Bloch, Ernst

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Prof. Dr. phil. Dr. phil. h. c. mult. Ernst Simon Bloch

Ernst Simon Bloch (Lebensrune.png 8. Juli 1885 in Ludwigshafen am Rhein; Todesrune.png 4. August 1977 in Tübingen) war ein jüdischer marxistischer Pseudophilosoph.

Werdegang

Ernst Bloch wurde am 8. Juli 1885 als Sohn jüdischer Eltern in Ludwigshafen geboren. Sein Vater war Bahnbeamter (→ Reichsbahn). Den Gegensatz von Ludwigshafen und Mannheim, von Arbeitswelt und kulturellem Erbe, hat er bis ins hohe Alter als für sein Denken konstitutiv angesehen. Bloch studierte Philosophie, Musik und Physik in München und Würzburg und promovierte 1908 in Würzburg mit einer Dissertation über den Philosophen Rickert und das Problem der modernen Erkenntnistheorie (gedruckt 1909) zum Dr. phil.; im Zusammenhang mit dieser Thematik fand er den Ausgangspunkt seiner eigenen Philosophie: Die Entdeckung des „Noch-nicht-Bewußten“ und des „Noch-nicht-Gewordenen“.

Ernst Bloch lebte als freier Schriftsteller in Grünwald bei München (verheiratet mit der Bildhauerin Else von Stritzky, die 1921 starb), verkehrte aber auch im Kreis um den Ökonomiehistoriker, Soziologen und Politiker Max Weber in Heidelberg und war befreundet mit dem jüdisch-marxistischen Kader-Philosophen Georg Lukacs. 1917/18 war Ernst Bloch in der Schweiz als Journalist tätig.

Bloch war Kriegs- und Vaterlandsverräter und hatte sich während des Ersten Weltkrieges als entschiedener Reichsgegner zur Vermeidung des Wehrdienstes in die Schweiz begeben. Dies geschah anscheinend völlig legal, weil die deutschen Wehrbehörden von Juden-Sympathisanten durchsetzt waren. In der Schweiz verfaßte Bloch antideutsche Hetz-Schriften, in denen er offen für die Gegner Deutschlands Partei ergriff.

Die bolschewistische Machtübernahme in Rußland hingegen bejubelte Bloch mit den Worten: „Ubi Lenin, ibi Jerusalem!“ („Wo Lenin herrscht, da liegt Jerusalem!“).[1]

Wirken

„Geist der Utopie“

In seiner 1918 in Bern erschienenen Schrift[2] beantwortete Bloch als überzeugter Marxist die im Titel „Schadet oder nutzt Deutschland eine Niederlage seiner Militärs?“ gestellte Frage mit den Worten:

Wir alle, die wir keine Junker sind, können also wirtschaftlich und politisch bei einem Sieg nur verlieren, bei einer Niederlage unserer Militärs nur gewinnen.[3]

In den 1920er Jahren lebte er vor allem in Berlin, wo er Verbindung zu Theodor W. Adorno hatte und in der „Weltbühne“ schrieb. Bloch trat der KPD bei und betätigte sich für diese. Deswegen wurde er 1933 ausgebürgert. Über Zürich, Paris, Wien und Prag kam er 1938 in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo er in der stalinistisch durchsetzten Bewegung „Freies Deutschland“ mitwirkte und mit Heinrich Mann, Alfred Döblin, Lion Feuchtwanger und Bert Brecht den kommunistischenAurora-Verlag“ (Neu York) gründete. Bloch begrüße die Schauprozesse und den stalinistischen Massenmord. Er veröffentlichte nicht nur Hymnen auf Stalin, sondern propagierte auch eine „Weltkoalition“ zum Kampf gegen Deutschland. Zeitweise forderte er dazu auf, dem Nationalsozialismus eine jüdische Rassenideologie entgegenzusetzen.[4]

