Tillschneider, Hans-Thomas

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Hans-Thomas Tillschneider (Lebensrune.png 5. Februar 1978 in Temeschburg, Rumänien) ist ein deutscher Islamwissenschaftler, Publizist und Politiker der Partei Alternative für Deutschland (AfD). Er ist Sprecher der Patriotischen Plattform und war Mitglied im Vorstand des sächsischen Landesverbandes der Partei. Bei der Landtagswahl 2016 wurde er in den Landtag von Sachsen-Anhalt gewählt.

Leben und Werdegang

Tillschneider wurde 1978 als Rumäniendeutscher im westlichen Rumänien geboren.

Er studierte ab 1998 Islamwissenschaften, Arabistik, Philosophie und Deutsche Literaturgeschichte an den Universitäten in Freiburg im Breisgau, Damaskus und Leipzig und beendete das Studium 2004 als Magister Artium (M. A.).

2005 begann er als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes eine Promotion an der Universität Jena. 2009 wurde er bei dem Islamwissenschaftler Ulrich Rebstock an der Philosophischen Fakultät der Freiburger Universität zum Dr. phil. promoviert.

Anschließend war er „Post-Doc“ im ERC-Projekt „Islamic Law Materialized“ am Institut de recherche et d’histoire des textes (IRHT) des Centre national de la recherche scientifique (CNRS) in Paris. Seit 2010 ist Tillschneider Akademischer Rat auf Zeit am Lehrstuhl für Islamwissenschaft (Professur Rainer Oßwald) an der Sprach- und Literaturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Bayreuth. Derzeit (2015) ist er dort in ein Habilitationsprojekt zu Hadith-Texten eingebunden.

Politik

Tillschneider war seit 1996 Mitglied der BRD-Blockpartei FDP und wechselte 2013 zur Alternative für Deutschland (AfD) und gehörte seit Anfang 2014 dem Landesvorstand der AfD Sachsen an. Er ist Gründer des „Arbeitskreises Islam“ und Mitglied der Patriotischen Plattform, die der AfD nahesteht. Letztere wurde maßgeblich durch Mitglieder des sächsischen Landesverbandes initiiert; Tillschneider gilt als Sprecher jenes „rechten“ Flügels innerhalb der Partei.

Er zeigte weiterhin Sympathie für die PEGIDA-Bewegung, indem er als Teilnehmer an der Demonstration in Dresden teilnahm und stand nach eigenen Angaben dem Leipziger Ableger, LEGIDA, als Berater zur Verfügung. Tillschneider lobte PEGIDA öffentlich und stellte zugleich fest, daß eine Partei fehle, „die den Protest in die Parlamente“ trage. Er habe in der Vergangenheit Vorträge vor den LEGIDA-Initiatoren gehalten, dann aber nach eigenen Angaben seine Arbeit wegen eines mutmaßlich antifaschistischen Anschlages gegen seine Privatwohnung eingestellt. Außerdem habe es „Unmutsbekundungen“ (→ Tugendterror) in den studentischen Gremien und bei der Bayreuther Universitätsleitung gegeben.

Ferner ist Tillschneider Unterstützer der von Björn Höcke und André Poggenburg initiierten „Erfurter Resolution“ und der „EinProzent-Bewegung“.[1]

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im März 2016 zog Tillschneider mit 30,9 Prozent der Erststimmen als Direktkandidat seiner Partei im Wahlkreis Bad Dürrenberg-Saalekreis (Wahlkreis 34) in den Landtag Sachsen-Anhalt ein.[2] Neben dem Direktmandat fielen die enormen Ergebnisse von bis zu fast 40 Prozent in einzelnen Wahlbezirken positiv auf.

Fußnoten