Ochsenreiter, Manuel

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Manuel Ochsenreiter

Manuel Ochsenreiter (Lebensrune.png 18. Mai 1976 in Isny im Allgäu) ist ein deutscher Journalist und Publizist. Er ist Chefredakteur des deutschen Nachrichtenmagazins Zuerst!.

Werdegang

Heilpraktiker-Sohn Ochsenreiter wurde in Ellhofen im Allgäu geboren und katholisch erzogen. 1995 wirkte er als jüngster Autor beim Verfassen des Buches Wir 89er mit, welches von seinen Autoren als „Bekenntnisschrift“ einer neuen Generation patriotischer Deutscher verstanden wurde, die sich nach der Wende 1989 die Entwicklung eines neuen deutschen Nationalgefühls zum Ziel gesetzt hatte.[1] Das Buch setzte sich dabei für eine Entdämonisierung der politischen Rechten und Abkehr von der „Gleichmacherei von links“ ein.[1] Er schrieb damals hierzu:

„Vielleicht merkt ihr doch irgendwann, daß das Leben eines jungen Rechten nichts mit Anschlägen auf Asylantenheime, Hakenkreuzfahnen und Hitlerbildchen zu tun hat, sondern mit der aufrichtigen Überzeugung, es anders machen zu müssen als ihr.“

Nach dem Abitur (1996) und Wehrdienst studierte der Burschenschafter (Berliner Burschenschaft der Märker) u. a. am privaten „Institut für Marketing und Kommunikation“ (IMK) in Berlin. Schon kurz nach dem Schulabschluß war Manuel Ochsenreiter für die liberalkonservative Wochenzeitung Junge Freiheit tätig, dort schrieb er zahlreiche Artikel gemeinsam mit dem Buchautor Detlev Rose und wirkte u. a. als Experte in Sachen Anti-Antifa. Zuletzt war er dort für das innenpolitische Ressort verantwortlich. Er war Mitglied des Deutschherren-Stammtisches und im Jahre 2000 Mitbegründer des Deutschherrenklubs.

Von 2004 bis 2011 war er Chefredakteur der „Deutschen Militärzeitschrift“ (DMZ), seitdem Redakteur und Mitarbeiter der Zeitschrift. Ferner war er seit 2010 als Redakteur von Zuerst! maßgeblich für innen- und außenpolitische Themen zuständig. Seit März 2011 ist Ochsenreiter dort Chefredakteur. In einem Beitrag vom Februar 2019 schwor das „Neue Deutschland“ seine Leser ein auf gruselige Schauer vor den überall vernetzten Rechten, die ganz etwas anderes im Schilde führen, als sie mit ihrer publizistischen Arbeit vortäuschen:

„Ochsenreiter ist gewiss kein Unbekannter in der Landschaft der deutschen Rechten. Bereits lange vor seiner Tätigkeit als Fachreferent für den baden-württembergischen AfD-Bundestagsabgeordneten Markus Frohnmaier spielte er auf der politischen Bühne der deutschen Rechten mit. […] Zunächst als Redakteur bei der rechten Zeitung ‚Junge Freiheit‘, später wurde er Chefredakteur der extrem rechten Magazine ‚Zuerst!‘ und ‚Deutsche Militärzeitschrift‘. […] Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Journalist steht er – beispielsweise als Referent – in regem Austausch mit Schlüsselfiguren der deutschen Rechten. So zuletzt bei einem Vortrag am 14. April 2018 für den rechten Think-Tank ‚Institut für Staatspolitik‘ (IfS), der unter anderem vom völkisch-nationalistischen Verleger Götz Kubitschek mitgegründet wurde. […] So stand er in der Vergangenheit sowohl in Kontakt mit Mitgliedern der ‚Identitären Bewegung‘ – zu sehen unter anderem in einem Videoausschnitt des Magazins ‚Kontraste‘, in welchem der Identitäre Volker Z. zusammen mit Ochsenreiter einen Infotisch des ‚Zuerst!‘-Magazins betreut. Volker Z. wird vorgeworfen, im Februar 2017 einen Antifaschisten am Lübecker ZOB mit einem Messer am Hals verletzt zu haben. Aber auch zu Kadern älterer rechter Strukturen hält Ochsenreiter Kontakt. Beispielsweise zu Dieter Munier, Geschäftsführer beider Magazine, für die Ochsenreiter als Chefredakteur tätig ist.“[2]

Ochsenreiter verfügt über gute Kontakte in den Libanon und zur armenischen Diaspora, welche in seine journalistische Arbeit einfließen. Auf seinen zahlreichen Nahostreisen, über die er ausführlich publizistisch und durch Vorträge berichtet, pflegt er den Dialog mit füh­renden Islamisten.

