Rittberg, Georg Graf von

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Georg Graf von Rittberg in Prag im April 1944 (3).png

Georg Karl Hermann Edmund Graf von Rittberg (Lebensrune.png 30. Mai 1898 in Straßburg, Reichsland Elsaß-Lothringen; Todesrune.png 6. Juni 1973 in Krün, Oberbayern) war ein deutscher Offizier des Deutschen Heeres, der Freikorps, der Reichswehr und der Wehrmacht, zuletzt Generalleutnant des Heeres und Eichenlaubträger des Zweiten Weltkrieges.

Werdegang

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Chronologie

Georg Graf von Rittberg III.jpg
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  • 10.8.1914 Fähnrich aus dem Kadettenkorps kommend
    • Eintritt in das 2. Großherzoglich Hessische Feldartillerie-Regiment Nr. 61, Darmstadt/Babenhausen
  • 1914/1918 Batterie-Offizier im Feldartillerie-Regiment Nr. 61; Ordonnanz-Offizier der 25. Feldartillerie-Brigade
  • März 1918 Adjutant im Feldartillerie-Regiment Nr. 61
  • Januar 1919 im Freiwilligen Feldartillerie-Regiment 55 des Freikorps Hessen-Thüringen-Waldeck
  • Oktober 1919 im leichten Reichswehr-Artillerie-Regiment 11 der Reichswehr-Brigade 11, Kassel, der Vorläufigen Reichswehr
  • April 1920 Batterie-Offizier und Adjutant der I. Abteilung des Reichswehr-Artillerie-Regiment 11
  • 1.1.1921 in der 6. Fahr-Abteilung
  • 1.10.1921 kommandiert zur Kavallerieschule Hannover (Bereiter)
  • 1.4.1924 in der 3. Kompanie/Fahr-Abteilung 6 (Osnabrück) [laut Stellenbesetzung]
  • 14.9.1926 in der 12. (reitenden) Batterie/Artillerie-Regiment 6 (Verden)
  • 1.6.1928 Adjutant der reitenden Abteilung/Artillerie-Regiment 6 (Verden)
  • 1.4.1932 Fürsorgeoffizier der IV. (r) Abteilung/Artillerie-Regiment 6 (Verden)
  • 1.10.1932 im Stab der IV. (reitenden) Abteilung des Artillerie-Regiments 3, Potsdam
  • 1.5.1933 Chef der 12. (reitenden) Batterie des Artillerie-Regiments 3, Potsdam
  • 1.10.1934 in der reitenden Artillerie-Abteilung 1 (Potsdam) [laut Stellenbesetzung]
  • 15.10.1935 Kommandeur der III. Abteilung des Artillerie-Regiments 23, Potsdam
  • 31.3.1939 kommandiert als Adjutant in den Stab des Wehrmachtbevollmächtigten beim Reichsprotektor in Böhmen und Mähren (Prag)
  • 15.7.1939 versetzt in den Stab des Wehrmachtbevollmächtigten beim Reichsprotektor in Böhmen und Mähren (Prag)
    • zugleich beim Kommandierenden General im Wehrkreis Böhmen und Mähren, Prag
  • 10./15.5.1940 Kommandeur des Artillerie-Regiments 31
  • 1.10.1940 Kommandeur des Artillerie-Regiments 131
  • 31.10.1942 Artilleriekommandeur (Arko) 126
  • 22.11.1942 Kommandeur des Artillerie-Regiments 23
  • 25.4.1943 Kommandeur des Grenadier-Regiments 12
  • 25.7.1943 Führerreserve OKH (BöMä)
  • 26.7.1943 kommandiert zum 6. Divisionsführerlehrgang (bis 24.8.1943)
  • 22.11.1943 mit der Führung der 88. Infanterie-Division beauftragt
  • 1.2.1944 Kommandeur der 88. Infanterie-Division
    • Wehrmachtbericht vom 18. Juli 1944: „Bei den Kämpfen an der Ostfront haben sich im Süden die fränkisch-sudentendeutsche 88. Infanterie-Division unter Führung von Generalmajor v. Rittberg und im Norden die rheinisch-westfälische 329. Infanterie-Division unter Führung des Generalleutnants Mayer durch besondere Härte und Zähigkeit wiederholt ausgezeichnet.“
  • 8. Januar 1945 Höherer Artillerie-Kommandeur (Harko) 307 (Ernennung nicht wirksam, da vermißt)
  • 27.1.1945 bei Radom (SO-Polen) in sowjetische Kriegsgefangenschaft geraten; NKWD-Lager 144/ Woroschilowgrad (seit 1992 ukrainisch: Luhansk), 27/Krasnogorsk, 218/Smolensk, 48/Černcy, Ležnovo, sowie im Gefängnis Nr. 1 in Smolensk.
  • 12.5.1949 routinemäßig vom Militärtribunal im Gebiet Leningrad zu 25 Jahren Arbeitslager verurteilt
  • 9.10.1955 repatriiert
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Lexikon der Wehrmacht

