Ochsenreiter, Manuel

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Manuel Ochsenreiter (1976–2021)

Manuel Ochsenreiter (Lebensrune.png 18. Mai 1976 in Isny im Allgäu; Todesrune.png 18. August 2021 in Moskau) war ein deutscher Journalist und Publizist. Er war u. a. zuletzt Chefredakteur des deutschen Nachrichtenmagazins Zuerst!.

Werdegang

Familie Ochsenreiter zu Gast im Café Germania anläßlich A. J. Voigts Geburtstag am 5. November 1998.
Kriegsberichterstatter Manuel Ochsenreiter mit einem serbischen Freiwilligen an einer Straßensperre in der Nähe von Sewastopol, Halbinsel Krim 2014
Manuel Ochsenreiter auf dem AfD-Rußland-Kongreß, Magdeburg im August 2017
Manuel Ochsenreiter wurde von Andreas-Dieter „Adrich“ Iloff (AfD Diepholz) im Februar 2018 als Referent geladen.
Von links: Bartosz Bekier, Mateusz Piskorski, Manuel Ochsenreiter und Michał Prokopowicz, 2019
Linksterroristische Verfolgung von Manuel Ochsenreiter im Mai 2020
„Der politische Kampf wird weitergeführt, darauf kannst Du Dich verlassen, Manuel.“Udo Voigt, 21. August 2021

Heilpraktiker-Sohn Ochsenreiter wurde in Ellhofen im Allgäu geboren und katholisch erzogen. 1995 wirkte er als jüngster Autor beim Verfassen des Buches Wir 89er mit, welches von seinen Autoren als „Bekenntnisschrift“ einer neuen Generation patriotischer Deutscher verstanden wurde, die sich nach der Wende 1989 die Entwicklung eines neuen deutschen Nationalgefühls zum Ziel gesetzt hatte.[1] Das Buch setzte sich dabei für eine Entdämonisierung der politischen Rechten und Abkehr von der „Gleichmacherei von links“ ein.[1] Er schrieb damals hierzu:

„Vielleicht merkt ihr doch irgendwann, daß das Leben eines jungen Rechten nichts mit Anschlägen auf Asylantenheime, Hakenkreuzfahnen und Hitlerbildchen zu tun hat, sondern mit der aufrichtigen Überzeugung, es anders machen zu müssen als ihr.“

Nach dem Abitur (1996) und Wehrdienst studierte der Burschenschafter (Berliner Burschenschaft der Märker) u. a. am privaten „Institut für Marketing und Kommunikation“ (IMK) in Berlin. Schon kurz nach dem Schulabschluß war Manuel Ochsenreiter für die liberalkonservative Wochenzeitung Junge Freiheit tätig, dort schrieb er zahlreiche Artikel gemeinsam mit dem Buchautor Detlev Rose und wirkte u. a. als Experte in Sachen Anti-Antifa. Zuletzt war er dort für das innenpolitische Ressort verantwortlich. Er war Mitglied des Deutschherren-Stammtisches und im Jahre 2000 Mitbegründer des Deutschherrenklubs.

Von 2004 bis 2011 war er Chefredakteur der „Deutschen Militärzeitschrift“ (DMZ), seitdem Redakteur und Mitarbeiter der Zeitschrift. Ferner war er seit 2010 als Redakteur von Zuerst! maßgeblich für innen- und außenpolitische Themen zuständig. Seit März 2011 war Ochsenreiter dort Chefredakteur. In einem Beitrag vom Februar 2019 schwor das „Neue Deutschland“ seine Leser ein auf gruselige Schauer vor den überall vernetzten Rechten, die ganz etwas anderes im Schilde führen, als sie mit ihrer publizistischen Arbeit vortäuschen:

