Rogge, Bernhard

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Eichenlaubträger der Kriegsmarine Bernhard Rogge

Bernhard Rogge (Lebensrune.png 4. November 1899 in Schleswig; Todesrune.png 29. Juni 1982 in Reinbek) war ein deutscher Offizier der Kaiserlichen Marine, der Reichsmarine und der Kriegsmarine, zuletzt Vizeadmiral und Ritterkreuzträger des Zweiten Weltkrieges sowie Konteradmiral der Marine der neu aufgestellten Bundeswehr.

Seine Feindfahrten mit der „Atlantis“ sind legendär (die Reise führte einmal rund um die Welt und war der längste ununterbrochene Kriegseinsatz eines deutschen Kriegsschiffs), sein konsequentes Vorgehen gegen Fahnenflüchtige als Kriegsgerichtsherr der Marine ebenfalls. Rogge war ein tadelloser Seeoffizier, der in vier deutschen Marinen gedient und sich in Krieg und Frieden bewährt hat, wie auch Bundespräsident Karl Carstens ihm zu seinem 80. Geburtstag in einer Laudatio bestätigte.

Leben

Ritterkreuzträger Rogge
Rogge in seinem Dienstzimmer (Bundeswehr)
Konteradmiral der Bundeswehr Bernhard Rogge

Bernhard Rogges Großvater hieß ebenfalls Bernhard (1831–1919), war Doktor der Theologie und Hofprediger beim König von Preußen in Potsdam. 1862-89 war dieser Divisionspfarrer (schon dessen Vater Wilhelm war Militärpfarrer) der 1. Garde-Infanterie-Division des Garde-Korps und wurde 1906 Ehrenbürger von Potsdam. Rogges Vater war Friedrich Rogge (1867–1932), preußischer Landrat in Tondern, 1919 Mitgründer und bis 1929 Landesvorsitzender der DNVP in Schleswig-Holstein. Seine Mutter war Hildegard, geb. Anders (1871–1924), Tochter des Wirklich Geheimen Oberregierungsrates Friedrich Anders (1835–1890).

Zum Militär kam Bernhard über seine Onkel väterlicherseits; Josua Rogge (Lebensrune.png 1863) war Oberstleutnant der Preußischen Armee und Maximilian Rogge (1866–1940), dem er sehr nahe stand, Admiralstabsoffizier der Kaiserlichen Marine, zuletzt Vizeadmiral, Leiter des Reichsmarineamtes und später Repräsentant der Škodawerke.

Gerücht vom Vierteljuden

Der angebliche „Vierteljude“ (eine, wenn auch konvertierte, Großmutter soll jüdischstämmig sein) soll zu Kriegsbeginn von Adolf Hitler die Deutschblütigkeitserklärung erhalten haben. Belegt ist diese Annahme resp. Behauptung nicht, aber auch nicht ausgeschlossen.

Werdegang

Grabstätte

Rogge, der als 15jähriger in die Dienste der Kaiserlichen Marine trat, fuhr im Ersten Weltkrieg auf den Kreuzern „Freya“, „Moltke“, „Stralsund“ und „Pillau“ gegen den Feind, zuletzt diente er in der III. Marine-Brigade.

„Bernhard Rogge trat 1915 in die Kaiserliche Marine ein. Als Leutnant zur See nahm er am 1. Weltkrieg teil und wurde nach dem Krieg in die Reichsmarine übernommen. 1928 wurde er zum Kapitänleutnant befördert, 1934 zum Korvettenkapitän und 1937 zum Fregattenkapitän. 1936 wurde er Kommandant des Segelschulschiffes ‚Gorch Fock‘ und 1938 Kommandant des Segelschulschiffes ‚Albert Leo Schlageter‘. Am 1. Dezember 1939 wurde er zum Kapitän zur See befördert. Im selben Monat wurde er Kommandant des Hilfskreuzers ‚Atlantis‘, mit dem er am 31. März 1940 zur Feindfahrt auslief. In 655 Seetagen legte der Hilfskreuzer 110.000 Seemeilen im Atlantik, im Pazifik und im Indischen Ozean durch und versenkte 19 Schiffe. Drei weitere Schiffe wurden aufgebracht. Noch während der Feindfahrt wurde ihm am 7. Dezember 1940 das Ritterkreuz verliehen. Am 22. November 1941 mußte Rogge den Hilfskreuzer während der Versorgung von U-126 infolge des überraschenden Auftauchens des britischen Kreuzers ‚Devonshire‘ selbst versenken. Rogge und seine Besatzung konnten nach einer abenteuerlichen Rettung durch deutsche und italienische U-Boote nach Deutschland zurückkehren. Am 31. Dezember 1941 erhielt er als Kapitän zur See für seine Leistungen das Eichenlaub verliehen. Ab April 1942 hatte er eine Stabschefstellung bei der Bildungsinspektion der Kriegsmarine, deren Inspekteur er im März 1943 wurde. Am 1. März 1943 wurde er zum Konteradmiral befördert, im November 1944 wurde er Befehlshaber des Flottenausbildungsverbandes in der Ostsee. 1945 war er maßgeblich an der Rettung deutscher Flüchtlinge aus Ostpreußen beteiligt. Nach Kriegsende befand er sich bis zum 14. September 1945 in britischer Internierung.“[1]

