Holocaust-Überlebender

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Ein „Holocaust-Überlebender“ ist jeder Jude, der in einem Land zu der Zeit lebte, als es von den Nationalsozialisten regiert wurde, als es von den Nationalsozialisten besetzt war oder als es mit den Nationalsozialisten kollaborierte, sowohl wie jeder Jude, der zu dieser Zeit aus einem solchen Land auswanderte oder floh.[1]

Der „Holocaust-Überlebende“ Adam Kohn im nachgebauten Krematorium des Konzentrationslagers Auschwitz

Wesen

Eintrag zu Walter Rosenberg in der „Shoa Namensdatenbank“

Als Holocaust-Überlebende gelten auch solche Juden, die mit den Nationalsozialisten kollaborierten oder solche, die vor dem Zweiten Weltkrieg in die VSA oder ein anderes nichtdeutsches Land zogen und dort ein angenehmes Leben abseits des Krieges führten. Eine Sonderstellung als besonders ehrwürdige und schutzbedürftige Holocaust-Überlebende nehmen Juden ein, welche im Umfeld der im Zusammenhang mit der Holocaust-These postulierten Tötungsfabriken waren oder gewesen sein wollen. Dementsprechend tritt diese Juden-Spezies gehäuft im missionarischen Sinne (→ Shoaismus) in Gestalt von Berufszeugen auf, um die Holocaust-These bis hin zur Offenkundigkeit zu untermauern.

Nicht zu den Holocaust-Überlebenden, sondern zu den „Opfern des Holocaust“ zählen Juden, die unter natürlichen Umständen, etwa durch eine Krankheit oder aufgrund hohen Alters, starben oder solche, die in einem russischen Gulag oder bei Bombenangriffen der Alliierten ums Leben kamen, sowie diejenigen, die bei Kampfhandlungen als Partisanen oder reguläre Soldaten fielen. Auch Juden, die ihre jüdische Identität ablegten oder aus anderen Gründen nach dem Krieg nicht gezählt wurden, gelten nicht als Holocaust-Überlebende.

Mitunter werden Juden sowohl zu den „Holocaust-Überlebenden“ als auch zu den „Holocaust-Opfern“ gezählt. Beispielsweise rechnet die Shoa Namensdatenbank der Kultstätte Yad Vashem Walter Rosenberg[2] zu den angeblich „sechs Millionen von den Nazis und ihren Komplizen ermordeten Juden“,[3] während er noch Jahrzehnte nach dem Krieg unter dem Pseudonym Rudolf Vrba als Holocaust-Überlebender und Autor des Vrba-Wetzler-Berichts auftrat.[4] Ähnlich verhält es sich mit den in Frankreich als Politiker agierenden Juden Simone Veil und Henri Krasucki, die auf vom Centre de documentation juive contemporaine (CDJC; dt.: Jüdisch-zeitgenössisches Dokumentationszentrum) erstellten und von jüdischen Geschichtsschreibern wie Danuta Czech und Serge Klarsfeld verwendeten Listen der angeblich im Holocaust Umgekommenen zu finden waren, bis Robert Faurisson im Jahre 1985 auf diesen „Irrtum“ aufmerksam machte.[5][6]

Wie es sich für den neuen Geld- und Hirnadel (Coudenhove-Kalergi) gehört, wird der Titel „Holocaust-Überlebender“ an die Kinder und Kindeskinder vererbt, die dann als Kind bzw. Enkel eines Holocaust-Überlebenden bezeichnet und in einer speziellen Kombination von Einzel- und Gruppentherapie behandelt werden.[7] Die Enkel ehemaliger jüdischer Lagerinsassen lassen sich mitunter sogar deren einstige Häftlingsnummer eintätowieren.[8]

Zahlen

Einer Schätzung der jüdischen Lobbyorganisation National Center for Psychosocial Support of Survivors of the Holocaust and the Second Generation (AMCHA) zufolge gab es im Jahre 1997 weltweit 834.000 bis 960.000 „Holocaust-Überlebende“.[1] Sechs Jahre später fand Sergio Della Pergola, ein Bevölkerungswissenschaftler des Institute of Contemporary Jewry der Hebräischen Universität in Jerusalem weltweit noch 1.092.000, wohingegen Jacob Ukeles, ein Politikwissenschaftler, nur 688.000 „Überlebende“ ausmachen konnte.[9]

Laut Angaben der Jewish Claims Conference waren es 2010 noch 516.700. Davon sollen 259.500 unter der Armutsgrenze leben, die meisten in Israel (74.000) und in der ehemaligen Sowjetunion (90.000). Als arm und zudem pflegebedürftig werden insgesamt 104.000 eingestuft.[10] Im Jahre 2012 wurde die Zahl der Überlebenden allein in Israel mit 198.000 beziffert.[11]

Erscheinungen

Joanne Caras: Holocaust Survivor Cookbook (2007) - „The most important cookbook you will ever own“.

Das Holocaust-Überlebenden-Kochbuch

Um die „Geschichten der Holocaust-Überlebenden für die nachfolgenden Generationen lebendig zu erhalten“, gibt es seit einiger Zeit das „Holocaust-Überlebenden Kochbuch“ mit über 250 „schmackhaften Rezepten, die ihre Familie genießen wird“ und 129 „verblüffenden und wunderbaren Geschichten von Mut und Überleben“, die „sie nie vergessen werden“. Der Gewinn aus dem Verkauf des 36 Dollar kostenden Buches soll laut Angaben der Autorin ausschließlich dafür genutzt werden, hungrige Israelis zu füttern.[12] Bis August 2010 wurden bereits 32.000 von angestrebten sechs Millionen Exemplaren verkauft, ein zweiter Band ist bereits in Planung und es werden noch Überlebende mit Rezepten und Geschichten gesucht.[13]

Daß es sich bei diesem Buch keineswegs um einen makaberen Scherz oder eine ruchlose Geschäftsidee gewissenloser Menschen handeln kann, wird wohl dadurch bewiesen, daß es von solch respektablen Organisationen wie dem United States Holocaust Memorial Museum gepriesen wird[14] und die jüdische Autorin Joanne Caras ihr Buch u. a. in einer Synagoge [15] und dem US-Fernsehsender Fox[16] vorstellte.