„Ochsenreiter ist gewiss kein Unbekannter in der Landschaft der deutschen Rechten. Bereits lange vor seiner Tätigkeit als Fachreferent für den baden-württembergischen AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier spielte er auf der politischen Bühne der deutschen Rechten mit. […] Zunächst als Redakteur bei der rechten Zeitung ‚Junge Freiheit‘, später wurde er Chefredakteur der extrem rechten Magazine ‚Zuerst!‘ und ‚Deutsche Militärzeitschrift‘. […] Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Journalist steht er – beispielsweise als Referent – in regem Austausch mit Schlüsselfiguren der deutschen Rechten. So zuletzt bei einem Vortrag am 14. April 2018 für den rechten Think-Tank ‚Institut für Staatspolitik‘ (IfS), der unter anderem vom völkisch-nationalistischen Verleger Götz Kubitschek mitgegründet wurde. […] So stand er in der Vergangenheit sowohl in Kontakt mit Mitgliedern der ‚Identitären Bewegung‘ – zu sehen unter anderem in einem Videoausschnitt des Magazins ‚Kontraste‘, in welchem der Identitäre Volker Z. zusammen mit Ochsenreiter einen Infotisch des ‚Zuerst!‘-Magazins betreut. Volker Z. wird vorgeworfen, im Februar 2017 einen Antifaschisten am Lübecker ZOB mit einem Messer am Hals verletzt zu haben. Aber auch zu Kadern älterer rechter Strukturen hält Ochsenreiter Kontakt. Beispielsweise zu Dieter Munier, Geschäftsführer beider Magazine, für die Ochsenreiter als Chefredakteur tätig ist.“[2]

Ochsenreiter verfügt über gute Kontakte in den Libanon und zur armenischen Diaspora, welche in seine journalistische Arbeit einfließen. Auf seinen zahlreichen Nahostreisen, über die er ausführlich publizistisch und durch Vorträge berichtet, pflegt er den Dialog mit füh­renden Islamisten.

Fachreferent im Bundestag

Schmutzkampagne Januar 2019

„Seit Anfang dieser Woche wirft ihm ein Mann öffentlich vor, einen Brandanschlag in der Ukraine beauftragt, geplant und finanziert zu haben. Daraufhin trennte sich AfD-Politiker Frohnmaier bereits am Dienstag von seinem engen Berater Ochsenreiter. Das bestätigt Frohnmaier gegenüber der ZEIT: ‚Mein Mitarbeiter hat mir dankenswerterweise angeboten, dass wir einen Auflösungsvertrag unterzeichnen. Wir haben uns einvernehmlich getrennt.‘ Ochsenreiter wolle aufgrund der negativen Berichterstattung Schaden von seinem Abgeordneten abwenden. Die Trennung bedeute jedoch nicht, sagt Frohnmaier, dass die Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Mitarbeiter stimmten. Seines Wissens nach gebe es noch nicht einmal Ermittlungen gegen seinen ehemaligen Referenten, sagt Markus Frohnmaier. Nach Informationen der ZEIT hat die Staatsanwaltschaft Berlin jedoch bereits ein Ermittlungsverfahren wegen Anstiftung zur schweren Brandstiftung gegen Manuel Ochsenreiter eröffnet.“[3]

Dietmar Munier, der Verleger von ZUERST!, kommentierte die Vorwürfe gegen seinen Chefredakteur wie folgt:

„Das ist völlig ausgeschlossen. Manuel Ochsenreiter ist Journalist durch und durch, d. h., sein Selbstverständnis besteht darin, dicht an der Quelle zu recherchieren und wahrheitsgemäß zu berichten. Wer Herrn Ochsenreiter solche Mätzchen unterstellt, der verkennt, daß Ochsenreiter seit rund zwanzig Jahren als Kriegsberichter von Krisenherden in aller Welt berichtet und aus eigener Anschauung ganz vorne im Schützengraben wirklich weiß, was Krieg bedeutet. So einer hat keinen Nachholbedarf am Krieg- oder Partisanenspielen. Wir haben es hier mit einer polnisch-ukrainischen Desinformations-Kampagne zu tun. Und ich bin sicher, daß sich im weiteren Verlauf noch zeigen wird, daß mindestens auch US-amerikanische Dienste ihre Finger im Spiel haben.“

Der russische Publizist Alexander Dugin äußerte zur Kampagne gegen Ochsenreiter:

„Die Kampagne gegen Manuel Ochsenreiter zeigt deutlich, dass wir inmitten eines totalen Informationskrieges leben. Es geht hier nicht mehr nur darum ihn anzugreifen und seine Ansichten zu diffamieren, sondern um die Auslöschung eines Charakters mit allen Mitteln, um die totale ökonomische und soziale Ausmerzung von Individuen, die es wagen, sich dem westlich-liberalen Mainstream erfolgreich in den Weg zu stellen. Manuel Ochsenreiter wurde sicherlich deswegen als Ziel dieser teuflischen Kampagne ausgewählt, da er einer der aufrichtigsten Unterstützer eines europäischen Europas und eines wahrhaft deutschen Deutschlands ist. Nichts erschreckt den liberalen Feind mehr als ein erfolgreiches und hart arbeitendes Netzwerk jener, welche sich der totalen Vernichtung der europäischen Identität durch die transatlantischen Kräfte entgegenstellen. Die Angriffe sind aber auch im Neid und Groll seiner Gegner tief verwurzelt. Manuel berichtete als Journalist von den gefährlichen Fronten der Kriege in Syrien und dem Donbass. Jene, welche die Kampagnen gegen ihn führen, erkennen vielleicht auch ihre eigene Feigheit an seinem Werk. Keiner dieser Kampagnisierer hat jemals den Klang einer Bombe in der Realität vernommen, keiner dieser liberalen Auftragsmörder ist jemals in den Schützengräben während einer Schlacht gekauert. Sie ziehen die sanfte Sicherheit ihrer IKEA-Lehnstühle, weit ab von jeder echten Gefahr, vor. Die deutschen Mainstreammedien greifen Manuel an, weil er ein enger Freund von mir ist, wegen unser vertrauensvollen und unerschütterlichen Freundschaft. Wir kämpfen beide für die Freundschaft und guten Beziehungen zwischen unseren Völkern, den Russen und den Deutschen. Unsere Aufgabe ist Frieden und nicht Krieg in Europa. Die EU-Eliten sind ob der Existenz solcher Freundschaften zutiefst besorgt. Denn sie gründen auf wahren Ideen.“[4]

