Blume, Walter (1896)

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Walter Blume (1896–1964)

Walter Blume (Lebensrune.png 10. Januar 1896 in Hirschberg; Todesrune.png 27. Mai 1964 in Duisburg) war ein deutscher Kampfpilot im Ersten Weltkrieg und Flugzeugkonstrukteur.

Leben

Ausbildung

Hirschberg, am Fuße des Riesengebirges, ist Walter Blumes Heimat. Dort wurde er am 10. Januar 1896 geboren. Als der Krieg ausbrach, hatte er gerade das Abiturium bestanden und war als Ingenieurpraktikant in einer Maschinenfabrik tätig.

Erster Weltkrieg

Er meldete sich sofort als Kriegsfreiwilliger und kam im September zum Schlesischen Jägerbataillon Nr. 5 ins Feld. Das Bataillon stand damals auf dem Kriegsschauplatz in Ostpreußen. Im Oktober wurde er bei Lyck durch einen Gewehrschuß verwundet. Nach seiner Genesung meldete er sich zur Ausbildung als Flugzeugführer. Er hatte Erfolg, kam zur Flieger-Ersatzabteilung Großenhain und dann zur Fliegerschule Leipzig-Mockau. Nach beendeter Ausbildung kam Blume an die Westfront, zuerst zum Versuchs- und Übungspark West bei St. Quentin, dann zum Armeeflugzeugpark A nach Straßburg, schließlich zur Feldfliegerabteilung Nr. 65 nach Schlettstadt. Hier war die Front ziemlich ruhig, er konnte sich aber bei erfolgreichen Erkundungsflügen auszeichnen und wurde im August 1916 bereits Vizefeldwebel. Am 31. Januar 1917 wurde Walter Blume sodann zum Leutnant befördert.

Inzwischen hatte Bruno Loerzer im Elsaß die Jagdstaffel 26 neu aufgestellt, der damals als stellvertretender Staffelführer auch Hermann Göring angehörte. Blume gehörte zu den Auserwählten, die Loerzer hinzuzog. Er und die anderen Neulinge hörten, so berichtet Blume, mit heißen Köpfen zu, wenn die alten „Kanonen“ über ihre erfolgreichen und gefahrvollen Flüge berichteten. Anfang April wurde die Staffel bei St. Quentin eingesetzt, wo es zu schweren Kämpfen mit den Engländern kam. Am 10. Mai schoß Blume seinen ersten Gegner, einen BristoI-Fighter, ab. Nach weiteren fünf Siegen erhielt er das Eiserne Kreuz I. Klasse. Am 29. November war es um ein Haar mit ihm zu Ende. Er erlitt in 4.000 Metern Höhe einen schweren Brustschuß und konnte nur noch mit Aufbietung seiner letzten Kräfte wenigstens die Maschine glatt zu Boden bringen, aber zum Aussteigcn war er nicht mehr fähig. Der Schwerverwundere wurde vorsichtig herausgehoben und mußte den Ärzten anvertraut werden. Nach seiner Wiederherstellung wurde Blume Führer der Jagdstaffel 9 in der Champagne. Seine Erfolge häuften sich. Sein 25. Sieg war gleichzeitig der hundertste der Staffel. Am 7. August wurde ihm das Ritterkreuz des Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern verliehen, am 2. Oktober schmückte den tapferen Flieger der Pour le mèrite. Seinen letzten, den 28. Gegner, brachte Blume am 28. Oktober 1918 zum Absturz.

Zwischenkriegzeit

Nach dem Waffenstillstand kehrte er in die Heimat zurück, um zunächst seine Studien als Diplom-Ingenieur zu beenden. Wichtige Aufgaben beim Neuaufbau der deutschen Luftfahrt warteten auf ihn, denen sich der verdienstvolle Weltkriegsflieger in besonderem Auftrage widmete. Er war von 1926 bis 1931 Chefkonstrukteur der Albatros-Flugzeugwerke und war dann von 1932 bis 1945 Technischer Direktor.

Nachkriegszeit

Er gründete 1953 die Leichtbau und Flugtechnik GmbH in Duisburg. Walter Blume, genialer Konstrukteur und Jagdflieger des Ersten Weltkrieges, konstruierte Flugzeuge, die bis in die heutige Zeit ihre Spuren hinterlassen haben.

Auszeichnungen