Revisionismus

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Als Revisionismus (oder in der Fremdbezeichnung Holocaustleugnung) bezeichnet man das Bestreiten des Holocaust in Gänze oder in Art und Ausmaß. Dabei wird in der Regel die Vernichtung der europäischen Juden bestritten, während andere Opfergruppen nicht eigens genannt werden. Insbesondere die technische Durchführbarkeit wird von den Revisionisten bezweifelt.

Die Versuche, die Wirklichkeit des Holocaust in Frage zu stellen, werden von den meisten der etablierten Historikern strikt abgelehnt, die Auseinandersetzung wird zugleich gemieden. Allein Ernst Nolte hat eine umfassende Replik verfasst, in der er die Existenz des Holocaust verteidigt.

In Deutschland wird die öffentliche Holocaustleugnung nach § 130 des Strafgesetzbuchs als Volksverhetzung geahndet. Auch in Belgien, Frankreich, Israel, Kanada, Liechtenstein, Litauen, Neuseeland, den Niederlanden, Österreich, Polen, Rumänien, der Schweiz, der Slowakei, Südafrika und Tschechei ist sie eine unterschiedlich verfolgte Straftat.

Inhaltsverzeichnis

[bearbeiten] Überblick

Versuche, den Holocaust zu bestreiten oder seine Ursachen ganz anders als bekannt darzustellen, erstrecken sich auf alle von Deutschland ausgegangenen, systematisch organisierten und betriebenen Verbrechen in den Konzentrationslagern . Holocaustleugner bestreiten vier Hauptaspekte dieser Ereignisse:

  • ihre zielgerichtete systematische Planung,
  • die technisch-industrielle Machbarkeit der Massenmorde, besonders der Vergasungen in den Vernichtungslagern,
  • ihr Ausmaß, d. h. die Opferzahlen der angeblich in Lagern getöteten Juden,
  • die Dokumente dafür.

Sie behaupten stets, es gebe für die Verbrechen in den nationalsozialistischen Konzentrationslagern keine Beweise und die vorhandenen Beweise seien gefälscht. Carlo Mattogno und anderen verweisen darauf, dass die Zeugenaussagen der Opfer einander widersprechen. Die Aussagen der Täter, wie z.B. die Aussage von Rudolf Höß, wurden unter Folter erwirkt, ergänzt oder gefälscht.

Dabei vertreten nicht alle Holocaustleugner alle Thesen zugleich, obwohl sie sich vielfach ergänzen und aufeinander berufen. Ziel ist in jedem Fall, die Tatsächlichkeit oder zumindest historische Einzigartigkeit des Holocaust im Vergleich mit anderen Völkermorden zu bestreiten. Dazu beanspruchen sie, lediglich eine unbefangene Überprüfung und Neubewertung der zugänglichen Fakten zum Holocaust vorzunehmen, erklären ihre Darstellungen also als legitimen Geschichtsrevisionismus. Sie verbinden damit jedoch offen oder indirekt, das heutige Geschichtsbild vom Holocaust sei Ergebnis einer Verschwörung, die für jüdische Interessen auf Kosten anderer Nationen geschaffen wurde.

[bearbeiten] Wer sind die Holocaust-Revisionisten?

Die Revisionisten sind keine homogene Menschengruppe.

Es gibt unter ihnen Juden:

Josef G. Burg, Roger-Guy Dommergue, David Cole, Stephen Hayward

Christen:

Germar Rudolf, Michael A. Hoffman, Robert Countess

Mohammedaner:

Ibrahim Alloush, Ahmed Rami

Atheisten:

Bradley Smith, Robert Faurisson.

Paul Rassinier, französischer Erdkunde- und Geschichtslehrer, saß als Widerständler viele Jahre in deutschen Konzentartionslagern. Er wandte sich gegen die Lügen seiner Mithäftlinge (E. Kogon u.a.) und wurde dadurch zum Begründer des historischen Revisionismus.

Es gibt unter den Leugnern Verfolgte des NS-Regimes und ehemalige Konzentrationslagerinsassen:

Paul Rassinier, Josef G. Burg

ehemalige deutsche Soldaten:

Werner Rademacher, Wilhelm Stäglich

Soldaten der alliierten Streitkräfte:

Douglas Collins

Es gibt unter ihnen Professoren:

Prof. Robert Faurisson, Prof. Arthur R. Butz, Prof. Christian Lindtner, Prof. Costas Zaverdinos

Doktoren:

Dr. Wilhelm Stäglich, Dr. Robert Countess, Dr. Stephen Hayward, Dr. Herbert Tiedemann

Diplom-Chemiker, Physiker und Ingenieure:

Michael Gärtner, Germar Rudolf, Arnulf Neumaier, Friedrich Berg

Historiker:

Mark Weber, Robert Countess, Carlo Mattogno

Lehrer:

Jürgen Graf

Es gibt unter ihnen Kommunisten und Sozialisten:

Paul Rassinier, Roger Garaudy

gemäßigte Linke:

Pierre Guillaume, Serge Thion

Liberale:

Andrew Allen, David Cole, Bradley Smith, Richard Widmann

Konservative:

Germar Rudolf, Carlo Mattogno, Werner Rademacher

Rechtsnationale:

Udo Walendy, Mark Weber

National-Sozialisten:

Ernst Zündel

(Da dem Autor dieses Schriftstückes noch nie etwas daran lag, Revisionisten politisch auszuhorchen, wird hier keine Garantie für die Richtigkeit dieser Zuordnung gegeben.)

Es gibt unter ihnen Franzosen:

Robert Faurisson, Pierre Guillaume, Roger Garaudy, Paul Rassinier, Vincent Reynouard, Jean Plantin

Amerikaner:

Bradley Smith, Mark Weber, Arthur Butz, Richard Widmann, Fredrick Leuchter

Deutsche:

Germar Rudolf, Werner Rademacher, Michael Gärtner, Arnulf Neumaier, Wilhelm Stäglich

Schweizer:

Jürgen Graf, Arthur Vogt

Italiener:

Carlo Mattogno

Spanier:

Enrique Aynat

Jordanier:

Ibrahim Alloush

Marrokkaner:

Ahmed Rami


Schweden, Dänen, Briten, Polen, Russen..., um nur einige zu nennen.

[bearbeiten] Hauptargumente

[bearbeiten] Frühere Holocaustmythen

Bereits im Ersten Weltkrieg wurde von jüdischer Seite verbreitet, in Deutschland würden sechs Millionen Juden umgebracht.[1]
Martin H. Glynn, ehemals Gouverneur von New York, veröffentlichte am 31. Oktober 1919 den Aufsatz The Crucifixion of Jews Must Stop, in dem er bereits explizit die Zahl 6 Millionen und den Begriff Holocaust verwendet: „Six million men and women are dying from lack of the necessaries of life; [...] In this threatened holocaust of human life“[2].

Vernichtungsvisionen sind keine Seltenheit in der jüdischen Literatur. Der Talmud-Literatur zufolge wurden Millionen jüdischer Kinder, jedes einzelne in eine Schriftrolle gewickelt, von den Römern verbrannt. Im Buch Esther des Alten Testamentes glaubten sich die Juden ebenfalls einem Vernichtungswillen ausgesetzt.

Das Judentum benötigt sechs Millionen verschwundene Juden, um gemäß Thora-Prophezeiung berechtigt zu sein, den Staat Israel sein eigen zu nennen. Die interpretierte Thora-Prophezeiung lautet: "Ihr werdet zurückkehren mit sechs Millionen weniger".[3] Deshalb bezeichnen israelische Historiker wie Tom Segev die "sechs Millionen" als Staatsreligion. Diese sechs Millionen mußten gemäß Prophezeiung in "brennenden Öfen" verschwunden sein. Ein Vorgang, dessen Wahrheitsgehalt durch die juristische Holocaust-Version belegt und abgesichert wird. Tatsächlich schreibt Robert B. Goldmann "... ohne Holocaust gäbe es keinen jüdischen Staat."[4] Eine runde Sache also: Sechs Millionen Juden wurden in Auschwitz vergast und anschließend in die "brennenden Öfen" (Holocaust heißt Brandopfer) gesteckt. Damit hatte sich die Prophezeiung erfüllt, Israel durfte gegründet werden.

[bearbeiten] Planung

Das NS-Regime habe keine systematische Judenvernichtung beabsichtigt: Hauptargument der Holocaustleugner für diese These ist, dass kein schriftlicher Befehl zur Ausrottung der Juden überliefert ist. Sie folgern daraus, dass weder Adolf Hitler noch eine andere hochrangige Führungsperson des NS-Regimes diese befohlen habe. Zwar habe es Verbrechen an Juden im Dritten Reich gegeben, doch seien diese nicht zentral geplant worden, so dass die NS-Führung nicht dafür haftbar zu machen sei.

Historiker diskutieren heute unter den Stichworten „Intentionalismus oder Funktionalismus“ noch darüber, wie sich die Entscheidung zur „Gesamtlösung“ entwickelte, seit wann deren Planung konkrete Formen annahm, wie sich die vermeintliche Ausrottungsabsicht zur tatsächlichen Durchführung verhielt und wie viel die deutsche Bevölkerung darüber wußte. Aber die zentrale Planung und Rolle der NS-Führung bei der Ausführung des Holocaust wird in der Forschung bislang kaum angezweifelt.

[bearbeiten] Durchführbarkeit

[bearbeiten] Zyklon B

Eine These der Holocaustleugner lautet, es habe keine Gaskammern zum Zweck der Massenvernichtung gegeben. Die in einigen Lagern vorhandenen kleinen Gaskammern wurden nicht für die Vergasung von Menschen verwendet, sondern nur zur Entlausung von Häftlingskleidern. Von der offiziellen Forschung wird indes nicht bestritten, dass Zyklon B zunächst nur zur Entwesung verwendet wurde. Jedoch sollen später damit auch Menschen umgebracht worden sein.

[bearbeiten] Die Krematorien

Die Krematorien (Brennöfen) waren zur massenhaften Verbrennung der Opfer nicht ausreichend gewesen und nur für die natürlich und an Epidemien Verstorbenen gedacht, um eine hygienische Bestattung in einem Massenarbeitslager zu gewährleisten. Erdbestattungen waren aus hygienischen Gründen problematisch, da beispielsweise das Lager Auschwitz in sumpfigem Gebiet gebaut wurde. Der hohe Grundwasserspiegel hätte durch die Menge an Leichen die Genießbarkeit des Trinkwassers gefährdet, weshalb die Leichen verbrannt wurden.