Überlasteter Exilant

„Seine Mitarbeit bei der Jungen Freiheit, zeitweise als Ressortleiter, kündigte er Anfang der Nullerjahre. Er war ein Nationalrevolutionär und badete nicht gerne lau. In den Jahren 2010 bis 2015 sahen wir uns oft. Er hatte im Munier-Verlag zusätzlich zur Deutschen Militärzeitung noch die neugegründete Zuerst! übernommen, etwa ein halbes Jahr vor dem COMPACT-Start. Die doppelte Aufgabe belastete ihn bis an die physischen Grenzen. Ich lud ihn ein, zu COMPACT zu wechseln, da hätte er einen ruhigeren Job. Er hätte das gern gemacht, aber winkte dennoch ab. Ausschlaggebend war seine Treue zu seinem Verleger, dem er im Wort stand, und ein Deutscher bricht sein Wort nicht. So war er! Und dafür habe ich ihn geschätzt und geliebt, obwohl er mein Angebot ausgeschlagen hatte. Aus der Überlastung flüchtete er in noch größere Überlastung: Er reiste ab 2013 häufig nach Syrien, berichtete direkt von der Front. Als ich mal mit ihm telefonierte, ratterte im Hintergrund das Maschinengewehr. Er war furchtlos, ohne Fehl und Tadel. 2014 forderte der Stress seinen Preis: Er bekam den ersten Herzinfarkt, in Damaskus. Er überlebte nur, weil er gute Kontakte zu Ministerien hatte und im Krankenhaus der Assad-Regierung behandelt wurde. Das nächste Mal sahen wir uns 2017, auf der großen Russland-Konferenz der AfD in Magdeburg, damals noch von André Poggenburg veranstaltet. Er hatte sich ein neues, seriöses Auftreten verpasst, sprach über Geopolitik und mied jede Polemik. Die Ausgewogenheit nutzte ihm nichts: Er geriet schon allein deswegen ins Visier der Hetzer und Häscher, weil er für Frieden mit Russland eintrat und mit Alexander Dugin an einem Netzwerk arbeitete, das die Blöcke überspannte. Ein solcher Mann war gefährlich für die NATO! Im Jahr 2019 erhob Polen Anklage gegen ihn, weil er in einen Brandanschlag auf eine polnische Kultureinrichtung in der Ukraine verwickelt sei. Jeder, der ihn kannte, wusste: eine schmutzige Lüge! Manuel war kein Gewaltanhänger. Er war sanft, vielleicht zu sanft. Aus Angst vor Auslieferung an Polen und später an die Ukraine floh Manuel aus Deutschland. Ein schwerer Schlag war die mangelnde Solidarität mit ihm: Alle AfD-Politiker, für die er zeitweilig gearbeitet und denen er immer ein Forum in Zuerst! geboten hatte (auch denen, die langweiligen Stuss verbreiteten…), wandten sich von ihm ab. An Schäbigkeit war das nicht zu übertreffen. Ich bot Manuel an, dennoch eine Solidaritätsbewegung für ihn zusammenzustellen, auch in der AfD ließen sich vielleicht noch einige Aufrechte finden, machte ich Mut – doch er war schon zu resigniert. Selbst in Zuerst! wurde – anders als in COMPACT in der Ausgabe 5/2019 – der Umstand nicht groß skandalisiert, dass der Chefredakteur eines legalen Magazins ins Exil gezwungen worden war… Manuel machte einfach weiter als Chefredakteur, obwohl er gar nicht mehr in Deutschland lebte. Wie er das geschafft hat? Keine Ahnung! Ich könnte es nicht … Mich ließ er immer im Unklaren, wo er Asyl gefunden hatte; ließ nur – unter Lachen – durchblicken, es sei irgendwo in Nordafrika. Ich vermutete Syrien, die Heimat seiner zweiten Frau, einer armenischen Christin. Jetzt soll er in Moskau gestorben sein. Bevor jemand Verschwörungstheorien ausbrütet: Manuel war tatsächlich körperlich angeschlagen. Nach seinem ersten Herzinfarkt, siehe oben, war er nur kurzzeitig kürzer getreten, und die E-Zigaretten schmeckten ihm auch bald nicht mehr. Viel Bier, viel Tabak, viel Steaks, viel Stress, viele Enttäuschungen – das kann auch einen starken Mann umhauen. Zu Jahresanfang 2021 berichtete er mir, er sei über eine Woche im Krankenhaus gewesen, wegen Corona … Jetzt gerade ist mir eine irre Idee gekommen: Manuel ist gar nicht tot. Er hat den Herzinfarkt fingiert. Mit falschen Papieren, ausgestellt von seinen russischen Freunden, will er den NATO-Häschern entkommen und in der BRD eine neue Existenz aufbauen. Zuzutrauen wäre es ihm, dem Schlitzohr.“[5]

Tod

Manuel Ochsenreiter verstarb am 18. August 2021. Den langjährigen Kampf gegen die chronische Hepatitis und deren unausweichlichen Begleiterscheinungen hat er verloren. Er hinterließ eine trauende Familie, eine geschiedene Frau und zwei Söhne.

„Am 18. Mai 1976 im Allgäu geboren, trat er als Jugendlicher zunächst der Jungen Union (JU) bei, wo er als Patriot jedoch keine Heimat fand. Ab 1994 schrieb er für die Junge Freiheit (JF), wo er 1994 als Ressortleiter ausschied, um Chefredakteur der Deutschen Militärzeitschrift (DMZ) zu werden. 2010 war er zusammen mit Chefredakteur Günther Deschner und Verleger Dietmar Munier an der Gründung des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! beteiligt und wurde 2011 selber Chefredakteur des Magazins. Diese Position übte er bis zu seinem Tod aus. Seit einem Herzinfarkt, den er 2014 während einer ZUERST!-Kriegsreportage in Syrien erlitt, hatte Ochsenreiter immer wieder mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Seit 2019 hielt er sich überwiegend in Moskau auf, wo er jetzt nach einer Woche im Koma nach einem erneuten Herzinfarkt verstarb. Die deutsch-russische Freundschaft war ihm ein Herzensanliegen. Manuel Ochsenreiter zeichnete sich durch seine fröhliche und optimistische Lebenshaltung aus. Im Kreise von Kameraden, Kollegen und Autoren war er stets der umschwärmte Mittelpunkt. Mit großer weltanschaulicher Gradlinigkeit und mit umfassendem politischen und militärischen Wissen ausgestattet, vermochte er jedes Ereignis, ob national oder international, sofort einzuordnen und mit scharfer Feder zu kommentieren. Seinem Verleger Dietmar Munier war Manuel Ochsenreiter seit 27 Jahren ein enger Vertrauter und stets treuer Freund. Der Ehrgeiz, mit jeder Ausgabe von ZUERST! einen wertvollen und spannenden Beitrag zum Zeitgeschehen zu liefern, vereinte beide. Manuel Ochsenreiter war ein leidenschaftlicher und unermüdlich tätiger Journalist. Unser einziger Trost ist, daß unser Freund, der in seiner Rastlosigkeit schon mehr als nur ein Leben gelebt hat, sich nun von seinem irdischen Lebensmarathon ausruhen darf. Manuel, Du hast Dich als liebenswerter Mensch und als deutscher Patriot unsterblich gemacht.“[6]

