Hoeneß, Ulrich

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Der Fußballfunktionär Ulrich „Uli“ Hoeneß

Ulrich Hoeneß (Uli Hoeneß) (geb. 5. Januar 1952 in Ulm) ist ein ehemaliger BRD-Fußballnationalspieler und ehemals erfolgreicher Manager des FC Bayern München. Von seinem Rücktritt als Manager 2009 bis zum 13. März 2014 war er Präsident des Vereins sowie Aufsichtsratsvorsitzender. Als Mann mit einem hohen Sendungsbewußtsein ist Hoeneß die umstrittenste Person in der Geschichte der Fußball-Bundesliga, die durch ein enormes Maß an Doppelmoral gekennzeichnet ist. Da der FC Bayern München durch das Wirken des umtriebigen Managers zum mächtigsten Verein in der BRD aufgestiegen ist und über erstklassige Beziehungen zu den Systemmedien verfügt, ist weitgehend unbekannt bzw. verdrängt worden, daß Uli Hoeneß der Hauptverantwortliche für den bis heute größten Skandal der Bundesligageschichte ist.

Jugend

Uli Hoeneß ist der ältere von zwei Söhnen einer katholischen-konservativen Familie. Seine Eltern betrieben eine Metzgerei, die als Familienbetrieb geführt wurde. Bereits als Jugendlicher half Uli bei der Arbeit aus und übernahm die Kassenführung. Hoeneß selber beschreibt die Verhältnisse als eher ärmlich[1].

Zusammen mit seinem Bruder Dieter spielte Hoeneß in seiner Jugend in örtlichen Vereinen in Ulm, wo er insbesondere durch seine Schnelligkeit auffiel. Er spielte sowohl in der DFB-Schüler- wie auch in der DFB-Jugendauswahl. Auf dem Gymnasium war er Schülersprecher; er legte 1971 das Abitur ab. Als Berufswunsch verzeichnet das Klassenbuch „Lehrer“[2]. Sein Lehramtsstudium brach er zugunsten der Fußballkarriere ab.

Karriere als Fußballspieler

Der Fußballspieler Uli Hoeneß

Von 1970 bis 1979 spielte er für den FC Bayern München. Im Jahr 1975 zog er sich eine schwere Knieverletzung zu, die seine kurze, aber überaus erfolgreiche Karriere schon 1979 beenden sollte.
Diese Verletzung sollte einen großen Einfluß auf Hoeneß haben. Als er ein halbes Jahr schwer verletzt war erfuhr er bei einer Massage, daß Bayern München ihn so schnell wie möglich loswerden wollte. Er wechselte zum 1. FC Nürnberg, kehrte aber danach zum FC Bayern zurück. Hoeneß empfand dieses Verhalten als extrem negativ und beschloß, sofern er mal als Manager bei einem Verein arbeiten sollte, dieses Verhalten verletzten Spielern gegenüber niemals an den Tag zu legen.

Erfolge als Fußballer

  • Deutscher Meister 1972, 1973, 1974
  • DFB-Pokalsieger 1971
  • Europameister 1972, Vizeeuropameister 1976 (Hoeneß verschoß den entscheidenden Elfmeter und sorgte so für die bis heute einzige Niederlage der BRD-Fußballnationalmannschaft, die im Elfmeterschießen zustande kam.)
  • Europapokal der Landesmeister 1974, 1975, 1976
  • Weltmeister 1974
  • Weltpokal 1976

Karriere als Manager

Ende der 70er, Anfang der 80er Jahre befand sich der FC Bayern ist einem katastrophalen Zustand. Bereits zum offziellen Arbeitsantritt von Uli Hoeneß - dem 1. Mai 1979 - durchsuchten Steuerfahnder die Räumlichkeiten des Vereins. In Folge der dort gesichteten Unterlagen wurde dem FC Bayern Steuerhinterziehung nachgewiesen, was zu einer Nachzahlung von sechs Millionen D-Mark führte[3]. Hoeneß wurde aufgrund fehlender, bezahlbarer Alternativen zum Manager des FC Bayern. Er übernahm einen überschuldeten Verein (12 Millionen D-Mark Umsatz, sieben Millionen D-Mark Schulden). Hoeneß erhielt monatlich 10.000 Mark Gehalt plus 10 % an neuen Werbeverträgen, die auf seine Arbeit zurückgingen.[4] Es bildeten sich Verhaltensweisen heraus, die bis heute Kennzeichen des Vereins sind: Aufmerksamkeit der Medien erzeugen und Spielerkäufe tätigen, die in erster Linie der Schwächung der Gegner und nicht unbedingt der Stärkung der eigenen Mannschaft dienen.
Hoeneß orientierte sich an Vermarktungsmethoden des VS-amerikanischen Profisports und erzielte durch Verhandlungsgeschick einerseits und permanent großspuriges Verhalten andererseits überdurchschnittliche Werbeverträge. Zudem verschaffte Hoeneß dem Verein strategische Werbepartner der bundesdeutschen Industrie (Audi, Deutsche Telekom, adidas, HypoVereinsbank, Allianz) und sorgte durch beständige Medienpräsenz für eine erstklassige Vernetzung zu den BRD-Medien.