Kaperfahrt des Handelsstörkreuzers „Atlantis“

„Rogge wird das Kommando über die ‚Atlantis‘ anvertraut, die vor ihrem Umbau zum Schweren Hilfskreuzer als ‚Goldenfels‘ für die Bremer Hansalinie gefahren ist. Ende März 1940 läuft Rogges Schiff zur längsten Seereise aus, die jemals in der Kriegsgeschichte von einem Hilfskreuzer zurückgelegt wurde. Sie währt 662 Seetage und führt über alle Weltmeere. Rogge überwindet alle Gefahrenschwellen und hat am 7. April 1940 den feindlichen Blockadekordon durchbrochen. Nun wird die ‚Atlantis‘ im Atlantischen, im Indischen und schließlich auch im Pazifischen Ozean zum Schrecken der alliierten Schiffahrt. Mit blitzartiger Geschwindigkeit verwandelt sie sich in einen ‚Norweger‘, ‚Schweden‘, ‚Russen‘, ‚Japaner‘, ‚Holländer‘, bis es für das Opfer kein Entrinnen mehr gibt und geentert wird. Dabei achtet Kapitän Rogge stets darauf, daß Besatzung und Passagiere der gekaperten Handelsschiffe geborgen und unbeschadet an Land gebracht werden. Für Frauen und Kinder, die sich an Bord gekaperter Schiffe befinden, hat er alle Vorsorgemaßnahmen getroffen. Der Kaperkrieg trifft den Nerv des feindlichen Nachschubs, trägt zur Verunsicherung der Alliierten bei, bindet gegnerische Kräfte. Mitunter wird wertvollstes Geheimmaterial erbeutet. Von der aufgebrachten Tonnage her ist die ‚Pinguin‘ unter Kapitän Krüder (er fällt mit seinen Mannen am 8. Mai 1941 nördlich der Seychellen) am erfolgreichsten. Die spektakulärsten Aktionen allerdings gelingen Rogge mit seiner ‚Atlantis‘. Selbst die deutsche Seekriegsleitung hat über lange Phasen keinen Schimmer, wo Rogge gerade entert und kapert. Er wird mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet und bringt es während der 102 000 Seemeilen langen Fahrt auf 22 Handelsschiffe mit annähernd 150 000 BRT, die entweder versenkt oder als wertvolle Prisen in die Heimat geschickt werden. Am 22. November 1941 wird die ‚Atlantis‘ vom britischen Kreuzer ‚Devonshire‘ gestellt. Rogge läßt sein Schiff, das gegen den feindlichen Giganten keine Chance hat, nach kurzem Gefecht versenken. Der Kapitän und seine Leute werden von einem deutschen U-Boot aufgefischt und gelangen nach zahlreichen todgefährlichen Abenteuern in die Heimat. Bis auf 11 Gefallene hat Rogge seine Besatzung heil zurückgebracht.“[2]

Nachkriegszeit

Nach der Kriegsgefangenschaft setzte die britische Militärregierung Rogge zeitweise als kommissarischen Landrat in Schleswig ein. Dann wurde er Handelsvertreter zweier chemisch-pharmazeutischer Unternehmen, anschließend Geschäftsführer einer Hamburger chemisch-pharmazeutischen Fabrik.