Die Menge an Energie, die zum Befeuern dieser Öfen nötig gewesen wäre, um sechs Millionen Menschen zu verbrennen, übertrifft bei weitem die Energie, die eine Nation im Krieg dafür hätte abzweigen können. Auch die Berichte über die Lieferungen von Brennstoff, entspricht bei weitem nicht der erforderlichen Menge um eine derart große Zahl von Menschen zu vergasen. Demgegenüber hat die institutionelle Geschichtswissenschaft zuerkannt, es seien ja nicht alle Menschen verbrannt, sondern viele in Massengräbern verscharrt worden. Eine Aushebung dieser Gräber hat aber nie stattgefunden.

[bearbeiten] Ausmaß

Holocaustleugner bestreiten oder bezweifeln allgemein schon seit 1945 die Opferzahlen des Holocaust. Sie propagieren traditionell die „Sechs-Millionen-Lüge“, um die auf Schätzungen beruhende Zahl von etwa sechs Millionen jüdischen Holocaustopfern als Erfindung der Siegermächte darzustellen.

Weitere Thesen der Holocaustleugner lauten: Im Zugriffsbereich der Nationalsozialisten hätten gar nicht so viele Juden gelebt, wie sie ermordet haben sollten. Über eine Million deutsche Juden sind vor dem Weltkrieg u.a. nach Palästina, Großbritannien oder in die USA ausgewandert; weitere Millionen osteuropäische Juden hätten sich nie im deutschen Machtbereich befunden und seien nach 1941 in entfernte Regionen der Sowjetunion (Sibirien) geflohen. Walter N. Sanning vermutete 1983, die meisten osteuropäischen Juden hätten den Machtbereich der Nationalsozialisten verlassen, so dass es keinen Massenmord gegeben haben könne. Lediglich der Verbleib von 750.000 Juden sei ungeklärt. Dazu berief er sich auf Volkszählungen und Nachkriegsberichte.[5]

Schon die Basler Nachrichten vom 13. Juni 1946[6] erklärten, dass die Zahl von 5-6 Millionen jüdischen Opfern nicht stimmen könne: "die Behauptung, daß diese Zahl 5-6 Millionen beträgt (eine Behauptung, die sich unbegreiflicherweise auch der Palästinaausschuß zu eigen macht) ist unwahr. Die Zahl der jüdischen Opfer kann sich zwischen 1 und 1,5 Millionen bewegen, weil gar nicht mehr für Hitler und Himmler „greifbar“ waren. Es ist aber anzunehmen und zu hoffen, daß die endgültige Verlustziffer des jüdischen Volkes sogar noch unter dieser Zahl liegen wird.

Die Opfer der deutschen Lager wurden nicht zum Zweck ihrer Vernichtung dorthin verbracht, sondern wie Japaner, Italiener und Deutsche in Amerika als feindliche Subjekte interniert worden. Dies war legitimiert durch die jüdische Kriegserklärungen an Deutschland, so Ernst Nolte. Mit Fortdauer des Krieges herrschte in den deutschen Lagern im Osten eine versorgungstechnisch gespannte Lage, unter der ebenso die Soldaten der Wehrmacht litten. Fotos der Lagerinsassen belegen jedoch, dass diese durchaus eine geregelte Ernährung erhielten und bei der Arbeit auch mit Winterkleidung ausgestattet wurden. Dennoch starben viele Lager-Insassen, überwiegend an Gelbfieber, Tuberkulose und auch an Unterernährung. Dies wird mit alliierten Versäumnissen wie dem Massensterben wegen Unterernährung auf den Rheinwiesenlagern der US-Besatzungstruppen verglichen.

Gezielte Erschießungen sind nur in wenigen Fällen und dann auf rechtsstaatlicher Grundlage erfolgt. Die dem Besucher präsentierte Wand in Auschwitz, an der angeblich zigtausend Menschen erschossen wurden, zeigt keine Spuren dieser Erschießungen auf.

[bearbeiten] Todesarten

Selbst die renommierte Wochenzeitung DIE ZEIT erklärte, der Judenmord habe nicht in Gaskammern, sondern auf Feldern und in Gräben stattgefunden: "Tatsächlich aber starb der größte Teil aller NS-Opfer nicht in den Gaskammern von Auschwitz oder Treblinka, sondern an Gräben und Grubenrändern, in Hinrichtungsbaracken und auf freiem Feld." (Nr. 4, 20.01. 2005)

[bearbeiten] Dokumentation

Hier lautet die Grundthese, der Holocaust sei von den Juden und/oder Alliierten selbst mit mehrfachem Zweck erfunden worden:

  • um Deutschland erpressbar zu halten, Reparationen unendlich auszudehnen und so dem „Weltjudentum“ Geldmittel in die Kasse zu spülen. Deren Mengen gäben insbesondere dem Staat Israel einen starken Grund, diese Verschwörung zu verlängern.
  • um diesen Staat Israel zu schaffen und dessen Politik gegenüber den Palästinensern und im Nahen Osten insgesamt zu legitimieren
  • um von der Sowjetunion abhängige Nationen wie Polen, die Tschechoslowakei vor Deutschland zu ängstigen und so die sowjetische Herrschaft im Ostblock zu stabilisieren und zu verlängern.
  • Der Begriff Holocaust wurde zunächst für den atomaren Holocaust in Hiroshima verwendet. Den Amerikanern kam es gelegen, den Begriff umzudeuten.

Dazu hätten die Sieger viele Fotos und Filme, die nach 1945 über die Vernichtungslager gezeigt wurden, speziell für Propagandazwecke und Fotomontagen gegen die Nationalsozialisten angefertigt (Beispiele):

  • Angebliche Holocaustopfer in einem Film seien tatsächlich deutsche Zivilisten gewesen, die von den Alliierten nach den Luftangriffen auf Dresden verbrannt worden seien. Die bekannten Bilder zeigten Opfer, die an Hunger oder Typhus gestorben seien, nicht an Vergasung.
  • Aussagen von Augenzeugen und Beteiligten sind durch Folter zustande gekommen, z. B. die des ehemaligen Lagerkommandanten von Auschwitz-Birkenau, Rudolf Höß.

Dass die große Mehrheit der Wissenschaftler diese Behauptungen als unbelegt, unbelegbar, falsch zurückweist und als gefälscht nachweist, erklären die Holocaustleugner wiederum aus Beherrschung und Manipulation der öffentlichen Meinung aufgrund politischer Interessen und mittels verabredeter Lügen. Die meisten Historiker seien zu befangen und zu furchtsam zuzugeben, dass der Holocaust eine Fiktion sei, da sie wüssten, dass sie dann ihre Arbeitsstellen riskieren und verlieren würden.

[bearbeiten] Geschichte

[bearbeiten] Die älteren Holocaustleugner (1945 – 1970)

Nach dem Zweiten Weltkrieg erschienen zahlreiche Schriften, deren einzige Absicht war, den Holocaust in Frage zu stellen. Bereits Ende 1945 behauptete der schottische Politiker Alexander Ratcliffe in einem Zeitungsartikel, der Holocaust sei eine jüdische Erfindung. Er hatte dies zuvor in seinem antibritischen Pamphlet Die Wahrheit über die Juden angedeutet, in dem er die britische Regierung als von Juden kontrolliert darstellte.

Ihm folgte 1947 der bekannte französische Faschist Maurice Bardeche. In seinem Buch Nürnberg und das versprochene Land[7] griff er die Nürnberger Prozesse an und behauptete, die dort vorgelegten Beweise für den Holocaust seien von den Alliierten teilweise gefälscht worden. Die Gaskammern seien in Wahrheit Desinfektionskammern zur Entlausung gewesen. Die meisten in den Konzentrationslagern internierten Juden seien dort an Hunger und Krankheiten gestorben. Daran seien die Juden selbst Schuld gewesen, da sie den Versailler Vertrag von 1919 unterstützt und so den 2. Weltkrieg ausgelöst hätten.

Paul Rassinier (1906–1967) war selbst ein überlebender KZ-Häftling, den die Gestapo 1943 als Mitglied der Resistance interniert hatte. Er veröffentlichte 1948 den Erfahrungsbericht Über die Grenze, in dem er die Zahlen der von Nationalsozialisten getöteten Juden als weit übertrieben und die jüdischen KZ-Aufseher als die eigentlichen Urheber der Grausamkeiten an ihren Mitjuden darstellte. Seit seinem Buch Die Lüge des Odysseus (ebenfalls 1948, auf Deutsch erschienen 1950) sprach er stets vom „Holocaustmythos". 1964 erschien The Drama of European Jewry. Darin stellte Rassinier die Gaskammern als jüdische Erfindung zu dem einzigen Zweck dar, die Ansprüche der Zionisten auf den Staat Israel und auf deutsche Entschädigungen zu stützen.

Diese Bücher wurden nach Rassiniers Tod 1967 von dem US-Amerikaner Willis Carto unter dem Pseudonym E. L. Anderson mit dem Titel Debunking the Genocide Myth zunächst in den USA veröffentlicht (1969 deutsch: „Der Mythos der sechs Millionen“) und beeinflussten eine neue Generation von Holocaustleugnern. Die darin vertretenen Thesen der 1940er und 1950er Jahre wurden seither immer wieder aufgegriffen.