„Georg Graf von Rittberg trat am 8. August 1914 aus dem Kadettenkorps kommend als Fähnrich in das Feldartillerie-Regiment 61 ein. Hier wurde er am 1. Mai 1915 zum Leutnant befördert und nach dem Ersten Weltkrieg in das Reichsheer übernommen. Am 1. Oktober 1935 wurde er Kommandeur der III. Abteilung des Artillerie-Regiments 23. Am 1. April 1939 zum Oberstleutnant befördert, wurde er am gleichen Tag Adjutant beim Wehrmachtsbevollmächtigten des Reichsprotektorats Böhmen und Mähren. Im Mai 1940 übernahm er das Kommando über das Artillerie-Regiment 31, welches er durch den Westfeldzug führte. Am 1. Oktober 1940 wurde er Kommandeur des Artillerie-Regiments 131 und führte dieses ab Juni 1941 in Rußland. Am 1. Oktober 1941 zum Oberst befördert, wurde ihm am 29. Januar 1942 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen und er war ab dem 1. Dezember 1942 Artillerie-Kommandeur 23. Am 1. April 1943 wurde er Kommandeur des Grenadier-Regiments 12 am Wolchow und übernahm am 12. November 1943 die Führung der 88. Infanterie-Division, mit der er im Februar 1944 im Kessel von Tscherkassy eingeschlossen wurde. Am 1. Februar 1944 zum Generalmajor befördert, wurde er für seine Führungsleistungen beim Ausbruch aus dem Kessel von Tscherkassy am 21. Februar 1944 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Nach der Wiederauffrischung der Division kämpfte diese im Raum Kowel-Lemberg und ab Juni 1944 im großen Weichselbogen. Für die Abwehrerfolge seiner Division wurde er am 10. Oktober 1944 mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Zum Generalleutnant befördert, geriet er am 27. Januar 1945 in russische Gefangenschaft, aus der er erst 1955 heimkehrte.“[1]

Tod

Generalleutnant a. D. Georg Graf von Rittberg verstarb im Juni 1973, er ruht in einem Gemeinschaftsgrab mit Gemahlin und Sohn auf dem Stadtfriedhof Krün.

Familie

Georgs Eltern sind Botho Karl Aurel Julius Graf von Rittberg (Lebensrune.png 26. Januar 1870 in Graudenz; Todesrune.png 10. März 1943 in Elberfeld), Major und Kommandeur des Fußartillerie-Regiments 239, und seiner Gemahlin Anna, geb. Fritzweiler (Lebensrune.png 30. Oktober 1871 in Meran; Todesrune.png 2. Januar 1959 in Bonn). Georgs Bruder ist Bruder von Werner Botho Louis Kurt Heinrich Graf von Rittberg (21. Dezember 1906 in Saarburg), der als Offizier am 24. Februar 1945 bei der Schlacht um Köln fiel.

Ehe

Verheiratet war er mit Elisabeth, geb. Müller (1901–1989) aus Metz, ihre Söhne sind Hellmut Carl Botho Graf von Rittberg und Johann Georg „Jochen“ Graf von Rittberg.

Auszeichnungen (Auszug)

Beförderungen

Fußnoten