Busch, Fritz Otto

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Fritz Otto Busch; er trat 1912 trat als Seekadett in die Kaiserliche Marine an. Während des Ersten Weltkriegs nahm er am 31. Mai 1916 als Leutnant zur See auf dem Großlinienschiff „Oldenburg“ an der Skagerrakschlacht teil. Im Frühjahr 1917 bis zum Sommer 1918 war er als Oberleutnant zur See II. Artillerieoffizier (II. AO) auf dem Kleinen Kreuzer „Regensburg“. In dieser Zeit fällt auch ein kurzer Aufenthalt an der Landfront in Flandern vom 27. Juni bis 14. Juli 1918. Danach war er in gleicher Funktion auf dem Minenkreuzer „Bremse“ eingesetzt, auf welchem er auch die Meuterei und den Umsturz 1918 und das Kriegsende erlebte. 1928 schied er als Korvettenkapitän aus dem aktiven Dienst aus, wurde zu Kriegsbeginn am 1. September 1939 von der Kriegsmarine reaktiviert und schließlich nach dem Polenfeldzug wieder in die Reserve versetzt.
Unterschrift als Korvettenkapitän a. D.

Fritz Otto Busch (fälschlicherweise auch Fritz-Otto; Lebensrune.png 30. Dezember 1890 in Köln-Lindenthal; Todesrune.png 5. Juli 1971 in Limpsfield, Surrey, England) war ein deutscher Offizier der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine, zuletzt Korvettenkapitän der Reserve im Zweiten Weltkrieg sowie Übersetzer und Schriftsteller diverser militärhistorischer und seefahrtsgeschichtlicher Bücher.

Werdegang

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Fritz Otto Busch, Die Emden jagt.jpg
Fritz Otto Busch, Tragödie am Nordkap. Untergang des Schlachtschiffs Scharnhorst.jpg

Busch war überzeugter Nationalsozialist und wirkte maßgeblich an der Erneuerung des deutschen P.E.N. ab 1933 mit. Als Pseudonym nutze er Busch Peter Cornelissen und Wilhelm Wolfslast. Er war u. a. Schriftleiter der Zeitschriften „Deutsche Reichsmarine“, „Deutsche Marine-Zeitung“ und „Anker auf!“ Außerdem war Busch auch Autor in der Reihe „Kriegsbücherei der deutschen Jugend“.

Nachkriegszeit

Mindestens 58 Bücher von Busch landeten zwischen 1949 und 1953 in der SBZ bzw. DDR auf der Liste der auszusondernden Literatur.[1] Nach einer Pause begann Busch um 1950 erneut Seefahrts- und Marineliteratur zu verfassen. Diesbezüglich verfaßte er wieder Jugendbücher die auch beim Franz Schneider Verlag in München erschienen. Außerdem übersetzte er Werke aus dem Englischen.

Unter seinem Pseudonym Wilhelm Wolfslast erschienen beim Münchner Moewig-Verlag zahlreiche marinehistorische Bücher, darunter auch zwei Hefte für die Groschenromanreihe: Soldatengeschichten aus aller Welt. In den 1950er Jahren war er zusammen mit Otto Mielke als Autor für die beiden ebenfalls im Arthur Moewig-Verlag München herausgegebenen Heftromanserien SOS – Schicksale deutscher Schiffe und Anker-Hefte. Seefahrt in aller Welt tätig.

Ein großer Teil der Ausgaben beider Serien wurde ab 1978 vom Pabel-Verlag in der neuen Serie SOS. Schiffsschicksale auf den Meeren der Welt erneut ediert. Eine dritte Auflage erlebten die Hefte in einer Neuauflage unter dem Titel „Der Landser präsentiert: SOS. Schiffsschicksale auf den Meeren der Welt“, die Ende der 1990er Jahre ebenfalls im Pabel-Verlag erschien. Ebenso steuerte er für die Reihe „Der Landser“ Hefte bei. Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger gab zudem eine mehrfach wieder aufgelegte Heftreihe Katastrophen auf See heraus, für die auch Busch Texte beisteuerte.

Die schriftstellerische Tätigkeit Buschs wurde ergänzt durch die Zusammenarbeit mit dem Marinemaler Walter Zeeden, der zahlreiche Bücher sowie die beiden Serien des Moewig-Verlags illustrierte.

Tod

Fritz Otto Busch, der lange in Viersen, später dann in Limpsfield/Surrey in England wohnte, verstarb dort am 5. Juli 1971.

