Leopold von Bayern

Aus Metapedia
Wechseln zu: Navigation, Suche
Prinz Leopold von Bayern, Sieger von Warschau.jpg

Leopold Maximilian Joseph Maria Arnulf Prinz von Bayern (Lebensrune.png 9. Februar 1846 in München; Todesrune.png 18. September 1930 ebenda) war ein deutscher Adliger, Offizier der Bayerischen Armee, seit 1. Januar 1905 bayerischer Generalfeldmarschall und seit 1. August 1916 Generalfeldmarschall des Deutschen Heeres im Ersten Weltkrieg.

Wirken

Prinz Leopold von Bayern - Generalfeldmarschall.jpg
Generalfeldmarschall Prinz Leopold von Bayern; rechts von ihm Oberst Hoffmann

Der Sohn von Luitpold von Bayern kämpfte als Jägerleutnant im Deutschen Krieg 1866 gegen Preußen. Im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 bekam er als Batteriechef bei Sedan das Eiserne Kreuz II. Klasse und bewährte sich dann im Gefecht bei Villepion so gut, daß er den Max-Josephs-Orden erhielt, die höchste bayerische Auszeichnung für Tapferkeit vor dem Feind. Für seine Teilnahme an den verlustreichen Gefechten bei Beauvert am 8. bis 10. Dezember 1870 wurde Prinz Leopold als Major mit dem Eisernen Kreuz I. Klasse ausgezeichnet.

An seinem 50. Geburtstag wurde er zum Generaloberst der Kavallerie befördert. Am Neujahrestag 1905 erhielt er aus den Händen Kaiser Wilhelms II. den Marschallstab.

Erster Weltkrieg

Am 16. April 1915 reaktiviert, übernahm er den Oberbefehl über die 9. Armee. Er trat an die Stelle von Mackensen und unterstand dabei Generalfeldmarschall von Hindenburg. Im Sommer 1916 wurde Hindenburg aus dem Osten abberufen und mit der Führung des ganzen deutschen Feldheeres beauftragt. An seine Stelle trat am 29. August Prinz Leopold als Oberbefehlshaber Ost.

Am 9. August 1915 wurde ihm der höchste Orden des Kaiserlichen Heeres verliehen, das Pour le Mérite, und am 25. Juli 1917 dazu das Eichenlaub (49. Verleihung). Der Prinz wurde, wie zuvor Hindenburg (1916) und Mackensen (1917), am 4. März 1918 mit dem Großkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet.

Nachkriegszeit

Im Januar 1919 kehrte er nach München heim, mußte jedoch im Februar vor der bolschewistischen Revolution ins Ausland emigrieren. Erst vier Monate später, nachdem die Freikorps die Münchener Räterepublik zerschlagen hatten, ließ er sich wieder in München nieder.

Prinz Leopold von Bayern in Paradeuniform mit Großer Ordensschnalle einschließlich Hals- und Brustorden sowie Marschallstab und Paradedegen

Beförderungen

Familie

Am 20. April 1873 heiratete Leopold in Wien die Erzherzogin Gisela von Österreich (1856–1932), eine Tochter Kaiser Franz Josephs I. und der Kaiserin Elisabeth („Sisi”) von Österreich-Ungarn. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor:

Auszeichnungen (Auszug)

Prinz Leopold von Bayern wurden zahlreiche Orden und Ehrenzeichen verliehen, bekannt sind:

  • 8 aus Bayern
  • 11 aus Preußen
  • 21 aus anderen deutschen Bundesstaaten
  • 21 aus Österreich-Ungarn, Serbien, Osmanisches Reich, Rumänien, Portugal, Spanien, Montenegro, Luxemburg, Italien, Großbritannien und Belgien.

Kleine Auswahl

Literatur

  • Eugen Wolbe: Generalfeldmarschall Prinz Leopold von Bayern, ein Lebensbild, Koehler Verlag, Leipzig, 1920, 172 Seiten mit Photo. (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Jürgen Hahn-Butry (Hg.): Preußisch-deutsche Feldmarschälle und Großadmirale, Safari, Berlin 1938