Schweizer, Heinz

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Hauptmann (W) Heinz Schweizer mit einem Luftwaffen-Oberfeldwebel

Heinz Schweizer (Lebensrune.png 18. Juli 1908 in Berlin; Todesrune.png ermordet 5. Juni 1946 in Klobbicke, Kreis Oberbarnim) war ein deutscher Feuerwerker, Sprengmeister und Waffen-Offizier der Wehrmacht, zuletzt Hauptmann (W) des Heeres und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges.

Werdegang

Das Bombenräumkommando Kalkum (Kalkum gehört heute zu den reichsten Stadtteilen Düsseldorfs) unter dem Kommando von Heinz Schweizer.
Hauptmann (W) und Ritterkreuzträger Heinz Schweizer.jpg

Heinz Schweizer wurde als Sohn eines Ingenieurs am 18. Juli 1909 in Berlin geboren. Er war Unteroffizier der Reichswehr und später Offizier der Wehrmacht. Schon 1936 meldete er sich freiwillig zur Legion Condor.

Zweiter Weltkrieg

Hauptmann Schweizer, der im Verlauf des Krieges schon mehrere hundert Bomben, Blindgänger und Zeitzünder nach alliierte Terrorangriffen entschärfte, war der erste Feuerwerker, der das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erhielt. In seiner Eigenschaft als Leiter sämtlicher Kurse für Feuerwerker in Deutschland hatte Hauptmann Schweizer Gelegenheit, seine einzigartigen Erfahrungen auf diesem Spezialgebiet den Angehörigen der Feuerwerkertruppen, u. a. den Schülern der Heeresfeuerwerkerschule in Berlin, zu vermitteln.

Der aus Berlin stammende Heinz Schweizer entwickelte immer neue Methoden, mit denen die Zünder der Blindgänger oder der Zeitbomben entschärft werden konnten. Teilweise werden diese Verfahren heute noch von Feuerwerkern angewendet, wenn diese Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg unschädlich machen müssen. Für seine Arbeit wurde Schweizer als „Mann mit Stahlnerven“ gefeiert.

Kriegsgefangenschaft

Im Bergischen Land geriet er mit seiner Einheit und rund 100 deutschen Häftlingen aus Lüttringhausen, die er unter dem Vorwand der Sprengmittelbeseitigung rettend mitgeführt hatte, in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft, aus der er, nach Fürsprache der politischen Gefangenen, im Juli 1945 entlassen wurde.

Nachkriegszeit

Schweizer ging trotz Warnung zu seiner Familie nach Klobbicke, südlich von Eberswalde in Brandenburg, in die sowjetische Zone. Der 37jährige hatte das große Bedürfnis, seine Eltern zu sehen. Hier erfuhr er von den barbarischen Taten der Roten Armee, von den Folterungen, der Morde und der Massenvergewaltigungen. Er setzte sich wortstark gegen das Unrecht ein.

Tod

Am 5. Juli 1946 lauerten Hauptmann a. D. Heinz Schweizer betrunkene sowjetische Soldaten vor dem Haus der Eltern auf, griffen ihn an, schlugen ihn zusammen und schossen ihm in den Kopf.

Hauptmann (W) und Ritterkreuzträger Heinz Schweizer (Buch)

„Ein nicht unerheblicher Teil der von den alliierten während des 2. Weltkrieges abgeworfenen Bomben waren Blindgänger, welche von professionellen Sprengkommandoführern beseitigt werden mussten. Diese gefährliche Tätigkeit ist der Allgemeinheit allerdings wenig gewürdigt worden. Einer dieser ‚Feuerwerker‘ war Heinz Schweizer. Am 28. Juni 1944 bekam er für seinen Einsatz das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. In diesem Band werden seine Kindheit, die Laufbahn als Waffenoffizier und seine Leitungstätigkeit als Sprengkommandoführer beschrieben.“

Auszeichnungen (Auszug)

Literatur

  • Wolfgang Thamm: Hauptmann (W) und Ritterkreuzträger Heinz Schweizer: Feuerwerker und Sprengkommandoführer, Biblio-Verlag, 2004, ISBN 978-3764826604

Verweise

Fußnoten

  1. Ritterkreuz für den Führer eines Sprengkommandos, Revaler Zeitung, 11. Juli 1943, S. 2