Erfolge als Manager bis 2009

  • 16x Deutscher Meister
  • 9x DFB-Pokalsieger
  • 6x Ligapokalsieger
  • 3x Supercupsieger
  • 1x UEFA-Champions-League-Sieger
  • 1x UEFA-Pokal-Sieger
  • 1x Weltpokal-Sieger

Zum Ende des Jahres 2009 übernahm Christian Nerlinger den Posten des Managers beim FC Bayern München. Nerlinger wurde zur Spielzeit 2012/2013 durch Matthias Sammer ersetzt[5]

Auftreten von Uli Hoeneß

Hoeneß gilt als weitgehend kritikunfähig; eine Eigenschaft, die er bei Bedarf medienwirksam gerne seinen Gesprächspartnern vorwirft, ebenso wie mangelndes Fachwissen. Auch kann sein Verhalten sehr selten mit einer Art von Sportsgeist in Verbindung gebracht werden. Es blieb Uli Hoeneß vorbehalten, die fußballerische Auseinandersetzung um gezielte, psychologische Kriegsführung zu erweitern. Diese Verbalattacken auf konkurrierende Vereine werden von den Bayernverantwortlichen in Besprechungen gezielt geplant[6]. Diese bestehen sehr häufig daraus, vor wichtigen Spielen Interesse an Leistungsträgern des unmittelbaren Konkurrenten über die Presse zu verbreiten und anderen Mannschaften generell die fußballerische Klasse abzusprechen. Ein brutales Foulspiel von Klaus Augenthaler an Rudi Völler (1985), welches diesem über 6 Monate Pause bescherte, kommentierte Hoeneß als „Allerweltsfoul“[7], während er für technisch beschlagene Spieler der Bayern besonderen Schutz durch die Schiedsrichter fordert.
Niederlagen des FC Bayern liegen nach Hoeneß grundsätzlich nie am besseren Gegner; der Schiedsrichter, die Platzverhältnisse, die Zuschauer, die Verletztenliste, überharte Spielweise des Gegners u.s.w. sind übliche Argumentationsmuster. Auch fordert er mehr Arroganz im Auftreten des FC Bayern[8].
Die BRD-Systemmedien sehen in Hoeneß gerne eine Art moralische Instanz und Wohltäter des deutschen Fußballs. Tatsächlich ist Uli Hoeneß ein Mann, der jedweden sportlichen Erfolg anderer Vereine kleinredet und sie neidisch beäugt. Bezeichnend dafür war seine Reaktion beim Endspiel der UEFA-Champions-League 1997 (Borussia Dortmund – Juventus Turin). Nachdem Dortmund bereits einen 2:0 Vorsprung erspielt hatte bejubelte Hoeneß lautstark den Anschlußtreffer der Italiener zum 2:1[9]. Während Hoeneß bei Abwerbeversuchen internationaler Großvereine stets cholerisch mit rechtlichen Konsequenzen droht, sofern diese den Vorgaben des Weltfußballverbandes FIFA nicht entsprechen, leitet er selber gerne Spielerkäufe unter Verstoß dieser Vorgaben ein[10].
Exemplarisch dafür kann der Transfer von Miroslav Klose genannt werden. Hoeneß warb Miroslav Klose von Werder Bremen für Bayern München ab; er überredete den Spieler zu einem Geheimtreffen am Flughafenhotel in Hannover – drei Tage vor einem Europapokalspiel von Werder Bremen, ohne Wissen des Vereins und obwohl Klose noch weit mehr als sechs Monate unter Vertrag stand [11].
Als die Anhänger von Werder Bremen dies in der Bundesliga mit Gesängen wie „Hoeneß Du Arschloch“ beantworteten war Hoeneß außer sich. Der Kauf des Schalker Torhüters Manuel Neuer wurde rund zwei Jahre vor Vertragsablauf auf einem Wiesenfest in Bayern eingefädelt, wobei Neuer dieses Medienspiel ebenso wie Klose mitspielte. Trotz dieser offenen Rechtsbrüche wird der FC Bayern wohl dank der großen finanziellen und medialen Macht nicht von anderen Vereinen zur Verantwortung gezogen.
Daß beim FC Bayern keine eigene sportliche Philosophie verfolgt wird machte sogar der politisch korrekte Kapitän Philipp Lahm deutlich, als er dies in einem Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung thematisierte[12]. Hoeneß belegte ihn daraufhin mit einer Geldstrafe von 50.000 Euro[13]. Eine innige Feindschaft verbindet Hoeneß mit dem linkslastigen, ehemaligen Manager von Werder Bremen, Willi Lemke, dem Hoeneß vorwarf, die politische Ansichten in die sportliche Rivalität einzubeziehen. Hoeneß selber agitierte im Vorfeld der Fußballeuropameisterschaft 2012 selber politisch und rief BRD-Nationalspieler zu politischen Stellungsnahmen im Fall Julia Timoschenko auf[14].

