Mölzer, Andreas

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Andreas Mölzer

Andreas Mölzer (Lebensrune.png 2. Dezember 1952 in Leoben) ist ein deutscher Publizist aus Österreich und ehemaliger Abgeordneter im EU-Parlament. Der Korporierte ist geschieden und wiederverheiratet, hat fünf Kinder und lebt in Annenheim am Ossiacher See in Kärnten. Er wird dem deutschnationalen Flügel der FPÖ zugerechnet. Der frühere Chefideologe bezeichnet sich selbst als „nationalliberalen Kulturdeutschen“.

Im März 2014 stellte Mölzer mutig und richtungsweisend fest, daß die EU doch eine Diktatur sei, dagegen sei „das Dritte Reich wahrscheinlich formlos und liberal“ gewesen. Hierfür erntete er von Linken und Juden viel Kritik, aber aus der Mitte des Volkes auch viel Lob, da er in einer Gesellschaft mit dem Anspruch einer Meinungsfreiheit von dieser Gebrauch machte. In einem Interview mit der Tageszeitung „Österreich“ erklärte er am Sonntag, den 23. März 2014: „Ich habe einen generellen Vergleich mit den Regimes im 20. Jahrhundert gemacht. Und es ist so: Diese Diktaturen hatten weniger Regeln als die EU.“ Von einem von den Systemmedien hysterisch geforderten Rücktritt will er nichts wissen, eine Entschuldigung lehnt er ebenfalls ab: „Das habe ich schon immer gesagt und das lasse ich mir nicht verbieten.“ Dennoch verzichtete er auf eine erneute Kandidatur für einen Platz im EU-Parlament.

Biografie

Andreas Mölzer wurde 1952 als Sohn von Sepp und Hermine Mölzer in Leoben (Steiermark) geboren, besuchte von 1959 bis 1963 die Volksschule in Trofaiach, ab 1963 Gymnasien in Liebenau und in Knittelfeld wo er 1971 maturierte. 1971/72 absolvierte er seinen Präsenzdienst beim österreichischen Bundesheer. An der Karl-Franzens-Universität Graz begann Mölzer 1973 das Studium der Rechtswissenschaften, wechselte nach der Zweiten Staatsprüfung aber 1975 zu Geschichte und Volkskunde. Während dieser Zeit war er bei der schlagenden Studentenverbindung „Corps Vandalia'“' aktiv. Er ist heute Vorsitzender der Vereinigung der Alten Herren des Corps Vandalia. Ab 1978 arbeitete er als Studienassistent am Institut für europäische und vergleichende Rechtsgeschichte sowie am Institut für österreichische Rechtsgeschichte, ehe er die Universität 1980 ohne Abschluß verließ und seine Tätigkeit als Publizist aufnahm.

Von 1983 bis 1990 war er Mitglied der Schriftleitung des Monatsmagazins Die Aula der Freiheitlichen Akademikerverbände der FPÖ, zugleich war er, in der Nachfolge Jörg Haiders, von 1984 bis Ende 1990 Chefredakteur der FP-Wochenzeitung Kärntner Nachrichten, wo er auch zum Anhänger Haiders (seit 1983 Landesparteiobmann der FPÖ-Kärnten, ab 1986 Obmann der Bundes-FPÖ) wurde.

1990 wurde er Chef des Freiheitlichen Bildungswerks, geschäftsführender Gesellschafter des „Instituts für Sozialpolitische Studien“/Edition K3, Verlags- und Beratungs-GmbH und Vorsitzender der freiheitlichen Parteiakademie (bis 1994). Von 1991 bis 1993 bekleidete Mölzer als Kärntner Abgeordneter im Bundesrat erstmals ein politisches Amt.

Mitte der Neunziger kam es zum Bruch mit Haider. Mölzer wandte sich wieder der Publizistik zu, wurde 1995 Chefredakteur der Österreich-Ausgabe der Jungen Freiheit und ist seit 1997 Mitherausgeber und Chefredakteur der daraus hervorgegangenen und von ihm mitgegründeten deutschnationalen Wochenschrift Zur Zeit. In der Folge wurde er mit einem Konsulentenvertrag als Kulturberater wieder für Haider tätig und war von 1999 bis 2002 Kulturbeauftragter der Kärntner Landesregierung von Landeshauptmann Haider. 2001 wurde Mölzers Beratervertrag wegen unterschiedlicher Vorstellungen zur Kulturpolitik nicht mehr verlängert.

