Olympische Spiele

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Die Olympiaglocke: Das Symbol der Olympischen Spiele von 1936

Olympische Spiele (von altgriechisch τά Ὀλύμπια ta Olýmpia „die Olympischen Spiele“;[1] neugriechisch olymbiakí agónes ολυμπιακοί αγώνες „olympische Wettkämpfe“) ist die Sammelbezeichnung für regelmäßig ausgetragene Sportwettkampfveranstaltungen, die „Olympischen Sommer-“ und „Winterspiele“. Bei diesen treten Athleten und Mannschaften in verschiedenen Sportarten gegeneinander an. Der oft fälschlicherweise benutzte Begriff Olympiade für die Spiele beschreibt tatsächlich die vier Jahre zwischen den ausgetragenen Olympischen Spielen.

Geschichte

Olympische Spiele der Antike

Ewigen Sternen gleich funkeln am Himmel der Menschheit die Ideen ihrer großen Geister. Leuchtend strahlt ihr Licht über Jahrhunderte und Jahrtausende, unerschöpflich und unversiegbar in seiner göttlichen Kraft. Rätselhaft in Ursprung und Anfang, ungreifbar in die Zukunft gestellt, unlösbar verankert im Gesetz des Alls. Kein Stein verkündet den Namen des Genies, der dem Urmenschen Gewalt über das Feuer gab. In Sage gebannt ruhen die gewaltigen Taten der Ahnen. Bis in die ferne Zeit ungeschriebener Geschichte reicht die Kunde von den Olympischen Spielen der Vergangenheit. Die beschwingte Phantasie des Griechentums geizt nicht mit der Fülle reizender Erzählungen, deren imposanteste Auslegung Allvater Zeus als den Gründer der Kämpfe kündet, als er seinen Vater, den gewaltigen Kronos, auf die Knie zwang. Zeus blieb das schützende Symbol, als sich auf seiner Kultstätte in Olympia im Laufe der Jahrhunderte die festliche Zusammenkunft des griechischen Volkes zu einer machtvollen Kulturgemeinschaft entwickelte. Heiliger Gottesfriede umschloß für diese Tage wie in einem Brennpunkt das in verzweifelter politischer Zerrissenheit gespaltene Griechenvolk. 776 v. d. Z. grub der Griffel in den weißen Marmor den Namen des ersten olympischen Siegers, Koroibus von Elis, und 393 n. d. Z. verbot ein Machtspruch des christlichen Kaisers Theodosius I. auf gelbem Pergament die weitere Abhaltung der Kämpfe. 1.000 Jahre olympischer Geschichte spiegeln sich in kärglichen Bruchstücken und Namen, deren geheimnisvoller Schleier nie gelüftet werden wird. Und nur ein Funke des Geistes jener Zeiten glimmt auf, wenn die Chronik von einem Siege noch im Tode zu berichten weiß. Der Marmortempel des Zeus wurde zerstört, Schutt häufte sich über das aus Elfenbein und Gold gemeißelte Bildnis, und bald wucherten über der Trümmerstätte die dunkelgrünen Zweige der wilden Olive.

Wiedergeburt der olympischen Idee

Neue Völker wuchsen aus dem Schoß der Erde, entfalteten ihre Fähigkeiten und rangen in ewigen Kämpfen um Preis und Sieg. Langsam knospte am Baum des friedlichen Wettkampfes eine andere Blüte herauf, als der Sport zu einem bewußten Kulturinhalt des Lebens wurde. Das Zeitalter der Maschine und des Motors prägte den Menschen in eine neue Gestalt. Die wahrhafte Herrlichkeit des Leibes wurde als ein Wunder der Natur entdeckt und ebenbürtig neben das Reich des Geistes gestellt. In einem triumphalen Zuge kehrte die Natürlichkeit im Handeln und Denken der Völker zurück.

Noch dämmerte erst diese Zeit, als die klassischen Stätten des Altertums behutsam von deutscher Gelehrtenhand in das Licht der Sonne und Empfindung gerückt wurden. Die stummen Steine lösten in der Seele des jungen französischen Barons Pierre de Coubertin eine weltweite Vision aus. Er sah endlich die andere Seite der griechischen Kultur, die Harmonie und Gleichheit von Körper und Geist. Vor seinem Auge entstand der Zug der edlen Jünglinge, die singend zum friedlichen Wettstreit ziehen, um sich mit dem schlichten Lorbeer als Sieger zu bekränzen. Der Edelstein des olympischen Gedankens blitzte auf und zuckte wie ein Feuerstrahl über den Erdkreis. Aus der beschränkten Mittelmeerwelt aber machte sich der Mensch die Weite des Erdballes untertan. Olympia begreift nicht mehr den Klang der nationalen Kultur eines Volkes, er steigt empor zur dröhnenden Glocke, die zur Jugend der Welt ihre eherne Stimme erhebt. Reich und fruchtbar auf verschiedenen Wissensgebieten ist das Leben Coubertins bis dahin gewesen, nun hat es ein übermenschliches, ideales Werk als wunderbare Aufgabe erhalten.

