Frauen für Golden Hill

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FILM

Frauen für Golden Hill.jpg
Filmdaten
Originaltitel: Frauen für Golden Hill
Produktionsland: Deutsches Reich
Erscheinungsjahr: 1938
Laufzeit: 92 Minuten
Sprache: Deutsch
Filmproduktion: Fanal-Filmproduktion GmbH
Im Auftrag von: Universum-Film AG
IMDb: deueng
Stab
Regie: Erich Waschneck
Regieassistenz: Erich Kobler
Drehbuch: Hans Bertram,
Wolf Neumeister
Produzent: Erich Waschneck
Musik: Werner Eisbrenner
Ton: Alfred Zunft
Kamera: Werner Krien
Bauten: Gustav A. Knauer,
Alexander Mügge
Aufnahmeleitung: Heinz Fiebig
Herstellungsleitung: Hermann Grund
Schnitt: Erich Kobler
Besetzung
Darsteller Rolle
Kirsten Heiberg Violet
Viktor Staal Douglas
Karl Martell Stanley
Grethe Weiser Mme Doolittle
Elfie Mayerhofer Kitty
Otto Gebühr Kirkwood
Ernst Waldow Cocky
Olaf Bach Bully
Hans Adalbert Schlettow Thomas Trench
Lotte Rausch Alice Bedford
Wilhelm H. König O’Neilly
Anna Grandi Gwendolin
Wolfgang Kieling Pat
Paul Dahlke Barryman
Waltraud von Negelein Dorothy
Jack Trevor Larry
Ilse Petri Margaret
Albert Venahr Algenon
Emmy Harold Louise
Hans Joachim Schoelermann Frank
Alfred Köhler Bill
Erika Glässner Miss Kellington
Hubert von Meyerinck Tanzmanager
Margot Erbst Elisabeth
Bob Iller Pierre
Edith von Donath Emmy
Kurt Weisse Doran
Grete Reinwald Brigitt
Wolfgang Kuhle Mangan
Paula Braend Charlott
Josefine Bachert Mammy
Hannelore Dworski Daisy
Erich Ziegel Reverend Jones
Erich Walter Beamter
Albert Florath Sekretär des Beamten
Werner Schott Flughafenkommandant
Harry Gondi Pilot Jim

Frauen für Golden Hill ist ein deutscher Spielfilm von 1938. Der Film wurde beim Harz gedreht. Die Uraufführung fand am 30. Dezember 1938 statt.

Handlung

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Es waren einmal dreizehn Goldgräber, die saßen in der australischen Sandwüste, dort, wo sie am einsamsten ist, buddelten den ganzen lieben langen Tag nach Gold und benutzten die Abende dazu, sich mit ungeheuren Whiskymengen zu betrinken. In einem völlig benebelten Zustande kam ihnen der großartige Einfall, sieh in ihre Wüsteneinsamkeit dreizehn Frauen von der australischen Regierung schicken zu lassen, damit das Luderleben ein Ende fände und aus den unordentlichen Baracken häusliche Idylle wurden. So geschah es auch. In Sidney ercschien eine Zeitungsanzeige, in der die dreizehn Rauhbeine ihre Herzensrwünsche äußerten. Kurze Zeit darauf verheiratete man die dreizehn Frauen in Abwesenheit der Männer in einer Kirche in Sidney. Jede Frau bekam ihren Mann zudiktiert, und dann fuhren sie im Pferdewagen durch die Wüste, wo sie von ihren bereits angetrauten Gatten mit Freudengeheul erwartet wurden.

Das Erstaunliche ist, daß eigentlich jede Frau mit Jedem Mann, den sie bisher noch nie gesehen, zufrieden war. Die Frauen brachten aber nicht nur Ordnung und Sauberkeit in das Goldgräberlager, sondern eine von ihnen natürlich auch Verwirrung und Herzensleid. Und zwar deshalb, weil sie übrig geblieben war und keinen Mann bekommen hatte, sondern sich damit begnügen mußte, zwei Goldgräber-Junggesellen kameradschaftlich zu betreuen. Diese beiden, bisher die dicksten Freunde, verliebten sieh nun prompt in die nicht nur für Wüstenverhältnisse außerordentlch reizvolle und schöne Frau. Solches konnte kein gutes Ende nehmen und nahm es auch nicht. In einer stürmischen Nacht greifen sie zu den Revolvern und sagten sich mit unbarmherziger Deutlichkeit ihre Meinung. Der eine wurde daraufhin aus der Goldgräbergemeinschaft ausgeschlossen und mußte das Wüstenparadies verlassen. Eigentlich sogar zur rechten Zeit, denn bald darauf brach ein fürchterlicher Sandsturm aus, und alle wären verdurstet, wenn nicht – welch ein Zufall durch Gottes Fügung — der Ausgestoßene als rettender Flieger am Himmel erschienen wäre. Seine Hilfsbereitschaft mußte er dann — warum eigentlich? — mit dem Tode büßen, und die von ihm geliebte Frau fand ebenso schnell zu einer anderen Liebe.

— Soweit die Handlung, die von Hans Bertram, Wolf Neumeister und Georg Hurdaleck geformt wurde und oftmals die Grenze der Wirklichkeit überschreitet und ins Märchenhafte abgleitet. Erich Waschneck inszenierte den Film mit den bewährten Mitteln seiner langjährigen Filmerfahrung, und die zahlreichen Schauspieler zeichneten sich durch saftig–kernige Darstellung aus. Dieses gilt natürlich in erster Linie für die Männer: Den blonden, frischen Viktor Staal, den draufgängerischen Karl Martell, die beiden Kraftkerle Olaf Bach und Hans Adalbert Schlettow, den nachdenklich–komischen Ernst Waldow und den besonders fein charakterisierenden Otto Gebühr.

An der Spitze der Frauen steht die ebenso aparte wie schön gewachsene Kirsten Heiberg, die zu Anfang mit dunkler Altstimme ein betörendes Lied singt und ein beseeltes Antlitz hat. Grethe Weiser ist eine zwar äußerlich doofe, aber sonst doch sehr kluge und tüchtige Wüstenpilgerin und Elfie Meyerhofer ein zartes und liebes Geschöpf. Zu erwähnen wären noch die dramatisch untermalende Musik von Werner Eisbrenner und die sehr geschickten Bilder von Werner Krien. Die Zuschauer nahmen den Film mit freundlichem Beifall auf, waren aber wohl nicht immer von den Geschehnissen überzeugt.

Quelle: Filmwelt – Das Film- und Foto-Magazin, Nummer 2, 13. Januar 1939


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