Bloch begab sich 1949 in die stalinisierte DDR, wo er an der Universität Leipzig als Ordinarius Philosophie lehrte. Einen Ruf an die Universität Frankfurt hatte er hochmütig mit den Worten abgelehnt, er denke nicht daran, dem Kapitalismus zu dienen. In dem 1953 in Berlin vom Verband Deutscher Studentenschaften herausgegebenen Werk „... stürmt die Festung Wissenschaft!“ über die marxistische Zerstörung der mitteldeutschen Hochschulen, wird darauf hingewiesen, daß Bloch „eindeutig die vorgeschriebene Linie“ der Pankower Kommunisten vertrete, während fast alle seine übrigen Kollegen entlassen oder bereits geflohen seien.[5]

„Das Prinzip Hoffnung“

1955 erhielt er den »Vaterländischen Verdienstorden« und den »Nationalpreis« der kommunistischen Machthaber Mitteldeutschlands. Bloch verband den Marxismus mit der jüdisch-christlichen Enderwartung zu einer utopischen Vorstellung, vor allem in seinem dreibändigen Hauptwerk „Das Prinzip Hoffnung“ (1954-59). Dieses akademisch höchst einflußreiche, überbordende Werk changiert in fragwürdiger Weise zwischen poetischen Schilderungen, die eine philosophische Attitüde beanspruchen und philosophischen Begriffsprägungen („das Noch-Nicht“), die pseudo-originell und gespreizt die Banalität der einzelnen Ausführungen überhöhen sollen.

Angesichts der nachgewiesenen stalinistischen Mordaufrufe Blochs, nimmt es Wunder, wie geschmeidig er so viele glühende Anhänger ausgerechnet unter akademischen BRD-Theologen finden konnte (deren Einfluß auf das BRD-Schulsystem grundlegend blieb). Als notdürftige Erklärung dieses verblüffenden Phänomens mag gelten, daß Bloch die christliche Kategorie der Hoffnung (aus dem christlichen Dreiklang: „Glaube — Liebe — Hoffnung“) so intensiv ideenhistorisch und ausschmückend bearbeitete. Die Bloch-Theologen, denen in den ersten Nachkriegsjahrzehnten blanker intellektueller Haß entgegenschlug — weil sie im Zeitalter des dreißigjährigen europäischen Bürgerkriegs so vollständig moralisch versagt hatten —, waren vielleicht auch dankbar, daß wenigstens ein einziger dieser vielen marxistischen Chef-Ideologen jener Epoche das Existenzrecht christlicher Kirchen nicht verleugnete. Nahezu alle anderen Marxisten propagierten damals ja (anders als heute), daß Religion ein absterbendes Zivilisationsphänomen sei. In jenem Klima lockte „das Prinzip Hoffnung“ den völlig orientierungslosen typischen Theologen in auffälliger Weise zu anbiedernden Gesten.

Alterskarriere in der linksgewendeten Bonn-BRD

Nach seiner Emeritierung 1957 gab Ernst Bloch 1958 noch eine Loyalitätserklärung für das Pankower Regime ab. Zur Niederschlagung der Aufstandsbewegungen in Polen und Ungarn, richtete Bloch eine Solidaritätsbekundung an den DDR-Diktator Wilhelm Pieck, den er als den „besten Steuermann des deutschen Volkes“ bezeichnete.[1]

Im September 1961 verlagerte Bloch seine Aktivitäten in den Westen, wo er, schon hochbetagt, noch im selben Jahr an der Universität Tübingen eine Gastprofessur und damit einen neuen Wirkungsbereich erhielt. Von hier wirkte er weiterhin besonders stark auf jüngere protestantische Theologen — so auf den ab 1967 ebenfalls in Tübingen lehrenden Jürgen Moltmann, der eine marxistisch angehauchte „Theologie der Hoffnung“ (1964) abfaßte.