Daß die Mittel der Täuschung zu seinen Grundprinzipien im geschäftlichen Umgang zählen bewies Hoeneß einmal mehr im Jahr 2013. Öffentlich äußerte sich Hoeneß besorgt über die Dominanz des FC Bayern und die angebliche Dominanz des aktuellen Hauptkonkurrenten Borussia Dortmund, die er als Gefahr für den Wettbewerb in der Bundesliga ansah. Während Hoeneß Hans-Joachim Watzke zu einem Strategiegespräch zu diesem Thema aufforderte wurden im Hintergrund von Matthias Sammer der Dortmunder Spitzenspieler Robert Lewandowski und das deutsche Ausnahmetalent Mario Götze zum FC Bayern München abgeworben[15].

Uli Hoeneß und der Medienunternehmer Leo Kirch

Im Jahr 2003 wurde bekannt, daß Uli Hoeneß für den FC Bayern einen Geheimvertrag mit Leo Kirch abgeschlossen hat, der dem Verein rund 40 Millionen D-Mark einbrachte. Dieser Vertrag wurde nicht der DFL (Deutsche Fußball-Liga) vorgelegt, was einen klaren Verstoß gegen das Lizensierungsverfahren in der Bundesliga und eine erhebliche Wettbewerbsverzerrung darstellt. Bayern erhielt das Geld für Lobbyarbeit für die zentrale Vermarktung der Bundesligarechte [16].
Wie nicht anders zu erwarten drehte Hoeneß durch und sorgte für eine weitgehend unkritische Berichterstattung in den vernetzten Medien. Franz Beckenbauer setzte offen das Mittel der Erpressung ein und drohte mit Abwanderung des Vereins in die italienische Liga, wenn es auch nur zu einer Geldstrafe kommen sollte[17]. Da die DFL offensichtlich nicht bereit war, ihre eigenen Vorschriften auch entsprechend anzuwenden wurde die Angelegenheit gegen eine Zahlung von drei Millionen Euro unter den Teppich gekehrt[18].

Sozialer Einsatz von Uli Hoeneß

Während Hoeneß Personen außerhalb des FC Bayern meist aggressiv und abwertend gegenübertritt steht er für Spieler seines Vereins nahezu Tag und Nacht zur Verfügung. Hinzu kommt eine außergewöhliche Hilfestellung für Personen, die sich in schwierigen Situationen befinden. Den ehemaligen Bayernspieler Lars Lunde pflegte Hoeneß auf eigene Kosten in seinem Haus am Tegernsee nach einem schweren Autounfall wieder gesund, da der Spieler keine Krankenversicherung hatte. Lunde arbeitet heute als Krankenpfeger[19].
Sein Verein spendete 500.000 Euro für die Opfer der Flutkatastrophe im Jahr 2004; ebenso bewahrte Hoeneß mit kostenlosen Freundschaftsspielen des FC Bayern den FC St. Pauli vor der Insolvenz, wo Hoeneß daher Ehrenmitglied ist. Mittellose Anhänger bekommen stark ermäßigte Eintrittspreise für die Spiele des FC Bayern. Den deutschen Ausnahmestürmer Gerd Müller bewahrte er vor dem sozialen Absturz. Auch werden Spieler beim FC Bayern bei laufenden Verträgen nicht angehalten den Verein zu verlassen; Hoeneß legt großen Wert auf Vertragseinhaltung (“Vertrag ist Vertrag”); ein Prinzip, das er selber regelmäßig bei Spielerverpflichtungen übergeht. Am 12. September 2012 wurde Hoeneß mit der bayerischen Staatsmedaille für soziale Verdienste ausgezeichnet[20].