Miss Holocaust Survivor

Die Teilnehmer des „Schönheitswettbewerbs“. Rechts die Gewinnerin Hava Hershkovitz.

Am 28. Juni 2012 wurde in Haifa die „schönste Holocaust Überlebende der Welt“ gewählt.[17] Insgesamt bewarben sich für den Schönheitswettbewerb über 300 Frauen, von denen 14 in die Endausscheidung kamen. Die vierköpfige Jury wählte schließlich Heva Hershkovitz zur „Miss Holocaust Survivor“.

Bei dem Spektakel kam natürlich die Thematisierung des wichtigsten Moments der Judenheit nicht zu kurz: Über 20 Frauen erzählten die üblichen Geschichten über ihr Leben während des „Holocaust“. Die 74-jährige Esther Libber bspw. will ihre gesamte Familie verloren und sich in Wäldern vor den Deutschen versteckt haben, bis sie schließlich von einer polnischen Frau gerettet worden sei.

2013 lief in Haifa die zweite Staffel des Miss-Holocaust-Survivor-Schönheitswettbewerbes. Aus 18 Finalistinnen ging diesesmal die 1946 nach Palästina emigrierte Jüdin Shoshana Kolmer hervor, deren Holocaustgeschichte davon handelte, wie sie damals in Auschwitz einem „Nazi-Wächter“ jeden Tag ein Lied vorgesungen und dafür ein kleines Stückchen Brot erhalten habe.[18]

Holocaust-Geschichten von Holocaust-Überlebenden

Angesichts der Tatsache, daß es für 99% des „Holocausts“ keine handfesten Beweise gibt,[19] kommt den zahlreichen verblüffenden und wunderbaren Geschichten der Holocaust-Überlebenden eine besondere Bedeutung zu, weshalb im folgenden einige davon wiedergegeben seien.

„Nichts ist zu vergleichen mit der unmittelbaren Authentizität von Zeitzeugen. Doch, so hat es der Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel formuliert, wer Zeitzeugen zuhört, der wird selbst zu einem.“Dieter Graumann, Vorsitzender des Zentralrates der Juden in Deutschland gegenüber Patrick Gensing[20]

Moshe Peer

Moshe Peer wurde als Kind mindestens sechs Mal in die Bergen-Belsener Gaskammer geschickt und überlebte jedesmal, während er anderen dabei zusah, wie sie zusammenbrachen und starben. Bis zum heutigen Tag weiß Peer nicht, wieso er überlebte. In einem Interview mutmaßte er: „Vielleicht widerstehen Kinder besser, ich weiß es nicht“.[21]

Stephan Ross

Steve Ross alias Szmulek Rozental, der Gründer des New England Holocaust Memorial, war in zehn verschiedenen Konzentrationslagern, in denen er u. a. aufgehängt wurde, eine Wache ihm den Rücken brach, Tuberkulose seinen Körper zerstörte und seine Eltern sowie sechs seiner Geschwister ermordet wurden. Um zu überleben hat Rozental andere Häftlinge aufgegessen und ist einmal sogar in einer Latrine bis zum Hals in Fäkalien untergetaucht. Heute lebt er in den VSA, ist Psychologe und betrachtet es als seine Mission, „die Bilder des Holocaust am Leben zu erhalten“ und den Menschen eine „Ahnung zu vermitteln, was es bedeutet, ein Überlebender zu sein“, denn es sei wichtig über den „Holocaust“ zu lehren, weil „kleine Kinder es wissen müssen, und wenn sie es nicht wissen, werden sie es nicht ihren Kindern und Kindeskindern erzählen“.

Sein Beitrag, kleine Kinder den „Holocaust“ zu lehren, besteht unter anderem darin, auf Vorträgen Erinnerungsstücke aus seiner Zeit in den Lagern vorzuzeigen, wie bspw. die Tierfiguren, die er aus den Knochen toter Juden geschnitzt hat, oder die Schüssel, die er damals zum Essen, Waschen und zur Darmentleerung benutzte. Rückblickend sagt er: „Man wußte, daß man sterben wird, aber man wollte nicht sterben. Das einzige, das uns am Leben hielt, war unsere Religion.“

Als er mit vierzehn Jahren durch die Invasion der Alliierten aus dem Dachau entkam und ihm ein VS-Soldat etwas zu essen gab, fiel Rozental auf die Knie, küßte die Stiefel des Soldaten und begann zu weinen, woraufhin der Soldat ihm ein Stück Stoff reichte, um seine Tränen zu trocknen. Später erkannte Rozental, daß es sich bei diesem Stückchen Stoff um eine kleine amerikanische Flagge mit 48 Sternen handelte, die seitdem von ihm und seinen Kindern als ein Symbol des Friedens, des Lebens, des Mitgefühls und der Liebe der amerikanischen Soldaten aufbewahrt wird.[22][23]

Katalin Weinberger

Katalin Weinberger war gegen Ende des Zweiten Weltkrieges in einem Konzentrationslager und rettete dort ihrer an Fleckfieber erkrankten Schwester das Leben, indem sie sie in einem abgelegenen Teil des Lagers im Boden vergrub und dreißig Tage lang mit Wasser und Lebensmitteln versorgte. Ein kleines, aus der Erde hinausragendes Röhrchen ermöglichte dabei der Schwester das Atmen und ein jüdischer Arzt brachte ihr außerdem Medizin.[24]

Sara Nomberg-Przytyk

Sara Nomberg-Przytyk war in Auschwitz, überlebte und schrieb ihre Erinnerungen 1985 in einem Buch mit dem Titel Auschwitz: Wahre Geschichten aus einem grotesken Land nieder. Darin berichtet auch sie unter anderem von den Untaten des Todesengels von Auschwitz und wie er es liebte, diejenigen auszuwählen, die nicht in „Gottes Ebenbild“ geschaffen wurden. Einmal zum Beispiel, so Nomberg-Przytyk, brachte der Todesengel eine Frau mit zwei Nasen ins Lager, ein anderes Mal eine Frau mit Eselsohren und wieder ein anderes Mal ein etwa zehnjähriges Mädchen, das anstelle von Haaren Schafswolle auf dem Kopf hatte![25]