Nach seinen hohen Auszeichnungen in der Ostzone erhielt Bloch 1964 den Kulturpreis des Deutschen Gewerkschaftsbundes und 1967 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, obwohl er zur Gewalt aufgerufen hatte und der Jugend unzweifelhaft kein friedliches Vorbild war. 1970 wurde Bloch Ehrenbürger seiner Geburtstadt Ludwigshafen. Die Universität Tübingen machte ihn noch 1975 zum Ehrendoktor, wie auch die Pariser Sorbonne.[5]

Ernst Bloch wurde in den 1960er Jahren — neben Marcuse, Horkheimer und Adorno — zum Leitbild und ideologischen Führer der sogenannten „Neuen Linken“ in der Bundesrepublik. Er wird heute noch von der hiesigen Linksbewegung wie ein Heiliger verehrt.[1] Kein einziger dieser angeblich so „aufgeklärten“ und angeblich so „kritischen“ Linkstheoretiker stellte sich jemals die Frage, wie das eigentlich geschehen konnte, daß aus der großen, welthistorisch bedeutsamen — und durch Jahrhunderte währenden — deutschen philosophischen Tradition von Leibniz zu Nietzsche eine verbohrte jüdische Cliquen-Wirtschaft wurde. Niemand in diesen akademischen Kreisen (die während der Ära Brandt, 1969-1974, mittels Massenberufungen von SPD-Anhängern auf neugeschaffene Universitätslehrstühle ja personell rasch auf ein Vielfaches ihrer vormaligen Größe aufgepumpt worden war) nahm Anstoß an dem Vorgang, daß die ehrwürdige philosophische Tradition plötzlich ganz in den Händen einiger weniger ideologisch eingeschärfter Marxisten lag.

Lehren

Nach Ansicht der jüdischen Philosophen Michael Landmann und E. Lévinas gibt es in Blochs Werk deutliche „Parallelen zur rabbinischen und kabbalistischen jüdischen Eschatologie“. Im „Spiegel“-Nachruf auf ihn hieß es: „Messianismus war der Inhalt allen Denkens und Dichtens, dessen Bloch fähig war. Marxist war er, insofern auch Marx messianisch dachte, wie die Propheten des Alten Testaments.“

Tod

Ernst Bloch verstarb am 4. August 1977 in Tübingen, wo seine Beisetzung noch einmal zu einer Demonstration der bereits diffundierten APO-Bewegung – mit Rudi Dutschke an der Spitze – wurde. Ein zur Ehrung des Verstorbenen entsandter Staatssekretär als offizieller Vertreter der Stuttgarter Landesregierung wurde bei der Feier, nicht unverdient, verächtlich behandelt und verhöhnt.[5] In der „National-Zeitung“ hieß es:

„Ein Dinosaurier des Marxismus-Leninismus ist tot.“

Familie

In zweiter Ehe war er mit der Architektin Karola Bloch (Lebensrune.png 1905; Todesrune.png 1994) aus der jüdischen Stoffhändlerfamilie Piotrowski verheiratet. 1990 bekundete sie ihre „Angst vor einem geeinten starken Deutschland, das so viel Leid über die Menschheit gebracht hat“.

Zitat

  • „Was für ein gespaltenes, geschichtsloses, von heute auf morgen dahinvegetierendes, finanziell reiches, geistig immer ärmer werdendes Volk der Gekrümmten!“Rudi Dutschke 1977 in seiner Rede am Grab von Ernst Bloch über die BRD-Deutschen

Literatur

  • Leszek Kołakowski: Die Hauptströmungen des Marxismus. Entstehung — Entwicklung — Zerfall. Bd. III; 2., überarbeitete Auflage 1981, ISBN 3-492-02653-2; Kapitel: Ernst Bloch — der Marxismus als futuristische Gnosis, S. 458-488.

Fußnoten

  1. 1,0 1,1 1,2 David Korn: Wer ist wer im Judentum? - FZ-Verlag ISBN 3-924309-63-9
  2. 1918 erschien sein erstes großes Werk „Geist der Utopie“ (2. Auf. 1923), das starke Beachtung fand.
  3. Ernst Bloch, 1918, S. 14
  4. Jörg von Uthmann: „Pathologie des deutsch-jüdischen Verhältnisses“
  5. 5,0 5,1 5,2 Rolf Kosiek: Die Frankfurter Schule und ihre zersetzenden Auswirkungen - Grabert/Hohenrain-Verlag 2001 ISBN 978-3-891-80061-4