Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft

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Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft für Adolf Lorenz, 22. April 1944; zu den Ehrengästen gehörten u. a. Generalarzt der Reserve Prof. Dr. med. Ferdinand Sauerbruch, SS-Brigadeführer Prof. Dr. Johann „Hanns“ Blaschke, 1. Vizebürgermeister der Stadt Wien SS-Standartenführer Franz Richter, der spätere Generalarzt der Reserve und Rektor der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin Prof. Dr. med. Lothar Kreuz, in der zweiten reihe Oberfeldarzt der Reserve Prof. Dr. Lorenz Böhler, aber auch Heinz Rühmann (dritte Reihe, direkt hinter Dr. Böhler) und andere.

Die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft war eine um 1930/31 von Prof. Waldemar Raemisch entworfene deutsche Auszeichnung. Gestiftet wurde sie vom Reichspräsidenten Paul von Hindenburg im Jahre 1932. Mit mehr als 600 Empfängern ist die „Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft“ die meistverbreitete nach Johann Wolfgang von Goethe benannte Auszeichnung.

Inhaltsverzeichnis

Erläuterung

Ursprünglich gedacht als Anerkennung für Personen, die sich um die Goethe-Gedenkfeier in Weimar 1932 verdient gemacht hatten, wurde die „Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft“ ab April 1932 auch an andere Goetheforscher, Künstler, Wissenschaftler, Beamte und Politiker verliehen. Zwischen dem 18. März 1932 und dem 19. Juni 1934 wurden knapp 200 Personen mit der Medaille ausgezeichnet, 159 vor dem 30. Januar 1933. Ab November 1934 begann Adolf Hitler in seiner Eigenschaft als deutsches Staatsoberhaupt, die „Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft“ zu verleihen.

Bisher sind 405 von den ungefähr 410 Empfängern der Medaille zwischen November 1934 und Dezember 1944 namentlich bekannt, darunter die Nobelpreisträger Hans von Euler-Chelpin, Johannes Stark, Heinrich Wieland, Max Laeuger und Adolf Windaus, und fünf Frauen: Anna Bahr-Mildenburg, Hedwig Bleibtreu, Agnes Bluhm, Isolde Kurz und Lulu von Strauß und Torney.

Preisträger 1943 waren unter anderem die Maler Hermann Otto Hoyer und Oskar Graf sowie der Bildhauer Arnold Waldschmidt, Schöpfer u. a. des 25 Meter langen Steinreliefs „Fahnenkompanie“, das die Wandelhalle des Neubaus des Reichsluftfahrtministeriums in der Wilhelmstraße in Berlin zierte.

Ab 1934 wurde die Verleihung der Medaille im allgemeinen auf hohe Geburtstage oder andere wichtige Gedenktage beschränkt. Mindestens dreizehn Empfänger waren zur Zeit der Verleihung 90 Jahre alt. Die letzte Verleihung fand im Dezember 1944 statt.

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Weitere Goethe-Medaillen

Die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft ist nicht zu verwechseln mit der Goldenen Goethe-Medaille der Weimarer Goethe-Gesellschaft (51 Verleihungen seit 1910, Stand: 2005) oder der Goethe-Medaille des Goethe-Instituts, die seit 1955 an 330 Persönlichkeiten aus 57 Ländern verliehen worden ist (Stand: 2013).

Mit mehr als 600 Empfängern – mehr als dem Goethepreis der Stadt Frankfurt, der seit 1927 erst jährlich, später alle drei Jahre verliehen wird (44 Verleihungen seit 1927, Stand: 2013), der Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main (knapp 150 Verleihungen seit 1949) oder der Goethe-Plakette des Landes Hessen (über 220 Verleihungen seit 1952) – ist die „Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft“ die meistverbreitete nach Johann Wolfgang von Goethe benannte Auszeichnung.

Siehe auch

Literatur

  • Hartmut Heyck: GoetheHindenburgHitler. Die Entstehungs- und Verleihungsgeschichte der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft (1932-1944) mit den Namen von 600 Empfängern, Heyck Publ. (2009), ISBN 9780981218212
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