Hippler, Fritz

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Fritz Hippler
Reichsfilmintendant, Ministerialdirigent und Leiter der Abteilung Film im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda

Fritz Hippler (Lebensrune.png 17. August 1909 in Berlin-Niederschönhausen; Todesrune.png 22. Mai 2002 in Berchtesgaden) war ein bedeutender nationalsozialistischer Filmpolitiker.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Herkunft und Jugendjahre

Fritz Hippler wurde am 17. August 1909 in Berlin-Niederschönhausen geboren. Er entstammte einem patriotisch eingestellten Elternhaus, in welchem er wohlbehütet aufwuchs. Sein Vater war ein tapferer und geachteter Totenkopfhusar.

Fritz Hippler erlebte die harte Zeit des Ersten Weltkrieges mit kindlichem, aber dennoch wachem Verstand. Besonders die englische Hungerblockade bedrückte sein kindliches Gemüt sehr. Am 24. August 1918 – der junge Fritz ist gerade 9 Jahre alt – fiel sein Vater als mutiger Soldat in Frankreich. Im November des gleichen Jahres erlebte Hippler hautnah die Revolution in Deutschland durch linke und kommunistische Agitatoren und Volksverhetzer. Die Husarenmütze seines geliebten Vaters mit der schwarz-weiß-roten Kokarde wurde ihm von links verblendeten, hämischen Mitschülern gestohlen, vorher wurde der kleine Fritz verprügelt. Die ersten Eindrücke des „demokratischen Deutschlands“ empfand er also sehr negativ.

Dagegen erlebte er das Auftreten der tapferen Freikorps in Berlin, welche entschlossen die Reichshauptstadt vom linken Pöbel befreien wollten, mit ständig wachsender Begeisterung und Bewunderung.

Sehr bewußt und mit tiefer Sorge erfüllt um sein Vaterland Deutschland erlebte und durchlebte Fritz Hippler die Weimarer Republik und den Schandvertrag von Versailles. Die Hilflosigkeit und Knechtung seines Vaterlandes, die ständige Unterdrückung durch die rachsüchtigen Alliierten und die steigende Arbeitslosigkeit und soziale Verelendung Deutschlands ließen ihm keine Ruhe. Mitte der 20er Jahre besuchte Fritz Hippler als junger Mann politische Veranstaltungen, u.a. Vorträge des „Stahlhelm“.

Im Frühjahr 1927 erfuhr der 18jährige Hippler durch einen Klassenkameraden, daß es einen „phantastischen Redner“ in Berlin gebe – ein gewisser Dr. Goebbels. Kurz darauf besuchte Fritz Hippler eine überfüllte Veranstaltung der NSDAP in Pankow. Joseph Goebbels, seit 1926 NSDAP-Gauleiter der Reichshauptstadt, sprach und Fritz Hippler ist mehr als begeistert. Goebbels sprach das aus, was Hippler in seinem patriotisch erfüllten Herzen fühlte. Kurze Zeit darauf wurde der Student Fritz Hippler Mitglied des NS-Studentenbundes. 1928 bestand er sein Abitur mit der Note 1.

Wirken im Dritten Reich

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Eintritt in die NSDAP

Die Verfolgung, Hetze, Verleumdung und Stigmatisierung gegenüber den Nationalsozialisten ließ den politisch aufmerksamen Hippler umso eifriger und tatkräftiger werden. Er wurde nun auch Mitglied der NSDAP und der SA. Kurz darauf war er SA-Scharführer. Im Wirbel der Ereignisse wurde Hippler Zeuge einer hochbewegten Zeit – am 1. März 1930 war er dabei, als der beliebte, idealistische SA-Sturmführer Horst Wessel nach der Mordtat durch den Kommunisten Ali Höhler auf dem Berliner Nikolai-Friedhof seine ewige Ruhe fand. Während Goebbels die Totenrede sprach, tobte draußen der kommunistisch aufgehetzte Mob, welcher vorher versuchte, den Sarg Wessels zu entweihen.

NS-Hochschulgruppenführer und Gauredner

Ebenfalls 1930 wurde Hippler beim NS-Studentenbund zum Hochschulgruppenführer befördert. In Mannheim lernte er Goebbels erstmals persönlich kennen. Nach der historischen Wahl vom 14. September 1930 errang die NSDAP 107 Reichstagssitze anstatt der bisherigen 12. Fritz Hippler schrieb später in seinen Erinnerungen: „Wir jubelten“. Im Juli 1931 erreichte Hippler den Rang des NS-Studentenführers von Groß-Berlin, 1932 wurde er NSDAP-Gauredner.