Gedenken

  • „Das ist ein schwerer Verlust für die patriotische Publizistik in diesem um seine Existenz kämpfenden Land. Ich habe Manuel vor 23 Jahren kennen- und absolut schätzen gelernt. Er war ein toller Mensch, großer Patriot und wird immer unvergessen bleiben!“Jürgen Werner Gansel, Facebook, 19. August 2021
  • „Lieber Manuel, Menschen wie Du sind wie Kerzen, die von beiden Seiten zugleich abbrennen. Du hast unser aller Sinn erhellt und warst für Viele ein patriotischer Leitstern. In journalistischer Hinsicht für mich ein absolutes Vorbild und als Mensch stets von positiver Energie erfüllt. Danke! Ruhe nun in Frieden, wir vergessen Dich nicht. Die gesamte DS-Redaktion gedenkt Dir und Deinem Wirken. Mein und unser von Herzen kommendes Beileid den Angehörigen!“Peter Schreiber, Facebook, 19. August 2021
  • „Wir vom Deutschherrenklub trauern ... wir gedenken in aller Würde unserem unvergeßlichen Gründungsmitglied Manuel Ochsenreiter. Silentium!“ — DHK-Triumvirat, 19. August 2021
  • „Ein grausamer Verlust! Er war einer der besten Leute auf der politischen Rechten, aufrecht und treu, dabei immer humorvoll und nicht verbiestert. Mir war er ein guter Kamerad, und wenn Not am Mann war, waren wir füreinander da. Dass er Chefredakteur von Zuerst! war und ich von COMPACT, haben wir nie als Sache der Konkurrenz verstanden, sondern als Aufgabe der Synergie.“Jürgen Elsässer, 19. August 2021
  • „Er war ein mutiger und humorvoller Mann, mit dem ich gerne zusammengearbeitet habe. Als freier Autor habe ich in früheren Jahren eine Reihe von Beiträgen überwiegend zu kulturellen Themen – insbesondere biographische Würdigungen von Schriftstellern, Dichtern, Schauspielern und anderen Künstlern – für das ‚Zuerst!‘-Magazin verfaßt. Besonders gerne denke ich an unsere erste längere Begegnung zurück, als er Christine und mich im Sommer 2011 in Brück (Mark), wo wir damals übergangsweise lebten, besuchte und für eine längere ‚Homestory‘ interviewte. […] Nun hat er uns so früh schon verlassen. Für die nonkonforme, politisch und geistig unabhängige Publizistik ist sein Ableben ein schwerer Verlust. […] Sein Rat und seine Fachkenntnis wären gerade jetzt besonders gefragt, da das Scheitern der westlichen Afghanistan-Politik und damit der globalistischen Ideologie sein geopolitisches Denken in multipolaren Großräumen bestätigt. Bewahren wir dem unkonventionellen Abenteurer, Pionier und Patrioten Manuel Ochsenreiter ein ehrendes Andenken. Er hat es verdient.“ — Dr. phil. Baal Müller
  • „Auch ich sah in ihm den kleinen Scholl-Latour; wenn ihm auch die hebräischen Vorfahren fehlten. Manuel Ochsenreiter war ein fähiger Schreiber, Redakteur, Journalist, Auslandskorrespondent, Wissender und Chefredakteur. Er fehlt seit gestern.“Peter Hild, Facebook, 19. August 2021
  • Ach, Manuel, nun auch noch Du? In den letzten zwei bis drei Jahren haben sich so viele verabschiedet. Immer hinterlassen sie eine Leere, Du eine besonders große. Wir gingen eine Zeitspanne gemeinsam Hand in Hand für's Vaterland ... Café Germania, Deutschherren-Stammtisch und Deutschherrenklub, dessen unentbehrliches Gründungsmitglied Du warst. Dein Einsatz und Deine Aufopferung bleiben dem DHK, aber vor allem mir unvergeßlich. Unsere Lebenswege haben sich räumlich getrennt, unsere vaterländische Gesinnung aber nie, wie wir beiderseits durch den sporadischen Briefkontakt immer wieder freudig feststellen konnten. Heil Dir, Manuel Ochsenreiter (1976–2021), wir wenigen, welche Dich wahrlich kannten, werden mit ganzem Herzen Dein Andenken und Vermächtnis in Ehren halten. Ernst Jünger schrieb in „Das Abenteuerliche Herz“: „Man kann sich heute nicht in Gesellschaft um Deutschland bemühen; man muß es einsam tun wie ein Mensch, der mit seinem Buschmesser im Urwald Bresche schlägt und den nur die Hoffnung erhält, daß irgendwo im Dickicht andere an der gleichen Arbeit sind.“ Auch Du, Manuel, gehörtest zu diesen hoffnungsvollen anderen, welche diese hehre Arbeit, auch fern der Heimat, unermüdlich verrichteten, bis sie nicht mehr konnten. Nun ruhe sanft, Freund und Kamerad, und vertraue auf die Worte Herybert Menzels: „Wenn einer von uns fallen sollt’, der andere steht für Zwei; denn jedem Kämpfer gibt ein Gott den Kameraden bei.“ Nun stehe ich auch für Dich, wie ich es ebenfalls für manche Dir vorangegangenen Kämpfer tue. Die Last trage ich bereitwillig, bis auch ich nicht mehr kann … immer in der Hoffnung, ein anderer möge die sinkende Standarte ergreifen.Andreas J. Voigt, Facebook, 19. August 2021