Über mehrere Jahre hinweg war Mölzer Kolumnist der Wiener Tageszeitung Die Presse, seit 1998 schreibt er regelmäßig Kolumnen in der Kronen Zeitung, der auflagenstärksten österreichischen Tageszeitung. Er schreibt derzeit weiterhin für das Netzportal unzensuriert. Neben diesen Beiträgen und einigen Büchern ist Mölzer Autor mehrerer Fernsehdokumentationen (z. B. „Titos mörderische Macht – Partisanenverbrechen in Kärnten“, 2003; „In der glühenden Lava des Hasses – die Verbrechen der Tito-Partisanen zwischen Karawanken und Hornwald“, 2002).

EU-Parlament

Am 13. Juni 2004 bekam Mölzer bei der EU-Parlamentswahl fast 22.000 Vorzugsstimmen und übernahm damit das Abgeordnetenmandat des von der FPÖ aufgestellten Listenführer Hans Kronberger, auf den sich die FPÖ-Wahlwerbung konzentriert hatte. Unterstützung bekam er vom deutschnational gesinnten Flügel der FPÖ, darunter Bundesrat John Gudenus, Ewald Stadler, Heinz-Christian Strache und Seniorenring-Obmann Karl Wimleitner. Eine Klage Kronbergers beim österreichischen Verfassungsgerichtshof wurde wegen eines Formfehlers abgewiesen.

Zum Eklat kam es im Januar 2005, als Mölzer sich weigerte, für eine Resolution zum Gedenken an das KZ Auschwitz-Birkenau zu stimmen, in der Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit verurteilt werden, was ihm heftige Kritik von FPÖ-Klubobmann Herbert Scheibner und Bundeskanzler Wolfgang Schüssel sowie der Opposition einbrachte.

Im Parlament suchte der bis Januar 2007 keiner Fraktion angehörende, Abgeordnete immer wieder die Nähe zu anderen nationalen Parteien, etwa dem belgischen Vlaams Blok um Philip Claeys, dem Front National und der Alternativa Sociale um Alessandra Mussolini. Durch den Beitritt Rumäniens und Bulgariens wurde es möglich, gemeinsam mit diesen Parteien am 15. Januar2007 die Fraktion Identität, Tradition, Souveränität (ITS) zu gründen. Ziele der Fraktion waren unter anderem: Verhindern des EU-Beitritts der Türkei, Verhindern der EU-Verfassung, Erhalt der „europäischen Leitkultur“ sowie des kulturellen Erbes, Erhalt der nationalen Souveränität, Identität und Tradition sowie Rechtsstaatlichkeit und Freiheitsrechte, weiteres eine Förderung der Familien. Unterschiedliche Auffassungen zum Beitritt zum ITS gab es zwischen der Südtiroler FP und der neuen Verbündeten von Andreas Mölzer, der italienischen Abgeordneten Alessandra Mussolini. Anlaß war die Frage des Status von Südtirol. Während die Südtiroler FP auf die Schutzmachtfunktion der Republik Österreich und die Autonomie pocht, lehnt die Alternativa Sociale von Alessandra Mussolini die Autonomie Südtirols ab. Im November 2007 löste sich ITS auf, da die rumänischen Abgeordneten wegen abfälliger Äußerungen Mussolinis über Rumänen austraten und die Zahl der Mitglieder somit unter 20, die Mindestzahl von Abgeordneten um eine Fraktion zu bilden, sank.