Ebenfalls 1932 hörte er eine Rede von Theodor Heuss – dem späteren BRD-Bundespräsidenten – welcher u.a. ausführte: „Hitler stammt aus Braunau, das so gut deutsch ist wie das bayerische Burghausen“.

Den Tag der Machtübernahme – den historischen 30. Januar 1933 – erlebte Fritz Hippler voller Freude und Begeisterung. Seine Mutter umarmte ihn, bevor er den Fackelaufmarsch jenes Abends am Berliner Wilhelmplatz mit Blick auf den frisch gewählten Reichskanzler Adolf Hitler aus nächster Nähe miterlebte. In seinen Erinnerungen bezeichnete Hippler dieses Ereignis als „geschichtspädagogisches Schlüsselerlebnis“.

Das nächste Herzenserlebnis war der 21. März 1933, der Tag von Potsdam. Den durch den Rundfunk in alle Welt übertragenen Reichstag bewegte nicht nur die Mehrheit des deutschen Volkes, sondern auch den anwesenden Fritz Hippler.

Buchveröffentlichungen und Beginn der filmischen Tätigkeit

1934 bestand Hippler seine Promotion zum Dr. Phil. und wurde nun auch als Buchautor tätig. Sein erstes Buch erschien unter dem Titel „Jugend fordert“, sein zweites Buch „Wissenschaft und Leben“ wurde 1937 veröffentlicht. (1943 erschien sein drittes Buch „Betrachtungen zum Filmschaffen“).

Im Mai 1935 lernte er Alfred Weidemann kennen, welcher in der Propagandaabteilung der Hitlerjugend und als Abteilungsleiter für die Sparte Film tätig war. Nach dem Krieg war Weidemann Fernsehregisseur, u.a. für die Serien „Der Kommisar“ und „Derrick“.

Weidemann wollte Hippler für den Ausbau der Deutschen Wochenschau gewinnen. Fritz Hippler reagiert zunächst zurückhaltend, da er sich für diese verantwortungsvolle Aufnahme als nicht begabt genug hielt. Nachdem ihm Weidemann Mut gemacht hatte, nahm er an. Bald war Alfred Weidemann von Fritz Hippler, dessen Arbeitswillen, seiner Entschlußkraft und seiner Arbeitsleistung mehr als zufrieden. Er arbeitete an wichtigen Wochenschauberichten, u.a. über die Reichsparteitage der NSDAP in Nürnberg oder auch über den Besuch des italienischen Duce im September 1937 in München und Berlin.

1938 wurde Hipplers Vorgesetzter Weidemann Vizepräsident der Reichsfilmkammer. Das bedeutete für Hippler, daß die Leitung der deutschen Wochenschau nun vollständig unter seine Aufsicht gestellt wurde. Politisch war Hippler nun auch in der SS aktiv und bekleidete bald den Rang des SS-Obersturmführers. Fritz Hippler machte sich als Regisseur des Filmes „Wort und Tat“ (1938) einen Namen. Am 24. September 1939 wurde Hippler von Joseph Goebbels zu seinem ersten persönlichen Referenten auserkoren. Er erhielt einige Zeit später die Nachricht, sich sofort mit dem Flugzeug nach München zu begeben, wo er sich bei Goebbels melden sollte. Es handelte sich bei dem Gespräch mit dem Reichsminister jedoch nicht um die von Hippler erhoffte Ernennung zum Reichsfilmintendanten, sondern um die Klärung eines Mißverständnisses (Bewahrung von Staatsgeheimnissen), welches sich bald zu Hipplers Gunsten aufklärte.

Am 3. Juli 1939 bestellte Propagandaminister Goebbels Hippler in sein großes Arbeitszimmer am Wilhelmplatz zu einer Besprechung. Hippler sollte „sein Meisterstück“ machen, einen Dokumentarfilm über den Westwall. Es wurde ein Meisterstück. Knapp 2 Monate später erstellte Fritz Hippler – inzwischen hatte der Krieg mit Polen begonnen – einen bedeutenden Dokumentarfilm, welcher unverrückbar zur Filmgeschichte gehört: „Feldzug in Polen“. Inzwischen wurde Hippler – mittlerweile 30jährig – von Goebbels zum Leiter der Filmabteilung (Ministerialrat) ernannt. Dies bedeutete einen nicht unwesentlichen Mehraufwand an Arbeit. Er mußte Samstag-, Sonntag-, Montag-, und Dienstabend im Hause von Goebbels (entweder in Schwanenwerder, in Lanke oder in der Dienstvilla nahe des Brandenburger Tores) erscheinen, wo er dem Propagandaminister die neueste Ausgabe der Deutschen Wochenschau zuerst im Rohschnitt und später im kompletten Film- und Tonschnitt vorführte.

