John, Otto

Aus Metapedia

(Weitergeleitet von Otto John)
Wechseln zu: Navigation, Suche
John, Otto.jpg

Otto John (Lebensrune.png 19. März 1909 in Marburg an der Lahn; Todesrune.png 26. März 1997 in Innsbruck) war ein deutscher Hochverräter im Zweiten Weltkrieg. Von 1950 bis 1954 war er in der Besatzungszone der Engländer für die West-BRD erster Präsident des Bundesamtes für „Verfassungs“schutz in Köln.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken

Ostberlin August 1954, Stalinallee; von links: Hermann Henselmann, Otto John, Erich Correns

Drittes Reich

Als Beamtensohn studierte John Rechtswissenschaften und wurde 1937 Syndikus der Deutschen Lufthansa. Als Mitarbeiter von Admiral Canaris arbeitete John über die Auslandskontakte der Lufthansa am Aufbau eines antideutschen Agentennetzes mit.

Zweiter Weltkrieg

Vier Tage nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 setzte sich der Verräter in einer Lufthansamaschine nach Madrid ab, von wo er weiter nach Portugal und dann nach London gelangte. Dort erklärte der Spitzenveräter Einzelheiten über die streng geheimen Forschungsergebnisse und -anlagen in Peenemünde, welche kurz darauf bombardiert wurden. Er stellte sich dann der Schwarzen Propaganda von Sefton Delmer gegen sein eigenes Volk und Vaterland zur Verfügung.

Nachkriegszeit

Nach der sogenannten „Befreiung“ trat John als Mitarbeiter in die jüdische Anwaltskanzlei Cohen ein. John diente als Zeuge im Nürnberger Tribunal und wirkte als Assistent der Anklage beim britischen „Kriegsverbrecherprozeß“ in Hamburg. Von den britischen Besatzern als Verräter hochgeschätzt, wurde er von Adenauer, dem „Kanzler der Alliierten“[1], 1950 zum kommissarischen Leiter des „BRD-Verfassungsschutzes“ und 1951 zum ersten Präsidenten des Dienstes ernannt. In dieser Funktion galt seine Tätigkeit der Verfolgung national gebliebener Deutscher. Mit Billigung von Hans Globke sammelte John als Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz u. a. Material gegen den Nachrichtendienstler und ehemaligen Brandenburger Friedrich Wilhelm Heinz, was zu dessen Entlassung und Entmachtung führte.

Nach seiner Rede am 20. Juli 1954 anläßlich des 10jährigen Gedenkens des gescheiterten Staatsstreiches setzt sich John nach Ost-Berlin ab. Dort betrieb er Propaganda für die SED und prangerte die „neonazistische Unterwanderung der BRD“ an. In Anbetracht Johns Schlüsselstellung bei den westdeutschen Geheimdiensten erzeugte sein Auftauchen in der DDR einen der ersten größeren politischen Skandale in der frühen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Im Dezember 1955 kam John aus ungeklärten Umständen in die BRD zurück und erhielt eine vergleichsweise milde Haftstrafe von 4 Jahren. Seine Bemühungen um Rehabilitierung schlugen fehl.[2]

Der durch seine Verstrickungen in Geschäfte mit den USA bezüglich Entsorgung des Boehringer-Giftmülls vom Typ Dioxin (erste bekannte VS-Chemtrail-Sprühangriffe in Vietnam, damals mittels Agent Orange) und seiner Unterschrift unter diesen Vertrag seither als „Mann der USA“ gehandelte Richard von Weizsäcker, zuvor Boehringer Geschäftsführer, danach Bundespräsident[3], hat John später seine gerichtlich aberkannte Staatspension wieder zugesprochen.

Literatur

  • Rudolf Diels (Regierungspräsident a. D.): Der Fall Otto John. Hintergründe und Lehren, Göttinger Verlagsanstalt 1954

Fußnoten

  1. zitiert nach: Kurt Schumacher, SPD, 24./25. November 1949, BRD-Bundestag
  2. Prominente ohne Maske - Drittes Reich, FZ-Verlag 1998, ISBN 3924309396
  3. „Im Jahr seiner Wahl, 1984, sollte ihm nachgewiesen werden, das Chemie-Unternehmen C. H. Boehringer in Ingelheim habe zumindest in den Jahren 1962 bis 1965, während er dort arbeitete, Wirkstoffe und Verfahren zur Herstellung von Agent Orange an die US-Firma Dow Chemical geliefert. Die Firma habe also mit einem hochgiftigen Dschungel-Entlaubungsmittel am Vietnamkrieg viel Geld verdient. Ein Sprecher des Präsidenten wies das seinerzeit zurück, Weizsäcker wisse von dem Vorgang nichts und es sei auch nicht in seine Zuständigkeit gefallen. Im Jahr 1992, Weizsäcker war noch im Amt, griff der Spiegel diese Vorwürfe wegen der Dioxin-Produktion in Ingelheim erneut auf. Weizsäcker ließ wissen, detailliertere Kenntnisse über die Firmenprodukte und Geschäfte dieser Art habe er nicht gehabt. Die Sache war damit beendet.“ in: Günter Hofmann: Richard von Weizsäcker - Ein deutsches Leben, C.H.Beck, 2010, S. 283
Meine Werkzeuge
In anderen Sprachen