Mayer, Egon

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Eichenlauträger Egon Mayer

Egon Mayer (Lebensrune.png 19. August 1917 in Konstanz; Todesrune.png gefallen 2. März 1944 bei Montmedy, Frankreich)[1] war ein deutscher Luftwaffenoffizier, zuletzt Oberstleutnant, Kommodore des Jagdgeschwaders 2 „Richthofen“ und Schwerterträger des Zweiten Weltkrieges mit über 100 Luftsiegen ausschließlich an der Westfront, darunter mindestens 51 Supermarine Spitfire der Royal Air Force und 12 P-47 der USAAF sowie mindestens 26 viermotorige Terrorbomber.

Werdegang

Bruno Stolle und Egon Mayer (rechts)
Hugo Sperrle (Mitte) und Egon Mayer (rechts)

Mayer trat der Luftwaffe 1937 bei und kam nach seiner Ausbildung zu Flugzeugführer am 6. Dezember 1939 als Fahnenjunker zur I. Gruppe/Jagdgeschwader 2.

Zweiter Weltkrieg

Seinen ersten Luftsieg mit der Messerschmitt Bf 109 errang er beim Westfeldzug 1940 in der 6. Staffel/JG 2, als er am 13. Juni 1940 ein Jagdflugzeug (Morane-Saulnier MS.406) der französischen Luftwaffe abschoß. Ab 1. August 1940 diente er als Ausbilder an der Jagdfliegerschule Werneuchen, im September 1940 kehrte er zu seinem Jagdgeschwader zurück. Am 6. September 1943 schoß er drei B-17-Bomber der USAAF in 19 Minuten ab. Am 1. Dezember 1943 schoß er vier Begleitjäger P-47 und einen B-17-Bomber der USAAF ab.

Luftsiege des Flieger-Asses

Das Flieger-As zählt mit, je nach Quelle, 102 bis 115 bestätigten Luftsiegen[2] gegen westalliierte Gegner (darunter mindestens 51 Supermarine Spitfire) bei 353 Feindflügen zu den erfolgreichsten Jagdfliegern des Zweiten Weltkrieges und entwickelte eine neue Taktik zum Angriff (Angriffstaktik von vorn im toten Winkel) auf VS-amerikanische Terrorflieger der USAAF, die deren Abwehrbewaffnung weitgehend wirkungslos machte.[3] Er war an der Kanalfront der erste Flieger mit 100 Abschüsse (am 5. Februar 1944 gegen eine P-47 der USAAF), wobei er Josef Priller überholte.

Fliegertod

Am 2. März 1944 stieg Mayer in seine Focke-Wulf Fw 190 A-6 (Werknummer: 470.468) und führte seinen Stabsschwarm (insgesamt 14 Fw 190 der III. Jagdgeschwadergruppe) gegen den Einfall Hunderter B-17 „Fliegende Festungen“ im Luftraum über Sedan. Gut 1500 Meter über die Bomber befanden sich Begleitjäger, 29 P-47 der USAAF. Mayers Staffel entdeckte diese zu spät, die nun aus der Höhe, und somit im Vorteil, mit einem Verhältnis 2:1 angegriffen wurden. Mayer wurde aus ca. 370 m getroffen, sowohl Motorblock als auch Führerkanzel. Seine Fw 190 rollte zur Seite und stürzte 2,5 Kilometer südwestlich von Montmédy in Lothringen senkrecht der Erde entgegen. Das Jagdgeschwader übernahm Kurt Ubben.

Ruhestätte

Seine Überreste wurden in Beaumont-le-Roger (Normandie) beigesetzt, 1955 wurde er auf der deutschen Kriegsgräberstätte in St. Desir-de-Lisieux überführt, wo er seitdem ruht. Endgrablage: Block 1, Reihe 8, Grab 167.

Auszeichnungen (Auszug)

Bildergalerie

Siehe auch

Verweise

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 Veit Scherzer: Die Ritterkreuzträger 1939–1945 Die Inhaber des Eisernen Kreuzes von Heer, Luftwaffe, Kriegsmarine, Waffen-SS, Volkssturm sowie mit Deutschland verbündete Streitkräfte nach den Unterlagen des Bundesarchives, Scherzers Militaer-Verlag, Ranis/Jena 2007, S. 531, ISBN 978-3-938845-17-2
  2. Asisbiz database list of 115 aerial victories for Egon Mayer
  3. Dies führte zur Entwicklung der B-17 G, sie hatte unter dem Bug einen zusätzlichen Waffenturm mit einem Zwillings-MG zur Abwehr deutscher Jäger und Zerstörer.