Zitate

  • „Sowohl die Politik Washingtons als auch die Moskaus lassen sich logisch erklären. Europas Syrienpolitik wiederum scheint geradezu selbstmörderisch zu sein. Obwohl Europa im Prinzip die gleichen Interessen wie Russland in der Region hat – also Stabilität – unterstützt es die Destabilisierungspolitik der USA. Das ist in etwa so, als helfe man einem zugereisten Brandstifter, in der Nachbarwohnung zu Feuer zu legen. Und später wundert man sich darüber, dass es auch in der eigenen Wohnung brennt. Die Flüchtlingswelle kam nicht überraschend. Im Prinzip hat die europäische Politik selbst die Lunte dafür gelegt, indem sie den Amerikanern folgte. Eine europäische Politik, die den eigenen Sicherheitsinteressen dient, würde sofort jede Unterstützung für die sogenannte ‚bewaffnete Opposition‘ – also die Terroristen in Syrien – einstellen. Sie würde die Wirtschaftssanktionen gegen Damaskus aufheben und sie würde – wie Russland – die syrische Armee in ihrem Kampf gegen den Terror unterstützen. Europäische Sicherheitsbehörden würden eng mit syrischen Stellen zusammenarbeiten, um islamistische Kämpfer, die nach Europa eingesickert sind, ausfindig zu machen. Bislang scheint dies alles leider noch äußerst unwahrscheinlich.“ — Manuel Ochsenreiter[7]

Werke

  • Wir ’89er. Wer wir sind – was wir wollen (Mitverfasser, herausgegeben von Roland Bubik), Ullstein Verlag, Frankfurt am Main / Berlin 1995, ISBN 978-3548366432 [225 S.]
  • Staatsmord in Bagdad. Skizzen aus dem Leben des Saddam Hussein (als Herausgeber), Bonus-Verlag, Selent 2007, ISBN 978-3-935962-06-3 [191 S.]

Filmbeiträge

Manuel Ochsenreiter in einem Interview des BR im Jahre 1995:

Siehe auch

Verweise

Fußnoten