[bearbeiten] Die jüngeren Holocaustleugner (ab 1970)

Die meisten Schriften von Holocaustleugnern erschienen in den 1970er Jahren. Einige der bekannteren Beispiele sind hier in chronologischer Folge genannt:

  • Heinz Roth: Warum werden wir Deutschen belogen? (1973)
  • Richard Harwood: Did Six Million Really Die? The Truth at Last (deutsch: „Starben wirklich 6 Millionen? Endlich die Wahrheit“) (1974)
  • Arthur Butz (*1945): The Hoax of the Twentieth Century, deutsch Der Jahrhundertbetrug (1976)
  • Jürgen Rieger (*1947) u. a.: Rasse – Ein Problem für uns (1977)
  • Robert Faurisson (*1929): Es gab keine Gaskammern (deutsch 1978)
  • Wilhelm Stäglich (*1916): Der Auschwitz-Mythos - Legende oder Wirklichkeit? Eine kritische Bestandsaufnahme (1979)
  • Erich Kern: Die Tragödie der Juden. Schicksal zwischen Propaganda und Wahrheit (1979)
  • Udo Walendy (*1927): Herausgeber der Zeitschrift „Historische Tatsachen“, in der wiederholt der Holocaust geleugnet wird
  • Emil Aretz: Hexen-Einmal-Eins einer Lüge (1984)
  • Carlo Mattogno (*1951): Der Mythos der Ausrottung der Juden (1985). Das Buch dieses italienischen Revisionisten erschien im rechtsextremen Verlag „Sentinella d'Italia“. Der Autor versuchte auch den Bericht von Kurt Gerstein, der als frühester authentischer Augenzeugenbericht des Holocaust gilt, als Fälschung darzustellen.
  • Ernst Zündel (*1939), ein nach Kanada ausgewanderter Deutscher, verbreitete 1988 eine eigene Version der Auschwitz-Lüge im dafür gegründeten Samisdat-Verlag. Er trat zudem mit zahlreichen holocaustleugnenden Schriften und Filmen hervor, darunter dem Film Ein Deutscher und ein Jude besuchen Auschwitz. Er wurde daraufhin in Toronto wegen „Verbreitung falscher Nachrichten“ als Holocaustleugner verurteilt. 2005 wurde er nach Deutschland ausgeliefert; am 15. Februar 2007 wurde er wegen Volksverhetzung vom Landgericht Mannheim zu fünf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt, der höchsten Strafe, die das deutsche Strafrecht für diesen Straftatbestand vorsieht.
  • Fred A. Leuchter war von Zündel in seinem Prozess als Gutachter bestellt worden. Er veröffentlichte seine Schrift im selben Jahr als Leuchter-Report. Darin erklärte der Autor die Gaskammern zu Desinfektionskammern und berief sich dazu auf eigene chemische Messungen. Er wurde jedoch im Prozess als fachlich ungeeignet und als Lügner überführt, der sich zu Unrecht als Ingenieur für Hinrichtungstechniken ausgegeben hatte. Er hatte keine wissenschaftliche Untersuchung in den Lagern durchgeführt, sondern sich nur für zwei Tage ohne Wissen und Genehmigung der Leitung der Gedenkstätte in Auschwitz aufgehalten und einige dilettantische Messungen des Blausäure-Gehalts an den Wandüberresten der Gaskammern durchgeführt, die er sich dann von einem Labor bestätigen ließ.
  • David Irving, ein britischer Publizist und Hitlerbiograf, ist einer der bekanntesten Holocaustleugner. Er hatte bis 1988 vor allem Hitlers Beteiligung an der Planung für die Judenvernichtung bestritten, nicht diese selbst. Im Zündelprozess trat auch er als Gutachter auf und leugnete nun den Holocaust, indem er auf Nachfrage von höchstens 100.000 beweisbaren jüdischen Todesopfern in den NS-Lagern sprach. Für den später als Buch veröffentlichten Leuchter-Report schrieb er ein zustimmendes Vorwort. Seitdem trat er öfter zusammen mit Leuchter auf, etwa im April 1990 beim „Internationalen Revisionistenkongress“ in München. Dort erklärte er, in Auschwitz habe es „niemals Gaskammern gegeben“, die den „Touristen“ vorgeführten Gebäude seien „Attrappen“, für die der deutsche Staat „16 Milliarden Mark Strafe“ bezahlt habe. Er erhielt deshalb ein Einreiseverbot für Deutschland und weitere Staaten; 2006 wurde er in Österreich wegen NS-Wiederbetätigung zu drei Jahren Haft verurteilt.

Leuchter und Irving werden oft von einschlägig bekannten und vielfach wegen Gewalttaten verurteilten deutschen Rechtsextremisten zitiert, die ihrerseits mit holocaustleugnenden Thesen aufgetreten sind. Dazu gehören:

[bearbeiten] „Auschwitzlüge“ (1973)

Der Begriff Auschwitzlüge geht auf Thies Christophersen (1918 – 1997) zurück, den ehemaligen Sonderführer der SS in der Pflanzenschutzanstalt Rajsko nahe dem KZ Auschwitz-Birkenau. Er veröffentlichte 1973 eine gleichnamige Broschüre, in der er behauptete, dass es Menschenmord in Auschwitz nie gegeben habe. Er müsse es ja wissen, da er in der fraglichen Zeit in der Nähe stationiert war.

Damit ließ Christophersen die direkte Holocaustleugnung neu aufleben, die sowohl den Plan als auch die Durchführung der Judenvernichtung bestreitet. Er bezeichnete die systematische Ermordung von Menschen in den Gaskammern – wie schon die ersten entsprechenden Veröffentlichungen der Nachkriegszeit – als reine Erfindung der Kriegsgegner Deutschlands.

Christophersen wurde wegen Verleumdung und Aufstachelung zum Rassenhass verurteilt; er hatte u. a. die Wiederzulassung der NSDAP gefordert.

Der Buchtitel wurde bald darauf offiziell für die Holocaustleugnung verwendet. Holocaustleugner, die wegen des „Verbreitens der Auschwitzlüge“ verurteilt werden, begannen daraufhin, den Begriff als Verurteilung einer Wahrheit umzudeuten: Man habe sie wegen einer richtigen Darstellung des Holocaust angeklagt und, eben weil der Holocaust eine Lüge sei, prompt bestraft. Im fachlichen Sprachgebrauch meint „Auschwitzlüge" jedoch stets die Lüge, es habe keine Judenvernichtung in Auschwitz gegeben.

[bearbeiten] Gutachten (ab 1978)

Mit dem Leuchter-Report begann der neuere pseudowissenschaftliche Versuch, Existenz, Zweck und/oder Funktionsweise der Gaskammern in den NS-Vernichtungslagern zu bestreiten. Auch dieses Motiv war schon kurz nach Kriegsende 1945 aufgetaucht (s. o.) und öfter aufgegriffen worden. Der Erlanger Historiker Hellmut Diwald (1929–1993) hatte in seinem Buch Geschichte der Deutschen (1978) konstatiert, bei den im Konzentrationslager Dachau installierten Gaskammern handele es sich um Attrappen, zu deren Bau das amerikanische Militär nach der Befreiung inhaftierte SS-Angehörige gezwungen habe. Auch die Zahl der Toten im KZ Auschwitz-Birkenau sei viel geringer gewesen. Er gab die Existenz der Arbeitslager zu, bestritt aber die Existenz von Gaskammern, die der Massenvernichtung dienten.

Häufig wird auf der Linie von Diwalds Argumentation angeführt, dass das Krematorium im Stammlager Auschwitz I mitsamt seiner Gaskammer erst nach 1945 eingerichtet worden sei. Tatsächlich handelt es sich bei dem heutigen Gebäude um den Versuch einer Rekonstruktion. Die heute den Besuchern vorgeführte Gaskammer in Auschwitz ist ein Nachbau.

Andere Holocaustleugner versuchten den Leuchter-Report zu untermauern. Germar Rudolf behauptete in seinem „Gutachten über die Bildung und Nachweisbarkeit von Cyanidverbindungen in den Gaskammern von Auschwitz“ (1991), dort sei keine Blausäure nachweisbar, folglich könne dort kein Zyklon B eingesetzt worden sein. In anderen Gebäuden und Räumen, die der Entwesung dienten, ist die Blaufärbung mit bloßem Auge zu erkennen.

[bearbeiten] Relativierung

Neben die Leugnung trat seit etwa 1980 stärker die Relativierung des Holocaust, die diesen mit anderen Ereignissen vergleicht und auf außerdeutsche Ursachen zurückführt. Schon 1945 begann die Relativierung des Holocaust durch den Vergleich mit den Kriegsverbrechen der Alliierten: Diese haben besonders mit ihrer Luftkriegsstrategie, z. B. den Luftangriffen auf Dresden, selbst zahlreiche verbrecherische Massenmorde verübt, die denen der Deutschen kaum nachstünden. Früh wurden auch Verbrechen Stalins als Vergleichsfolie für den Holocaust herangezogen. Der Holocaust relativiert sich in Betrachtung der millionenfachen Morde durch das Sowjtsystem, an dessen Aufbau maßgeblich Juden mitwirkten. Die sowjetischen Zwangsarbeitslager waren ursprünglicher als die Konzentrationslager, so der renommierte Historiker Ernst Nolte. Dieser plädierte er in den 1990er Jahren dafür, auch Argumente von Holocaustleugnern als historisch bedenkenswert zu diskutieren. Ernst Nolte bestreitet den Holocaust nicht, begreift ihn aber als Reaktion auf vorhergegangene Verbrechen des Stalinismus. Dies führte in Deutschland zum sogenannten Historikerstreit - eigentlich ein Streit zwischen dem Historiker Nolte und dem Nicht-Historiker Habermas - an dessen Ende die These von der Singularität des Holocaust als Glaubensbekenntnis feststand. Die radikale Linke beharrt bis heute auf dieser Singularität des Holocaust, um eine Tabuisierung der kommunistischen Verbrechen zu erwirken. Linksextremisten versuchen dadurch ihre Position gegen Kritik zu immunisieren, indem sie Antikommunismus zu Relativierung des Holocaust erklären.

Armin Mohler stellte schon 1965 in einem Aufsatz die „Groß-Tabus“ in Frage, mit denen eine „gerechte Untersuchung“ der NS-Vergangenheit verhindert werde, und zweifelte die Dimension des Judenmordes an. Er schrieb positive Rezensionen für die Bücher von Holocaustleugnern, die u. a. im Grabert-Verlag erschienen sind, und warb für sie u. a. in der von ihm herausgegebenen Zeitschrift Criticon.

Zum Holocaust werden viele Parallelen gezogen, auf andere Ereignisse im 2. Weltkrieg oder danach:

  • Bombenholocaust (für die Bombardierung deutscher Städte im Luftkrieg 1941 – 1945);
  • Holocaust am deutschen Volk bzw. Vertreibungsholocaust (für die Vertreibung der Deutschen aus den ehemaligen ostdeutschen Gebieten und dem Sudetenland 1945 und danach);
  • Völkermord am deutschen Volk als Bezeichnung der bundesdeutschen Einwanderungspolitik.