Keine Selbstlosigkeit bei kostenlosen Fußballspielen

Ende der Achtziger Jahre war der Ruf des FC Bayern München bundesweit ruiniert. Hoeneß kaufte für wenig Geld die besten Spieler finanziell angeschlagener Vereine. Obendrein genoß der FC Bayern den Ruf eines Bonzenvereins und seine Siegesserien sorgten für Langeweile im Fußballgeschäft. Aus diesen Zwängen heraus entschloß sich Hoeneß in zunehmenden Maße einzelne der extrem teuren "Freundschaftsspiele" in der Fremde dazu zu nutzen um diese dort bei klammen Vereinen kostenlos anzubieten. Das jeweilige Vermarktungskonzept des FC Bayern machen die gastgebenden Vereine dann gerne mit.

Selbstanzeige wegen Steuerhinterziehung

Am 20. April 2013 wurde bekannt, daß Hoeneß sich bereits im Januar 2013 wegen Steuerhinterziehung selbst angezeigt hat. Hoeneß unterhält mehrere Konten in der Schweiz[21]. Damit soll Hoeneß ein „unvorstellbares Vermögen“ vor den BRD-Steuerbehörden verheimlicht haben, das bei mehreren hundert Millionen Euro liegt[22]. Nach den ersten Pressemeldungen reduzierte sich die Zahl von mehreren hundert Millionen Euro in den folgenden Tagen auf rund 20 Millionen D-Mark, die aus einem Kredit vom ehemaligen Chef von adidas, dem Juden Robert-Louis Dreyfus, stammen sollen[23]. Hoeneß soll für ausstehende BRD-Steuern jedoch zwischen fünf und sechs Millionen Euro sofort an das zuständige Finanzamt gezahlt haben[24]. Am 23. April 2013 wurde durch die Systempresse kolportiert, daß diese Zahlung nur eine Kaution für einen bestehenden Haftbefehl war, der aufgrund dringenden Tatverdachts erlassen worden war. Zuvor war Uli Hoeneß im März 2013 bereits verhaftet worden[25]. Am 30. Juli 2013 wurde durch die „Staats“anwaltschaft München unter dem Aktenzeichen 68 Js 3284/13 Anklage gegen Hoeneß erhoben[26], die Anfang November 2013 in vollem Umfang zugelassen wurde[27].

Verfahren wegen Steuerhinterziehung

Am 13. März 2014 wurde Hoeneß vom Landgericht München II wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Zuvor wurde die tatsächliche Summe der von ihm hinterzogenen Steuern auf rund 28,5 Millionen Euro vorläufig festgelegt. Eine genaue Feststellung der Steuerschuld erfolgt nach kompletter Durchsicht der Unterlagen durch das Finanzamt; Hoeneß hatte eine unvollständige Selbstanzeige eingereicht. Der BRD-Staatsanwalt Achim von Engel bestätigte Hoeneß zuvor in seinem Plädoyer Steuerhinterziehung in einem schweren Fall, kriminelle Energie und groben Eigennutz. Er beantragte daher fünf Jahre und sechs Monate. Der Haftbefehl gegen Hoeneß bleibt weiterhin ausgesetzt, seine Verteidigung kündigte Revision beim Bundesgerichtshof an[28]. Ohne erste Konsequenz blieben die Zeugenaussagen eines Steuerfahnders aus Stuttgart und einem Mitarbeiter des Finanzamtes München, wonach die Geheimkonten in der Schweiz auch dem FC Bayern München zuzuordnen sind[29][30]. Bereits einen Tag nach dem Urteil verzichtete Hoeneß auf Revision und trat von allen Ämtern beim FC Bayern München zurück[31].

Quelle
Folgender Text ist eine Quellenwiedergabe. Unter Umständen können Rechtschreibfehler korrigiert oder kleinere inhaltliche Fehler kommentiert worden sein. Der Ursprung des Textes ist als Quellennachweis angegeben.