Yitzhak Ganon

Yitzhak Ganon hat 65 Jahre keinen Arzt besucht, weil er, nachdem der „Todesengel von Auschwitz“ ihm ohne Betäubung eine Niere entfernte, geschworen hatte, nie wieder zu einem Arzt zu gehen. An die Operation kann er sich noch gut erinnern:

„Ich sah die Niere in seiner Hand pulsieren und schrie wie ein Verückter. Ich brüllte das ‚Schma Jisrael‘. Ich bettelte um den Tod, damit das Leiden aufhöre.“

Direkt danach mußte er, ohne Schmerzmittel zu erhalten, arbeiten. Und einmal mußte er eine ganze Nacht in einem mit eiskaltem Wasser gefüllten Bad zubringen, weil der Todesengel seine Lungenfunktion testen wollte. Als die Nazis keinen Nutzen mehr in ihm sahen, haben sie ihn in die Gaskammer geschickt. Er überlebte nur durch ein Wunder: Die Gaskammer faßte lediglich 200 Menschen und er war Nummer 201![26][27]

Dina Gottliebova Babbitt

Dina Babbitt war während des Krieges erst im Ghetto Theresienstadt und dann im Konzentrationslager Auschwitz, wo sie die Kinderbaracken mit Schneewittchen und den sieben Zwergen sowie Tierbildern bemalte. Sie überlebte nur, weil der „Todesengel von Auschwitz“ von ihrer Arbeit begeistert war und sie auswählte, um Portraits von Zigeunerinnen anzufertigten. Nach zwei Monaten und elf Bildern wurden die Zigeunerinnen allerdings alle ermordet und sie mußte fortan medizinische Prozeduren für den Todesengel zeichnen. Außerdem rettete sie ihrer Mutter das Leben, indem sie dem Todesengel damit drohte, einen Elektrozaun zu berühren, falls ihr etwas geschehe. Nach dem Krieg ging Babbitt nach Paris, wo sie einen Zeichentrickkünstler heiratete, der zufällig an Disneys Film „Schneewittchen und die Sieben Zwerge“ mitgearbeitet hat. Ihre Bilder befinden sich heute im Auschwitz-Museum und sind „wichtiger Beweis für den Nazi-Genozid [und] Teil des Weltkulturerbes“.[28][29][30]

Rachel Levy

Rachel Levy wurde 1944 zusammen mit ihrer Mutter und ihren vier Geschwistern im Konzentrationslager Auschwitz interniert. Im Gegensatz zu ihrer Familie, die man direkt nach der Ankunft ohne viel Aufhebens in die Gaskammer geschickt hatte, wurde Levy erst etwas später vom „Todesengel von Auschwitz“ höchstpersönlich besucht und ausgewählt. Ihrem Tod entging sie nur, weil die Gaskammer direkt neben der Küche war und sie sich hinter einer Gruppe, die Suppe trug, verstecken konnte. Obwohl sie seitdem Alpträume plagen, hat Levy fast 50 Jahre nicht über ihre Erlebnisse gesprochen.[31]

Eva Olsson

Eva Olson lehrt Kindern den „Holocaust“

Eva Olsson hatte ein sehr schweres Leben. In Ungarn in eine religiöse, aber arme Familie geboren, die mit 19 Leuten in zwei Zimmern und mit einer Außentoilette lebte und Wasser von weit her holen mußte, wurde sie eines Frühlingstages wie eine Sardine in der Büchse in einen Zugwaggon gepfercht und nach Auschwitz transportiert, wo unmittelbar nach der Ankunft ihre Mutter und Enkelkinder in einer Gaskammer getötet wurden. Insgesamt kamen 87 Mitglieder der Familie ihrer Mutter in Auschwitz ums Leben, und sie selber überlebte nur, weil sie die Nazis – unwissentlich – überlistete, als sie sich nach ihrer Ankunft zusammen mit tausenden anderen jungen Mädchen ausziehen mußte und ihre Kleider über ihren rechten Arm hing, statt sie wie alle anderen vor sich auf den Boden zu legen. Denn wie sie später erfuhr, exekutierten die Nazis jeden auf der Stelle, bei dem sie eine Narbe fanden, und Eva Olsson wurde erst kurz zuvor der Blinddarm entfernt!

Ihr jahrzehntelanges Schweigen über die erlebten Grauen brach Eva Olsson erst 1996 und besuchte seitdem über 2.600 Schulen und erzählte ihre traurige Geschichte mehr als einer Millionen Menschen. In den Schulen erzählt sie auf Vorträgen unter zurückgehaltenen Tränen den jungen Schülern, wie sie dem „Todesengel von Auschwitz“ am Tor des Konzentrationslagers Auschwitz begegnete und dieser nicht mit ihr sprach, sondern nur in eine Richtung deutete, die entschied, ob sie lebt oder stirbt. Ferner berichtet sie von schreiend und stöhnend in Gaskammern getöteten Alten und Kindern, von vom Gewicht der Toten zerplatzten Kinderschädel, abgeschnittenen Fingern und von dem Tag und Nacht in der Luft hängenden Geruch der verbrannten Juden, sowie darüber, wie sie neben dem Brot, das zu 70 Prozent aus Sägespänen bestand, und der Suppe, die aus schmutzigen Kartoffelschalen gekocht wurde, eine sogenannte „Überraschungssuppe“, die aus menschlichem Haar und Knochen zubereitet war, essen mußte. Auch Fotos einer Frau mit Kindern, die auf einer Straße gehen, nicht ahnend, daß dies der Weg zur Gaskammer ist, hat sie vorzuweisen. Einmal bemerkte Olson, wie ein Schüler, dessen Vater ein bekannter Neonazi war, während ihres Vortrages in Tränen ausbrach. Der Junge war so bewegt durch ihre Geschichte, daß er später seinem Priester beichtete, daß er sein Leben ändern und kein Nazi mehr sein wolle![32][33][34]

Ohne Worte (Ausschnitt einer Meldung der FAZ vom 12.8.2017)

