitheater ist mit 4.950 Plätzen ein großes Amphitheater, welches im Sommer zu Konzerten unter freiem Himmel einlädt. Errichtet wurde das Amphitheater im Jahr 1979. Musikalisch erstrecken sich die Konzerte von Rock über Blues bis hin zu Reggae.[14]

Orpheum Theatre in Flagstaff

Das „Orpheum Theatre“ in Flagstaff wurde im Jahr 1911 als „Majestic Opera House“ eröffnet und mußte nach Beschädigung durch Schneemassen im Jahr 1915 renoviert und neu eröffnet werden. Seitdem dient es als Kino.[15]

Mesa Arts Center

Das „Mesa Arts Center“ ist ein Komplex aus 5 Kunstgalerien und 4 Theatern. Die Bandbreite reicht vom 99 Plätze umfassenden „Farnsworth Studio Theater“ bis zum 1.600 Plätze bietenden „Ikeda Theater“. Die Galerien befinden sich im Mesa Contemporary Arts, welches eine Fläche von ca. 510 m² umfaßt.[16][1]

Besondere Kirchen und Tempel

St. Mary's Basilica in Phoenix

Die St. Mary's Basilica ist die älteste katholische Kirche von Phoenix. Fertiggestellt wurde die „The Church of the Immaculate Conception of the Blessed Virgin Mary“, wie sie offiziell heißt, im Jahr 1914. Die Basilika hat ebenfalls die größte Anzahl an Glasmalereien in ganz Arizona. Die Kirche selbst ist im spanischen Missionsstil erbaut. Die Kirche wurde erst im Jahre 1987 kurz vor dem Besuch von Papst Johannes Paul II. in den Rang einer Basilika erhoben.

Mission San Xavier del Bac bei Tucson

Die Mission San Xavier del Bac ist eine spanische Missionskirche, die sich ca. 15 Kilometer südlich der Stadt Tucson befindet. Die Kirche selbst wurde im Jahr 1797 von Indianern aus der umliegenden Gegend erbaut. Bemerkenswert sind die maurischen Einflüße des Baus. In den 1980er Jahren wurde die Kirche restauriert.

Chapel of the Holy Cross in Sedona

Die Chapel of the Holy Cross ist eine katholische Kirche in der Stadt Sedona. Die Besonderheit der Kirche ist ihr Baustil. Vor einer der roten Felswände ragt ein Teil des Gebäudes, eine Glasfront welche mit einem Kreuz durchzogen ist, in den Himmel. Erbaut wurde die Kirche im Jahr 1956. Die Kirche ist eine der Hauptattraktionen für Reisende in der Gegend um Sedona. Im Jahr 2007 wurde die Kirche zu einem der 7 von Menschen errichteten Wunder von Arizona gewählt.[17]

Mesa Mormon Temple

Der Mesa Mormon Tempel, früher auch „Arizona Tempel“ genannt, ist eine Tempel der Glaubensgemeinschaft „Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage“ in der Stadt Mesa. Diese Glaubensgemeinschaft wird zu den Mormonen gezählt. Der Bau des Tempels begann im Jahr 1921, die Eröffnung folgte 1927.[18]

Cathedral of Saint Augustine

Die Cathedral of Saint Augustine in Tucson war die erste römisch-katholische Kirche der Diözese Tucson. Der Bau der Kirche im gotischen Stil wurde im Jahr 1897 beendet. Im Jahr 1928 wurde die Kirche umgebaut. Die Fassade der Kirche nimmt Pflanzenmotive der heimischen Flora auf.[19][1]

Literatur

Karl Teuschl: Marco Polo Reiseführer USA Südwest, Las Vegas, Colorado, New Mexico, Arizona, Utah, Mairdumont, 9. Auflage 2017, ISBN 978-3829729413

Siehe auch

Verweise

Fußnoten