Winckelmann, Johann Joachim

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Johann Joachim Winckelmann

Johann Joachim Win[c]kelmann (Lebensrune.png 9. Dezember 1717 in Stendal; Todesrune.png ermordet 8. Juni 1768 bei Triest) war ein deutscher Archäologe, Altertumsforscher und Kunstwissenschaftler sowie -schriftsteller. Er erklärte die Kunst der Alten Griechen zum Kunstideal und setzte damit die Stilrichtung des deutschen Klassizismus in Gang. Zudem gilt er als ein Wegbereiter der wissenschaftlichen Archäologie.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Winckelmann begann seine schriftstellerische Tätigkeit im Jahre 1755 mit „Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst“. Seit dem selben Jahr in Rom ansässig, wurde er 1763 mit der Oberaufsicht über alle Altertümer in und bei Rom beauftragt. Seine Wesensdeutung griechischer Kunst („edle Einfalt und stille Größe“) bestimmte maßgeblich die Schönheitsideale des Klassizismus.

Wirken

Johann Joachim Winckelmann, Porträt von Anton von Maron, 1768.jpg
Johann Joachim Winckelmann II.png
Johann Joachim Winckelmanns Grab
Triest, Beinhaus im heutige Orto Lapidario

Zu seinem Wirken heißt es:[1]

Namhafter, auch von Goethe gewürdigter Alterthums- und Kunstforscher, Schöpfer der eigentlichen Kunstwissenschaft, Autodidakt; war der Sohn eines armen Schuhmachers, studirte mit fremder Unterstützung, wurde gegen die Zusicherung günstiger Stellung in Rom aus Kunstenthusiasmus Katholik, fand hohe Gönner und erhielt 1763 das Amt eines Oberaufsehers sämmtlicher Alterthümer in und um Rom. Wiederholte Reisen nach Neapel, Herculanum und Pompeji machten ihn zum Begründer der Archäologie der klassischen Kunst: anschauend durchdrang er den Geist des Alterthums, entnahm aus ihm die Grundlehren seiner noch herrschenden Theorie und entwickelte sein System in vollendeter Darstellung, in mustergültiger Prosa. Unter seinen vielen Schriften sind zu nennen: „Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst“, sowie hauptsächlich „Geschichte der Kunst des Alterthums“. Auf einer Reise nach Deutschland begriffen, fiel er zu Triest als Opfer gemeiner Habsucht; sein Diener, ein Italiener, durchstach ihm mit einem Messer den Rücken.

Einführung in Leben und Werk

Kurze Einführung in Leben und Werk:[2]

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Tod

Johann Joachim Winckelmann wurde in Triest von dem vorbestraften Francesco Arcangeli ermordet. Arcangeli tötete Winckelmann im Hotel Locanda Grande mit sieben Messerstichen, nachdem er vergebens versuchte hatte, ihn mit einem Strick zu erdrosseln. Laut Geständnis des Täters war das Mordmotiv, sich die beträchtliche Reisebörse Winckelmanns anzueignen.

Schon bald nach der Beisetzung Winckelmanns war die Lage seines Grabes in Vergessenheit geraten. Dem öffentlichen Prokurator Domenico Rossetti ist es zu verdanken, daß nach seit 1808 laufenden Vorbereitungen 1832 zu Ehren und in Erinnerung an Winckelmann ein Scheingrab errichtet werden konnte.

Schriften (Auswahl)

Winckelmann-Briefmarke und -Münze.jpg
  • Johann Winkelmanns Geschichte der Kunst des Alterthums (1776) (PDF-Dateien: Band 1, Band 2)
  • Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerey und Bildhauerkunst (1756) (PDF-Datei)
  • Alte Denkmäler der Kunst (1780) (PDF-Datei)
  • Anmerkungen über die Geschichte der Kunst des Alterthums (1767) (PDF-Datei)
  • Anmerkungen über die Baukunst der Alten (PDF-Datei)
  • Johann Winckelmanns Sendschreiben von den Herculanischen Entdeckungen (PDF-Datei)

Siehe auch

Literatur

  • Carl Justi: Winckelmann und seine Zeitgenossen (1898) (PDF-Dateien: Band 1, Band 2, Band 3)
  • Carl Bernhard Stark: Johann Joachim Winckelmann, sein Bildungsgang und seine bleibende Bedeutung (PDF-Datei)
  • Programm zum hundertsten Jahrestage des Todes Johann Joachim Winckelmann's im Namen des Archäologischen Museums der Universität Jena (1868) (PDF-Datei)
  • Albert Dressel: Johann Winckelmann's Versuch einer Allegorie besonders für die Kunst (PDF-Datei)
  • Ludwig Curtius: Johann Joachim Winckelmann, in: Willy Andreas / Wilhelm von Scholz (Hg.): Die Großen Deutschen. Neue Deutsche Biographie. Propyläen Verlag, Berlin, 4 Bde. 1935–1937, 1 Ergänzungsbd. 1943; Fünfter Band, S. 98–109

Bildergalerie (Denkmal)

Verweise

Fußnoten

  1. Dreihundert Bildnisse und Lebensabrisse berühmter deutscher Männer“ von Ludwig Bechstein, Karl Theodor Gaedertz, Hugo Bürkner, Leipzig am Sedantage 1890, 5. Auflage (PDF-Datei) Für Nicht-VSA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  2. Denkmäler der deutschen Sprache, von den frühesten Zeiten bis jetzt, Band 3 von Friedrich August Pischon, S. 640ff. (PDF-Datei)
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