Der schwarze Husar

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FILM

Der schwarze Husar.jpg
Filmdaten
Deutscher Titel: Der schwarze Husar
Produktionsland: Weimarer Republik
Erscheinungsjahr: 1932
Laufzeit: 92 Minuten
Im Auftrag von: UFA
Erstverleih: Universum-Film Verleih GmbH
Stab
Regie: Gerhard Lamprecht
Drehbuch: Curt J. Braun,
Philipp Lothar Mayring
Produktionsleitung: Bruno Duday
Musik: Eduard Künneke
Ton: Erich Leistner,
Hermann Fritzsching
Kamera: Franz Planer
Kameraassistenz: Bruno Stephan
Standfotos: Günther Pilz
Bauten: Robert Herlth,
Walter Röhrig
Aufnahmeleitung: Eduard Kubat
Besetzung
Darsteller Rolle
Mady Christians Marie-Luise
Conrad Veidt Rittmeister Hansgeorg von Hochberg
Wolf Albach-Retty Leutnant Aribert von Blome
Ursula Grabley Brigitte
Bernhard Goetzke Herzog Friedrich Wilhelm von Braunschweig
Otto Wallburg Gouverneur Darmont
Günther Hadank Darmonts Adjutant Capitaine Fachon
Grigori Chmara Fürst Potovski
Fritz Greiner Korporal
Franz Stein Spion
Hubert von Meyerinck Koch des Gouverneurs
Lutz Altschul
Ernst Behmer
Rudolf Biebrach
Gerhard Dammann
Karl Hannemann
Ernst Pröckl
Berthold Reissig

Der schwarze Husar ist eine deutsche Literaturverfilmung von 1932. Der Film wurde vom 4. Juli bis August 1932 in Schwedt an der Oder gedreht. Die Uraufführung fand am 12. Oktober 1932 in Berlin (Ufa-Palast am Zoo) statt.

Handlung

Quelle
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1812, die Franzosenherrschaft lastet auf Preußen, dessen Gebiet zum größten Teil okkupiert ist. Aber im Volk glimmt der Funke des Widerstandes, Schill, Dörnberg, der Herzog von Braunschweig - die alle hatten nicht umsonst geblutet und gekämpft. Im Lande Streifen Husarenbataillon der Braunschweiger Herzogs, die gefürchteten schwarzen Reiter mit dem Totenkopf am Tschako. Sie tauchen überall auf und sind nicht zu fassen, denn jeder Patriot hilft Ihnen. „Jede Zivilpersonen, die mit schwarzem Husaren in Verbindung tritt, sie unterstützt oder versteckt, wird vor ein Kriegsgericht gestellt!“ verfügt Darmont, der französische Gouverneur von Erfurt. Im Zimmer eines einfachen Wirtshauses plaudern zwei Frauen, die blonde schlanke Marie-Luise und die kleine, flinke Brigitte, das Wirtsttöchterlein. Da knallt es draußen vor dem Dorf, drei bis vier Schüsse! Ängstlich eilen die Frauen ans Fenster. Französische Kürassiere jagen ins Dorf, Säbel blitzen, Kommandos ertönen, die Reiter sitzen ab, ein Karabinerkolben kracht gegen die Haustür: „Aufmachen! Sie haben ein schwarzen Husaren versteckt!“ Die Frauen betreuen, daß das nicht wahr ist, aber es hilft nichts, das Haus wird von den Reitern durchsucht. Marie-Luise eilt die Treppe hinauf, öffnet eine Tür - vor ihr steht ein schwarzer Husar. Blitzschnell überwindet sie ihren Schreck. Wie kann sie ihn retten - das Haus ist umstellt, schon poltern schwere Stiefel die Treppen hinauf.....

Als die Reiter eindringen, finden sie - nichts. Die Gefahr ist vorüber, der Rittmeister Hansgeorg von Hochberg von den Totenkopf-Husaren kann auch seinen Versteck hervorkamen und seiner schönen Retterin danken. Er hat sich hier mit einen Kameraden verabredet, mit dem Leutnant Aribert von Blome, genannt Bubi, dem jüngsten und frechsten Leutnant im Regiment. Hochbergs lediges Pferd zeigt Blome dem Weg, und bald kann er freudestrahlend den Freund in die Arme schließen. Daß die kleine Brigitte frisch, hübsch und rund ist, hat Bubi trotzdem nicht übersehen. Es gilt einen Befehl des Herzogs auszuführen, der noch in England weilt. Napoleon will die Braut des Herzogs, eine Prinzessin von von Baden, aus politischen Gründen mit dem polnischen Fürsten Potovski verheiraten. Der Gouverneur von Erfurt hat die Prinzessin, die in ein kleines Jagdschloß geflohen ist, nach Erfurt zu bringen, wenn es sein muß, mit Gewalt. Die beiden Offiziere sollen die Prinzessin den Franzosen abjagen und zum Herzog nach England bringen.

