Kollwitz, Käthe

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Käthe Kollwitz.jpg
Käthe Kollwitz’ Grab
Berlin, Zentralfriedhof Friedrichsfelde
Inschrift des Grabsteins

Käthe Kollwitz, geb. Schmidt (Lebensrune.png 8. Juli 1867 in Königsberg; Todesrune.png 22. April 1945 auf Schloß Moritzburg bei Dresden), war eine deutsche Malerin, Graphikerin und Bildhauerin.

Leben

Familie

Ihr Vater Karl Schmidt war Maurermeister und später freier Prediger der Freien Gemeinde in Königsberg. Ihre Mutter Katharina war die Tochter des Politikers Julius Rupp. 1891 heiratete sie den Armenarzt Karl Kollwitz, der dem Verband der sozialdemokratischen Ärzte in der Weimarer Republik vorstand und ab Mitte der 1930er Jahre dem Nationalsozialismus zuneigte. Ihr Mann verstarb 1940.

Wirken

Kollwitz erhielt Kunstunterricht und studierte später in München bei Ludwig von Herterich. 1919 wurde sie Professorin an der Berliner Akademie der Künste. Im Stile des Expressionismus schuf sie Darstellungen des nationalen und sozialen Elends. Politisch zählte sich Kollwitz zu den Linken, bereiste 1927 die bolschewistische Sowjetunion und war im Februar 1933 u. a. zusammen mit ihrem Mann sowie den Juden Albert Einstein, Heinrich Mann und Arnold Zweig Unterzeichner des Appells zur Einheit der Linken gegen den Nationalsozialismus.

Als Unterstützerin des Kulturbolschewismus vorlor sie nach der Regierungsübernahme durch die Nationalsozialisten ihr Lehramt, durfte jedoch unbehelligt weiterarbeiten und bezog 1936 ihr Kunstquartier an der Berliner Klosterstraße, wo auch die Juden Hermann Blumenthal und Herbert Tucholski wirkten. Dort veranstaltete sie auch private Ausstellungen ihrer Werke, die teilweise durch Leo von König finanziell unterstützt wurden. Bereits 1937 erhielt sie zu ihrem 70. Geburtstag lobende Erwähnung in der Presse. 1943 fiel ihr Kunstquartier dem alliierten Bombenterror der „Befreier“ zum Opfer, so daß sie sich 1944 auf Schloß Moritzburg nach Dresden zurückzog, wo sie noch den Bombenholocaust der „Befreier“ erlebte, bevor sie im April 1945 verstarb.[1]

Käthe Kollwitz wurde nach ihrem Tode im April 1945 zunächst in Moritzburg beigesetzt. Im Herbst des selben Jahres wurde die Urne auf den Zentralfriedhof nach Berlin-Friedrichsfelde überführt, neben der Gedenkstätte der Sozialisten.

Sonstiges

In der BRD sind zahlreiche Straßen, Schulen und Museen nach Kollwitz benannt. So wurde bspw. im Dezember 2010 auf Antrag der neobolschewistischen BRD-BlockparteiDie Linke“ das Wiehler Kulturhaus von „Oberth-Haus“ in „Käthe-Kollwitz-Haus“ umbenannt.[2]

Im Mai 2019 wird eine Büste von Käthe Kollwitz in die Walhalla bei Donaustauf aufgestellt.[3]

Schriften/Briefsammlungen

  • Die Tagebücher 1908–1943. Jutta Bohnke-Kollwitz, Siedler-Verlag, Berlin 1989, ISBN 3886802515
  • Briefe an den Sohn 1904–1945. Jutta Bohnke-Kollwitz, Siedler-Verlag, Berlin 1992, ISBN 3886802507
  • Aus meinem Leben. Ein Testament des Herzens. Mit Zeichnungen von Käthe Kollwitz und einem Vorwort von Hans Kollwitz, Herder, Freiburg/Basel/Wien 1992, ISBN 3451041057
  • Ich sah die Welt mit leibevolln Augen. Käthe Kollwitz. Ein Leben in Selbstzeugnissen, Fourier Verlag, ISBN 43-921-695-21-x

Verweise

Fußnoten