[bearbeiten] Erfolge der Revisionisten

Die Revisionisten verbuchen für sich verschiedene Erfolge. Robert Faurisson erstellte 2006 eine Liste mit zwanzig Zugeständnissen an die Revisionisten.[8]

[bearbeiten] Opferzahlen in Auschwitz reduziert

Besonderes Augenmerk richten Holocaustleugner traditionell auf das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. In der Gedenkstätte Auschwitz wurden nach dem Krieg Tafeln mit weit überhöhten Opferzahlen aufgestellt. Die Tafeln wurden erst 1990 korrigiert. Dies präsentierten die Holocaustleugner dann als Erfolg ihrer Bemühungen und konstatierten, die Opferzahlen würden künftig weiter reduziert, so dass Massenvernichtung grundsätzlich ausgeschlossen werden könne. Die niedrigste Opferzahl, die von einem Nicht-Holocaustleugner für das Lager Auschwitz angesetzt wurde, stammt von dem anerkannten Journalisten Fritjof Meyer. Laut seinen Berechnungen im Artikel Die Opfer von Auschwitz. Neue Erkenntnisse durch neue Archivfunde in der Zeitschrift Osteuropa (Nr. 5/2002) beläuft sich die Opferzahl auf 510.000 Tote, wovon 356.000 vergast worden sein sollen. Meyers Thesen basieren auf zwei Argumentationssträngen. Im wesentlichen wird die Krematoriumskapazität als Maßstab für die Bestimmung der Opferzahlen herangezogen. Anhand eines erst kürzlich aufgefundenen Schlüsseldokumentes und einer ans Licht gekommenen Aussage des Kommandanten Höß zu deren Nutzungsdauer wurde eine Neubestimmung der Opferzahlen ermöglicht. Abgesichert wird diese These mit der Angabe, die Internierungen im Lager hätte nicht den von Piper dargestellten Umfang gehabt. Meyer reduziert die Anzahl der ins Lager Eingewiesenen von 1,3 Millionen auf 915.000 Menschen, indem er die Zahl der ungarischen Juden und der polnischen Juden niedriger veranschlagt.

[bearbeiten] Auschwitz ohne Gaskammer

Im Jahr 1968 gab die jüdische Historikerin Olga Wormser-Migot in ihrer Doktorarbeit über Das System nazistischer Konzentrationslager, 1933-1945[9] eine breite Darstellung von dem, was sie „Das Problem der Gaskammern“ nannte. (S. 541-544) Sie äußert darin ihre Skepsis zum Wert einiger berühmter Zeugenberichte, die das Bestehen von Gaskammern in Lagern wie Mauthausen oder Ravensbrück bekunden. Über Auschwitz I war sie jedoch kategorisch: dieses Lager, wo noch heute Touristen die angebliche Gaskammer besuchen, war in Wirklichkeit „ohne Gaskammer“. (S.157)

Dass es sich bei der den Touristen vorgeführten Gaskammer in Auschwitz, der einzigen, um einen Nachbau handelt, wurde von der Museumsleitung erst auf Druck der Revisionisten zugegeben. Diese machten darauf aufmerksam, dass die Ausstattung der Gaskammer völlig unpraktikabel gewesen wäre, z.B. sei die Tür völlig undicht und ihr großes Fenster aus einfachem Glas wäre von den Opfern eingeschlagen geworden. Im Januar 1995 schrieb der französische Historiker Eric Conan, daß Faurisson letztlich recht mit seiner in den späten 70er Jahren abgegebenen Erklärung gehabt hatte, wonach die bis dahin von Millionen Touristen besuchte Gaskammer in Auschwitz eine vollständige Fälschung sei. In einer führenden französischen Wochenzeitung äußerte sich Conan wie folgt: „Alles daran ist falsch. […] Ende der 70er Jahre schlachtete Robert Faurisson diese Fälschungen um so besser aus, als sich die Verantwortlichen des Museums scheuten, diese anzuerkennen.“[10] Heute befindet sich in der Gaskammer ein Hinweis, dass diese nie in Betrieb war, nicht jedoch, dass sie ein Nachbau ist.

[bearbeiten] Keine Vergasungen in Dachau, Bergen-Belsen und Buchenwald

Nach Kriegsende galt es irrtümlich als erwiesen, dass Juden im KZ Dachau in eigens dafür gebauten Gaskammern umgebracht wurden. Doch 1960 revidierte der langjährige Direktor des Instituts für Zeitgeschichte (IfZ) Martin Broszat die bis dahin "offenkundige" Version der Geschichte. In einem Leserbrief an "Die Zeit" stellte er lapidar fest:

"Weder in Dachau noch in Bergen-Belsen noch in Buchenwald sind Juden oder andere Häftlinge vergast worden. Die Gaskammer in Dachau wurde nie ganz fertiggestellt. Hunderttausende von Häftlingen, die in Dachau oder anderen Konzentrationslagern im Altreich umkamen, waren Opfer vor allem der katastrophalen hygienischen und Versorgungszustände."[11]

Damit räumte Broszat ein, daß Historiker, Journalisten und ehemalige KZ-Insassen 15 Jahre lang nichts anderes taten, als kritiklos die Märchen der Siegermächte nachzuplappern.

[bearbeiten] Kein Vernichtungsbefehl

1951 äußerte der Jude Léon Poliakov, der zur französischen Delegation beim Nürnberger Prozeß (1945-1946) gehört hatte, seine Erkenntnis, daß wir eine Unmenge von Dokumenten für alle Punkte der Geschichte des Dritten Reiches zu unserer Verfügung hätten, mit Ausnahme eines einzigen Punktes: des „Feldzugs zur Vernichtung der Juden“. Hierfür, schrieb er, „ist kein Dokument übriggeblieben, vielleicht hat es nie eines gegeben.“[12]

1961 hatte der Jude Raul Hilberg, die „Nummer Eins“ der orthodoxen Historiker, die erste Auflage seines großen Werkes Die Vernichtung der europäischen Juden herausgegeben; 1985 brachte er dann die die zweite Auflage heraus, eine gründlich revidierte und korrigierte Fassung. Der Unterschied zwischen den beiden Auflagen ist beträchtlich und kann nur durch die Reihe von Siegen erklärt werden, die in der Zwischenzeit von den Revisionisten errungen worden waren. In der ersten Auflage hatte der Verfasser kaltschnäuzig behauptet, daß „die Vernichtung der Juden Europas“ ins Werk gesetzt worden sei, nachdem Hitler zwei Befehle erteilt habe. Er gab weder deren Datum noch deren Wortlaut bekannt. Danach behauptete er, den politischen, verwaltungsmäßigen und bürokratischen Ablauf dieser Vernichtung im Detail erklären zu können. Zum Beispiel ging er so weit zu schreiben, daß die Vernichtung der Juden in Auschwitz von einem Amt organisiert wurde, das sowohl für die Desinfektion von Textilien wie auch für die Vernichtung von Menschen zuständig war. 1983 rückte Hilberg jedoch vollständig von dieser Behauptung ab und behauptete nun plötzlich, daß die „Vernichtung der Juden Europas“ letztendlich ohne Plan, ohne jede Organisation, ohne Zentralsteuerung, ohne Vorplanung, ohne Budget vonstatten gegangen sei, sondern mit Hilfe eines „unglaublichen Zusammentreffens der Gedanken, eines übereinstimmenden Gedankenlesens innerhalb eines weitgespannten Verwaltungsapparates“[13], der deutschen Bürokratie. Er bekräftigte diese Aussage mehrfach.

1992 erklärte Yehuda Bauer, Professor an der Hebräischen Universität von Jerusalem, auf einer internationalen Konferenz in London zum Völkermord an den Juden folgendes: „Die Öffentlichkeit wiederholt immer wieder, Tag für Tag, die dumme Geschichte, daß in Wannsee die Vernichtung der Juden beschlossen worden sei.“[14]

Dagegen gibt es ein Dokument, das besagt, daß Himmler wie Hitler eine Vernichtung der Juden ablehnten. Himmler, der dafür verantwortlich war, daß in den eroberten Gebieten die von Hitler gewünschte rassische Neuordnung durchgeführt wurde, zeigte sich unsicher über die Entwicklung der Dinge. In seiner Niederschrift für Hitler vom Mai 1940 findet sich die Überlegung, daß "die bolschewistische Methode der physischen Ausrottung eines Volkes aus innerer Überzeugung als ungermanisch und unmöglich" abzulehnen sei. Hitler vermerkt dazu am Rand: "Sehr richtig".[15]

[bearbeiten] Die Seriosität der Revisionisten

1988 schrieb Arno Mayer, ein amerikanischer Professor jüdischer Herkunft, der europäische Zeitgeschichte an der Princeton University lehrt, zum Thema der „Nazi-Gaskammern“: „Die Quellen zum Studium der Gaskammern sind selten und unzuverlässig zugleich“[16]. Damit bekräftigt er das Anliegen der Revisionisten, die um vollständige Aufklärung bemüht sind.

Im Text seines Urteils räumte Richter Gray im Prozeß gegen David Irving seine Überraschung ein: „Ich muß bekennen, daß ich – in Übereinstimmung, so nehme ich an, mit fast allen Menschen – angenommen hatte, daß der Beweis für die Massenvernichtung der Juden in den Gaskammern in Auschwitz zwingend sei. Ich bin jedoch von dieser vorgefaßten Meinung abgerückt, als ich das von den Parteien in diesem Verfahren vorgelegte Beweismaterial bewertete.“

[bearbeiten] Offizielle Geschichtsschreibung am Ende

Im Jahre 1979 unterzeichneten vierunddreißig französische Historiker eine ausführliche gemeinsame Erklärung in Beantwortung der technischen Argumente, die Faurisson herangezogen hatte um nachzuweisen, daß das Vorhandensein und die Verwendung von Nazi-Gaskammern auf fundamentale materielle Unmöglichkeiten stießen. In ihrer Erklärung haben die vierunddreißig Historiker wie folgt geantwortet: „Man darf sich nicht fragen, wie ein solcher Massenmord technisch möglich war. Er war technisch möglich, weil er geschah.“[17] Faurisson erklärt dazu, diese Antwort bedeute, sich um eine Antwort auf die gestellte Frage zu drücken. Wenn sich jemand auf diese Weise um die Beantwortung einer Frage drückt, geschieht das, weil er unfähig ist, diese zu beantworten.

Im August 1986 erklärte Michel de Bouärd, Geschichtsprofessor und Dekan der geisteswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Caen (Normandie), Mitglied des Institut de France und damaliger Leiter der Kommission für die Geschichte der Deportation im Zweiten Weltkrieg, der während des Krieges selbst als Widerstandskämpfer deportiert worden war, daß letztlich „die Akte faul ist“. Er betonte, daß die betreffende Akte, die also der Geschichte des Systems der deutschen Konzentrationslager – in seinen eigenen Worten – „durchsetzt“ sei von „einer Unmenge von frei erfundenen Geschichten, sturen Wiederholungen von Unwahrheiten, insbesondere hinsichtlich der Zahlen, von Vermengungen und von Verallgemeinerungen“[18] Auf die Studien der Revisionisten anspielend fügte er hinzu, daß es „außerdem sehr sorgfältig erstellte kritische Studien“ gebe, welche „die Albernheit jener Übertreibungen aufzeigen“[19] würden.

