Salafismus

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Unter Salafiyya (Salafismus) versteht man diejenigen Strömungen des Mohammedanismus, die sich an der Zeit der Altvorderen (arab.: Salaf, „Vorfahren“) orientieren. Nur die Quellen aus der Frühzeit des Mohammedanismus, Koran und Sunna, sind relevant für diese Bewegungen, die nachfolgende Tradition spielt keine bzw. eine negative Rolle.

Gewalttätige Salafisten in der BRD 2012.jpg

Erläuterung

Salafist Pierre Vogel während einer in der BRD durchgeführten Missionierungsveranstaltung.
Ablehnung von Salafismus durch neudeutsche Wortspielerei: „Salafisten fisten“[1]

Die Salafisten, korrekt eigentlich Salafiten (also ohne s) oder Salafis,[2] berufen sich auf die „Al-Salaf al-Salih“ („Verehrenswürdige Vorfahren“), die frühen Anhänger des Propheten Mohammed, die genau im Einklang mit dem „wahren Islam“ gelebt haben sollen. Alles, was von dieser „reinen Lehre“ abweicht, jegliche Innovation oder Reform, ist für Salafisten ein Vergehen an der religiösen Wahrheit und muß entfernt werden.

Nahezu alle islamistischen Terroristen und Terrornetzwerke in der Bundesrepublik Deutschland sind laut BRD-Inlandsgeheimdienst („Verfassungsschutz“) der salafistischen Ideologie verhaftet.[3] BRD-weit gab es im Dezember 2017 10.800 Salafisten,[4] die als die am schnellsten wachsende „extremistische“ Gruppe gelten.[5]

Salafisten eskalieren Bonner PRO-NRW-Demonstration

„Playmuslima“, antisalafistische Satire

Die Bürgerbewegung proNRW und die Berliner Pro Deutschland protestierten am 5. Mai 2012 gegen Salafisten und zeigten dabei Mohammed-Karikaturen. Bei Ausschreitungen der salafistischen Pro-NRW-Gegner wurden in Bonn 29 Polizisten verletzt. Zwei Beamte (Beamtin) erlitten schwere Verletzungen durch Messerstiche. Insgesamt gab es 109 Festnahmen.[6] Die Sicherheitskräfte stellten bei den verhafteten Salafisten einen Schlagstock sowie Steine und eine Steinschleuder sicher. Noch am Abend richtete die Polizei eine Mordkommission ein. In Berlin wurde ein Beamter verletzt.

Bereits am 1. Mai 2012 war es in Solingen am Rande eines Pro-NRW-Auftritts zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Fundamentalistische Mohammedaner hatten die Polizei attackiert und drei Polizisten verletzt, nachdem Pro-NRW-Anhänger nahe einer Moschee Karikaturen des Propheten Mohammed gezeigt hatten. Dessen bildliche Darstellung ist im Mohammedanismus verboten. Die Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in Dänemark hatte bereits 2005 zu teils tödlichen Protesten von Mohammedanern in aller Welt geführt. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) kündigte „harte Konsequenzen“ an. Man müsse „gemeinsam mit dem Bund alle rechtlichen Möglichkeiten gegen diese Extremisten ausschöpfen“. Jäger bezichtigte der Bürgerbewegung PRO-NRW der Provokation:

„Die systematischen Provokationen der Rechtsextremisten von PRO-NRW mit islamfeindlichen Karikaturen rechtfertigen in keinster Weise diese Ausschreitungen. [...] Das waren keine spontanen Angriffe, denn die Salafisten hatten zuvor intensiv bundesweit für ihre Aktion mobilisiert. [...] Pro NRW ist gefährlich für unsere Demokratie.“[7]

Der „FOCUS“ schrieb:

„Die Rechtsextremen von der Splitterartei schürten gezielt Hass gegen vier Millionen Moslems, die friedlich in Deutschland lebten und die sich von Salafisten distanzierten. Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Erich Rettinghaus, forderte, alle juristischen Möglichkeiten bis hin zu Partei- und Vereinsverboten in Betracht zu ziehen.“

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) kündigte Konsequenzen an. Die Landesregierung werde das tun, was rechtlich möglich sei:

„Dazu gehören Platzverbote für Salafisten, die als gewalttätig aufgefallen sind ebenso wie die Auflage an Pro NRW, islamkritische Karikaturen nicht mehr zu zeigen.“

In Berlin wurden am 13. Mai 2012 vier Menschen verletzt, als etwa 50 Salafisten am Potsdamer Platz Koran-Exemplare verteilten und später auf 15 protestierende Pro-Deutschland-Anhänger einprügelten.[8]

Deutsche in der Salafistenszene

Deutsche sind in der Salafistenszene – im Kontrast zu anderen mohammedanischen Strömungen – überproportional vertreten, dies liegt am intensiven Werben um Konvertiten in der islamischen Missionsarbeit. Man kann davon ausgehen, daß ca. 10 bis 20 % der Salafisten ethnische Deutsche sind, die zum Islam konvertiert sind.[Quellennachweis erforderlich] Diese nehmen oft sogar Führungspositionen ein und treten öffentlich als Prediger und Ansprechpartner auf. Von vielen Mohammedanern werden gerade sie durch ihre – im Sinn des Islams – vorbildliche Art und Weise, den „wahren Islam“ zu leben, geschätzt. Beste Beispiele sind Pierre Vogel und Sven Lau, aber auch Marcel Krass, Dennis Rathkamp und Bernhard Falk.

Haltung zu Deutschland

Im Gegensatz zur politischen Linken und zur Antifa sind die Salafisten nicht als eindeutig antideutsch oder deutschfeindlich anzusehen und zu bewerten, allerdings führt ihr Aktivismus langfristig zu den gleichen Ergebnissen wie der der Linken – zur Selbstabschaffung Deutschlands. Zwar steht bei ihnen die Religion an erster Stelle und nicht die Nationalität, dennoch lehnen sie deutschfeindlich motivierte Gewalt und Haß ab. Im Gegenteil: Sie rufen sogar in ihrem Verständnis, gegen jede Art von Rassismus zu sein, ihre Anhänger und andere Mohammedaner auf, sich in der BRD vorbildlich zu verhalten und den Deutschen kein Leid zuzufügen und dem Ansehen des Islams nicht zu schaden.

Sie lehnen das Bild vom kriminellen Ausländer, „Gangster-Rapper“ und „Kanaken“ als eindeutig unislamisch ab. Dies ist ihren Vorträgen gegen Kriminalität, Drogen, asoziales Verhalten und (antideutschen) Rassismus zu entnehmen.

Filmbetrag

Salafisten und Polizei im Straßenkampf, Solingen 1. Mai 2012:

Siehe auch

Literatur

  • Manfred Kleine-Hartlage: Das Dschihadsystem – Wie der Islam funktioniert, Resch-Verlag, 1. Auflage, 2010, ISBN 978-3935197960
  • Tilman Nagel: Angst vor Allah? Auseinandersetzungen mit dem Islam. Duncker & Humblot, November 2014. ISBN 978-3428143733

Verweise

Karikaturen

Filmbeiträge

Fußnoten

  1. vulgärer Ausdruck für Geschlechtsverkehr mit der Faust
  2. eigentümlich frei, Nr. 148, S. 18/19
  3. Salafistische Bestrebungen auf www.verfassungsschutz.de, Abruf am 20. August 2012
  4. Zahl der Salafisten steigt weiter, Junge Freiheit, 11. Dezember 2017
  5. Salafisten-Prozess schleppt sich dahin, Blu-News, 20. Mai 2015
  6. altermedia, 6. Mai 2012: Polizei Bonn: Nach gewaltsamen Ausschreitungen und Messerattacken auf Polizeibeamte – 109 Personen festgenommen
  7. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger am 6. Mai 2012 in Düsseldorf.
  8. Ihnen standen etwa 20 Gegendemonstranten gegenüber. Einen Übergriff der Salafisten auf ihre Gegner konnte die Polizei nach eigenen Angaben nur durch den Einsatz von Pfefferspray und körperlicher Gewalt verhindern. Dabei wurden drei Polizeibeamte leicht verletzt, einer der Salafisten erlitt eine Platzwunde am Kopf.