Kussin, Friedrich

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Generalmajor Friedrich Kussin.jpg

Friedrich Kussin (Lebensrune.png 1. März 1895 in Aurich, Niedersachsen; Todesrune.png gefallen 17. September 1944 in Oosterbeek bei Arnheim) war ein deutscher Offizier des Kaiserlichen Heeres (nach dem Abitur Freiwilliger beim Eisenbahn-Regiment Nr. 2 in Hanau ab dem 26. März 1913), der Reichswehr und der Wehrmacht sowie Generalmajor im Zweiten Weltkrieg.

Die Verteidigung Arnheims

Der erfahrene Stadt- und Kampfkommandant, der sich am späten Nachmittag (ca. 17.30 Uhr) auf dem Rückweg nach Arnheim vom Hauptquartier des SS-Panzergrenadier-Ausbildungs- und Ersatz-Bataillons 16 nach einer Lagebesprechung mit SS-Hauptsturmführer Josef „Sepp“ Krafft im Hotel Wolfheze (noch heute im Wolfhezerweg 17) befand, wurde am ersten Tag der Operation Market Garden von britischen Fallschirmjägern der No. 5 Platoon, "B" Company, 3rd Parachute Battalion[1] an einer Kreuzung am Wolfhezerweg und Utrechtseweg in seiner mit Tarnfarbe lackierten Stabslimousine erschossen bzw. regelrecht hingerichtet, danach wurde sein Kopf skalpiert (ebenso auch der seines Fahrers Josef Willeke), sein Hals durchgeschnitten, seine Leiche verstümmelt und bestohlen. Lieutenant James Arthur Stacey Cleminson berichtete später, er mußte seine Soldaten mit Repressalien bedrohen, da sie nicht aufhören wollten, auf die toten Insassen zu schießen.

Als Generalfeldmarschall Walter Model von dem Tod des Ortskommandanten Kussin erfuhr, kontaktierte er dessen Stabscheff Major Ernst Schliefenbaum in der Feldkommandantur 642 und teilte ihm mit, er sei nun dafür verantwortlich, Arnheim zu halten, obwohl er, wie er später schreiben sollte, nur über eine Handvoll Männer verfügt haben soll.[2]

Josef Krafft, der kurze Zeit später die Kampfgruppe „Krafft“ aufstellte und u. a. an der Seite der Kampfgruppe „Sonnenstuhl“ (II. SS-Panzer-Korps) unter der Führung von Major Hans-Peter Knaust (Regiment „Knaust“ in der 490. Infanterie-Division) und dem SS-Hauptsturmführer Karl-Heinz Euling samt seinen Panzergrenadieren vom 10. SS-Panzer-Division „Frundsberg“ kämpfte, konnte den Tod des Generalmajors Kussin vergelten – die britischen Invasionstruppen wurden vernichtet.

Beisetzung

Beförderungen

Zwei deutsche Kriegsgefangene begruben auf Anweisung von Captain Reverend George Arnold Francis Pare die drei Leichen erst am 19. September 1944 am Straßenrand, viele Jahre später wurden sie auf eine deutsche Kriegsgräberstätte überführt. Generalmajor Friedrich Kussin, der das Grauen von Verdun, den Terror der Kommunisten nach dem Großen Krieg, den Polenfeldzug und das Unternehmen „Barbarossa“ überstanden hatte, fand seine letzte Ruhestätte auf dem Deutschen Soldatenfriedhof in Ysselsteyn; rechts neben ihm liegen sein ebenfalls gefallener Fahrer Gefreiter Josef Willeke und sein Übersetzer Unteroffizier Max Köster.

Auszeichnungen (Auszug)

Bildergalerie

Fußnoten