Mölzer war Spitzenkandidat der FPÖ für die Wahl zum EU-Parlament 2014. Am 8. April 2014 trat er wegen parteiinternem Vertrauensverlust von seiner Kandidatur zurück. Mölzer war in die Kritik geraten, weil er die EU mit dem Dritten Reich verglichen hatte und davor warnte, daß sich das kritisierte europäische Staatenbündnis in ein „Negerkonglomerat“ entwickele.[1]

„Jerusalemer Erklärung“

Mölzer und Heinz-Christian Strache (FPÖ) hatten im Dezember 2010 eine Reise nach Israel unternommen[2] und dort, mit Vertreter von Rechtsparteien aus BRD (Die Freiheit), Belgien (Vlaams Belang), Schweden (Schwedendemokraten), eine „Jerusalemer Erklärung“ verabschiedet, die eine Einheit zwischen dem Widerstand gegen die Islamisierung Europas und der uneingeschränkten Solidarität mit Israel herstellt.[3]

Zitate

  • „Da ist es wirklich so, daß alle, von den Portugiesen bis zu den Esten, von den Schweden bis zu den Sizilianern, die nimmt man nicht so wahr, weil sie wirklich nur 1,60 groß sind, alle über uns lachen, über die Deutschen und Österreicher. Wir sind die einzigen, die bei einem Termin einigermaßen pünktlich sind. Wir sind die einzigen, die um 9 schon arbeiten und nicht erst um 11. Und es ist wirklich so. Es ist eine Frage auch des gestalterischen, des Arbeitsethos, was aus diesem Europa wird: Entweder sind wir ein Negerkonglomerat, totales Chaos, sage ich jetzt bewußt brutal politisch nicht korrekt. Wo das Chaos sich vermehrt, wo Massenzuwanderung, wo institutionelles Chaos, wo wirre Konzerninteressen (sind).“ — Mölzer bei einer Veranstaltung im Februar in zutreffender Weise über die überalterte, kinderlose Gesellschaft.

Filmbeitrag

Andreas Mölzer (FPÖ) über die Islamisierung Europas und Die Bedrohung der europäischen Völker auf dem 50. Jahreskongreß der Gesellschaft für Freie Publizistik:

Veröffentlichungen

  • Österreich, ein deutscher Sonderfall. Türmer-Verlag, Berg am See 1988, ISBN 3-87829-104-3
  • Deutsche Bausteine Mitteleuropas. Aula-Verlag, Graz 1989, ISBN 3-900968-01-2
  • Kärntner Freiheit. Ein österreichischer Sonderfall. Amalthea, Wien 1990, ISBN 3-85002-297-8
  • Jörg! Der Eisbrecher. Jörg Haider und die Freiheitlichen. Perspektiven der politischen Erneuerung. Suxxes, Wien 1990, ISBN 3-9500009-0-9
  • Und wo bleibt Österreich? Die Alpenrepublik zwischen deutscher Einigung und europäischem Zusammenschluß. Eine Zwischenbilanz. Verlagsgesellschaft Berg, Berg am See 1991, ISBN 3-921655-77-3
  • Der Graue. Eine apokalyptische Erzählung. Edition K 3, Ferlach 1991
  • Lob der Kälte. Worte, Verse, Bilder. Arun-Verlag, Vilsbiburg 1993, ISBN 3-927940-13-5
  • Pro Patria. Das deutsche Korporations-Studententum, Randgruppe oder Elite? Aula-Verlag, Graz 1994
  • Servus Österreich. Der lange Abschied von der zweiten Republik. Verlagsgesellschaft Berg, Berg am See 1996, ISBN 3-86118-038-3
  • Europa im rechten Licht. Rechtsdemokraten und Patrioten über Zustand und Zukunft des Kontinents. W3-Verlagsgesellschaft, Wien 2004, ISBN 3-900052-01-8
  • (Hrsg.) Was bleibt von der dritten Kraft? W3-Verlagsgesellschaft, Wien 2005, ISBN 3-900052-04-2
  • (Hrsg.) Als wir „befreit“ wurden... Ausgebombt, gefangen, vertrieben, vergewaltigt. Zeitzeugen berichten über Krieg und Nachkriegszeit. 2. verb. Aufl., W3-Verlagsgesellschaft, Wien 2006, ISBN 3-900052-07-7
  • Neue Männer braucht das Land. Heinz-Christian Strache im Gespräch mit Andreas Mölzer. W3-Verlagsgesellschaft, Wien 2006, ISBN 978-3-900052-09-6
  • (Hrsg.) Vogelfrei. Beiträge zur Radikalismusdebatte. Zur Zeit W3, W3-Verlagsgesellschaft, Wien 2007, ISBN 978-3-900052-11-9

Verweise

Fußnoten