Der ewige Jude

Am 8. Oktober 1939 erhielt Hippler von Goebbels den Auftrag, einen Dokumentarfilm zu erstellen, welcher wohl als der bekannteste Film von Fritz Hippler in die Filmgeschichte eingehen sollte: „Der ewige Jude“.

Hippler filmte bereits zwei Tage später mit sechs der besten Kameramänner in Litzmannstadt an Material zu diesem Dokumentarfilm. Film-Ministerialrat Hippler erlebte den Propagandaminister auch ganz privat, so z. B. bei einer gemeinsamen Besichtigung des UFA-Tonfilmes „Mutterliebe“ (1939, mit Käthe Dorsch in der Hauptrolle), bei welcher Goebbels emotional sehr mitgerissen war und sogar weinte.

1939 war für Hippler das wohl schaffensreichste Jahr in seiner Karriere: „Der Westwall“, „Feldzug in Polen“, „Feuertaufe“ und „Der ewige Jude“.

Nebenbei pflegte er freundschaftliche Kontakte zu deutschen Filmkünstlern wie z. B. Emil Jannings, Zarah Leander und Johannes Heesters. Aber auch mit Magda Goebbels, der freundlichen und klugen Ehefrau des Propagandaministers Goebbels verstand sich Hippler gut, er „diskutierte gerne und auch sehr kontrovers mit dieser eleganten und charmanten Dame“ (so Hippler in seinen Erinnerungen „Die Verstrickung“).

Trotz einiger gegensätzlicher Meinungen und wohl auch Mißverständnissen mit Goebbels zog der Propagandaminister Hippler immer wieder ins Vertrauen, wenn es um Filmfragen oder auch um politische bzw. personelle Fragen ging.

Zwischenzeitlich meldete sich Fritz Hippler aus patriotischen Gründen auch mehrere Male freiwillig zur Front und nahm am Westfeldzug als auch am Rußlandfeldzug teil, sehr zu Goebbels' Leidwesen, welcher auf seinen begabten Ministerialrat nicht verzichten mochte. Ende Februar 1942 ernannte er ihn in einer öffentlichen Rede zum Reichsfilmintendanten.

Diese Stellung sowie die hohen Anforderungen an diese Berufung, welche Reichsminister Goebbels an den inzwischen 33jährigen Hippler stellte, blieben nicht ohne Folgen: Fritz Hippler litt an Herzbeschwerden und auch an einem Magengeschwür.

Nach einem heftigen Disput mit Goebbels betreffs Filmfragen und gegensätzlicher Auffassungen (Besetzungsfragen im deutschen Film z. B. im UFA-FarbfilmMünchhausen“) verlor Hippler seine Stellung als Abteilungsleiter und als Filmintendant. Sein Nachfolger wurde Hans Hinkel.

Frontdienst und Kriegsgefangenschaft

Fritz Hippler wurde Soldat und mußte sich am 18. November 1943 beim Landesschützen-Bataillon in Straußberg melden. Er tat nun als Kameramann der Propagandakompanie seinen Dienst fürs Vaterland. Ab Februar des Jahres 1945 war er als Soldat in Potsdam (Südfront). Als die Russen am 27. April 1945 dort vordrangen, fuhr er nach Hamburg, da er zu dem dortigen Gauleiter einen guten Kontakt hatte.

Dort kam er am 3. Mai 1945 in englische Kriegsgefangenschaft. Die belgische Bewachung bescherte ihm eine „böse Zeit“ (Zitat Hippler). Nach einem Jahr erreichten ihn schlimme Nachrichten: seine geliebte Mutter hatte sich vor dem Eintreffen der Russen aus Angst vergiftet; auch der Rest seiner Familie fand im Chaos des Kriegsendes den Tod.

Von 1945 bis 1948 war Hippler in alliierter Kriegsgefangenschaft. Zuerst wurden ihm – wie fast allen deutschen Soldaten – seine Uhr und die Ringe entwendet. Die Verpflegung war „schlechter als in den KZs der Vorkriegszeit.[1]

In den ersten Monaten der Kriegsgefangenschaft wurden viele deutsche Soldaten geschlagen, gedemütigt und mißhandelt, darunter auch Fritz Hippler.

Nachkriegsjahre

Nach der Kriegsgefangenschaft arbeitete Hippler als Fahrkarten- und Bettkartenverkäufer bei der US-Army und erlebte hautnah, wie rassistisch sich die „demokratischen“ Amerikaner gegenüber Schwarzen verhielten.

