Krafft von Dellmensingen, Erhart

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Oberstleutnant i. G. Erhart Krafft von Dellmensingen als Chef des Generalstabes des I. Fliegerkorps

Erhart Albrecht Konrad Krafft von Dellmensingen (auch Ehrhart, Erhard und Ehrhardt; Lebensrune.png 27. Dezember 1906 in Landsberg am Lech; Todesrune.png 15. Juni 1990 in Weilheim in Oberbayern) war ein deutscher Offizier der Reichswehr und der Wehrmacht, zuletzt Oberst i. G. und Kampfflieger der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg.

Werdegang

Oberst i. G. Krafft von Dellmensingen im November 1944 als Chef des Generalstabes des IX. Fliegerkorps
  • 1. April 1925 Eintritt in das Heer der Reichswehr als Offizieranwärter
  • 1. Juni 1931 bis 1. Oktober 1932 Flugzeugführerausbildung an der Geheimen Fliegerschule und Erprobungsstätte der Reichswehr (Deutsches Flugzentrum Lipezk)
  • 1932 Zertifikat „Englisch“ (fließend)
  • 1. November 1933 Überweisung vom Heer zur noch nicht enttarnten Luftwaffe
  • 1. April 1934 Lizenz für fortgeschrittene Flieger
  • 1 Juli 1935 Kompaniechef and Staffelkapitän in der Fliegerstaffel z. b. V., in der Fliegergruppe Giebelstadt und in der III. Gruppe/Kampfgeschwader 155 (Schwäbisch-Hall)
  • 1. Oktober 1936 besuch der Luftkreisschule II (3. Lehrgang)
  • 6. November 1936 Kapitän der 3. Staffel der K/88 (Legion Condor)
  • 15. März 1937 Versetzung in die III. Gruppe/Kampfgeschwader 355
  • 16. Februar bis 30. Juni 1938 Generalstabsausbildung an der Luftkriegsakademie Berlin-Gatow
  • 1. Juli 1938 zum Ia im Stab/Luftgaukommando XVII ernannt
  • 1. Juni 1939 zum Generalstab der Luftwaffe kommandiert
  • 1. September 1939 zu Kriegsbeginn zum Gruppenleiter I im Stab/Luftgaukommando XVII ernannt
  • 15. November 1939 in die 1. Abteilung/Generalstab der Luftwaffe versetzt
  • 1. Dezember 1939 zum Major i. G. befördert
  • Sommer 1940 Blindflugschule (BFS) 3 (Königsberg-Devau) und Ergänzungs-Kampfgruppe 4 (Ju 88)
  • 16. August oder 15. September 1940 bis 17. November 1941 Kommandeur der II. Gruppe/KG 54
  • 16. Oktober 1941 Lehrgangsleiter für Taktik an der Luftkriegsakademie Berlin-Gatow
  • 1. März 1942 zum Oberstleutnant i. G. befördert
  • 12. März bis 2. April 1942 Dienst im Stab/Fliegerführer Atlantik
  • 23. September bis 14. Oktober 1942 Dienst in der Luftflotte 4
  • 7. Januar 1943 zum Direktor der Lufttaktiken für Generalsstabsoffiziere ernannt
  • 1. August 1943 zum Stab/I. Fliegerkorps kommandiert
  • 31. August 1943 bis 18. Juli 1944 Chef des Generalstabes/I. Fliegerkorps
  • 1. April 1944 zum Oberst i. G. befördert
  • 25. Juli 1944 trf Führerreserve
  • 24. August 1944 bis 10. Februar 1945 Chef des Generalstabes/IX. Fliegerkorps (J)
    • Es ist gut möglich, daß Oberst i. G. Krafft von Dellmensingen zuletzt Dienst bei Hermann Göring auf Burg Mauterndorf im Salzburger Land. Am 8. Mai 1945 gegen Mittag der Reichsmarschall zusammen mit seiner Frau Emmy und seiner Tochter Edda in einem Konvoi aus sieben Fahrzeugen in Richtung Altenmarkt auf. Es ist gut möglich, daß sich die Fahrzeuge trennten und versuchten, sich einzeln durchzuschlagen.
  • 9. Mai 1945 Oberst i. G. Krafft von Dellmensingen geriet am Urpaß westlich von St. Veit im Pongau in US-amerikanische Kriegsgefangenschaft.

Familie

Erhart war der Sohn des Generals der Artillerie Konrad Krafft von Dellmensingen und dessen Frau Helene Karoline Anna, geb. Zöhrer (Lebensrune.png 16. Juni 1868 in Wien; Todesrune.png 10. März 1960 in Seeshaupt) verheiratet. Sein Bruder war der Diplomat Leopold Krafft von Dellmensingen.

Ehe

Erhart heiratete Annemarie Sophie Marcella Freiin von Ompteda (Lebensrune.png 5. Juli 1910), die Tochter von Christian Marcellus Karl Leopold von Ompteda (Lebensrune.png 8. September 1885 in Altona) und der Sophie Helene Susi, geb. Versmann. Annemaries Großvater war der Generalleutnant Ludwig Adolf Carl Freiherr von Ompteda, der am 15. Januar 1915 an der Westfront gefallen war. Nur kurz darauf ist ihr Onkel, der Bruder ihres Vaters, Robert Ludwig Wilhelm August von Ompteda (1887–1915) ebenfalls an der Kriegsfront gefallen.

Aus der Ehe sind sieben Kinder entsprossen, darunter Sibyella (1938–1941), Ehrhart (Lebensrune.png 1940; Vater von fünf Kindern, später Familiensenior und wohnhaft in der Bernburger Weg 15, 22455 Hamburg) und Florence Martina Hildegard (Lebensrune.png 11. November 1953 in Seeshaupt), die am 28. August 1983 den Diplom-Wirtschaftsingenieur Bernhard Siegfried Hannibal Wolff Berthold von Lüttichau (Lebensrune.png 10. Juli 1944 in Bärenstein), Sohn des Ritterkreuzträgers Major Hannibal Siegfried Wolff Curt von Lüttichau.

Auszeichnungen (Auszug)

Schriften (Auswahl)

  • Luftversorgung von Banden (Partisanen) während des 2. Weltkrieges im Osten
  • Das Kampfgeschwader 54 und die Kampfgruppe 806 – Eine Chronik aus Berichten und Dokumenten aus den Jahren 1936–1945