Regina Bialek

Regina Bialek wurde am 1. Weihnachtstag 1943 zusammen mit 350 anderen Frauen in Auschwitz selektiert, weil sie an Typhus erkrankt war. Nachdem sie sich ausgezogen hatte, wurde sie mit einem Lastwagen über eine Rampe direkt in die unterirdisch gelegene Gaskammer gefahren und unsanft auf den Boden gekippt. Dann hörte sie das Zischen des Gases. Nach circa zehn Minuten aber – sie hatte inzwischen begonnen, ihre Hände abzubeißen und hatte Schaum vor dem Mund, ihr Gesicht war blau und aus ihren Ohren, Augen sowie ihrem Mund trat Blut aus – rief der „Todesengel von Auschwitz“ ihre Häftlingsnummer aus und sie wurde aus der Gaskammer gelassen. Wie sie vor Gericht beim sogenannten Belsen-Prozeß aussagte, war der Grund dafür wahrscheinlich, daß eine arische Bekannte ein gutes Wort für sie beim Todesengel eingelegt hatte.[35]

Frida Herskovits

Frida Herskovits war in drei Konzentrationslagern und hat Schreckliches erleben müssen. So sah sie bspw. Deutsche Schäferhunde ein ungeborenes Kind aus der Gebärmutter einer Frau reißen, Menschen bei lebendigem Leibe verbrennen und wie ein Kleinkind einfach totgeschossen wurde. Ferner berichtet sie von experimentellen chirurgischen Eingriffen, bei denen Organe entfernt und Lampenschirme sowie Bilderrahmen aus menschlicher Haut gefertigt wurden. Und davon, daß jeder Kranke mit Benzin übergossen und in einer Grube verbrannt sowie jeder Ungehorsame auf der Stelle erschossen wurde. In einem Lager bekam sie nur eine Scheibe Brot und schwarzen Kaffee alle drei Tage und hat nie duschen können. Heute erzählt sie ihre Geschichte, damit die Leute aufhören zu hassen: „Alle die hassen, hört auf zu hassen. Du willst eine glückliche Person sein, dich gut fühlen? Dann hör' auf zu hassen.“[36]

Eva Erben

Die 1930 geborene Eva Erben wurde 1941 mit ihrer Familie im Ghetto Theresienstadt interniert und im Jahre 1944 ins Konzentrationslager Auschwitz verbracht. Als Fan der Sendung „Wer wird Millionär“ schrieb Erben 2008 an den Moderator Günther Jauch und legte ihre Autobiographie „Mich hat man vergessen“ bei. Der tiefbewegte Jauch, der ihr Buch als eine „Geschichtsstunde aus erster Hand“ erlebte, reiste daraufhin nach Israel, um seine Bewunderin zu besuchen und stellte mit ihr gemeinsam das Buch in Hamburg dem bundesdeutschen Publikum vor. Bei der dortigen Lesung im „KulturGut“ erfuhr die Hörerschaft pikante, in ihrer als Kinderbuch gedachten Autobiographie nicht erwähnte Details ihrer Geschichte. Bspw. berichtete sie über den Kuhfladen, der ihr als damals 14jähriger das Leben rettete, weil er die Spürhunde von ihrem Geruch ablenkte, als sie sich während der Evakuierung Auschwitzs, dem sogenannten „Todesmarsch“, bei einer Übernachtung in einer Scheune im Heu vergrub.[37]

Thomas Blatt

In einem Gespräch im Jahre 2010 vertrat Herr Blatt die Ansicht:

„Man konnte wochenlang in Sobibor sein, ohne von der Vergasung einige hundert Meter entfernt zu erfahren.“[38]

Thomas Blatt ist aus dem Konzentrationslager Sobibor entkommen und hat sich dann fünf Monate in der Scheune eines polnischen Bauern versteckt, bis dessen Knechte versuchten, ihn zu erschießen. Doch hatte er mehr Glück als die vielen Tausend anderen Juden, die von polnischen Bauern vernichtet wurden, weil sie von den Deutschen für jeden toten Juden fünf Kilo Zucker oder manchmal Wodka bekamen: Die Kugel, die ihn töten sollte, ist in seinem Unterkiefer steckengeblieben, wo sie sich bis zum heutigen Tage befindet!

Bei einem Besuch in Deutschland anläßlich des Prozesses gegen John Demjanjuk im Jahre 2010 ist Blatt in einer Nacht zweimal aus dem Bett gefallen[39]

William & Rosalie

Rosalie Baum und William Schiff trafen sich bei einer Tanzveranstaltung in Krakau und waren zwei jüdische Jugendliche, die das Leben vor sich hatten. Doch plötzlich waren die Straßen Krakaus gefüllt mit deutschen Soldaten, die die Juden in Ghettos verbrachten und begannen, die, die sie nicht sofort töteten oder in Arbeitslager verbrachten, zu belästigen, zu schlagen und auszuhungern. Nachdem Rosalie und William geheiratet hatten, ermordete man ihre Familien in Todeslagern und schickte sie in Arbeitslager, wo sie letztlich voneinander getrennt wurden. Obwohl keiner der beiden wußte, ob der andere am Leben war, versteckte sich William im Frühling 1943 auf einem Gefangenentransport und schmuggelte sich so in das berüchtigte KL Auschwitz, um seine Frau zu finden. Dort angekommen war das erste, das er erblickte, ein vor dem Tor von Auschwitz an einen Pfosten gebundener, toter Mann im Schlafanzug, an dem Reihen von kahlgeschorenen Gefangenen vorbeiliefen, während im Hintergrund ein Live-Orchester einen peppigen Marsch spielte. Nach seiner Ankunft mußte William dann erstmal nackt duschen und bekam seine Häftlingsnummer 774248 in die Haut tatauiert, was insofern bemerkenswert ist, als daß nur sechstellige Nummern bis etwa 200.000 vergeben wurden.