Im Jahr 2000 veröffentlichte Valérie Igounet am Ende ihres Buches Geschichte der Leugnung in Frankreich einen langen Text von Jean-Claude Pressac, an dessen Schluß dieser, der einer der härtesten Gegner der Revisionisten gewesen war, einen wahrhaftigen Kapitulationsakt vollzog. Denn er erklärt, die Worte von Professor Michel de Boüard übernehmend, daß die Akte über das System der Konzentrationslager „faul“ sei, und dies in unheilbarem Maße. Er schreibt: „Die gegenwärtige Form der Darstellung der Lagerwelt ist, obgleich triumphierend, dem Untergang geweiht.“ (651-652)

[bearbeiten] Greuelmärchen entlarvt

Es gibt viele Greuelmärchen um den Holocaust, die auch von der offiziellen Geschichtsschreibung als unwahr eingestuft werden. Dennoch kursieren viele Gerüchte über Verbrechen des Nationalsozialismus weiter. Das Resultat der restringierten Geschichtsforschung ist, dass Menschen lieber auch die abstrusesten Dinge über den Holocaust glauben, als zu wenig zu glauben und sich damit wohlmöglich strafbar zu machen.

Seife aus Häftlingsleichen

siehe: Seifenlüge

Schrumpfköpfe

Im Verfahren gegen Ilse Koch, die Witwe des Lagerkommandanten von Buchenwald, Karl Koch, präsentierte die amerikanische Anklagevertretung als Beweismittel einen Schrumpfkopf, der angeblich während des Krieges im KZ Buchenwald für die Sammlung der Kochs präpariert worden sei. Die Verteidigung ermittelte im ‚Automatischen Arrest‘ einen Völkerkundler, der den Schrumpfkopf begutachten sollte. Er meinte, nach seiner Auffassung müsse das Stück im oberen Teil der präparierten Luftröhre eine sechsstellige Nummer haben, denn es dürfte aus einem Völkerkundemuseum stammen. Seine Vermutung wurde bestätigt, und nach einem „klärenden Gespräch“ zwischen Verteidigung und Anklagevertretung wurde der „Beweis“ zurückgezogen.

Lampenschirme aus Menschenhaut

Kurzfristig beim Prozeß gegen Ilse Koch gezeigte Lampenschirme, die angeblich aus Menschenhaut stammen sollten, konnten hinsichtlich ihrer Herkunft nicht eingeordnet werden. Die Fotoalben der Familie Koch wurden von einigen noch heute lebenden Zeugen, die beim Nürnberger Gericht als Übersetzer und Stenographen arbeiteten, als billigste Kaufhausware ohne eine Spur von Menschenhaut erkannt. Im übrigen hatte der ehemalige SS-Richter Morgen im Jahre 1944 in einer Blitzaktion die Wohnung der Kochs sorgfältig durchsucht, wobei selbstverständlich keine Gegenstände wie Schrumpfköpfe, Lampenschirme aus Menschenhaut oder sonstwie Gegenstände, die aus menschlichen Teilen gefertigt worden wären, gefunden wurden. Die Behauptung, es hätte Lampenschirme aus Judenhaut gegeben, hat sich als haltlos herausgestellt.

Lebendverbrennung von Säuglingen

Auch die durch nichts belegte Behauptung von Pierre Weill[20], jüdische Säuglinge seien in den Krematorien lebendigen Leibes verbrannt worden, wurde durch die Revisionisten als Lüge entlarvt.

[bearbeiten] Holocaustleugnung in anderen Ländern

[bearbeiten] Arabische Staaten

In fast allen arabischen und islamischen Staaten ist die Holocaustleugnung nicht strafbar und als Teil einer antizionistischen Propaganda in den Medien häufig anzutreffen. Besonders in Ägypten, Syrien, Saudiarabien, dem Jemen und den Palästinensergebieten leugnen Teile der Bevölkerung und islamistische Gruppen den Holocaust.

Issam Sissalem, ein Historiker, der an der Islamischen Universität Gaza lehrt, sagte am 29. November 2000 in einer Fernsehsendung der palästinensischen Autonomiebehörde:

Am 27. April fangen die Wahnkarnevale in Israel an, was sie den Holocausttag nennen oder die »Verbrennung von sechs Millionen Juden« in den Öfen der Nazis. Der Holocaust ist nichts weiter als ein Märchen. Viele Historiker in der Welt haben diese erfundene Geschichte schon entlarvt.

Al Ahram, die auflagenstärkste Zeitung Ägyptens, kommentierte etwa am 13. März 2001:

Lügen sind über hier und dort ermordete Juden und den Holocaust ans Tageslicht gekommen... Kein Chelmno, kein Dachau, kein Auschwitz! Das waren Desinfektionsstellen [...] Sie [die Juden] begannen, ihre Propaganda zu veröffentlichen, dass sie verfolgt, ermordet und vernichtet worden seien [...] Hier und dort waren Ausschüsse tätig, um ... diese fremde Einheit [Israel] zu gründen, die als Krebs in unserem Land wuchert, wo unsere Väter lebten, wo wir leben und wo unsere Kinder nach uns leben werden. Sie haben sich immer als Opfer dargestellt, und sie gründeten ein Zentrum für Heldentum und Holocaust. Wessen Heldentum denn? Wessen Holocaust?

Wagaih Abu Sikri, Korrespondent der Zeitung Al-Akhbar, schrieb am 13. April 2001:

Wieder einmal taucht die Frage des Holocaust auf. Sie ist über ein halbes Jahrhundert lang nicht verschwunden, weil die zionistische Propaganda ihn in ein Mittel zur Erlangung politischer und wirtschaftlicher Vorteile umgewandelt hat, abgesehen davon, dass er zum Vorantreiben von Besetzung und Besiedelung genutzt wird (...)

Dazu berief er sich auch auf den Leuchter-Report:

In einem vor kurzem veröffentlichten Buch eines amerikanischen Forschers geht es um den Holocaust. Mit wissenschaftlichen und chemischen Nachweisen beweist es, dass die Zahl von sechs Millionen Juden, die im Nazilager Auschwitz eingeäschert worden sein sollen, eine Lüge zu Propagandazwecken ist, da selbst die geräumigsten Baracken im Lager nicht einmal ein Prozent dieser Anzahl hätten beherbergen können.

Al-Hayat AI-Jadida, die offizielle Tageszeitung der palästinensischen Autonomiebehörde, schrieb am selben Tag:

Die Juden haben das Märchen erfunden, nämlich die Massaker der Nazis gegen die Juden [...] Das zionistische Wesen ist ein Krebsgeschwür, das man herausschneiden muss.

Öffentlich als Holocaustleugner hervorgetreten sind auch Anführer der Hamas wie Abdel Aziz al-Rantissi und der amtierende Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Dieser schrieb 1983 eine Doktorarbeit über Die geheimen Beziehungen zwischen Nazismus und der Führung der Zionistischen Bewegung, in der er behauptete: Nicht sechs Millionen, sondern maximal 890.000 Juden seien in den nationalsozialistischen Lagern ermordet worden. Sie seien Opfer eines zionistisch-nazistischen Komplotts gewesen. Die Zionisten hätten den Holocaust gewollt, um ihn als Druckmittel zur Schaffung des Staates Israel zu verwenden.

2001 veranstalteten die Vereinigten Arabischen Emirate eine internationale Konferenz mit Gästen aus der europäischen und US-amerikanischen Revisionistenszene, um offiziell „Lügen und Übertreibungen zum so genannten Holocaust offen zu legen“. Die übrigen arabischen Regierungen haben solche Konferenzen in ihren Ländern, die die Holocaustleugnung öffentlichkeitswirksam inszenieren sollten, bisher jedoch untersagt. Kontaktversuche mit deutschen Holocaustleugnern waren nach deren Berichten nicht sehr erfolgreich. Auch konnte Germar Rudolf seine Absicht, eine seiner holocaustleugnenden Publikationen auf Arabisch übersetzen zu lassen und im Nahen Osten zu verbreiten, nicht verwirklichen.

[bearbeiten] Australien

Der in Deutschland geborene Philosoph Fredrick Toben ist ein führender Holocaustleugner Australiens. Er gründete und leitet das Adelaide Institute, das Holocaustleugnung betreibt. 1998 hielt er dort eine internationale Konferenz ab, an der auch der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate teilnahm. Toben repräsentiert aufgrund solcher Beziehungen ein Bündnis von Rechtsextremisten mit Islamisten, das in Australien wesentlich offener vorangetrieben wird und weiter fortgeschritten ist als bisher in Europa.

Im April 1999 wurde Toben wegen des Imports von holocaustleugnenden Schriften in Deutschland zu zehn Monaten Haft verurteilt, jedoch nicht sofort inhaftiert. Im Dezember konnte er in den Iran ausreisen, wo er drei Wochen lang holocaustleugnende Vorträge an Universitäten hielt. Die Teheran Times stellte ihn der iranischen Öffentlichkeit als „deutschen Forscher" vor. 2000 wurde er in einem Interview des iranischen Fernsehens zum Besuch des Papstes in Jerusalem befragt und sagte:

Die jüdischen Politiker benutzen den Holocaust und die Zahl der sechs Millionen Toten als Rechtfertigung, um die Palästinenser zu unterdrücken und Jerusalem als ihre ungeteilte Hauptstadt zu beanspruchen.

Im März 2001 sollte Toben an einer Konferenz der Holocaustleugner in Beirut teilnehmen, die jedoch von der libanesischen Regierung abgesagt und verboten wurde. Dies lastete er der „Feigheit“ derer an, die vor den Zionisten „auf die Knie“ gegangen seien. 2003 besuchte Toben erneut den Iran und bezeichnete Israels Politik in den besetzten Gebieten Palästinas als „zionistischen Holocaust“.

Auch manche liberalen und linksgerichteten Organisationen propagieren in Australien ungehemmt die Holocaustleugnung: so etwa die von John Bennett geführte Australian Civil Liberties Union (ACLU), die u. a. nationalsozialistische Wissenschaftstheorien wiederbelebt, indem sie z. B. Albert Einsteins Relativitätstheorie als „nie bewiesen“ in Zweifel zieht.