Familie

Fritz Otto wurde als Sohn des Bankdirektors Alfred Busch und seiner Frau Eugenie, geb. Schick geboren. Nach dem Gymnasium besuchte er zwei Semester eine Universität. Sein jüngerer Bruder war der zwischen 1934 und 1935 als Leiter der Hamburger Kunsthalle tätige Kunsthistoriker Harald Busch (1904–1983), der wie Fritz-Otto während des Zweiten Weltkriegs in einer Propagandakompanie Dienst tat.

Ehe

1919 heiratete Busch seine Verlobte, die Witwe Ada Klara Gertrud von dem Knesebeck, geb. Reichsfreiin von Bittersdorf (1885–1951), die drei Kinder mit in die Ehe brachte. Ada war zuvor mit Lupold Alexander Boldewin Berndt von dem Knesebeck (Lebensrune.png 8. Dezember 1876 in Berlin), der am 8. September 1915 als Offizier des Deutschen Heeres im Ersten Weltkrieg gefallen war. Aus der Ehe ist der gemeinsame Sohn und spätere Journalist Ulf Alfred Karl Heinrich Busch (1920–1986) entsprossen.

Auszeichnungen (Auszug)

Schriften (Auswahl)

Als Fritz-Otto Busch

  • Die Linienschiffe. Richard Hermes Verlag, Hamburg 1919
  • S.M.S. Regensburg beim letzten Flottenvorstoß (23.–25. April 1918), in: Eberhard von Mantey (Hrsg.): Auf See unbesiegt, zweiter Band, J.F. Lehmanns Verlag, München 1922, S. 288 ff
  • Südwester und Stahlhelm, 1926
  • Unsere blauen Jungen, 1927
  • Niobe, ein deutsches Schicksal, 1932
  • Unter Flagge und Wimpel, 1933
  • Zwei Jungens bei der Reichsmarine, 1933
  • Die Schlacht am Skagerrak, 1933
  • Die Meuterei der Flotte 1918, Buchschmuck von Werner Chomton, Franz Schneider Verlag, Leipzig 1933
  • Heut geht es an Bord, 1933
  • Niobe-Gorch Fock: Schicksal und Hoffnung, 1933
  • Gorch Fock. Heft 56 der Reihe Die Schule im dritten Reich – Berlin : Jugendzeitschriften-Verl. H. Beenken. Die Reihe erschien ab 1933
  • U-Bootsfahrten, 1934
  • Wikinger, 1934
  • Krieg auf sieben Ozeanen, 1934
  • Germanische Seefahrt, 1935
  • Kreuzer „Emden“ jagt, Schneider, 1935
  • Unter der alten Flagge 1914–1918, Berlin 1935
  • Admiral Graf Spee´s Sieg und Untergang, 1935
  • Alarrrrm! Deutsche Kreuzer!, Leipzig 1936, weitere Auflagen
  • Drei Kleine Kreuzer, 1936
  • Traditionshandbuch der Kriegsmarine, Mitarbeit: Gerhard Ramlow. J.F. Lehmanns Verlag, München 1937
  • Das Buch von der Kriegsmarine, Zeichnungen: Marinemaler Walter Zeeden. Schiffsskizzen: Gerhard Ramlow, Bong, Leipzig 1939
  • Flug nach England. Ein Beitrag zum gegenseitigen Verstehen. München/Berlin 1937
  • Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Torpedowaffe, Unter Mitarbeit der Inspektion des Torpedowesens, der Stadt Wilhelmshaven und der Bundesführung des NSDMB. Verlag des Nationalsozialistischen Deutschen Marinebundes. 1937
  • Das Volksbuch vom Skagerrak. Augenzeugenberichte deutscher und englischer Mitkämpfer, Berlin 1938