1957 trat er in die Marine der ein, hatte eine Dienstwohnung in Kiel und eine Wohnung an Hamburgs Elbchaussee. Am 31. März 1962 ging er als Konteradmiral und Befehlshaber im Wehrbereich I in den Ruhestand. Er war noch bis 1965 Berater für Fragen der Zivilverteidigung bei der Landesregierung von Schleswig-Holstein. Von Mai 1962 bis 1973 war Rogge 1. Vorsitzender des Deutschen Hochseesportverbands HANSA. Seit 1960 war er gemeinsam mit seiner Frau Besitzer eines Ferienhauses in Kampen auf Sylt.

„1957 als Konteradmiral in die Bundesmarine übernommen, wurde R. Befehlshaber des Wehrbereichs I (Schleswig-Holstein u. Hamburg); als solcher übernahm er im April 1958 auch das Kommando über die NATO-Land-Verbände in Schleswig-Holstein. Es ist nicht zuletzt seinem Engagement zuzurechnen, daß dieses neue Ostseekommando als NATO-Unterkommando gebildet werden konnte und so den dt.-skandinav. Entspannungsprozeß nach dem 2. Weltkrieg weiter vorantrieb. Nach seiner Pensionierung 1962 war R. als Mitgeschäftsführer bei der Hamburg-Atlantik-Linie, später als Verwaltungsratsmitglied einer Münchner Kühlschiffgesellschaft tätig. Außerdem beriet er die schleswig-holstein. Landesregierung in Fragen der Zivilverteidigung und setzte so die bereits während seiner aktiven Bundeswehrzeit begonnene Diskussion über die Bedeutung einer „Landeswehr“ fort, weswegen er bereits mit Verteidigungsminister Franz Josef Strauß in Konflikt geraten war. 1965 leitete die Staatsanwaltschaft in Flensburg ein Ermittlungsverfahren gegen R. ein, da er kurz vor der Kapitulation drei und am 11.5.1945 ein Todesurteil [Anm. Rechtswirksam durch die Regierung Dönitz] bestätigt hatte. R. berief sich auf die Notwendigkeit des Erhalts von ‚Disziplin und Ordnung‘ und der Vermeidung von militärischen Auflösungserscheinungen. Das Verfahren wurde eingestellt.“[3]

Tod

Bernhard Rogge verstarb 1982 und wurde auf dem Friedhof von Reinbek beigesetzt. Dort ruht er an der Seite seiner Gemahlin. Die „Elsbeth und Bernhard Rogge-Stiftung“ zur Förderung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wurde ihnen zu Ehren initiiert.

Familie

Rogge war seit 1925 mit Anneliese Frahm verheiratet, die jedoch schwer erkrankt am 4. September 1939 verstarb, zuweilen wird angegeben, daß sie Suizid begangen habe. Ihre Mutter soll derart bestürzt gewesen sein, daß sie am 5. September 1939 folgte. Genealogisch sind beide Vorfälle so nicht belegt.

1947 heiratete Rogge ein zweites Mal, seine Auserwählte war Elisabeth „Elsbeth“ Schumacher (1909–1999), mit der er den Rest seines Lebens verbrachte.

Beförderungen

  • Kriegsfreiwilliger mit der Anwartschaft auf eine Übernahme in die Seeoffizierslaufbahn (1. Juli 1915)
  • Fähnrich zur See (19 Apr 1916)
  • Leutnant zur See (13 Dez 1917)
  • Oberleutnant zur See (10 Jan 1921)
  • Kapitänleutnant (1 Jan 1928)
  • Korvettenkapitän (1 Okt 1934)
  • Fregattenkapitän (1 Nov 1937)
  • Kapitän zur See (1 Nov 1939)
  • Konteradmiral (1 März 1943)
  • Vizeadmiral (1 März 1945)
Rogge, Bernhard V.jpg

Auszeichnungen (Auswahl)

Kaiserreich

Drittes Reich

Werke (Auswahl)

  • Weiße Segel, weite Meere, 1939 (mit F. O. Busch)
  • Schiff 16. Die Kaperfahrten des schweren Hilfskreuzers Atlantis auf den sieben Weltmeeren, mit Wolfgang Frank, u. a. Stalling (1955) und Heyne (1966); mehrere Auflagen seit 1955
    • englisch Under Ten Flags, Übersetzung: R. O. Long, 1960
  • Zahlreiche Aufsätze zur Menschenführung u. a. in: Wehrwissenschaftliche Rundschau 1952, Heft 6, S. 264-75; Wehrbetreuung bei der Kriegsmarine im II. Weltkrieg, III, 1973, S. 4-18, 19-30, 31-41; Proceedings, 1963, Heft 2, S. 40-51.

