Baerbock, Annalena

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Annalena Charlotte Alma Baerbock (Lebensrune.png 15. Dezember 1980 in Hannover) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), seit dem 27. Januar 2018 ist sie Bundesvorsitzende der Grünen.

Werdegang

Annalena Baerbock, ev.-luth., wuchs in einem kleinen Dorf südlich von Hannover auf. Ihr Elternhaus beschrieb sie als eine Art „Hippiehaushalt“,[1] als Kind wurde sie oft zu Anti-Atomkraft- oder Friedensdemonstrationen mitgenommen.

Als Schülerin verbrachte Baerbock ein Austauschjahr in Florida. Nach dem Abitur an der Humboldtschule in Hannover studierte sie ab 2000 Politikwissenschaft und Öffentliches Recht in Hamburg und ging 2004 für ein Masterstudium in Völkerrecht an die London School of Economics, wo sie 2005 als Master of Law (LL.M.) abschloß. 2009 begann sie in Berlin eine Promotion über Naturkatastrophen und humanitäre Hilfe, die sie jedoch seit 2013 ruhen ließ.

Wirken

Von 2000 bis 2003 arbeitete Baerbock als freie Mitarbeiterin bei der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ und 2005 als Trainee beim British Institute of Comparative and Public International Law. Über Praktika im Europarat und beim Europäischen Parlament fand sie zur EU-Politik. Von 2005 bis 2008 war sie Büroleiterin der grünen Europaabgeordneten Elisabeth Schroedter in Potsdam (Brandenburg) und im Anschluß bis 2009 Referentin für Außen- und Sicherheitspolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Seit 2005 Parteimitglied, amtierte Baerbock von 2008 bis 2013 als Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Europa und gehörte von 2012 bis 2015 dem GRÜNEN-Parteirat an. Von 2009 bis 2012 war sie zudem Vorstandsmitglied der Europäischen Grünen Partei. Daneben engagierte sich Baerbock in der brandenburgischen Landespolitik, wo die Folgen des Braunkohle-Tagebaus zu den wichtigsten Themen ihrer Partei gehörten. Ab 2008 saß sie im Vorstand der brandenburgischen GRÜNEN und wurde im November 2009 neben Benjamin Raschke zur Ko-Vorsitzenden des Landesverbandes gewählt, nachdem die Partei bei der Landtagswahl zwei Monate zuvor mit 5,7 % der Zweitstimmen erstmals seit 15 Jahren wieder den Einzug in den Landtag geschafft hatte. Den Landesverband neu aufzustellen und die Parteistrukturen zu professionalisieren, zählte zu Baerbocks vordringlichen Aufgaben in diesem Amt, das sie bis 2013 ausübte.

Bereits 2009 hatte Baerbock ohne Erfolg auf Listenplatz 3 der grünen Landesliste für den Bundestag kandidiert. Als Spitzenkandidatin der brandenburgischen GRÜNEN erlangte sie dann bei der Bundestagswahl im September 2013 ein Mandat, das sie bei der Wahl 2017, erneut als Spitzenkandidatin, verteidigte. In ihrer ersten Legislatur als Abgeordnete war Baerbock klimapolitische Sprecherin der grünen Bundestagsfraktion und Sprecherin der Landesgruppe Ost, gehörte dem Wirtschafts- und Energieausschuss sowie dem Ausschuss für Angelegenheiten der Europäischen Union (EU) an und wurde zudem als stellv. Mitglied in die Parlamentarische Versammlung des Europarates delegiert. In der Legislatur ab 2017 wurde sie Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. In der grünen Oppositionsfraktion (Vorsitz: Katrin Göring-Eckardt, Anton Hofreiter) erwarb sich Baerbock den Ruf einer versierten Klimapolitikerin, die für konsequente CO2-Maßnahmen eintrat. 2007 hatte sich die Bundesregierung selbst zum Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren, was über bestehende Zielvereinbarungen der EU hinausging und die bundesdeutsche Vorreiterrolle bei der sog. Energiewende – weg von fossilen und atomaren, hin zu erneuerbaren Energiequellen – bekräftigen sollte. Bis 2017 zeichnete sich jedoch zusehends ab, daß die BRD sein 2020er-Ziel verfehlen würde, u. a. weil der Ausbau der regenerativen Energien abgebremst und seit dem beschleunigten Atomausstieg (ab 2011) wieder mehr Kohlestrom produziert wurde, um Schwankungen bei Windkraft- und Solaranlagen auszugleichen.

Nach vier Jahren Großer Koalition aus CDU/CSU und SPD unter der Kanzlerin Angela Merkel (CDU) konzentrierten sich die GRÜNEN im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2017 auf ihr Kernthema Ökologie; zu ihren zentralen Forderungen gehörten der Ausstieg sowohl aus dem Verbrennungsmotor als auch aus der Kohleenergie bis 2030. Bei der Wahl am 24. September 2017 erlitten die Unionsparteien (32,9 %) und die SPD (20,5 %) herbe Stimmenverluste. Die GRÜNEN blieben mit 8,9 % Stimmenanteil die kleinste Fraktion nach der LINKEN (9,2 %). Neu hinzu kam als drittstärkste Kraft mit 12,6 % die Alternative für Deutschland (AfD), während die 2013 an der 5 %-Hürde gescheiterte FDP mit 10,7 % ins Parlament zurückkehrte. Da die SPD zunächst eine Fortführung der bisherigen Koalition ausschloss, kam es zu Sondierungsgesprächen für eine sog. Jamaika-Koalition (Schwarz-Gelb-Grün), bei denen der Kohleausstieg und die Flüchtlingspolitik zu den Hauptstreitpunkten zählten. Dem 14-köpfigen grünen Sondierungsteam gehörte Baerbock als Koordinatorin der Gruppe Europa und als Mitglied der Gruppe Klima, Energie, Umwelt an. Nach vier Wochen schwieriger Verhandlungen, die bereits tief in Details vordrangen, brach die FDP schließlich die Sondierung ab. Am Ende fand sich die SPD dann doch zu Gesprächen mit der Union bereit, die im Februar 2018 in einen Koalitionsvertrag mündeten.

Baerbock wurde am 27. Januar 2018 auf der Bundesdelegiertenkonferenz in Hannover neben Robert Habeck zur Parteivorsitzenden gewählt.

In der Corona-Krise 2020 war Baerbock Befürworter der rechtsbeugenden Maßnahmen des BRD-Regimes.[2]

Mitgliedschaften/Ämter

Familie

Annalena Baerbock ist verheiratet und hat zwei Töchter. Die Familie wohnt in Potsdam. Zu Baerbocks Hobbys zählt das Trampolinspringen, das sie früher als Leistungssport betrieb.

Siehe auch

Filmbeiträge

Klimapolitik von Grünen: „Mao Tse-tung und andere Diktatoren lassen grüßen!“

Fußnoten

  1. SZ, 11.12.2017
  2. „Die Bündnis-Grünen sind strikt gegen weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen. Ihre Ko-Vorsitzende Baerbock sagte im „Interview der Woche“ des Deutschlandfunks, angesichts der aktuellen Entwicklung dürften jetzt keine neuen Bereiche geöffnet werden. Die dritte Welle drohe.(...)“ (21. Februar 2021)