  • Das war die „Courageous“ (Band 2 der Heftromanserie Kriegsbücherei der deutschen Jugend, Steiniger Verlage Berlin, 1939–1945)
  • Englands erste Schlappe (Band 16 Kriegsbücherei der deutschen Jugend)
  • Hilfskreuzer "Meteor", 1939
  • Die Kriegsmarine in der Aktion Dänemark-Norwegen, Franz Schneider Verlag, Berlin 1940
  • Unsere Kriegsmarine im polnischen Feldzug, Franz Schneider Verlag, München 1940
  • Akten des Seekriegs, Brunnen-Verlag Willi Bischoff, Berlin 1940
  • Narvik: Vom Heldenkampf deutscher Zerstörer, Bertelsmann, Gütersloh 1940
  • Deutsche Seekriegsgeschichte. Fahrten und Taten in zwei Jahrtausenden, Mit Gerhard Ramlow, Bertelsmann, Gütersloh 1941
  • Kampfgruppe Bismarck im Gefecht
  • Alarrrrm! : Deutsche Kreuzer!, Franz Schneider Verlag, Berlin 1942
  • Macht auf dem Meer. Mit Gerhard Ramlow, Verlagshaus Bong, Berlin 1942
  • Kameradschaft, Kampf und Tod, Franz Schneider Verlag, Berlin 1942
  • Die japanische Kriegsmarine, Hrsg. Fritz.Otto Busch mit einem Beitrag des Gesandten an der japanischen Botschaft Berlin. Exz. Shin Sákuma. Schiffslisten von Gerhard Ramlow. Beenken Verlag, Berlin 1942
  • Die deutsche Kriegsmarine im Kampf – Schiffe und Taten, Vier Tannen Verlag, Berlin/Leipzig 1943
  • „Prinz Eugen“ im ersten Gefecht, Bertelsmann, Gütersloh 1943
  • Weiße Segel – Weite Meere. Nach Tagebuchblättern und Unterlagen des Kommandanten des Segelschulschiffs „Albert Leo Schlageter“, Zusammen mit Fregattenkapitän Bernhard Rogge, Safari Verlag, Berlin 1943
  • Das Geheimnis der „Bismarck“, Hannover 1950
  • Der Untergang der „Scharnhorst“, Ein Tatsachenbericht, Hannover 1952
  • Dampfer in Seenot, Augsburg 1953
  • Sturm auf See – Schiffbrüchige und ihre mutigen Retter, München 1953
  • Schwerer Kreuzer Prinz Eugen – Die Geschichte des fröhlichen Schiffes, Sponholtz Verlag, Hannover 1958
  • Purpursegel der Kleopatra. Aktium, 31 v. Chr., Rastatt 1960
  • Marcus segelt nach Rom, München 1962
  • Sturmflut bei Nacht, München 1964
  • Kampf um Norwegens Fjorde. Fall Weserübung Nord, Ernst Gerdes Verlag, Preetz 1964
  • Katastrophen auf See-Heftreihe (o. J.): Der Untergang des Dampfers Teeswood, Die Strandung der finnischen Bark „Paul“, Wo bleibt die „Nossan“? Die Todesfahrt des Rettungsbootes „Vegesack“, Im Packeis vor Langeoog, Gestrandet auf Gross-Vogelsand
  • Wikingersegel vor Amerika, Hannover 1966
  • Übersetzungen (aus dem englischen)
  • Taprell Dorling „Endless Story“ – „Verdammte Nordsee!“ Franck’sche Verlagshandlung Stuttgart, 1936
  • Verdammte Nordsee! Captain Dorling erzählt englische Seekriegsgeschichten, Franckh, Stuttgart 1936
  • Sir Philip Gibbs „Ordeal in England“ – „England spricht“ Universitas Deutsche Verlags-Aktiengesellschaft Berlin, 1937
  • Sir Philip Gibbs „Great Argument“ – „Brücke zum Morgen“ Universitas Deutsche Verlags-Aktiengesellschaft Berlin, 1938