Atlantis (Schiff, 1937)

Die „Atlantis“ war ein zum Hilfskreuzer umgerüstetes deutsches Handelsschiff und führte Handelskrieg gegen die feindliche Schiffahrt der Alliierten. Bei der Seekriegsleitung wurde die Atlantis unter den Decknamen „Handelsstörkreuzer 2“ bzw. „Schiff 16“ geführt. Bei der Royal Navy war sie als „Raider C“ bekannt. Die Handelsstörfahrt der Atlantis dauerte insgesamt 622 Tage und war die längste Einsatzfahrt eines Kreuzers in beiden Weltkriegen.[4] Insgesamt war Schiff 16 ohne einen Hafen anzulaufen 655 Tage auf See – einmalig in der Geschichte der Seefahrt – und vernichtete und erbeutete insgesamt 145.960 BRT feindlichen Schiffsraumes. Nach neuesten militärhistorischen Erkenntnissen wurden 16 versenkt und sechs als Prise eingebracht. Nur der am 8. Mai 1941 vom Feind versenktSchwere Hilfskreuzer „Pinguin“ (HSK 5 / Schiff 33) unter Ernst-Felix Krüder war mit 28 versenkten oder gekaperten Schiffen erfolgreicher, hatte allerdings mit 136.642 BRT weniger Tonnage vorzuweisen.

Am 22. November 1941 wurde die „Atlantis“ bei der Versorgung eines deutschen U-Bootes 500 Meilen südöstlich der Sankt-Peter-und-Sankt-Pauls-Felsen vom britischen Schweren Kreuzer Devonshire gestellt und unter Feuer genommen. Die Besatzung versenkte ihren schwer beschädigten Hilfskreuzer selbst, konnte aber fast vollzählig mit Unterseebooten nach Hause gebracht werden.

„Unmittelbar nach Beginn des 2. Weltkriegs wurde der Frachter im September 1939 beschlagnahmt. Das schnelle Schiff wurde dann in nur drei Monaten auf der Deschimag-Werft in Bremen zum Hilfskreuzer umgebaut. Das Kommando über den nun auf den Namen ATLANTIS getauften Hilfskreuzer erhielt Kapitän zur See Bernhard Rogge, der seine Mannschaft in den folgenden drei Monaten in der Ostsee ausbildete. In dieser Zeit trug das Schiff zu Tarnzwecken einen zweiten, unechten Schornstein. Anfang März 1940 war die ATLANTIS kriegs- und auslaufbereit und verlegte nach Wilhelmshaven. Nach Tarnung als norwegisches Motorschiff ‚Knute Nelson‘ lief der Hilfskreuzer Atlantis am 31. März in die Nordsee aus. Sie folgte der norwegischen Küste nach Norden und lief durch die Dänemark-Straße zwischen Island und Grönland ungehindert in den offenen Atlantik. [...] zwischenzeitlich als sowjetisches Frachtschiff ‚Kim‘ getarnt. Im Mai 1940 versenkte die ATLANTIS im Südatlantik den ersten Gegnerfrachter und legte dann die an Bord befindlichen 92 Seeminen vor der südafrikanischen Küste. Die Minensperre blieb allerdings folgenlos. Der Hilfskreuzer ging danach in den Indischen Ozean und versenkte dort bis November 1941 neun alliierte Handelsschiffe und brachte drei weitere als Prisen auf. Während dieser Zeit benutzte die ATLANTIS drei verschiedene Tarnungen, nämlich als japanische ‚Kasii Maru‘, als niederländische ‚Abbekerk‘ und zuletzt als norwegische ‚Tarifa‘. Im Dezember 1940 wurde der Hilfskreuzer in einer Bucht auf den abgelegenen, unbewohnten Kerguelen-Inseln von seiner Mannschaft überholt und als norwegisches Frachtschiff ‚Tamesis‘ getarnt. Im Januar und Februar 1941 wurden im Indischen Ozean drei weitere Frachtschiffe erbeutet und eines davon versenkt. Von April bis Juni 1941 operierte die ATLANTIS im Südatlantik und versenkte dort fünf weitere Schiffe. Im Folgemonat lief sie dann, getarnt als niederländische ‚Brastagi‘, durch den südlichen Indischen Ozean bis in den Pazifik, wo im September ein weiteres Frachtschiff aufgebracht wurde. Dieses sollte die letzte Beute der ATLANTIS werden, denn auf dem Rückmarsch nach Deutschland wurde sie am 21. November 1941 bei Ascension Island während der Versorgung von U-Booten im Südatlantik durch den britischen Kreuzer ‚Devonshire‘ gestellt und daraufhin selbstversenkt. Die Mannschaft konnte zum größten Teil auf U-Booten nach Deutschland zurück gebracht werden.“[5]

