Günzel, Reinhard (1907)

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Eichenlaubträger Reinhard Günzel

Reinhard Günzel (Lebensrune.png 2. Februar 1907 in Posen; Todesrune.png 5. Dezember 1970 in Eiche bei Berlin[1]) war ein deutscher Offizier der Polizei und der Wehrmacht, zuletzt Oberstleutnant der Luftwaffe und Eichenlaubträger im Zweiten Weltkrieg sowie zuletzt Oberstleutnant der neu gegründeten Bundeswehr in der Nachkriegszeit.

Militärischer Werdegang

Kampfflieger und Ritterkreuzträger Hauptmann Reinhard Günzel im Fliegerkombi bei einer Einsatzbesprechung

Reinhard Günzel kam 1935 als Leutnant von der Landespolizei zur Luftwaffe. Er wurde zum Kampfflieger ausgebildet, diente in der II. Gruppe/Kampfgeschwader 157 (ab 1. September 1938 Kapitän der 10. Staffel) und war ab Ende 1938 mit der „Legion Condor“ (1. Staffel/K/88) im Spanischen Bürgerkrieg eingesetzt. Am 1. Juli 1939 wurde er wieder in Deutschland eingesetzt, diesmal im Kampfgeschwader 27.

Zweiter Weltkrieg

Bei Kriegsbeginn war er Kapitän der 6. Staffel der II. Gruppe/Kampfgeschwader 27 „Boelcke“ (KG 27) und wurde nach dem Westfeldzug 1940 am 16. November 1940 wurde er zum Kommandeur der II. Gruppe ernannt. Für die Erfolge seiner Gruppe bei der Unterstützung des Heeres in Besserabien und in der Ukraine wurde er am 17. September 1941 mit dem Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.

Für weitere erfolgreiche Einsätze seiner Gruppe in Südrußland, auch Stalingrad, erhielt er am 21. Januar 1943 das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen. Am 2. Februar 1943 wurde Günzel Kommandeur der Kampfbeobachterschule 1 (bis 13. August 1944). Am 15. Februar 1944 wurde er Kommandant einer Fliegerhorstkommandantur (Fl.H.Kdtr. A 14/I). Zuletzt war er ab Dezember 1944 Kommodore des in Gardelegen aufgestellten Ergänzungs-Kampfgeschwaders 1 der Luftflotte „Reich“. Das Kampfgeschwader mit Ju 88 A, Ju 188 E und Me 262 B (IV. Gruppe in München-Riem) führte er im Endkampf bei der Reichsluftverteidigung, wobei der Stab sich zuletzt bis zur Kapitulation der Wehrmacht in Hadersleben, Dänemark befand.

Reinhard Günzel absolvierte insgesamt 535 Feindflüge (und weitere in Spanien), die meisten davon mit der He 111, und versenkte mindestens acht Transportschiffe.

Nachkriegszeit

Nach Krieg und Kriegsgefangenschaft trat Günzel der Luftwaffe der Bundeswehr, wo er am 31. März 1963 als Oberstleutnant in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Beförderungen

Auszeichnungen (Auszug)

Verweise

Fußnoten

  1. Günzel, ReinhardDas-Ritterkreuz.de gibt abweichende Todesdaten an: 29. Oktober 1970 in Plön/Schleswig-Holstein