Koscher

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Koscher, jidd., von hebr. kascher (כשר) ›einwandfrei‹ (nach jüdischen Religionsvorschriften), kauscher, im Judentum: nach rituellen Speisevorschriften rein, erlaubt; umgangssprachlich für einwandfrei, in Ordnung.

Koscher im engeren Sinn

Das Adjektiv „koscher“ ist eine jüdische Bezeichnung für erlaubte Lebensmittel, die ggf. auch einen bestimmten Herstellungsprozess durchlaufen haben. Zu den Speiseregeln im Judentum zählen etwa das Blut-Tabu, das Verbot von Schweinefleisch und die Schlachtung durch Schächten. Insgesamt besteht hier eine Vielzahl von Regeln. Das Gegenstück zu koscher ist der Begriff treife.

Auch in diesem engeren Sinne wird das Wort „koscher“ jedoch schon weiter gefaßt und bezeichnet nicht nur die Einhaltung jüdischer Speisevorschriften, sondern „Reinheit“ überhaupt und Einhaltung sonstiger jüdischer Regeln.

Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion und Antisemitismusbeauftragte derselben[1]

Koscher im übertragenen Sinn

In einem übertragenen Sinn, insbesondere in rechten politischen Veröffentlichungen im Westen, wird koscher gelegentlich benutzt, um Publikationen, Organisationen, Institutionen, Unternehmen, Milieus und nichtjüdische Personen zu kennzeichnen, die sich in jüdische Dienste stellen oder einfügen bzw. die ihr Gelittensein, ihre Stellung, Bedeutung oder sogar Legalität ihrer Anpassung an jüdische Vorgaben, Wünsche, Erwartungen und Befindlichkeiten verdanken, sei es politischer, akademischer, wirtschaftlicher, religiöser oder kultureller Art.

Konservative Kreise vermeiden den Begriff, gleichfalls christliche, liberale, sozialistische Kreise. Ein Unterscheidungsmerkmal, ob koscher im übertragenen Sinn angebracht ist, hat man daran, ob – wie beispielsweise in einer politischen Partei oder Organisation – Juden mitwirken bzw. Einfluß ausüben.

Konservativ-koscheres Argumentieren und Publizieren

Eine Vielzahl deutscher – vor allem konservativer – Publizisten praktiziert, schon aufgrund ihrer christlichen oder neochristlichen Anschauungen, koschere Herleitungen.

Beispiel Hans Meiser

Das widerspiegelt u. a. der mehrbändige „Der Große Wendig“, der als geschichtsrevisionistisches Standardwerk gilt. Darin kommt auch vielfach der Lehrer und konservative Autor Hans Meiser zu Wort. Für ihn genügte beispielsweise zur Widerlegung der von Joachim Fest zu Sensationszwecken aufgebrachten angeblichen jüdischen Versippung Reinhard Heydrichs die „Beweisführung“, der jüdisch-israelische Schriftsteller Shlomo Aronso habe 1967 geschrieben, Heydrichs Ariernachweis sei einwandfrei gewesen.[2]

Beispiel Claus Nordbruch

Ein Beispiel für Claus Nordbruchs Vorgehen und seinen koscheren Judäozentrismus ist seine Darstellung der mannigfaltigen „Methoden zur Dezimierung der Deutschen im Osten“ in den ersten Jahren alliierter Terrorherrschaft nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.

Hier führt er einleitend eine Seite lang sozusagen zur Beweisführung und zur psychologischen Beglaubigung der traumatischen Folgen für die überlebenden deutschen Opfer einen Juden an, welcher nach den im März 1933 erfolgten Jüdischen Kriegserklärungen an Deutschland 1934 das Deutsche Reich verlassen hatte. Ihn zitiert Nordbruch mit Herleitungen aus der Psychoanalyse, einer im 20. Jahrhundert im Westen als Mode verbreiteten Spielart jüdischer Psychologie.

Dann folgen ausführliche Schilderungen grausamer Exzesse polnischer, tschechischer und jugoslawischer Verbrecher an wehrlosen Deutschen. Danach läßt Nordbruch wiederum einen Juden – Lew Kopelew – aufmarschieren und eine Seite lang das Geschehen einordnen, ihm überläßt er das Resümee. Nordbruchs Gewährsmann, der Kommunist Kopelew, war im Krieg als Rotarmist in einer Propagandaabteilung eingesetzt gewesen und hatte dort mit Angehörigen des Nationalkomitees Freies Deutschland (NKFD) zusammengearbeitet, um Soldaten der deutschen Wehrmacht zum Überlaufen auf die sowjetische Seite zu bewegen.[3]

Indem Nordbruch sich das Geschehen bzw. das Opferschicksal der damals betroffenen Deutschen von – konkret als Gewährsleuten ganz ungeeigneten – Juden beglaubigen läßt, offenbart er seine eigene Gläubigkeit und dient deren Deutung seinem konservativen Lesepublikum als glaubwürdig an, zugleich in der Annahme, historisch einen Punkt zu machen.[4]

Beispiel Ernst Nolte

Der in konservativen Kreisen angesehene Historiker und Geschichtsphilosoph Ernst Nolte stellte seinen koscheren Ehrgeiz u. a. mit subjektiven Gewichtungen zur Schau:

„Dem Vortragenden [Nolte] müßten mindestens sechs Stunden gewährt werden, wenn von ihm erwartet würde, daß er die lange Reihe der wichtigsten Geschichtsphilosophen und Geschichtsdenker, die nach dem Ende des Ersten Weltkriegs das Wort ergriffen auch nur im knappsten Umriß darzustellen und zu charakterisieren versuchte: Oswald Spengler und Ernst Bloch [Jude], Carl Schmitt und Ernst Jünger, Benedetto Croce und Giovanni Gentile, Theodor Lessing [Jude] und Sigmund Freud [Jude], Arnold Toybee und Karl Popper [Jude], Max Horkheimer [Jude] und Theodor Adorno [Jude], Arnold Gehlen und Martin Heidegger, Raymond Aron [Jude] und Hans Jonas [Jude] sowie viele andere.“[5]

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

  1. Bildschirmfoto von der Netzpräsenz der AfD-Bundestagsfraktion (22.4.2022)
  2. Hans Meiser: War SD-Chef Reinhard Heydrich jüdischer Abstammung?, in: Rolf Kosiek / Olaf Rose (Hgg.): Der Große Wendig, Bd. 5, Edition Grabert im Hohenrain-Verlag, 2. Aufl., Tübingen 2017, S. 349 f. (350)
  3. 1981 begab sich Kopelew in die BRD, ließ sich einbürgern und kassierte eine vom deutschen Steuerzahler finanzierte Rente, Preise und viele Annehmlichkeiten.
  4. Claus Nordbruch: Methoden der Dezimierung der Deutschen im Osten, in: Der Große Wendig, Bd. 5, S. 657–675. Nordbruchs Judäozentrismus belegen auch seine Bücher „Judenfragen“ (2006) und „Machtfaktor Zionismus“ (2008).
  5. Ernst Nolte: Die europäische Philosophie und die Zukunft Europas, Vortrag, gehalten in Rom am 6. Mai 2003, Sezession, Juli 2003, S. 20–28 (26). Fehlendes Komma des Relativsatzes entspricht dem Abdruck.