Bergung und Rettung

Der Schwere Kreuzer der Royal Navy suchte nach der Versenkung der „Atlantis“ die Weite, die Deutschen waren verloren, aber Hilfe eilte herbei, denn der letzte Funkspruch wurde von deutscher Seite aufgefangen. Rund 400 Besatzungsmitglieder wurden von den deutschen U-Booten „U A“, „U 68“, „U 124“ und „U 126“ sowie von den italienischen U-Booten „Tazzoli“, „Finzi“, „Calvi“ und „Torrelli “ aus dem haiverseuchten Meer gefischt. Die Heimfahrt war unbequem, aber vor allem gefährlich, denn die Unterseeboote der Achsenmächte wurden auf der gesamten Strecke vom Feind gejagt. Nach einer Fahrt von über 100.000 Seemeilen, das entspricht einer Reise von beinahe fünf Mal um die Erde, erreichten die Männer den deutschen U-Boot-Stützpunkt an der französischen Atlantikküste. Großadmiral Erich Raeder empfing die Besatzung feierlich.

Hilfskreuzer „Atlantis“ mit Tarnschornstein

Daten

Hilfskreuzer Atlantis.jpg
  • Schiffstyp: Frachter, ab 1939 Hilfskreuzer
  • Bauwerft: Bremer Vulkan für die Reederei DDG „Hansa“ und auf den Namen „Goldenfels“ getauft
    • Die „Goldenfels“ war das fünfte von acht Schwesterschiffen der „Ehrenfels“-Klasse und wie ihre Schwesterschiffe für den Südostasien-Dienst der Reederei vorgesehen
  • Stapellauf: 16. Dezember 1937
  • Umbauten: 1939 zum Hilfskreuzer
  • Besatzung:
    • 25 Mann als Frachter
    • 372 Mann als Hilfskreuzer einschließlich vier Prisenkommandos (über 400 Mann insgesamt)
  • Verbleib: Versenkt am 22.11.1941

Technische Daten

Vermessung: 7682 BRT Länge: 155 m über alles Breite: 12,19 m Tiefgang: 6,00 m Antrieb: 2 Dieselmotoren mit 7600 PS Geschwindigkeit: 16 kn max.

  • Bewaffnung
    • Seezielartillerie:
      • 6 x 15,0 cm
      • 1 x 7,5 cm
    • Flak:
    • 2 x 3,7 cm
    • 4 x 2,0 cm
    • Torpedorohre: 4 x 53,3 cm
    • Seeminen: 92 Stück
    • Bordflugzeuge:
    • 2 x He 114
    • ab März 1941 Arado Ar 196

Bildergalerie

Filmbeiträge

Private Schmalspurfilmaufnahmen eines Sanitätsoffiziers auf dem Hilfskreuzer Atlantis (ohne Ton) / Ausschnitt des italienisch-VS-amerikanischen Spielfilms von 1960 „Unter zehn Flaggen“ / Rettung der Besatzung (Deutsche Wochenschau)

Literatur

  • Paul Schmalenbach: Die deutschen Hilfskreuzer 1895–1945, Stalling, Oldenburg u. a. 1977
  • August K. Muggenthaler: Das waren die deutschen Hilfskreuzer 1939–1945 – Bewaffnete Handelsschiffe im Einsatz, Motorbuch-Verlag, Stuttgart 1981

Verweise

Fußnoten