Als er eines Tages durch einen Türspalt beobachten mußte, wie zwei Nazidoktoren einem russischem Mädchen ohne Betäubung einen Unterarm absägten, um danach die zuvor schon abgesägte Hand an ihren Ellenbogen zu nähen, hat William sich übergeben. Und auch Rosalie hat Schlimmes erlebt: Eines Nachts, sie kam gerade von der Toilette zurück, fiel ihr Blick auf ein kleines Feuer in der Nähe einer Baracke, neben dem vier Frauen über einem mit dem Gesicht nach unten im Schnee ausgestreckten Körper hockten. Eine der Frauen hatte ein scharfes Stück Metall, das sie benutzte, um Fleischstücke von dem Hinterteil der Toten zu schneiden, welche sie dann auf Spieße steckte und über dem Feuer röstete![40]

Morris Hubert

Um ein Haar hätte Morris Hubert den „Holocaust“ nicht überlebt, denn man hatte ihn und 50 weitere Juden bereits vor einem Maschinengewehr aufgereiht. Doch glücklicherweise bekam dann der kommandierende Nazi kurz bevor er den Schießbefehl geben wollte einen Anruf. Deshalb kam Hubert später in das Konzentrationslager Buchenwald. Dort gab es einen Käfig mit einem Bären und einem Adler, in den die Nazis jeden Tag einen Juden warfen, den der Bär zeriß und dessen Knochen dann der Adler sauber pickte. Als jemand diese Geschichte als unglaublich bezeichnete, erwiderte Hubert: „Es ist unglaublich, aber es passierte“.[41]

Leila Jabarin

Die zum Islam konvertierte Leila Jabarin, von den meisten Umm Raja genannt, obwohl sie eigentlich Leah Brashatsky heißt und den Namen Helen bevorzugt, hatte ein bewegtes Leben. Sie wurde nämlich 1942 im Konzentrationslager Auschwitz geboren, wo ein Arzt sie und ihre Familie für drei Jahre im Keller seines Hauses versteckte und sie von in heißem Salzwasser getränkten, trockenen Brot lebten. Die Geschichte ihrer brutalen ersten drei Lebensjahre offenbarte Leila erst im April 2012 ihren Kindern und Enkelkindern sowie dem Rest der Welt, da sie zuvor nie den richtigen Augenblick gefunden hatte, ihrer Familie zu erklären, was es bedeutet, eine solch schmerzhafte Vergangenheit zu haben.

Jedes Jahr am Holocaust Memorial Day weinte Helen alleine, während sie die Zeremonien im israelischen Fernsehen sah und erst jetzt versteht ihre Familie sie ein wenig besser. Obwohl es schwer für sie ist, sich an den Ort zu erinnern, an dem so viele Menschen litten, erzählt sie ihnen nun, wie ihre Eltern, die tagsüber als Hausmädchen bzw. Gärtner für den Arzt, der sie versteckte, arbeiteten, nachts immer zurück in den Keller kamen und ihr, der Dreijährigen, erzählten, wie die Nazis Kinder töteten. Auch an die schwarz-weiß gestreifte Häftlingskleidung und die furchtbaren Schläge in dem Lager kann sie sich noch erinnern.[42]

Elsie V.

Elsie V. kam 1941 in das Ghetto Theresienstadt und sah direkt bei ihrer Ankunft, wie ein Professor von lachenden Nazis totgeschlagen wurde. Später gab man ihr dann eine bestimmte Seife, die aber vergiftet war und Durchfall verursachte, wenn man sich damit wusch. Viele starben sogar davon, aber nicht Elsie V. An einem Weihnachtstag war Himmler im Ghetto und man befahl den Bewohnern, nach draußen zu kommen und sich den Bäumen zuzuwenden. Als Elsie sich umdrehte, sah sie ganz viele Menschen in den Bäumen hängen. Himmler lachte und sagte: „Frohe Weihnachten“. Eines Tages haben die Nazis sie gepackt und ohne Betäubung eine Totaloperation und Brustverkleinerung an ihr durchgeführt. Aufgrund des großen Schmerzes wurde sie ohnmächtig und man ließ die Wunde deshalb einfach offen. Diese entzündete sich dann während ihrer Gefangenschaft und man schlug sie immer auf diese Stelle, um ihr noch mehr Schmerzen zuzufügen. Irgendwann hat sie einem Nazi ins Gesicht gesagt: „Du hast den Teufel auf der Stirn und wirst in die Hölle kommen“, aber der Nazi lachte nur und zerschmetterte ihren Schädel mit einem Gewehrkolben. Deshalb hat sie heute eine Metallplatte in ihrem Kopf. Nachdem man ihr den Schädel zertrümmert hatte, wurde sie wieder ohnmächtig, und als sie aufwachte war sie in einer engen Kiste eingesperrt, in der sie sich nicht bewegen oder ihre Beine ausstrecken konnte. Man ließ sie dann mit ihrem kaputten Kopf 24 Stunden lang in der Kiste und gab ihr nichts zu trinken, weshalb sie an Dehydration und einer geschwollenen Zunge litt. Während dieser Zeit betete sie zu Gott, weil er ihre einzige Hoffnung war.

Als die Nazis sie dann endlich aus der Kiste holten, packten sie sie am Kragen, brachten sie in ihr Quartier und warfen sie in die Ecke zum Sterben. Doch Elsie fand die Stärke ihre Arme zu Gott zu heben und fühlte dann eine Woge durch ihren Körper gehen. In dem Moment wußte sie, daß man ihren Körper zwar brechen kann, aber niemals würden sie in ihren Geist eindringen, weil sie ihren Gott hatte. Danach lebte sie dann mit anderen zusammen in einem Steinzimmer und jeden Tag starben viele. Um zu überleben hat man die Kleider der Toten gegen die eigenen, abgetragenen ausgetauscht. Weil die Nazis die Leichen mehrere Tage nicht abholten, war überall ein furchtbarer Verwesungsgeruch und der Gestank von Fäkalien. Als Elsie dann endlich befreit wurde, befand sich der Mann den sie seit der Zeit vor ihrer Verhaftung liebte unter den Befreiern. Doch er erkannte sie nicht aufgrund des schlechten Zustandes in dem sie sich befand. Aber sie erkannte ihn und so kam er schließlich zu ihr, nahm sie auf den Arm und trug sie in die Freiheit. Dann verbrachte sie erstmal 2 Jahre in einem Krankenhaus, wo sie künstlich ernährt wurde und erst wieder essen und laufen lernen mußte. Als sie das Krankenhaus verließ, ging sie in ein Sanatorium in Zürich, wo man ihre rechte Lunge aufgrund von Tuberkulose entfernen mußte, und blieb dort für ein weiteres Jahr. Dann wurde sie Krankenschwester, heirate ihren Liebling und wurde ein Magnet für andere, die sie zu Gott führt. Und letztlich erzählte sie ihre Geschichte, damit niemand die Greuel vergißt und es nie wieder passieren kann.[43]

