Gürtner, Franz

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Dr. Franz Gürtner (1881–1941)
Unterschrift Gürtner, Franz.jpg

Franz Gürtner (Lebensrune.png 26. August 1881 in Regensburg; Todesrune.png 29. Januar 1941 in Berlin) war ein deutscher Jurist und Politiker. Von 1932 bis zu seinem Tod war er Reichsminister der Justiz.

Leben

Ausbildung

Franz Gürtner stammte aus Regensburg, wo er am 26. August 1881 als Sohn eines bayerischen Lokomotivführers geboren wurde. Sein Vater ließ ihn das Gymnasium besuchen und gab ihm dann die Möglichkeit, in München Rechtswissenschaft zu studieren. Die Staatsprüfung bestand Franz Gürtner mit besonderer Auszeichnung. Er ging dann in den Justizdienst, wurde Assessor, schließlich Oberregierungsrat. Zwischendurch hatte er sein Jahr abgedient und es durch mehrere Reserveübungen zum Hauptmann der Reserve gebracht.

Erster Weltkrieg

Bei Kriegsbeginn rückte er sofort ein und kam mit seiner Kompanie an die Westfront, wo er bis 1917 fast alle Schlachten an der Front miterlebte. Er verdiente sich das Eiserne Kreuz II. und I. Klasse und dazu noch hohe bayerische Auszeichnungen.

1917 kam er an die türkische Front und kämpfte als Bataillonsführer in Palästina.

Weimarer Republik

Nach Rückkehr in die Heimat wurde er zum Zweiten Staatsanwalt beim Landgericht München I ernannt. 1920 kam er ins bayerische Justizministerium als Leiter des gesamten Begnadigungswesens und heiratete noch in diesem Jahr.

Er schloß sich der Deutschnationalen Volkspartei an und wurde im August 1922 Justizminister im bayerischen Kabinett von Eugen von Knilling, das während der Tage des Hitler-Putsches vorübergehend abgesetzt wurde.

Gürtner sorgte auch für die frühe Haftentlassung Hitlers aus Landsberg.

In der Zeit der Femeprozesse 1926 wurde Franz Gürtner von dem sozialdemokratischen Abgeordneten Paul Levi der Begünstigung und Verschleierung bezichtigt; es wurde behauptet, daß er die Untersuchung gegen die angeblichen Mörder des Kellners Hartung verhindert habe. Levi mußte allerdings in der Schlußsitzung des Femeausschusses des Reichstages eine Ehrenerklärung für Franz Gürtner abgeben. Franz Gürtner fühlte sich weniger als Politiker, denn als Fachminister und so blieb er auch Mitglied der Bayerischen Regierung, als die Deutschnationalen sich von der bayrischen Volkspartei trennen. Als der spätere Vizekanzler von Papen am 1. Juni 1932 als Nachfolger Brünnings sein Kabinett zusammenstellte, berief er als Reichsjustizminister den bayerischen Justizminister Franz Gürtner. Gürtner nahm die Berufung an.

Auch unter Kurt von Schleicher und unter Hitler durfte er sein Amt behalten.

Er mischte sich nicht in die innerpolitischen Streitigkeiten des Jahres 1932 ein, sondern verwaltete sein Amt als Reichsjustizminister nach rein sachlichen und fachlichen Gesichtspunkten. Er, der Bayer, trat schon 1932 für eine engere Verbindung zwischen dem Reich und Preußen ein und forderte die Berufung des Preußischen Ministerpräsidenten in das Reichskabinett.

Drittes Reich

Das Jahr 1933 brachte eine Fülle von gesetzgeberischen Aktionen der Reichsregierung Adolf Hitlers. Auf seine Initiative wurde am 14. Oktober 1936 entschieden, die Todesstrafe in Deutschland künftig mit der Guillotine anstatt dem Handbeil zu vollstrecken.

Nachfolge

Nach dem Tod Franz Gürtners 1941 wurde Franz Schlegelberger für die Jahre 1941 und 1942 kommissarischer Reichsminister der Justiz, ihm folgte Otto Thierack.

Auszeichnungen