Als Peter Cornelissen

  • Die Hochseeflotte ist ausgelaufen, 1930 J.F. Lehmanns Verlag München
  • Kreuzer in roter Flut, 1931 August Scherl G.m.b.H. Berlin
  • Minen und Menschen, 1933 Brunnen-Verlag Willi Bischoff Berlin

Als Wilhelm Wolfslast

  • Der Seekrieg 1914–1918, Leipzig 1938
  • Europa kämpft für England. Das Ringen Napoleons gegen die britische Vorherrschaft, Leipzig 1939
  • Die germanische Völkerwanderung, Stuttgart 1941
  • Die Kriege Friedrichs des Großen. Mit zwölf Schlachtskizzen, einer Karte und sieben Bildnissen, Stuttgart 1941
  • Der Ruf des Meeres. Deutsche Seefahrer in 15 Jahrhunderten, Berlin 1942
  • Preussens Schicksalswege, Stuttgart 1942
  • Admiral Michael de Ruyter, Leipzig 1943
  • Helden der See. Band 1. Entdecker und Admirale, Berlin 1944
  • Unter Walfischen und Piraten, Esslingen 1949
  • Der Schiffbruch der „Trevessa“. Britischer Frachtdampfer „Trevessa“, München 1955
  • Die Tragödie des ersten Riesenschiffes. Britischer Dampfer „Great Eastern“, München 1955
  • Durchbruch nach Malta. Britischer Dampfer „Port Chalmers“, München 1955
  • Der Flibustier-Admiral : Sir Henry Morgan, München 1955
  • Fünf Wochen Todesnot. Britischer Dampfer „City of Cairo“, München 1955
  • Schiff im Brennpunkt. Britischer Flugzeugträger „ARK ROYAL“, München 1955
  • Ein Seemann der Freiheit. John Paul Jones, München 1955
  • 22 Mann gegen „TIRPITZ“ : britische Torpedoreiter und Kleinst-U-Boote, München 1955
  • Ein harter Seevogel. Paul Beneke. Seeheld der Hansezeit, München 1955
  • Die Nachtschlacht bei Sava-Island. Australischer Schwerer Kreuzer „Canberra“, München 1956
  • Kampf im Mittelmeer. Australischer Zerstörer „Stuart“, München 1956
  • Meuterei im Atlantik. Kanadische Bark „Veronica“, München 1956
  • Ein Mann, ein Junge und elf Meuterer. Kanadisches Vollschiff „LENNIE“, München 1956
  • U-Boot gegen U-Boot. Amerikanisches Unterseeboot „BATFISH“, München 1956
  • Schnellboote ran! Die „Windhunde der See“ im Kampf gegen die Invasionsflotte, München 1958
  • Das Boot, das sich selbst torpedierte. Amerikanisches Unterseeboot „Tang“, München 1957
  • Vom La Plata zur Java-See. Britischer Schwerer Kreuzer "Exeter", München 1957
  • Kampf an der Ugra. Deutsche Soldaten auf verlorenem Posten im russischen Winter, München 1957
  • Duell im Pazifik : die Fahrten und Kämpfe eines deutschen Hilfskreuzers im 2. Weltkrieg, München 1957
  • U-Boots-Dämmerung. Der große Erlebnis-Roman über das Schicksal eines deutschen U-Bootes und seiner tapferen Besatzung, München 1957
  • Die Todesfahrt des Geleitzuges PQ 17, München 1959
  • Klar zum Rammen! Britischer Zerstörer „Glowworm“, München 1958
  • Das Gefecht bei der Bären-Insel. Britischer Zerstörer „Onslow“, München 1958
  • Guderians entscheidender Panzerdurchbruch. Deutsche Panzer gegen die Maginot-Linie, München 1958
  • The Germans to the front! S.M. großer Kreuzer „Hertha“, München 1958
  • Skagerrak. Die größte Seeschlacht der Geschichte, München 1958
  • Der große Wettlauf. Die deutsch-englische Jagd nach Norwegen 1940, München 1958
  • Trotz Tod und Teufel. Der U-Boots-Krieg von der freien Jagd bis zur Radarhölle, München 1959
  • Kampf um Ponape. S.M. Kleiner Kreuzer „Cormoran“, München 1959 (SOS Schicksale deutscher Schiffe Nr. 164)
  • Die Schlacht bei Trafalgar. Britisches Linienschiff „Victory“, München 1959
  • Von Coronel nach Falkland. Kampf und Untergang des Kreuzergeschwaders des Grafen Spee, München 1959
  • Tsushima. Die Tragödie der russischen Flotte, München 1959
  • Vor Kapstadt torpediert. Britischer Truppentransporter „Orcades“, München 1959
  • Das U-Boots-Sterben am Geleitzug HG 76. Britischer Geleitfahrzeug „Stork“, München 1959
  • Captain Walkers größter Erfolg. Britische Sloop „Starling“, München 1959
  • Der Handstreich auf Saint-Nazaire. Britischer Zerstörer „Campbeltown“, München 1960
  • Die letzten Schlachtkreuzer der Royal Navy. H.M.S. „Hood“, „Renown“, „Repulse“, München 1960
  • Kämpfer in zwei Weltkriegen. Britisches Schlachtschiff „Warspite“, München 1960
  • Vom Schicksal verfolgt. Frachtdampfer „Trevessa“/US-Dampfer „Vestris“, München 1979 (Reprint)
  • In den Zonen des Todes. Dampfer „Port Chalmers“/Phosphatschiff „Komata“, München 1980 (Reprint)
  • „Torpedolaufbahn an Steuerbord“. Britische U-Boot-Falle „Farnborough“, München 1980 (Reprint)
  • Kampf ohne Hoffnung. Holländischer Leichter Kreuzer „De Ruyter“. Australischer Schwerer Kreuzer „Canberra“, München 1980 (Reprint)
  • Linienschiff „Victory“. Nelsons Flaggschiff bei Trafalgar, Hamburg 1998 (Überarbeiteter Reprint)
  • Flugzeugträger „Ark Royal“. Im Brennpunkt des Seekriegsgeschehen 1939–1941, Kiel 2000 (Überarbeiteter Reprint)

Fußnoten