Am 24. Juni 1894 formte sich in Paris die olympische Idee zur Wirklichkeit. Coubertins flammende Begeisterung trieb den internationalen Kongreß zur Entscheidung: Die Olympischen Spiele sollten 1896 in Athen ihre Wiedergeburt feiern. Wohl türmten sich Schwierigkeiten und Bedrängnisse vor der kleinen Schar und der Dämon Geld schien alle Anstrengungen zunichte zu machen. Aber lächelnd winkte das Schicksal Gewähr. Die Großartigkeit des Gedankens entzündete in dem griechischen Millionär Averof den Geist antiker Opferwilligkeit: Mit einem Federstrich schenkte er der Stadt Athen eine Kampfstätte von monumentaler Größe und Schönheit: Die Spiele konnten beginnen. Zum ersten Male glühte nach Jahrhunderten die olympische Flamme gen Himmel, unter königlicher Huld entfaltete sich ein glänzendes Bild rauschender Feste, in deren Mittelpunkt die Jugend der alten und neuen Welt stand.

Mit 12 Nationen fing alles an. Im Dritten Reich waren es dann schon 50 Nationen, und heutztage sind es schon 150 Nationen, die am größten Sportfest der Welt teilnehmen. Mit einem würdigen Auftakt setzte in dem Marmorstadion von Athen die lebendige Geschichte der modernen Olympischen Spiele ein. Der Wahlspruch der Kämpfer „fortius, altius, citius“ gestaltet sich in der Organisation und Ausführung zu einem Dreiklang, der wohl in den Worten „schöner, gewaltiger, erhabener" gipfeln mag.

Als „Treffen der Jugend der Welt“ sollten sie dem sportlichen Vergleich und der Völkerverständigung dienen. Seit 1896 finden alle vier Jahre Sommerspiele und seit 1924 Winterspiele statt. 1992 wurden Winter- und Sommerspiele letztmalig im selben Jahr veranstaltet, seitdem alternieren sie im zweijährigen Rhythmus (1994: Winterspiele).

Von 1912 bis 1948 fanden auch Olympische Kunstwettbewerbe statt. In den Jahren 1924, 1932 und 1936 wurde mit dem Prix olympique d’alpinisme auch ein Preis für herausragende Leistungen im Bereich des Bergsteigens vergeben. Seit 1960 folgen den Olympischen Sommerspielen und seit 1976 den Winterspielen die in denselben Wettkampforten ausgetragenen Paralympics als Wettkämpfe der behinderten Sportler.

Olympische Spiele der Neuzeit

Olympische Sommerspiele

Filme

Deutsche Produktionen über Olympische Spiele:

  • Die Olympischen Spiele zu Amsterdam 1928. Der Marathon-Lauf (1928)
  • Die Olympischen Spiele zu Amsterdam 1928. Eröffnungsfeier (1928)
  • Die deutschen Leichtathleten bereiten sich zu den Olympischen Spielen vor (1928)
  • Die Olympischen Spiele zu Amsterdam 1928. Leichtathletik, 1. Folge (1928)
  • Die Olympischen Spiele zu Amsterdam 1928. Leichtathletik, 2. Folge (1928)
  • Die Olympischen Spiele zu Amsterdam 1928. Leichtathletik, 3. Folge (1928)
  • Die Olympischen Spiele zu Amsterdam 1928. Leichtathletik, 4. Folge (1928)
  • De Olympischen Spiele zu Amsterdam 1928. Reiten (1928)
  • Die Olympischen Spiele zu Amsterdam 1928. Rudern (1928)
  • Die Olympischen Spiele zu Amsterdam 1928. Schwimmen (1928)
  • Die Olympischen Spiele zu Amsterdam 1928. Turnen und Gymnastik (1928)
  • Olympische Spiele (1931/1932)
  • Kanusport bei den Olympischen Spielen in Berlin 1936 (1936)
  • Olympische Spiele 1936. Kurzer Querschnitt (1936)
  • Olympia
  • Einsatz von Nachrichtenmitteln der Polizei bei den XI. Olympischen Spielen (1938/1939)
  • Vorbereitungen zu den Olympischen Spielen 1948 in London (1948)
  • Prometheus. Olympische Spiele mit dem Feuer (1955)

Verweise

Fußnoten

  1. Wilhelm Gemoll: Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch, München/Wien 1965