Leo Fettman

Leo Fettman war in einem Ghetto in Ungarn, aus dem er sich eines Tages herausschlich um, als Nicht-Jude getarnt, für die Nazis als Hilfssoldat zu arbeiten. Dabei lernte er zufällig 19 weitere als Nicht-Juden getarnte Juden kennen, die sich ebenso wie er aus dem Ghetto geschlichen hatten und im Dienst der Nazis standen. Als sie hörten, daß das Ghetto aufgelöst werden sollte, schlichen sie sich wieder zurück ins Ghetto und verbrannten dort ihre Nazi-Uniformen, um dasselbe Schicksal wie ihre Familien zu teilen. Als die Nazis das Feuer sahen, versammelten sie alle 2000 Ghettobewohner um die Schuldigen zu finden. Ihr eigenes Leben riskierend um das ihrer Söhne zu schützen, antworteten alle 2000 gleichzeitig auf die Frage, wer verantwortlich sei: „Wir sind es!“ Daraufhin wurden sie allesamt in die Gaskammer geschickt, außer Leo und sein Bruder, die wurden zum Arbeiten ausgewählt. Durch dieses Ereignis stark mitgenommen, kletterte Leo auf einen hohen Baum und stürzte sich mit der Absicht, Selbstmord zu begehen, hinunter.

Überraschenderweise überlebte er den Sturz aber ohne einen Kratzer und wurde daraufhin zur Bestrafung für seinen Selbstmordversuch in ein Straflager gebracht, wo er unter grauenhaften Bedingungen und grausamen Arbeitsführern arbeiten mußte. Eines Tages, als er nicht schnell genug arbeitete, nahm ein Soldat einen Baumstumpf und schlug Leo so hart damit, daß sein Bein brach. Als er im Krankenhaus war dachte er wieder an Selbstmord, da die Nazis ihn ja sowieso vergasen würden, weil er nicht arbeiten kann. Diese Gedanken wurden aber jäh unterbrochen, als sein Zimmernachbar Selbstmord beging und die Nazis Leo dafür verantwortlich machten, weil er ja schon einen Selbstmordversuch hinter sich hatte. Zur Strafe, und fast zu Leos Erleichterung, entschied man dann ihn aufzuhängen. Bei der Urteilsvollstreckung fragte ihn ein Nazi, ob er wisse, warum er gehängt würde, worauf Leo mutig antwortete: „Weil ich ein Jude bin und es ein Verbrechen ist ein Jude zu sein“. Und auf die Frage, ob er einen letzten Wunsch habe, sagte Leo:

„Keinen Wunsch, aber eine Stellungnahme. Dies ist meine Stellungnahme: Gott ist im Himmel und Gott schaut nun herunter und sieht was passiert und Du wirst nicht davon kommen. Ich habe eine Frage für Dich: Hast Du eine Frau? Und Kinder? Oder einen Hund? Wenn Du nach Hause kommst, nachdem Du hier Leute ermordet hast, wie kannst Du Deiner Familie Liebe zeigen. Meine Familie sind menschliche Wesen verglichen mit dir.“

Die Verärgerung, die dies bei dem Nazi auslöste, verschaffte Leo eine eigenartige Genugtuung. Als Leo ihn dann fragte: „Bin ich nicht genauso ein Mensch wie Du“, schrie dieser: „Nein, Du bist kein menschliches Wesen. Du bist ein Wurm“. Bei dieser Antwort fühlte Leo sich bereit, seinem Schöpfer gegenüberzutreten und der Nazi befahl einem Juden den Stuhl umzutreten, auf dem Leo stand. Als dieser sich aber weigerte, einen anderen Juden zu töten, obwohl er wußte, daß es ihm sein eigenes Leben kosten könnte, holte der Nazi einen weiteren Juden und befahl auch diesem, den Stuhl umzutreten. Dieser weigerte sich allerdings ebenso! Voller Wut sagte der Nazi daraufhin: „Dann tue ich es eben selber“, und trat mit aller Kraft gegen den Stuhl. Doch das Seil riß und Leo wußte sofort, daß Gott persönlich eingegriffen hat, um ihm das Leben zu retten.[44]

Ein Junge (Alex?) auf dem Knie eines lettischen Soldaten; seit spätestens 2012 wird die Geschichte Alex Kurzems von zahlreichen jüdischen Akademikern als Schwindel eingestuft.

Alex Kurzem

Alex Kurzem (Ilya Galperin) soll, nach eigenen Aussagen, einiges im Zweiten Weltkrieg erlebt haben:

„Ich erinnere mich, wie die deutsche Armee das Dorf besetzte, alle Männer in einer Reihe aufstellte und erschoß. Meine Mutter erzählte mir, daß mein Vater getötet wurde und daß wir alle getötet werden würden. Ich wollte nicht sterben, darum versuchte ich mitten in der Nacht zu fliehen. Ich gab meiner Mutter einen Abschiedskuß und rannte in die Berge und beobachtete die Stadt bis zum nächsten Morgen.“

An diesem Tag wurde Alexs Familie massakriert und obwohl er sich nicht mehr genau erinnern kann, weil er wahrscheinlich mehrmals ohnmächtig wurde, weiß er noch genau, daß er sich in die Hand gebissen hat um nicht laut aufzuschreien und entdeckt zu werden.