Seit 2000 wird bei Demonstrationen linksgerichteter Gruppen in Australien oft eine israelische Fahne gezeigt, die ein Hakenkreuz mit dem Davidsstern verbindet: Damit wird Israels Politik mit dem Nationalsozialismus gleichgesetzt. Diese Form der Holocaustrelativierung übernahmen teilweise auch gewöhnliche Medien: So veröffentlichte der Morning Herald – eine große Tageszeitung in Sydney – im selben Jahr eine Karikatur, die die Westbank mit dem Warschauer Ghetto verglich. 2003 zeigte das linke Melbourne Underground Film Festival Filme über die israelische Besatzung Palästinas zusammen mit Filmen der Holocaustleugner David Irving und Robert Faurisson. Deren Artikel oder Aufsätze wurden in linksradikalen Magazinen wie Nexus teilweise nachgedruckt.

[bearbeiten] Belgien

Zu den frühen Holocaustleugnern Belgiens zählt der ehemalige Offizier der Waffen-SS Léon Degrelle, Führer der belgischen Partei der Rexisten.

1985 gründeten die Brüder Herbert und Siegfried Verbeke die „Stiftung" Vrij Historisch Onderzoek (VHO) in Antwerpen. Siegfried Verbeke war Aktivist der neonazistischen Organisation Vlaams Militante Order, bis diese als terroristische Vereinigung verboten wurde. Bis 1998 gab Herbert Verbeke, danach Germar Rudolf regelmäßig die „Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung" als Zeitschrift der VHO heraus. Diese arbeitet eng mit dem amerikanischen Committee for Open Debate on the Holocaust (CODOH) zusammen, das von Bradley Smith und Mark Weber, dem heutigen Leiter des kalifornischen Institute for Historical Review (s. u.) gegründet wurde.

Die VHO hat sich die Verbreitung aller in Deutschland beschlagnahmten und verbotenen Veröffentlichungen von Holocaustleugnern zur Aufgabe gemacht und ist seit 1997 auch mit eigenen Webseiten im Internet vertreten. Sie wurde 2002 von den belgischen Behörden verboten, betreibt ihre Webseite jedoch bis heute weiter: Formell ist diese im Besitz des britischen Verlags Castle Hill Publishers mit Sitz in Hastings, der auch den Buchversand für die VHO übernimmt.

Das Amtsgericht Starnberg ließ 1999 die VHO-Schrift Antwort auf die Goldhagen- und Spielberglügen beschlagnahmen, weil darin mit Bezug auf den Leuchter-Report der Holocaust geleugnet wurde. Daraufhin verbreitete die VHO ein Flugblatt mit dem Titel Holocaust und Revisionismus. 33 Fragen und Antworten zum Holocaust. Es fasste die wichtigsten Behauptungen der Holocaustleugner zusammen und warb für ihre Publikationen; dazu verteilte die VHO seit 2000 auch bestimmte Aufkleber, die u. a. in Baden-Württemberg auftauchten.

[bearbeiten] Frankreich

Mit dem einflussreichen Buch Das Drama der Europäischen Juden von Paul Rassinier (1964) begann die spezifisch französische Variante der Holocaustleugnung, der Negationismus. Rassinier behauptete, der Holocaust sei eine von Zionisten, Alliierten und Sowjets geschaffene Propagandalüge, um den Staat Israel durchzusetzen. Er war bekennender Antisemit, Sozialist, ausgebildeter Historiker und ehemaliger KZ-Häftling des KZ Buchenwald.

Im Umfeld des Pariser Buchladens La Vieille Taupe etablierte sich in den 1960ern eine linksextremistische Szene mit Vertretern wie Pierre Guillaume, Jeune Taupe und Gruppen wie La Guerre Sociale und Revolution Sociale, die den Holocaust vor allem wegen seiner zionistischen Instrumentalisierung in Frage stellten. Bis 1980 wurde der Laden zu einem Hauptumschlagplatz für holocaustleugnende Schriften in Europa.

Neben Robert Faurisson gehören eine Reihe meist rechtsextremer, häufig der Front National nahestehende Politiker und Autoren zu Frankreichs Holocaustleugnern, darunter:

Auch Darquier de Pellepoix leugnete später die Judenvernichtung, an der als „Generalkommissar für jüdische Fragen“ des Vichy-Regimes ihm Mitwirkung vorgeworfen wurde. Er war nach 1945 als Kollaborateur der Nationalsozialisten zum Tod verurteilt worden, aber nach Spanien geflohen, wo er unbehelligt lebte. Am 2. Oktober 1978 zitierte L'Express ihn mit dem Satz: In Auschwitz sind nur Flöhe vergast worden.

Eine Sonderrolle nimmt Roger Garaudy ein, ein früherer prominenter Marxist und Protagonist der französischen 68er, die sich vom Stalinismus abgrenzten. Er trat 1982 dem Islam bei und tritt seitdem mit antizionistischen Schriften hervor, in denen er den Holocaust zu den „Gründungsmythen des Staates Israel“ zählt. Er wurde deshalb 1998 verurteilt. Basis dafür war wie bei weiteren der o. g. Personen das Fabius-Gayssot-Gesetz vom 13. Juli 1990, das offenen Rassismus und Antisemitismus unter Strafe stellt.

Als Bindeglied vor allem zwischen deutschen, belgischen und französischen Holocaustleugnern fungierte die inzwischen gesperrte französische Webseite der Organisation AAARGH (Association des Anciens Amateurs de Récits de Guerre et d'Holocauste); deren Inhalte werden heute von der belgischen VHO weiterverbreitet.

[bearbeiten] Iran

Der Iran hat seit dem Regierungswechsel zu dem Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad im August 2005 einen scharfen Abgrenzungs- und Konfrontationskurs zum Westen eingeschlagen. In diesem Zusammenhang haben sich der Präsident wie auch andere Regierungsmitglieder und hochrangige iranische Politiker mit Holocaustleugnung bei ihren Anhängern und der arabischen Öffentlichkeit zu profilieren versucht. Am 8. Dezember 2005 sagte Ahmadinedschad in einer Rede im saudiarabischen Mekka laut der amtlichen iranischen Nachrichtenagentur IRNA:

Einige europäische Länder pochen darauf, dass Hitler Millionen unschuldiger Juden in Öfen getötet hat und sie pochen darauf so sehr, dass sie jeden verurteilen und ins Gefängnis werfen, der etwas Gegenteiliges beweist. Wir akzeptieren diese Behauptung nicht. Aber wenn wir davon ausgehen, dass sie wahr ist, dann haben wir folgende Frage an die Europäer: Ist die Tötung unschuldiger jüdischer Menschen durch Hitler der Grund für eure Unterstützung für die Besatzer Jerusalems?

Im iranischen Fernsehsender al-Alam forderte er zudem von Deutschland und Österreich die Abtretung von Gebieten an die Bevölkerung Israels, um damit einen zionistischen Staat in Europa zu schaffen. Damit knüpfte er an Erklärungen im Oktober 2005 an, wonach das zionistische Regime Israels als „Krebsgeschwür“ „von der Landkarte gewischt“ (wiped off the map) werden müsse.

Am 14. Dezember 2005 hielt er in Zahedan vor Tausenden Zuhörern eine vom staatlichen Nachrichtensender Khabar direkt übertragene Rede. Darin hieß es laut englischer Wiedergabe der Nachrichtenagentur Reuters, die IRNA zitierte:[21]

Wenn die Europäer mit der Behauptung die Wahrheit sagen, sie hätten sechs Millionen Juden im Holocaust während des Zweiten Weltkriegs getötet – was so aussieht, als ob sie Recht haben, denn sie bestehen darauf und inhaftieren jene, die diese Behauptung bestreiten –, warum sollten die Palästinenser für dieses Verbrechen bezahlen? Warum sind sie in das Herz der islamischen Welt gekommen und begehen Verbrechen gegen die lieben Palästinenser mit ihren Bomben, Raketen und Sanktionen? ... Wenn ihr die Verbrechen begangen habt, dann gebt ihnen [den Israelis] ein Stück eures Landes irgendwo in Europa oder Amerika und Kanada oder Alaska, damit sie dort ihren eigenen Staat aufbauen.

Damit hat sich erstmals ein Staatsführer öffentlich eine Argumentationen europäischer Holocaustleugner zu eigen gemacht. Dies löste internationale Bestürzung, Empörung und Proteste seitens der UNO, der Europäischen Union und der USA aus. Der israelische Staatspräsident Ariel Sharon forderte dazu auf, den Iran wegen Verletzung der UN-Charta aus der UNO auszuschließen. Die israelische Menschenrechtsgruppe Civil Coalition hat den iranischen Präsidenten am 22. Februar 2005 wegen Holocaustleugnung vor dem Bundesgerichtshof angezeigt.

Am 16. Januar 2006 gab die iranische Regierung den Plan bekannt, eine internationale Konferenz zum Thema Holocaust in Teheran einzuberufen, zu der Holcocaustleugner aus aller Welt eingeladen werden sollen. Die Bundesbehörden haben Horst Mahler den Reisepass für fünf Jahre entzogen, um ihn an Straftaten im Ausland zu hindern, die das Ansehen der Bundesrepublik nachhaltig beschädigen würden.

In einem am 31. Mai 2006 veröffentlichten SPIEGEL-Interview [22] bekräftigte Ahmadinedschad auf Nachfragen seine Zweifel am Holocaust: Er frage, ob dieser wirklich geschehen sei und wenn ja, wer die Verantwortung dafür trage. Warum ist es nicht erlaubt, über eine Tatsache zu forschen, die vor 60 Jahren passiert ist? Er verknüpfte dieses angebliche Verbot der Holocaustforschung mit Thesen, das deutsche Volk werde seit 60 Jahren mit unberechtigten Schuldvorwürfen „erniedrigt“, gezwungen, den Zionisten zu dienen und noch 100 Jahre Reparationen an Israel zu zahlen, obwohl die Generationen seit 1945 nicht am Holocaust schuldig seien. Es gebe in der westlichen Geschichtsforschung zwei konträre Meinungen zum Holocaust: Eine Minderheitsposition werde von bekannten „Historikern“ in Großbritannien, Deutschland, Frankreich und Australien vertreten. Er nannte ihre Namen nicht, bestritt aber auch nicht, dass die Personen gemeint waren, die die Interviewer daraufhin erwähnten: David Irving, Ernst Zündel, George Theil, Horst Mahler. Ahmadinedschads Argumentation geht davon aus, dass ein ergebnisoffener Geschichtsrevisionismus zum Holocaust denkbar sei und unterstellt der westlichen Geschichtsforschung implizit eine 60-jährige bewusste Fehldeutung und Unterdrückung von Tatsachen. Egal wie deren erneute Überprüfung ausfiele, steht für ihn fest, dass Israels Existenz in Palästina illegitim ist, da sie entweder durch Schuldverschiebung oder Geschichtsfälschung auf Kosten der Palästinenser zustande gekommen sei. Dies ist aus seiner Sicht ein weiteres Verbrechen in der Tradition „westlicher Gewaltkultur“, also eine Fortsetzung des bzw. der eigentliche Holocaust.