Uli Hoeneß verzichtet auf Revision

Abschlußerklärung von Uli Hoeneß
"Nach Gesprächen mit meiner Familie habe ich mich entschlossen, das Urteil des Landgerichts München II in meiner Steuerangelegenheit anzunehmen. Ich habe meine Anwälte beauftragt, nicht dagegen in Revision zu gehen. Das entspricht meinem Verständnis von Anstand, Haltung und persönlicher Verantwortung. Steuerhinterziehung war der Fehler meines Lebens. Den Konsequenzen dieses Fehlers stelle ich mich. Außerdem lege ich mit sofortiger Wirkung die Ämter des Präsidenten des FC Bayern München e. V. und des Aufsichtsratsvorsitzenden der FC Bayern München AG nieder. Ich möchte damit Schaden von meinem Verein abwenden. Der FC Bayern München ist mein Lebenswerk und er wird es immer bleiben. Ich werde diesem großartigen Verein und seinen Menschen auf andere Weise verbunden bleiben solange ich lebe. Meinen persönlichen Freunden und den Anhängern des FC Bayern München danke ich von Herzen für ihre Unterstützung."

Quelle: Spiegel online, 14. März 2014.


Am 29. Februar 2016 wird Hoeneß vorzeitig auf Bewährung aus der Haft entlassen.[32]

Wiederwahl zum Bayernpräsidenten

Am 25. November 2016 wurde Hoeneß erneut zum Präsidenten des Vereins gewählt. Er erhielt mehr als 97 Prozent der abgegebenen Stimmen.[33]

Auszeichnungen

  • 2002: Bayerischer Verdienstorden; Rückgabe 2014[34]
  • 2012: Bayerische Staatsmedaille; Rückgabe 2014[35]
  • 2009: „Goldene Sportpyramide“ / Aufnahme in die „Hall of Fame des deutschen Sports“; Rückgabe 2014

Sonstiges

Hoeneß ist verheiratet mit Susanne und hat zwei erwachsene Kinder. Er sympathisiert mit der BRD-Blockpartei CSU, ist aber kein Mitglied. Die CSU wollte ihn als Landtagsabgeordneten gewinnen, was Hoeneß aber ablehnte; „der Tag würde nie kommen“, an dem er „ein politisches Amt anstrebe“[36]. Er hielt jedoch im Jahr 2011 eine Rede am Neujahrsempfang des CSU-Kreisverbandes Straubing-Stadt. Dort äußerte er, daß die Bayrische Landesbank dem FC Bayern keinen Kredit zum Bau der Allianz Arena gewährte, weil ein Fußballverein keine Sicherheit darstelle[37]. 1982 war er der einzige Überlebende bei einem Flugzeugabsturz einer Sportmaschine. Hoeneß ist Mitglied der Hall of Fame des deutschen Sports. Im Alter von 48 Jahren gründete Hoeneß mit seinem Geschäftspartner Werner Weiß die Firma HoWe, welche u. a. die Lebensmittelkette Aldi mit Nürnberger Würstchen beliefert. Dies brachte ihm in Fußballerkreisen den Spitznamen Würstchen-Uli ein. Die Firma wird mittlerweile von seinem Sohn geführt. Hoeneß kontrolliert aber nach wie vor die Zahlungen, damit er weiß, wohin das Geld fließt. Er galt bis zu seinem Rücktritt als der mächtigste Mann des Vereins, gegen den keine wichtige Entscheidung getroffen werden konnte.

Hoeneß unterstützt die Willkommenskultur und befürwortet die Umvolkung. Zum Weihnachtsfest 2015 veranstaltete er für 30 mutmaßliche Asylbetrüger aus Syrien, Afghanistan und Nigeria ein Weihnachtsessen am Tegernsee und beschenkte sie mit Artikeln des FC Bayern München.[38]

Zitate von Hoeneß

  • „In diesem Land passieren so viele unglaubliche Dinge; daß Leute frei rumlaufen, die schon längst ins Gefängnis gehören“.
  • „Ich weiß, daß das doof ist. Aber ich zahle volle Steuern“[39].
  • „In den vergangenen 20 Jahren sind in der Finanzwelt Menschen am Werk gewesen, die einen katastrophalen Job gemacht haben. Uns wurde vorgegaukelt, dass viele Finanzprodukte so unglaublich wichtig seien. Dabei hatten diese nur ein Ziel: Die Taschen gewisser Leute voll zu machen“. Die Welt, 2012
  • „Ich bin seit über 20 Jahren im Geschäft und kann für mich behaupten, dass ich nie mit solchen Praktiken zu tun hatte. Ich kenne mich bei anderen Vereinen nicht so genau aus, aber ich kann mir es auch dort nicht vorstellen. Es ist doch unklug, solche Dinge zu machen, denn irgendwann kommt doch immer alles heraus. Und es kann doch nicht der Sinn der Sache sein, ins Gefängnis zu wandern, nur um ein paar Mark Steuern zu sparen“. Über Schwarzgeld und Steuerhinterziehung, Die Welt, August 2002