„Als das Schießen aufhörte, wußte ich nicht wohin, also lebte ich im Wald, weil ich nicht zurück konnte. Ich war der einzige Überlebende. Ich muß fünf oder sechs Jahre alt gewesen sein. Ich ging in den Wald, aber niemand wollte mich. Ich klopfte an Türen und sie gaben mir Brotstücke, sagten mir aber, ich solle weiterziehen. Niemand nahm mich auf.“

Er überlebte, indem er die Kleider von den Leichen toter Soldaten nahm. Nach ungefähr neun Monaten im Wald wurde er von einem Mann der lettischen Polizei übergeben, die einige Zeit später in die SS eingebunden wurde. An dem selben Tag beobachtete er noch eine Exekution und dachte, er würde nun auch sterben, aber:

„Da war ein Soldat neben mir und ich sagte: ‚Kannst du mir etwas Brot geben bevor du mich tötest?‘ Er schaute mich an und nahm mich mit hinter die Schule. Er untersuchte mich und sah, daß ich ein Jude war. ‚Nicht gut, nicht gut‘, sagte er. ‚Schau, ich will dich nicht töten, aber ich kann dich nicht hier lassen weil du dann sterben wirst. Ich werde dich mit mir nehmen, dir einen neuen Namen geben und den anderen Soldaten erzählen, daß du ein russischer Waise bist‘.“

So wurde Kurzem dann von der SS adoptiert und zu einem Nazi-Maskottchen gemacht:

„Sie gaben mir eine Uniform, ein kleines Gewehr und eine kleine Pistole. Sie gaben mir kleine Aufgaben zur Erledigung, wie dem Polieren von Schuhen, dem Tragen von Wasser oder dem Anzünden eines Feuers. Aber meine Hauptaufgabe war es, sie zu unterhalten, damit sie sich ein bißchen glücklicher fühlten.“

Außerdem hat man ihn in den Wochenschauen als „des Reiches jüngster Nazi“ vorgeführt und er wurde Zeuge einiger unausprechlicher Greueltaten. Unter anderem mußte er Juden mit Schokolade in Zugwaggons locken[45] und einmal hat er sogar eine Bauerntochter mit einem Strauß Blumen ins Lager geködert, damit sich die Soldaten an ihr vergehen konnten.[46]

Doch seine SS-Schergen entdeckten nie das wichtigste Detail über sein Leben:

„Sie wußten nicht, daß ich ein jüdischer Junge war, der einem Nazi-Todeskommando entkommen war. Sie dachten, ich wäre ein russisches Waisenkind.“

Als die Nazis 1944 vor der Niederlage standen, sandte ihn der Kommandant zu einer lettischen Familie und fünf Jahre später schaffte er es, Australien zu erreichen, wo er für einige Zeit in einem Zirkus arbeitete und schließlich ein Fernsehmechaniker in Melbourne wurde. All die Jahre hat er sein Geheimnis mit sich herumgetragen und es noch nicht einmal seiner Frau erzählt.[45] Erst 1997 hat er laut der Jewish Times Asia seinem Sohn offenbart, daß er „glaubt Jude zu sein“ und daß er meint sich zu erinnern, gesehen zu haben, wie seine Familie getötet worden sei. In dieser Version hat sein Vater allerdings den „Holocaust“ überlebt.[47]

Als der australische Sender ABC in Neu York vor ein paar Jahren einen Dokumentarfilm über ihn zeigte, sei nach der Vorführung eine weinende Frau auf ihn zugekommen die sagte:

„Es tut mir leid. Mein Vater war ein deutscher Soldat“.[46]

Filmbeiträge

Der „Holocaust-Überlebende“ Josef Kleinmann, ein Jude der nach dem Krieg in die VSA ging und seinen Namen änderte, kehrt in die Tschechei zurück und findet dort den Beweis, daß er den Holocaust nicht überlebt hat.
Bei einem gemeinsamen Besuch im Konzentrationslager Auschwitz berichtet der „Holocaust-Überlebende“ Zygmunt Gross dem Dänen Daniel Carlsen was er alles nicht gesehen hat.
Der „Holocaust-Überlebende“ Herman Rosenblat gibt zu, daß seine Geschichte erfunden war.
Die Tochter einer „Holocaust-Überlebenden“ wundert sich.

Medienspiegel

Siehe auch

Literatur

Verweise

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 E-Brief von Adina Mishkoff von AMCHA an h-holocaust Discussion Networks. (Abgerufen am 13. Dezember 2011. Archiviert bei WebCite® )
  2. Walter Rosenberg was born in Topolcany in 1924. During the war he was in Trnava. Deported with transport from Zilina and Novaky to Lublin and Sobibor on 14/06/1942. Walter perished in the Shoah. This information is based on a Deportation list.
    Quelle: Datenbankeintrag bei Yad Vashem.
  3. 33-cabinet.png Abgerufen am 18. August 2012. Archiviert bei WebCite®.The Central Database of Shoah Victims' NamesYad Vashem:

    „Yad Vashem, together with its partners, has collected and recorded here the names and biographical details of two thirds of the six million Jews murdered by the Nazis and their accomplices.“

