Argentinien

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Republik Argentinien
Nationalflagge
Wappen
Flagge Wappen
Amtssprache Spanisch
Hauptstadt Buenos Aires
Staatsform Bundesrepublik
Regierungssystem Präsidentielle Demokratie
Staatsoberhaupt Präsident Mauricio Macri
Regierungschef Präsident Horacio Rodríguez Larreta
Fläche 2.780.400 km² km²
Einwohnerzahl 43.024.374 (2014)
Bevölkerungsdichte 15 Einwohner pro km² Einwohner pro km²
Währung Argentinischer Peso (ARS)
Nationalhymne Himno Nacional Argentino
Zeitzone UTC+3
Kfz-Kennzeichen RA
ISO 3166 AR, ARG, 032
Weltnetz-TLD .ar
Telefonvorwahl +54

Argentinien ist ein Land im Südosten Südamerikas. Es grenzt im Norden an Paraguay und Bolivien, im Westen an Chile, im Nordosten an Brasilien und Uruguay und liegt im Osten am Atlantischen Ozean. Seit dem 9. Juli 1816 ist es von Spanien unabhängig und seit dem 1. Mai 1853 hat es seine bis heute gültige, wenn auch des Öfteren veränderte Verfassung. Argentinien ist eines der wenigen südamerikanischen Länder in denen es nur einen geringen Mestizen- und Indioanteil gibt. Der größte Teil der Bevölkerung besteht aus Europiden.

Inhaltsverzeichnis

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1850 2,5 Mill.
1902 5. Mill.
1934 12.06 Mill.
2014 43.02 Mill.

Geschichte

Zwei Portugiesen entdeckten 1512 die Mündung des Rio de la Plata und 1515 nahm Diego de Solis das Land für Spanien in Besitz. Martinez (seit 1555 Gouveneur) eroberte das Land. Seit 1620 bildeten die Länder südlich der Zusammenflusses von Paranà und Paraguay unter besondere Regierungen der Provinzen Tucumà,. Buenos Aires und Paraguy bis 1776 mit Uruguay und Bolivia zu einem spanischen Vizekönigreich (Hauptstadt Buenos Aires) erhoben wurden. Als 1808 Joseph Bonaparte spanischer König wurde, entstand die nationale Kreolenpartei, die die Spanier durch die Siege bei Tucumàn (1812) und Salta (1813) verjagte.

In der verfassunggebenden Versammlung (Januar 1813) stritten sich die europäische gebildeten Porteños und die halbwilden Gauchos; jene gaben nach, als Uruguay, Paraguay und Oberperu sich loslösten. Eine neue Nationalversammlung verkündete am 9. Juli 1816 in Tucmàn die Unabhängigkeit der Vereinigten Provinzen des Rio de la Plata, der Kongreß von Buenos Aires am 30. April 1818 die neue Verfassung.

Seitdem bekämpften sich Unitarier (Zentralisten) und Förderalisten, die die Unabhängigkeit der einzelnen Provinzen erstrebten. Die Verfassung vom 24. Dezember 1824 war ein Sieg der Unitarier; sie setzten eine starke Zentralregierung unter Bernardino Rivadavia (1780–1845) ein, der 1827 dem föderalistischen Gegendruck erlag. 1829 wurde der föderalistische Gauchohäuptling Juan Manuel Rosas (1793–1877) Stadthalter von Buenos Aires, dann Haupt der Konförderation, August 1830 mit diktatorischer Gewalt bekleidet. Er geriet in Kriege mit Paraguay, Uraguay, Brasilien und seit 1845 mit England und Frankreich, schloß zwar 1849 mit England, 1850 mit Frankreich Frieden, wurde aber am 3. Februar 1852 vom Gouveneur von Entre Rios, Justo Josè de Urquiza, bei Monte Caceros besiegt.

Aus neuen Streitigkeiten wegen der Neugestaltung ging Bartolomè Mitre (1821–1906) nach seinem Sieg bei Pavòn am 17. September 1861 als Sieger hervor und wurde im September 1862 Präsident. Trotz häufigen Indianeraufständen, schlechter Finanzlage blühte Argentinien langsam auf, ein Krieg gegen Uruguay und Lòpez, den Diktator von Paraguay, verursachte schwere Opfer, der Frieden 1876 brachte nur geringe Gebietsentschädigungen.

In der Folgezeit der Förderalisten die Oberhand: unter Domingo Faustino Sarmiento (1811–188; Präsident 1868–74), Nicolàs Avellaneda (1837–1885; Präsident 1874–80) und Julio Roca (1843–1914; Präsident 1880–1886) blühte das Land auf: europäische Einwanderer belebten Ackerbau, Handel und Gewerbe, es wurden Straßen und Bahnen gebaut, mit Chile die Grenzen bereinigt, die Hauptstadt von der gleichnamigen Provinz getrennt und der Verwaltung der Bundesregierung unterstellt; aber die Schulden wuchsen dauernd, namentlich auch infolge von Unredlichkeiten, Spekulationen und übereilten Unternehmungen, und 1891 war der Staatsbankrottunvermeidlich.

Erst Roca glückte es während seiner zweiten Präsidentschaft, wieder gefestigte Verhältnisse zu schaffen; Spannungen mit Chile wegen der Puna de Atacama, mit Brasilien und Bolivia wurden gütlich, zum Teil durch englische und nordamerikanische Schiedssprüche, beigelegt. Arbeiterschutzgesetze,Kranken- und Unfallversicherung, Annahme einer Münzeinheit. Ausbau des Eisenbahnnetzes (1910 Eröffnung der Transandin-Eisenbahn), Gesetz über das Frauenwahlrecht (1926), das Flottenbauprogramm (1927), Verstaatlichung der Erdöllager (1927), Achtstundentag (1928), förderten die Entwicklung des Landes; nur das Agraproblem war noch immer ungelöst.

Währen des Ersten Weltkrieges blieb Argentinien unter den Präsidenten Bernardo Iriqoynen wurde am 6. September 1930 durch General Josè Francisco Uriburu (1868–1932) gestürzt. Von 1932 bis 1936 war Augustin Justo (1876–1943) Präsident. 1927 lehnte Argentinien den Beitritt zum Völkerbund ab, trat aber am 8. September 1929 den Kellogg-Pakt und September 1933 auch dem Völkerbund bei.

Nachdrücklich pflegte es den Zusammenhalt der ABC-Staaten: 1933 beendete es durch einen Handelsvertrag den Zollkrieg mit Chile, kurz danach schloß es mit Chile und Brasilien einen Nichtangriffsvertrag, dem sich Mexiko, Uruguay und Paraguay anschlossen. Die Schäden, die sich für Argentinien aus den Beschlüssen der Reichskonferenz von Ottawa ergaben, zwangen es, am 1. Mai 1933 England weitgehende Zollvergünstigungen zu gewähren, die aber gegen den deutsch-argentinischen Handelsvertrag verstießen und daher von Argentinien allen Staaten bewilligt wurden, mit denen es aktive Handelsbilanz hatte. Dank argentinischer Vermittlung wurde der Bolivianische-paraguayische Krieg 1936 beendet.[1]

Siehe auch

Literatur

  • W. Keiper: Der Deutsche in Argentinien, 1928

Fußnoten

  1. Meyers Lexikon, Band 1, Bibliographisches Institut AG., Leipzig, 8. Auflage 1936
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