Beer, Angelika

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Angelika Beer (rechts) fordert mit Genossin Claudia Roth (links) auf einer Demonstration im Mai 1990: „Nie wieder Deutschland!“

Angelika Beer (Lebensrune.png 24. Mai 1957 in Kiel) ist eine deutsche Politikerin, die viele Jahre lang für die BRD-Blockpartei Bündnis 90/Die Grünen aktiv war und später zur kurzzeitig erfolgreichen Blockparteianwärtin „Piraten“-Partei wechselte. Sie war von 2002 bis 2004 Bundesvorsitzende der Grünen und von 2004 bis 2009 Mitglied des EU-Parlaments. Von 2012 bis 2017 war Beer Mitglied des Landtags von Schleswig-Holstein.

Werdegang

Angelika Beer wurde am 24. Mai 1957 in Kiel geboren. Ihr Vater war CDU-Abgeordneter im Landtag von Schleswig-Holstein und starb an Krebs, als Beer zwölf Jahre alt war. Ein Jahr später beging die Mutter Selbstmord und kurz darauf starb auch die Großmutter. Angelika Beer wurde mit 16 Jahren selbst Mutter, heiratete und ließ sich mit 18 Jahren scheiden. Der Ausbildung zur Arzthelferin folgte eine zur Rechtsanwalts- und Notarsgehilfin.

Angelika Beer engagierte sich in Bürgerinitiativen, in der Friedensbewegung und gegen Atomkraftwerke. Politisch aktiv war sie zuerst im Kommunistischen Bund Westdeutschlands und danach als Gründungsmitglied der Liste für Demokratie und Menschenrechte in Schleswig-Holstein, einem Vorläufer der GRÜNEN, für die sie 1987 in den Bundestag gewählt wurde. Als ihre Partei 1990 den Sprung ins erste gesamtdeutsche Parlament wegen der Fünf-Prozent-Hürde verfehlte, war Beer Referentin für Menschenrechtsfragen und koordinierte die internationale Kampagne „medico international“ zur Ächtung von Landminen.

Bei „Talk in Berlin“ 2003 leistete sich Angelika Beer einen peinlichen Auftritt. Auf Fragen antwortete sie mit inhaltlich kaum zu verstehenden Sätzen. Deshalb stellt sich die Frage bei Mitarbeitern von n-tv und den Zuschauern, ob sie alkoholisiert war. Als Moderator Klaus Bresser sie fragte, ob Außenminister Fischer sich in der Irakpolitik durch den Kanzler „gefesselt“ fühle, sprach Beer mit schwerer Zunge: „Der Außenminister sieht sich gefesselt ... durch die Bande zwischen Rot und Grün.“ Als FDP-Chef Westerwelle auf Saddams Massenvernichtungswaffen zu sprechen kam, blaffte die Grüne ohne Zusammenhang mit dem Thema: „Ich mache einen Lösungsvorschlag, der erste wäre, Herrn Möllemann abzuschaffen...“ Westerwelle genervt: „Sie sollten sich gedanklich etwas sortieren...“ Moderator Bresser schüttelte nach der einstündigen Sendung den Kopf: „So etwas habe ich nur einmal in München im Wahlkampf mit Franz Josef Strauß erlebt.“ n-tv-Geschäftsführer Helmut Brandstätter zu BILD: „Wir können doch keine Alkoholtests machen. Jeder ist für sich selbst verantwortlich.“ Zeugen im Studio wollen beobachtet haben, wie die Grünen-Chefin nach der Sendung ein Glas Weißwein schluckte – und verschwand.

Angelika Beer forderte in ihrer Antifa-Aktion „Piraten gegen Rechtsextremismus“ (→ „Gegen Rechts“) dazu auf, wer seine Zugehörigkeit zu einer rechten Partei nicht vor der Wahl 2011 publik gemacht habe, müsse mit sofortiger Wirkung bei der „Piraten“-Partei zurücktreten.

Familie

Beer lebt in Neumünster. Sie hat einen Sohn Marcus (Lebensrune.png 1973) aus erster Ehe. 2003 heiratete sie den pensionierten Bundeswehr-Oberstleutnant Peter Matthiesen, einen Vater von sieben Kindern.

Filmbeitrag

Bündnis gegen Rechts“ und Piratenpartei setzt „Zeichen gegen Rechts“ vor dem Club 88 in Neumünster.

Verweise

Fußnoten