  4. Lebenslauf von Rudolf Vrba alias Walter Rosenberg
  5. Deux anciens gazés d’Auschwitz: Henri Krasucki et Simone VeilRobert Faurisson – Le blog inofficiel
  6. My Life as a Revisionist (September 1983 to September 1987)Institute for Historical Review
  7. Dina Wardi, "Siegel der Erinnerung: Das Trauma des Holocaust. Psychotherapie mit den Kindern der Überlebenden", Klett-Cotta /J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachfolger 1997, Einleitung
  8. Junge Israelis tätowieren sich KZ-Nummern20minuten, 30. Dezember 2012
  9. The Jewish Week, 28. November 2003, „How Many Survivors Are There?
  10. sueddeutsche.de: 27.01.2010, Holocaust-Überlebende: Traurige Bilanz am Gedenktag
  11. Jede Stunde stirbt ein Holocaust-Überlebender, israelheute.com, 16. April 2012
  12. Netzseite des Buches
  13. Über das Buch
  14. Netzladen des USHMM
  15. 'Holocaust SURVIVOR Cookbook' author Joanne Caras to speak at Palm Beach Synagogue
  16. Joanne Caras on Fox TV (Youtube)
  17. msn.com: “Miss Holocaust Survivor” crowned in Israel, 29. Juni 2012 (englisch)
  18. Woman, 94, wins Holocaust survivor beauty pageantYour Jewish News, August 2013
  19. Robert Jan Van Pelt, A case for letting nature take back Auschwitz. Archiviert bei WebCite®
    Ninety-nine per cent of what we know we do not actually have the physical evidence to prove ... it has become part of our inherited knowledge. I don’t think that the Holocaust is an exceptional case in that sense. We in the future – remembering the Holocaust – will operate in the same way that we remember most things from the past. We will know about it from literature and eyewitness testimony. ... We are very successful in remembering the past in that manner. That's how we know that Cesar was killed on the Ides of March. To put the holocaust in some separate category and to demand that it be there – to demand that we have more material evidence – is actually us somehow giving in to the Holocaust deniers by providing some sort of special evidence.
  20. 33-cabinet.png Abgerufen am 31. Mai 2012. Archiviert bei WebCite®.In Deutschland wächst ein neues JudentumTagesschau.de, 27.01.2011
  21. The Gazette, Montreal, 5. August 1993: Surviving the Horror. (Faksimile)
  22. TheJustice.org, 12. November 2002: Holocaust survivor recalls tale of Kristallnacht Archiviert bei WebCite®
  23. New England Holocaust Memorial: Memorial Leadership
  24. Denverpost.com, 3. Mai 2009: Holocaust survivor gunned down in tailor shop. Archiviert bei WebCite®
  25. Sara Nomberg-Przytyk, Auschwitz: True Tales From a Grotesque Land, 1985, S. 89:
    „Of the millions who came to Auschwitz, Mengele loved to single out those who had not been created ‚in God’s image‘. I remember how he once brought a woman to our area who had two noses. Another time he brought a girl of about ten years of age who had the wool of a sheep on her head instead of hair. On another occasion, he brought a woman who had donkey ears.“
  26. spiegel.de: Why One Auschwitz Survivor Avoided Doctors for 65 Years, 12. Oktober 2009
  27. Mengele stole my kidney: Auschwitz survivor reveals why he avoided doctors for 64 yearsDaily Mail, 11. Dezember 2009
  28. The New York Times, 30. August 2006: History Claims Her Artwork, but She Wants It Back
  29. The New York Times, 1. August 2009: Dina Babbitt, Artist at Auschwitz, Is Dead at 86
  30. Youtube.com: Dina Babbitt - The Fight for Her Lifesaving Artwork
  31. Newshopper.co.uk, 21. Januar 2007: The nightmares never go away
  32. Westedmononlocal.ca: Holocaust survivor inspires west Edmonton students
  33. Upper Canada District School Board: Survivor Eva Olsson Relates Horrors of Holocaust to Students at Plantagenet Public School
  34. 33-cabinet.png Abgerufen am 25. Mai 2012. Bei WebCite® archivieren.Holocaust survivor speaks at Algonquin CollegeEMC Perth, 5. April 2012
  35. War Crimes Trials, Vol. II: The Belsen Trial. 'The Trial of Josef Kramer and Forty Four Others'. DEPOSITION OF REGINA BIALEK
    „On 25th December, 1943, I was sick with typhus and was picked out at a selection made by Doctors Mengele and Tauber along with about 350 other women. I was made to undress and taken by lorry to a gas chamber. There were seven gas chambers at Auschwitz. This particular one was underground and the lorry was able to run down the slope and straight into the chamber. Here we were tipped unceremoniously on the floor. The room was about 12 yards square and small lights on the wall dimly illuminated it. When the room was full a hissing sound was heard coming from the centre point on the floor and gas came into the room. After what seemed about ten minutes some of the victims began to bite their hands and foam at the mouth and blood issued from their ears, eyes and mouth, and their faces went blue. I suffered from all these symptoms, together with a tight feeling at the throat. I was half conscious when my number was called out by Dr. Mengele and I was led from the chamber. I attribute my escape to the fact that the daughter of a friend of mine who was an Aryan and a doctor at Auschwitz had seen me being transported to the chamber and had told her mother, who immediately appealed to Dr. Mengele. Apparently be realised that as a political prisoner I was of more value alive than dead, and I was released.“
  36. 33-cabinet.png Abgerufen am 6. Januar 2012. Archiviert bei WebCite®.Holocaust survivor tells of concentration campsSentinel, 24. Januar 2008
  37. Stern.de, 2. April 2008: Holocaust-Überlebende Eva Erben. Ein Kuhfladen rettete ihr das Leben
  38. Neues aus Sobibor! (merkur-online, 26. Januar 2010)
  39. Zeit.de, 6. Februar 2010: Die Kugel blieb in meinem Kiefer stecken
  40. The Dallas Morning News, 12. August 2007: WILLIAM & ROSALIE: PART I
  41. The New York Times, 10. November 1988: 'Too Painful' to Remember:
    „Morris Hubert, an 82-year-old retired butcher, was also arrested on Kristallnacht as he drove a car near his home in Frankfurt. ‚The Nazis lined up 50 of us before the machine guns,‘ he said. ‚The commandant was called away to take a phone call. We waited. When he returned he sent us away. I still do not know why.‘ Later, Mr. Hubert was sent to Buchenwald. ‚In the camp there was a cage with a bear and an eagle,‘ he said. ‚Every day, they would throw a Jew in there. The bear would tear him apart and the eagle would pick at his bones.‘ ‚But that's unbelievable,‘ whispered a visitor. ‚It is unbelievable,‘ said Mr. Hubert, ‚but it happened.‘“
  42. 33-cabinet.png Abgerufen am 25. Mai 2012. Bei WebCite® archivieren.Holocaust survivor finds haven as Muslim in IsraelAl Arabiya News, 18. April 2012
  43. Remember.org: The Story of Elsie V. (Abgerufen am 22. Dezember 2011. Archiviert bei WebCite® )
  44. Aish.com, 22. Oktober 2008: Against All Odds. Archiviert bei WebCite®
  45. 45,0 45,1 bbc.co.uk: The secret history of the Nazi mascot, 21.08.2007
  46. 46,0 46,1 welt.de: Wie ein Jude als Hitlers Vorzeigekind überlebt, 05.10.2007
  47. jewishtimesasia.org: Alex Kurzem - Making Peace with Ilya Galperin, 12.2008
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