Eine verteufelte Geschichte, das Land wimmelt von Spionen und Spitzeln..... Aber: immer voran, Husar, was immer auch geschieht - die Sache wird schon klappen! Das Leben ist ja auch schön, wenn eine Frau so reizend ist, wie die blonde Marie-Luise, deren hübsches Köpfchen sich so zärtlich an der schwarzen Schnüre der Husaren-Attila legte, als der Wein zum Abschied so ein ganz klein bißchen nachgeholfen hatte. Lange dauert das Idyll nicht. Ein Spion ist aufmerksam geworden, die Husaren müssen schleunigst fort. Daß der Spitzel noch viel mehr ausspioniert hat als ein paar schwarze Husaren, ahnt Marie-Luise nicht. Die beiden Husaren finden das Jagdschloß leer vor. Darmonts Spione haben gut gearbeitet. Der Aufenthalt der Prinzessin ist verraten. Der Gouverneur selbst holt sie ab und geleitet sie nach Erfurt.

Hochberg denkt gar nicht daran, seinen Plan aufzugeben: dann muß er eben die Prinzessin aus Erfurt herausholen, aber wie?? Die beiden Husaren stoßen auf den Reisewagen des Fürsten Potovski, der gerade gräßlich flucht, weil der Postmeister keine Pferde mehr hat. Hochbergs Entschluß ist gefaßt. Ein Kriegslist muß helfen. - Bald darauf fährt eine Reisekutsche in Erfurt ein, im Found sitzt in polnischer Tracht ein Mann, der Hochberg gleicht wie ein Ei den anderen, auf dem Bock thront Blome als Kutscher, während in einem einsamen Jagdschloß der echte Potovski tobt und flucht, weil schwarze Husaren ihm nicht nur den Wagen, sondern auch die Hosen geraubt haben. Die Prinzessin von Baden ist sehr ungnädig gegen den dicken Gouverneur und weigert sich entschieden, mit ihm und dem polnischen Fürsten zu soupieren. Hochmütig empfängt sie den Besuch des Fürsten. Als sie ihm gegenüber steht, setzt ihr Herz aus, denn vor ihr steht Hochberg, und auch der ist starr, denn die Prinzessin ist niemand anders als seine kleine,l liebe, zärtliche Marie-Luise.

Mühsam beherrschen sich beide in Darmonts Gegenwart. Als sie allein sind, will Marie-Luise in Hochbergs Arme flüchten, aber der gedenkt sein Herzogs und Freundes und wahrt ihm die Treue. Er will die Braut des Herzogs befreien und nach England bringen, er selbst hat zu verzichten.

Die Zeit drängt. Jeden Augenblick kann der richtige Fürst ankommen. Es gelingt, den Gouverneur zu täuschen. Darmonts stellt dem vermeintlichen Fürsten, der wütend abreisen will, da die Prinzessin ihn nicht erhört, einen Paß aus. Hochberg zwingt Marie-Luise, die Kleidung des Fürsten anzulegen und mit Blome auf dem Kutschbock den Reisewagen zu steigen, und als der Plan noch im letzten Augenblick zu scheitern droht, da der Adjutant des Gouverneurs misstrauisch geworden ist, zwingt er den Gouverneur mit vorgehaltener Pistole, dem Reisewagen Durchlaß zu verschaffen. Dann glückt ihm selbst eine tollkühne, verzweifelte Flucht aus dem Schloß.

Auf einem französischen Pferde jagt er durchs Tor. Man hält ihn für den Kurier des Kaisers, der gerade gekommen war, um den bestürzten Offizieren den Rückzug der Großen Armee aus Rußland zu melden. Die Sturmfahnen wehen in Preußen! Das Volk steht auf! Der schwarze Herzog ist nach Braunschweig zurückgekehrt. Vor ihm steht Hochberg, der treue Paladinen, und ihm gibt der Herzog das Kommando über sein berühmtes Husaren-Regiment. Und dann - als er die Prinzessin gesprochen verzichtet er großmütig zugunsten des Mannes, den Marie-Luise liebt. Diese Husaren rücken aus. Der Freiheitskampf beginnt. Die Säbel fliegen aus der Scheide zum letzten Vorbeimarsch in der Heimat vor dem geliebten Landesherrn, dem unversöhnlichen Feinde Napoleons, der seine Braunschweiger selbst in den Kampf führt. Zwei Frauen winken vom Balkon ein stolzes, wehmütiges Lebewohl den schwarzen Husaren. Immer voran, Husar, was immer auch geschieht, Immer voran, Husar, der Sturm singt Dir sein Lied. Immer voran, Immer voran!


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Der Film