Am 10. und 11. Dezember 2006 fand eine Holocaust-Konferenz unter dem Titel „Überprüfung des Holocausts: Globale Vision“ in Teheran statt. Dazu eingeladen hatte das iranische Institut für Politische und Internationale Studien (IPIS); organisiert hatte die Veranstaltung der Islamist Mohammad-Ali Ramin (*1954), Hochschuldozent und Vorsitzender der „Gesellschaft für die Vertretung der Rechte muslimischer Minderheiten im Westen“. Ramin sieht die „Holocaust-Story“ als „Vorwand für die Entstehung des verbrecherischen israelischen Regimes“. Er ist enger Freund von Ahmadinedschad, lebte und studierte 17 Jahre lang in der Bundesrepublik und gründete 1988 im niedersächsischen Clausthal-Zellerfeld den Verein „Islamische Gemeinschaft in Clausthal“, der alle Menschen zur Auflehnung gegen „...die Unterdrückungsmaschinerie dieser Erde, angeführt von den Zionisten und der USA ...“ aufrief.

Konferenzteilnehmer waren 67 Holocaustleugner, Revisionisten und Islamisten aus 30 Staaten, darunter Italien, Belgien, Portugal, England, Jordanien, Indonesien, Bahrain, Pakistan, Russland, Japan, Kenia, Malaysia, Marokko, Ägypten und Nigeria. Aus Deutschland waren u.a. die NPD-Mitglieder Carsten Bormann, Benedikt Frings, Markus Haverkamp, Arnold Höfs, Herbert Hoff angereist sowie Peter Töpfer, Mitherausgeber der rechtsextremen Zeitschrift „Sleipnir“. Töpfer hielt am zweiten Konferenztag eine Rede und beklagte in einem Interview mit dem iranischen Rundfunk (IRIB), dass Revisionisten in Deutschland „auf eine ganz schreckliche und schlimme Art und Weise“ verfolgt würden. Hoff präsentierte sein holocaustleugnendes Buch Faktenspiegel. Adolf Hitler und die Demokraten. Tatsachen-Zusammenhänge, das der „Vertriebsdienst Nation Europa“ verkauft. Höfs und Haverkamp vertraten den von Horst Mahler 2003 gegründeten Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten (VRBHV). Dessen Vorsitzender, der Schweizer Bernhard Schaub, hielt eine Rede über die „Lüge von den sechs Millionen vergasten Juden“. Aus Österreich nahmen der 85-jährige Herbert Schaller, Anwalt u.a. von Ernst Zündel, Wolfgang Fröhlich, wegen NS-Wiederbetätigung vorbestrafte ehemaliger FPÖ-Bezirksrat, und Hans Gamlich, Autor in der FPÖ-nahen Wochenzeitung „Zur Zeit“, teil.

Aus Australien waren Fredrick Toben und zwei seiner Mitarbeiter, Richard Krege und Mohammed Hegazi, vom Adelaide Institut gekommen. Aus Frankreich kamen Serge Thion, Robert Faurisson und Georges Theil, beide wegen Holocaustleugnung vorbestraft. Theil bezeichnete den Holocaust in Teheran als „große Lüge“. Aus Dänemark kam Christian Lindtner, Autor der „Vierteljahreshefte für freie Geschichtsforschung“. Aus Schweden kam Jan Bernhoff, der im August am Karikaturenwettbewerb teilgenommen hatte. Aus den USA waren David Duke als Redner eingeladen, früher im Ku Klux Klan, heute Vorsitzender der rassistischen European-American Unity and Rights Organisation, sein Gefolgsmann George Kader, ein gebürtiger Ungar und „Europa-Statthalter“ der antisemitischen Zeitung „American Free Press“ (AFP), deren Redakteur Michael Collins Piper sowie Bradley Smith als Mitgründer des Committee for Open Debate on the Holocaust (Codoh).

Aufsehen erregte die Teilnahme von fünf ultra-orthodoxen Rabbinern von der 1938 in Jerusalem gegründeten antizionistischen Sekte Neturei Karta („Wächter der Stadt“) aus New York, London und Wien, die den „zionistischen Staat“ Israel bekämpft. Sie wurden vom iranischen Staatschef nach der Konferenz persönlich empfangen. Darunter war auch der Wiener Moishe Friedman, regelmäßiger Interviewpartner für Blätter wie „Die Aula“, „Der Eckart“ und die „National-Zeitung“.

Ahmadinedschad forderte in seiner Abschlussrede am 13. Dezember 2006 ausdrücklich die „Abschaffung“ des jüdischen Staates und Bildung einer Kommission zur weiteren Prüfung des Holocaust. Am selben Tag wurde daher die „Internationale Stiftung zur Untersuchung des ‚Holocausts‘“ (ISUH) mit Teheran als Sitz gegründet. Offiziell vorgesehen ist, die Büros nach Berlin zu verlegen, „sobald das Terrain dafür bereitet sein wird“. Zum Leitungskommitee gehören Ramin als Generalsekretär und Lindtner, Michele Renouf, Schaub, Thion und Toben. Ähnliche Komitees sind für viele Staaten geplant; als Mitarbeiter werden Holocaustleugner aller Länder angeworben, so der in Russland lebende Schweizer Jürgen Graf. Stiftungsaufgaben sind:

  • Bildung einer „internationalen Untersuchungskommission“ in Bezug auf den „Holocaust“
  • „Gründung einer internationalen Rechtskommission zur Festsetzung von Strafmaßnahmen für die eventuellen Schuldigen des ‚Holocausts‘, für den Fall, dass sich der ‚Holocaust‘ als Lüge erweist, Bestrafung der Falschbehaupter und Festlegung der Reparationen für die bisher zu Unrecht Verurteilten“
  • Vorbereitung der nächsten internationalen Holocaustleugnerkonferenz.

[bearbeiten] Italien

1960 veröffentlichte der zeitweilige Führer der italienischen Kommunistischen Partei, Amadeo Bordiga, das Buch Auschwitz ou le grand alibi („Auschwitz oder das große Alibi“). Darin leugnete er den Holocaust nicht direkt, sondern relativierte seine Ursachen. Er sah sich als antiimperialistischer Sozialist und stellte die sechs Millionen ermordeten Juden in den Kontext von 50 Millionen Toten des Zweiten Weltkriegs. Dafür machte er weniger den Nationalsozialismus als den Kapitalismus verantwortlich. Als strenger Kritiker des Stalinismus verglich er die deutschen Kriegsverbrechen mit denen der Anti-Hitler-Koalition, die nicht weniger grausam gewesen seien.

Seit der Rechtskoalition unter Silvio Berlusconi haben sich auch in Italien Bestrebungen gezeigt, rechtsextremen europäischen Geschichtsrevisionismus mit dem Islamismus stärker zu vernetzen, wobei die Israelfeindschaft das entscheidende Bindeglied ist. Im Dezember 2001 trafen sich ungestört von Staatsbehörden und weitgehend unbeachtet von westlichen Medien in Triest dazu einige der international bekanntesten Holocaustleugner zu einer zweitägigen Konferenz. Das Treffen wurde organisiert, nachdem die geplante Konferenz im Libanon im März 2001 dort kurzfristig verboten worden war. Vorbereitet wurde es von der Vereinigung Nuovo Ordine Nazionale unter Angelo Cauter, der für Nordost-Italien zuständige stellvertretende Sekretär des Movimiento Fascismo e Libertà.

An dieser Konferenz nahmen teil:

  • der australische Holocaustleugner Frederick Toben,
  • die US-amerikanischen Revisionisten Russ Granata und Robert Countess,
  • der marokkanische Islamist Ahmed Rami. Er lebt seit 1973 in Schweden und gründete dort den Kurzwellensender Radio Islam, der die Zusammenführung von Rechtsextremismus und Islamismus propagiert. Dafür wurde er bereits einmal sechs Monate inhaftiert. Nach seiner Freilassung trieb er umso intensiver die Vernetzung westlicher, russischer und islamistischer Rechtsextremisten und Holocaustleugner voran, auch mit einem Internetportal.

Die Redner versuchten gemeinsam, die Terroranschläge am 11. September 2001 in den USA für ihre revisionistischen Ziele auszunutzen: Ohne die amerikanische Unterstützung Israels, so der Gesamttenor, hätte es keine solchen Anschläge gegeben. Der »angebliche Holocaust« liefere nur die Rechtfertigung für die proisraelische Haltung der US-Regierung. Die islamischen und arabischen Staaten müssten daher die Forschungsarbeit der Revisionisten an ihren Universitäten gebührend […] beachten und fördern.

[bearbeiten] Japan

In Japan ist mit dem Fall Marco Polo eine besondere Form der Holocaustleugnung aufgetreten. Es begann 1995 mit einem im Februarheft des japanischen Monatsmagazins „Marco Polo“ (fortan MP) abgedruckten Artikel, in dem der wenig bekannte Arzt Nishioka Masanori behauptete, dass alle Zeugnisse der Gaskammern im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau von den Alliierten produziert worden seien und es keinen ursprünglichen Plan zur Vernichtung der Juden gegeben hatte. Nachdem ausländische Medien über diesen Artikel berichteten, wurde das Verlagshaus Bungei Shunjū, welches MP publizierte, von jüdischen Vereinen und anderen Gruppen heftig angegriffen. Als Folge dieser Attacken erwogen viele Unternehmen, die Anzeigenaufgabe bei allen Publikationen von Bungei Shunjū einzustellen. Als Folge rief der Verlag alle im Handel befindlichen Magazine zurück. Außerdem wurde MP selbst eingestellt und der Hinauswurf der für den Artikel verantwortlichen Personen veranlaßt, darunter der Präsident des Verlages und der Chefredakteur von MP.

Der Autor erklärte, im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau habe es keine Gaskammern gegeben und es hätte auch keinen Plan gegeben, die Juden zu vernichten. Um dies zu beweisen, führt er folgende Argumente an:

  1. Die Kammer im Konzentrationslager, die als Gaskammer bezeichnet wird, habe keine Vorrichtung um darin mit Gas Menschen zu töten. Sie habe z. B. keinen Ventilator und keine Anlage, das Gas Zyklon B zu heizen.
  2. Die Endlösung habe nicht die Vernichtung der Juden bedeutet, sondern die Umsiedlung der Juden. Es gebe keine Beweise über die Vernichtung der Juden, aber Beweise für eine geplante Umsiedlung.