Fachreferent im Bundestag

Schmutzkampagne Januar 2019

„Seit Anfang dieser Woche wirft ihm ein Mann öffentlich vor, einen Brandanschlag in der Ukraine beauftragt, geplant und finanziert zu haben. Daraufhin trennte sich AfD-Politiker Frohnmaier bereits am Dienstag von seinem engen Berater Ochsenreiter. Das bestätigt Frohnmaier gegenüber der ZEIT: ‚Mein Mitarbeiter hat mir dankenswerterweise angeboten, dass wir einen Auflösungsvertrag unterzeichnen. Wir haben uns einvernehmlich getrennt.‘ Ochsenreiter wolle aufgrund der negativen Berichterstattung Schaden von seinem Abgeordneten abwenden. Die Trennung bedeute jedoch nicht, sagt Frohnmaier, dass die Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Mitarbeiter stimmten. Seines Wissens nach gebe es noch nicht einmal Ermittlungen gegen seinen ehemaligen Referenten, sagt Markus Frohnmaier. Nach Informationen der ZEIT hat die Staatsanwaltschaft Berlin jedoch bereits ein Ermittlungsverfahren wegen Anstiftung zur schweren Brandstiftung gegen Manuel Ochsenreiter eröffnet.“[3]

Dietmar Munier, der Verleger von ZUERST!, kommentiert die Vorwürfe gegen seinen Chefredakteur wie folgt:

„Das ist völlig ausgeschlossen. Manuel Ochsenreiter ist Journalist durch und durch, d. h., sein Selbstverständnis besteht darin, dicht an der Quelle zu recherchieren und wahrheitsgemäß zu berichten. Wer Herrn Ochsenreiter solche Mätzchen unterstellt, der verkennt, daß Ochsenreiter seit rund zwanzig Jahren als Kriegsberichter von Krisenherden in aller Welt berichtet und aus eigener Anschauung ganz vorne im Schützengraben wirklich weiß, was Krieg bedeutet. So einer hat keinen Nachholbedarf am Krieg- oder Partisanenspielen. Wir haben es hier mit einer polnisch-ukrainischen Desinformations-Kampagne zu tun. Und ich bin sicher, daß sich im weiteren Verlauf noch zeigen wird, daß mindestens auch US-amerikanische Dienste ihre Finger im Spiel haben.“

Zitate

  • „Sowohl die Politik Washingtons als auch die Moskaus lassen sich logisch erklären. Europas Syrienpolitik wiederum scheint geradezu selbstmörderisch zu sein. Obwohl Europa im Prinzip die gleichen Interessen wie Russland in der Region hat – also Stabilität – unterstützt es die Destabilisierungspolitik der USA. Das ist in etwa so, als helfe man einem zugereisten Brandstifter, in der Nachbarwohnung zu Feuer zu legen. Und später wundert man sich darüber, dass es auch in der eigenen Wohnung brennt. Die Flüchtlingswelle kam nicht überraschend. Im Prinzip hat die europäische Politik selbst die Lunte dafür gelegt, indem sie den Amerikanern folgte. Eine europäische Politik, die den eigenen Sicherheitsinteressen dient, würde sofort jede Unterstützung für die sogenannte ‚bewaffnete Opposition‘ – also die Terroristen in Syrien – einstellen. Sie würde die Wirtschaftssanktionen gegen Damaskus aufheben und sie würde – wie Russland – die syrische Armee in ihrem Kampf gegen den Terror unterstützen. Europäische Sicherheitsbehörden würden eng mit syrischen Stellen zusammenarbeiten, um islamistische Kämpfer, die nach Europa eingesickert sind, ausfindig zu machen. Bislang scheint dies alles leider noch äußerst unwahrscheinlich.“ — Manuel Ochsenreiter[4]

Werke

  • Wir ’89er. Wer wir sind – was wir wollen (Mitverfasser, herausgegeben von Roland Bubik), Ullstein Verlag, Frankfurt am Main / Berlin 1995, ISBN 978-3548366432 [225 S.]
  • Staatsmord in Bagdad. Skizzen aus dem Leben des Saddam Hussein (als Herausgeber), Bonus-Verlag, Selent 2007, ISBN 978-3-935962-06-3 [191 S.]

Filmbeiträge

Manuel Ochsenreiter in einem Interview des BR im Jahre 1995:

Verweise

Fußnoten