1951 fand ein Prozeß gegen Hippler wegen seiner Tätigkeit als Reichsfilmintendant statt. Obwohl dutzende von Entlastungspapieren eintrafen – darunter Aussagen von Schauspielern wie Johannes Heesters, Heinz Rühmann, Gustav Fröhlich u.a. – wurd er zu 2 Jahren Gefängnis und 5.000 Mark Geldstrafe verurteilt.

Ab 1952 arbeitete Fritz Hippler aufgrund seiner hohen beruflichen Qualifikation und fachlicher Kompetenz als Filmdramaturg, Produktionsleiter und auch als Regisseur von Dokumentar- und Industriefilmen – jedoch wegen seiner „Vergangenheit“ immer unter einem Pseudonym. Er war auch für die FDP (damals eine „patriotische“ Partei mit erstaunlich vielen ehemaligen NSDAP-Mitgliedern) tätig.

Er hatte einige Kontakte, vor allem zum späteren Bundespräsidenten Walter Scheel, der ihn 1975 ohne Bedenken und ohne Berührungsängste in sein Haus in Hintertal einlud.

Letzte Publikationen

Fritz Hippler als 80jähriger

1961 leitete er mit seiner geliebten Ehefrau Ilse, mit welcher er seit 1948 verheiratet war, ein Reisebüro in seiner Wahlheimat Berchtesgaden. Das Paar hatte zwei Kinder. 1974 ging er in den wohlverdienten Ruhestand, war aber noch als Buchautor tätig: „Die Verstrickung“ (1982), „Meinungsdressur“ (1985), „Verbrecher Mensch“ (1987), „Korrekturen“ (1995). Seine Bücher schrieb er, wie er im Vorwort zu „Die Verstrickung“ betonte, um „den Schmutz der Welt gerechter zu verteilen“. Hervorzuheben ist auch seine schriftstellerische Abrechnung mit dem feigen ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog in dem Buch „Einspruch, Euer Ehren“, welches 1999 erschien.

Hintergrund: Hippler kam am 11. August 1997 mit Roman Herzog in Berchtesgaden zufällig ins Gespräch. Man sprach über dies und jenes, u.a. über die angebliche deutsche Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg. Herzog antwortete wortwörtlich: „Heute glaubt doch niemand mehr an eine solche Alleinschuld!“ und winkte dabei symbolisch ab. Als der Bundespräsident später durch seinen Staatssekretär Staudacher auf die gesellschaftspolitische Stellung Fritz Hipplers im Dritten Reich aufmerksam gemacht wurde, distanzierte sich Herzog nicht nur von Hippler, sondern auch von seiner Aussage, welche er feige zurücknahm. Da es Hippler nicht mehr möglich war, mit Roman Herzog persönlich zu sprechen (er wurde z. B. bei den Salzburger Festspielen im August 1998 von Herzogs Leibwächtern zurückgedrängt), schrieb er dieses wichtige und entlarvende Buch. Es ist zugleich ein Buch über „demokratische“ Machenschaften.

Fritz Hippler starb am 22. Mai 2002 in seiner geliebten Heimat Berchtesgaden.

Filmographie

Bücher von Fritz Hippler

  • Jugend fordert (1934)
  • Wissenschaft und Leben (1937)
  • Betrachtungen zum Filmschaffen. Mit einem Vorwort von Carl Froelich und einem Geleitwort von Emil Jannings, 2. Aufl., Berlin (Hesses Verlag) 1942
  • Die Verstrickung: auch e. Filmbuch …; Einstellungen u. Rückblenden, Düsseldorf revidierte 2. Auflage 1982
  • Meinungsdressur? ein heiter-kritisches Fernsehtagebuch, Berg/Starnberger See (Kurt Vowinckel Verlag) 1985
  • Verbrecher Mensch? Beobachtungen des Historikers Johannes Scherr, Berg/Starnberger See (Türmer-Verlag) 1987
  • Schopenhauer heute – Denkanstöße und Kostproben, Berg/Starnberger See (Türmer-Verlag) 1988
  • Korrekturen. Zeitgeschichtliche Spurensuche, einmal anders, Berg/Starnberger See (Verlagsgesellschaft Berg) 1995
  • Einspruch, euer Ehren – den Zeitgeist an den Pranger. Neue Nachrichten aus der deutschen Provinz, Berg/Starnberger See (Verlagsgesellschaft Berg) 1999

Fußnoten

  1. Zitat Hippler
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