Bieberstein, Johannes Rogalla von

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Johannes Ludwig Hermann Wilhelm Joachim Karl Rogalla von Bieberstein (Lebensrune.png 27. Juli 1940 in Leipzig) ist ein pensionierter Beamter, Historiker und Autor, der in Bielefeld als Bibliothekar (seit 1974 Fachreferent der Universitätsbibliothek u. a. für den Fachbereich Soziologie) tätig war. Der Ehrenritter des Johanniterordens und Bibliotheksdirektor a. D., der auch an Veranstaltungen des Studienzentrums Weikersheim und der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft teilnahm, hat als Autor eines pseudowissenschaftlichen Buches von sich reden gemacht, das den Anteil und die Rolle jüdischer Funktionäre des Kommunismus engagiert herunterspielt.

Werdegang

Johannes ist der Sohn des Oberstleutnants Hermann Rogalla von Bieberstein (1907–1975) und der Marie Gräfin von Zech-Burkersroda (1917–1995). Er studierte Neuere und Osteuropäische Geschichte, Slawistik und Politische Wissenschaften in Göttingen, München, Paris und London.

Kontroverse

Im Jahre 2002, noch im aktiven Dienst, veröffentlichte Rogalla von Bieberstein sein Buch Jüdischer Bolschewismus“ – Mythos und Realität. Darin beschäftigt er sich damit, in welchem Ausmaß und warum so viele säkularisierte Juden im Sozialismus und Kommunismus bzw. Bolschewismus ihr Heil erblickten. Jüdische Revolutionäre waren vor allem maßgeblich an den Umstürzen nach 1917 in Rußland, Berlin, München, Budapest und Wien beteiligt gewesen.

Wladimir Putin: „Die erste Sowjetregierung bestand zu 80 bis 85 Prozent aus Juden.“[1]

Nachdem der seinerzeitige Bundestagsabgeordnete Martin Hohmann sich in einer Rede zum 3. Oktober 2003 auf das von Ernst Nolte eingeleitete und mit vielen Belegen versehene Buch berufen hatte, wurden er und Bieberstein scharf angegriffen, laut Bieberstein mit besonderem Eifer von dem jüdischen Journalisten Max Brym. Bieberstein wurde vorgeworfen, es gehe ihm darum, von „jüdischer Schuld“ im Zusammenhang mit dem Kommunismus zu sprechen und er habe die Vorlage für die von Medien und verschiedenen Funktionären als „antisemitisch“ kritisierte Rede von Hohmann geliefert. In der Universität Bielefeld forderte der AStA gemeinsam mit der extremistischen Antifa seine Entlassung, woraufhin eine Kommission von Bielefelder Beamten (Geschichtsprofessoren) sein Buch auf angebliche „Volksverhetzung“ überprüfte, ihn aber letztlich von dieser Unterstellung „freisprach“.

Ähnlich wie Martin Hohmann sah Rogalla von Bieberstein sich als Opfer einer Kampagne und mißverstanden. In der Ausgabe 2010 der Publikation verteidigt er sich ausführlich. Er betont, von Anfang an sei es sein Bestreben gewesen, das „Vorurteil“ vom „jüdischen Bolschewismus“ zu widerlegen, weshalb er den Ausdruck schon im Buchtitel in Anführungszeichen gesetzt habe. „Jüdischer Bolschewismus“ sei eine „Haßvokabel“ (S.16). Tatsächlich bringt das Buch im wesentlichen eine Kompilation von gestückelten Zitaten und Nachweisen von Veröffentlichungen Anderer. Es enthält keine eigenständige Aussage zu dem umkreisten Phänomen. Zur Beteuerung seiner besten Absichten beruft er sich zudem auf den Helfer beim Nürnberger Tribunal und Verfasser von Judaika, Léon Poliakov, seinen „langjährigen Gesprächspartner“, dem er das Buch gewidmet hatte. Hohmann stellt er in einem unkommentierten Zitat als „Dummkopf“ hin (S.11).

Zu seinen historischen Erkenntnissen resümiert Dr. phil. Rogalla von Bieberstein:

„Dabei bin ich zu Ergebnissen gelangt, die sich von denjenigen der von mir [...] zitierten prominenten jüdischen Wissenschaftler und Denker nachweislich nicht wesentlich unterscheiden.“[2]

Zitate

  • „Dadurch daß der Holocaust zum Maßstab aller Verbrechen geworden ist, wurde jeder Antisemitismus restlos diskreditiert. Mit der Folge, daß es – so kann man jedenfalls für Deutschland schlußfolgern – riskant ist, an Juden Kritik zu üben. Wie besonders die Skandale um Philipp Jenninger und Martin Hohmann zeigen, werden auch Gutwilligen nur allzu leicht antisemitische Motive oder ein ‚sekundärer‘ Antisemitismus unterstellt. Dies wiederum begünstige nicht unbedingt judäophile Haltungen.“[3]

Veröffentlichungen (Auszug)

  • Die These von der Verschwörung 1776–1945. Philosophen, Freimaurer, Juden, Liberale und Sozialisten als Verschwörer gegen die Sozialordnung. Lang, Frankfurt/M. 1976 (hervorgegangen aus dessen Univ. Diss., Bochum)
  • Preußen als Deutschlands Schicksal. Ein dokumentarischer Essay über Preußen, Preußentum, Militarismus, Junkertum und Preußenfeindschaft. Minerva, München 1981, ISBN 3-597-10336-7
  • „Vom Antimasonismus zum (Vernichtungs-) Antisemitismus“, in: Helmut Reinalter (Hg.): Freimaurerische Historiographie im 19. und 20. Jahrhundert. Freimaurerische Forschungsgesellschaft, Bayreuth 1996, S. 99ff.
  • „Jüdischer Bolschewismus“ – Mythos & Realität. Mit einem Vorwort von Ernst Nolte. Ares-Verlag, Graz 2010, ISBN 978-3-90247-575-6

Siehe auch

Literatur

  • Kevin MacDonald: Juden als feindliche Elite in der UdSSR, in ders.: Kulturumsturz – Aufsätze über die Kultur des Abendlandes, jüdischen Einfluß und Antisemitismus. Verlag libergraphix, Gröditz 2012, ISBN 978-3-95429-005-5
  • Frank L. Britton: Behind Communism. Updated, revised and expanded 1917-2010. Verlag: lulu.com, 2012, ISBN 978-1300066057 [Erstveröffentlichung 1952]

Verweise

Fußnoten

  1. Ansprache des Präsidenten Rußlands am 13. Juni 2013 im Moskauer „Jewish Museum and Tolerance Center“: Putin: First Soviet government was mostly Jewish, The Times of Israel, 19. Juni 2013
  2. In: „Jüdischer Bolschewismus“ (Ausgabe 2010), Seite 21
  3. Die erfolgreichste aller modernen Ethnien, Junge Freiheit, 26. August 2005