Er zog den Schluß, dass das Konzentrationslager nicht für den Mord an den Juden vorgesehen gewesen sei. Es habe nur der Vorbereitung zur Umsiedlung der Juden gedient. Später hätten die Alliierten, vor allem die aus kommunistischen Ländern, absichtlich aus dem Lager zur Vorbereitung der Umsiedlung ein Vernichtungslager gemacht.

Bevor die den Artikel enthaltenden Zeitschriften verkauft wurden, hatten europäische Medien über den Inhalt dieses Artikels berichtet. Am 25. Januar schrieb Uwe Schmitt, ein Korrespondent der FAZ in Tokyo, einen diesen Artikel vorstellenden Text, der diese Holocaust-Kritik außerhalb Japans bekannt machte.

Ende Januar protestierte das Simon Wiesenthal Center in Los Angeles, eine jüdische Organisation, gegen den Artikel und forderte Unternehmen auf, in Publikationen des Bungei-Shunjū-Verlages keine Anzeigen mehr zu schalten. Aufgrund dieser Maßnahme des Centers wurde der Verlag zu einer öffentlichen Entschuldigung und zur Kündigung der den Artikel betreffenden Angestellten gezwungen. Als Folge wurden der Verlagsleiter Tanaka Kengo und der Chefredakteur Hanada Kazuyoshi von ihren Posten entbunden und die Redaktionsmitglieder von MP wurden zu einer Teilnahme an einem "Seminar" im "Wiesenthal Center" und einer Exkursion nach Auschwitz gezwungen. Alle bereits im Buchhandel befindlichen Exemplare von MP wurden am 27. Januar (an diesem Tag konnte man das Magazin kaufen) aus dem Buchhandel zurückgerufen, MP selbst wurde auch eingestellt und damit bewiesen daß auch in Japan die Freiheit der Wissenschaft hinter jüdischen Interessen rangiert.

Auch nachdem das Ereignis abgeschlossen war, ging die Diskussion über den Fall weiter. Einer der wichtigsten Streitpunkte war dabei die Pressefreiheit. Der Boykottaufruf des Wiesenthal Centers und die folgenden Maßnahmen des Bungei-Shunjū-Verlages wurden kritisiert. Der Verlag sei durch den Boykott, also durch Gewalt, zu den Maßnahmen gezwungen worden. Gemäßigte Kritiker wie Otsuki Takahiro und Yasuhara Ken äußerten, dass MP mit dem Artikel Nishiokas und gleichzeitig zusammen auch mit Artikel, die dagegen argumentierten, hätte publiziert werden sollen.

Andererseits kritisierte aber Suga Hidemi, ein Literaturkritiker, mit Bezug auf die Diskussion zwischen Hayden White und Carlo Ginzburg den Streitpunkt der Pressefreiheit wie oben selbst. Seiner Ansicht nach ist das Gesetz der Pressefreiheit nicht neutral, sondern nichts anderes als ein Platz für den politischen Streit und deshalb kann in Japan, wo Holocaust politisch kein wichtiges Problem war, im Namen der Pressefreiheit die Holocaust-Leugnung auftreten.

[bearbeiten] Österreich

In Österreich aktive Holocaustleugner mit engen Beziehungen zu deutschen Rechtsextremisten sind u.a.

[bearbeiten] Schweiz

Ein in der Schweiz und Deutschland aktiver Holocaustleugner ist der Schweizer Bernhard Schaub (*1954 in Bern). Er veröffentlicht u. a. unter seinen Pseudonymen Hans Herzog und E. Wolff. Großes Aufsehen erregte sein Oktober 1992 im Selbstverlag herausgegebenes Buch Adler und Rose.

Ein weiterer als Volksverhetzer verurteilter Schweizer Holocaustleugner ist der o. g. Jürgen Graf, der sich der Haft durch Flucht nach Russland entzogen hat.

[bearbeiten] Spanien

Die spanischen Holocaustleugner stehen durchweg den Neonazis im Umfeld der CEDADE (Circulo Español de Amigos de Europa: „Spanischer Kreis von Freunden Europas“) nahe. Diese Gruppe wurde 1965 in Barcelona von Santiago Varela Geiss und Ramón Bau gegründet. Sie diente vielen in Deutschland von Strafverfolgung bedrohten ehemaligen SS-Angehörigen wie Otto Skorzeny, belgischen Sympathisanten des Nationalsozialismus wie Léon Degrelle und spanischen Francisten nach Francos Tod als Rückzugsort.

Die CEDADE hatte etwa 1500 Mitglieder und gab sich lange als reiner Kulturverein aus, der Vegetarismus, Abstinenz, Nichtrauchen und Naturschutz propagierte. Doch ein Hauptanliegen neben der Ausbildung von Funktionären nach dem erklärten „Vorbild der NSDAP“ und Eintreten für ein „Europa der weißen Rasse“ ist für sie der Kampf gegen die „Auschwitzlüge“ und „jüdische Weltherrschaft“. Ihre gleichnamige Zeitschrift diente als Kontaktbörse und Versandhandel für Rechtsextremisten in ganz Europa; der Neonazi Erhard Kemper war lange der deutsche „Korrespondent“.

Einige CEDADE-Mitglieder wurden 1987 wegen eines gemeinsamen Attentats mit Todesfolge auf den Franzosen Robert Caplane verurteilt; der Beteiligte Javier Rovira-Llor wurde zu 34 Jahren Haft verurteilt.

1989 richtete die CEDADE zum 100. Geburtstag von Adolf Hitler einen Nazi-Aufmarsch in Madrid aus; 1992 lud sie zu einem internationalen Treffen neonazistischer Jugendgruppen auch Manfred Roeder als Schulungsredner ein. Bei einem „Kongress über Meinungsfreiheit“ im selben Jahr leugneten geladene Experten wie Gerd Honsik, Ernst Zündel, Thies Christophersen, Gaston A. Amaudruz (Schweiz), Léon Degrelle, der Argentinier Horacio Punset sowie erneut Manfred Roeder den Holocaust. Im Gegenzug nahm Pedro Varela an jährlich wiederkehrenden Neonazi-Aufmärschen in Wunsiedel zum Todestag von Rudolf Heß teil.

1993 wurde der CEDADE offiziell aufgelöst, doch ihre Mitglieder setzten ihre Aktivitäten u. a. bei der Partido Popular und im Proyecto IES (Instituto de Estudios Sociales, Políticos y Económicos) in Madrid fort.

Pedro Varel, lange Leiter der Gruppe, betreibt heute die Druckerei „Nothung“ und die Buchhandlung „Europa“ in Barcelona, die auf Schriften von Holocaustleugnern spezialisiert sind. Dort wurden 1996 über 7000 Werke rechtsextremen Inhalts, vorwiegend in deutscher Sprache, beschlagnahmt. Von dort aus wurden enge Kontakte mit anderen rechtsextremistischen Gruppen wie der Faisceaux Nationalistes Européens in Frankreich, dem portugiesischen Ordem Nova und entsprechenden Gruppen in Ecuador, Uruguay und Bolivien gepflegt.

Spanien war lange Zeit auch Fluchtort für alte und neue Nazis aus anderen europäischen Staaten, die dort strafrechtlich verurteilt waren, so z. B. ab 1994 bis zu seinem Tod für den ehemaligen Wehrmachtsoffizier Otto Ernst Remer.

[bearbeiten] Türkei

In der Türkei hat namentlich der Autor Adnan Oktar, der unter dem Pseudonym Harun Yahya schreibt, den Holocaust leugnende Schriften verfasst.

[bearbeiten] USA

In den USA finden sich häufiger selbst an Universitäten Historiker, die die Verantwortlichkeiten für den Zweiten Weltkrieg umdeuten und in diesem Zusammenhang auch die dogmatischen Opferzahlen des Holocaust kritisch betrachten, seine Ursachen anders bewerten und Existenz oder Zweck der Gaskammern in Frage stellen. Dies gestattet ihnen die dortige Gesetzgebung, die die undogmatische Holocaustforschung durch das Recht auf freie Meinungsäußerung deckt.

Harry Elmer Barnes war ein anerkannter Historiker für die Zeit zwischen den Weltkriegen, wandelte sich aber nach 1945 zunehmend zu einem freien Geist, der die Begründungen für den Kriegseintritt der USA als reine Propaganda erkannte. In diesem Zusammenhang begann er ab etwa 1970, auch "den Holocaust" zu relativieren. Auf ihn beriefen sich später "Ketzer" wie James J. Martin (1916 – 2004) und der US-Kriegsveteran Willis Carto, auch um unter US-Historikern Gehör zu finden.

Das 1978 von dem britischen Rechtsextremisten David McCalden und Willis Carto gegründete kalifornische Institute for Historical Review gilt als „Denkfabrik“ des Geschichtsrevisionismus mit internationaler Wirkung, da es sich um Vernetzung der kritischen Holocaustforscher bemüht. Es ist ein Forschungszentrum aus, vergibt aber keine Forschungsaufträge und gibt keine von der offiziellen Wissenschaft anerkannten Publikationen heraus. Es ist seit 1979 Veranstaltungsort für Kongresse, auf denen freie Forscher ihre neuesten Bücher vorstellen und sich untereinander austauschen. Zu den US-amerikanischen Autoren, die dort regelmäßig auftraten oder noch auftreten, gehören:

Als ausländische Gäste treten dort zudem fast alle der oben aufgeführten europäischen sowie islamistische Holocaustkritiker wie Ahmed Rami oder der Jordanier Ibrahim Alloush auf.

1979 erregte das Institut mit einer Belohnung von 50.000 Dollar Aufsehen, die es demjenigen zu zahlen versprach, der die Gaskammern von Auschwitz schlüssig beweisen könne. Nachdem der Auschwitzüberlebende Mel Mermelstein diesen Beweis nach juristisch gültigen Kriterien mit Sachdokumenten, einem "beglaubigten" eigenen Augenzeugnis und "Tätergeständnissen" führte, weigerte das Institut sich dennoch, ihm die Summe auszuzahlen. Es wurde daraufhin von Mermelstein erfolgreich verklagt und mußte an ihn 1985 90.000 Dollar zahlen. Das oberste kalifornische Gericht erklärte im Prozess "den Holocaust" zu einem "unbestreitbaren Fa