Zitate über Hoeneß

  • „Der Uli verkauft auch seine eigene Großmutter, wenn es sein muss. Ich habe Hoeneß als Persönlichkeit nicht akzeptiert, dass er dann mein Vorgesetzter sein sollte, kam für mich nicht in Frage.“[40].
  • „Ich habe Uli Hoeneß in der Vergangenheit sehr oft berechtigt siegen sehen. Aber nicht ein einziges Mal mit Anstand und Gelassenheit verlieren.“[41]
  • „Ich habe Hoeneß in all den Jahren als schärfsten Eintreiber von Steuergeldern erlebt. Nicht für den Fiskus, sondern vom Fiskus. Für den FC Bayern.“[42]

Verweise

Fußnoten

  1. Persönliche Aussage aus der Dokumentation Uli Hoeneß – Attacke mit Herz, Erstausstrahlung Januar 2010.
  2. a.a.O.
  3. Sport-Bild, 8. Mai 2013
  4. a.a.O.
  5. Die Welt, 2. Juli 2012
  6. Sport Bild 8. Juni 2011
  7. spox.com 8. Februar 2008
  8. Die Welt, 5. Januar 2012
  9. Berliner Zeitung, 11. November 1997
  10. Vertragsgespräche mit Spielern dürften laut FIFA-Statut erst sechs Monate vor Vertragsablauf aufgenommen werden. Für frühere Verhandlungen muß der abgebende Verein informiert und um Erlaubnis gefragt werden.
  11. Stern 26. April 2007
  12. Süddeutsche Zeitung 7. November 2009
  13. Hamburger Abendblatt, 9. November 2009
  14. Der Spiegel, 28. April 2012
  15. Süddeutsche Zeitung 15. April 2013
  16. Im Gegensatz zu anderen Ligen besteht in der Bundesliga das Solidaritätsprinzip, d. h. die Einnahmen der Liga werden vermarktet und verteilt, nicht die Medienrecht für einzelne Vereine. Hoeneß sprach sich mehrfach für Einzelvermarktung aus und erhielt das Geld, um Anstrengungen in diese Richtung zu unterlassen.
  17. Der Spiegel 21. März 2003
  18. Stern 12. April 2003
  19. Uli Hoeneß - Attacke mit Herz
  20. Focus, 12.9.2012
  21. Focus online, 20. April 2013
  22. Münchner Abendzeitung, 20. April 2013
  23. Süddeutsche Zeitung, 22. April 2013
  24. Die Welt online, 21. April 2013
  25. Deutsche Wirtschaftsnachrichten, 23. April 2013
  26. focus.de, 30. Juli 2013
  27. faz.net, 4. November 2013
  28. yahoo.de, 13. März 2014
  29. Bild.de, 10. März 2014
  30. Zweifel an Hoeneß´Version
  31. Zeitonline, 14. März 2014
  32. Uli Hoeneß wird Ende Februar vorzeitig aus der Haft entlassen, Süddeutsche Zeitung, 18. Januar 2016
  33. Uli Hoeneß ist wieder Bayern-Präsident, Der Spiegel, 25. November 2016
  34. Nach Aufforderung durch die bayrische Staatskanzlei. PI-News: Hallodri Seehofer nimmt Hoeneß Bayerischen Verdienstorden ab
  35. Für soziale Verdienste, mit dem bayrischen Verdienstorden.
  36. merkur-online, 29. Januar 2013
  37. http://www.csu-portal.de/verband/2130000000/straubing_aktuell/nachrichtenarchiv/2011/1294213120000.htm
  38. Hoeneß spendierte Flüchtlingen Weihnachtsessen, Tageszeitung München, 17. Januar 2016
  39. Bild-Zeitung 2005
  40. Hans-Josef Kapellmann, ehemaliger Mitspieler von Uli Hoeneß, focusonline 13. März 2015
  41. Christian Ude kritisiert Uli Hoeneß, Der Spiegel, 18. Mai 2014
  42. Christian Ude kritisiert Uli Hoeneß, Der Spiegel, 18. Mai 2014