Osterroht, Curt

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Curt Osterroht als frontbewährter Reichswehr-Offizier; „Am 23. Februar 1916, dem dritten Angriffstag, fiel die Entscheidung. Erneut traten Teile der Regimenter 24 und 64 um 12.00 Uhr nach starkem Artillerie-Vorbereitungsfeuer an. Am Morgen war es im Bereich des 64. Infanterie-Regiments gelungen, ein französisches MG-Nest auszuschalten, das an den Vortagen jedes Vorwärtskommen verhindert hatte. Obwohl befohlen war, dass zunächst nur die Kompanien des 24. Infanterie-Regiments vorgehen sollten, entschloss sich der Kommandant des II./IR 64, Hauptmann Curt Osterroht, sofort anzugreifen. Es gelang, die französische Hauptstellung zu stürmen. Durch diesen Erfolg kam der Angriff insgesamt voran. Im Abschnitt des 24. Infanterie-Regimentes scheiterten aber erneut alle Versuche eines frontalen Vorgehens. Der Angriff glückte erst, als mehrere Kompanien unter dem Befehl von Hauptmann Hans-Joachim Haupt bis in den Wald von Ville die französischen Stellungen umfassten und seitlich aufrollten. Die Franzosen zogen sich fluchtartig in den Chaume-Wald zurück. In der Andreas-Schlucht fiel Teilen der 9. Kompanie des Regiments 64 ein französisches Marine-Geschütz des Kalibers 16,7 cm in die Hände. Bis zum Morgen des 24. Februar 1916 konnte der Südrand des Herbebois erreicht werden.“[1]

Karl Ernst Curt Osterroht (auch: Kurt; fälschlicherweise auch Osterroth; Lebensrune.png 24. September 1877 in Bromberg, Provinz Posen; Todesrune.png 21. Januar 1969 in München[2]) war ein deutscher Offizier der Preußischen Armee, des Deutschen Heeres, der Freikorps, der Reichswehr und der Wehrmacht, zuletzt Generalleutnant des Heeres und Wehrersatzinspekteur im Zweiten Weltkrieg.

Werdegang

Rangliste 1924
Verabschiedung von Luftwaffen-Oberst der Bundeswehr Hans-Joachim Osterroht, des Generalleutnants Sohn, am 12. Oktober 1968 in München, ggf. auf dem Fliegerhorst Fürstenfeldbruck bei München.
  • 12.4.1890 Eintritt in das Kadettenanstalt Kulm-Köslin (1. Kompanie)[3]
  • 1.4.1892 Überweisung in die Preußische Hauptkadettenanstalt Groß-Lichterfelde
  • 15.2.1896 Eintritt in das 8. Brandenburgische Infanterie-Regiment „General-Feldmarschall Prinz Friedrich Karl von Preußen“ Nr. 64, Prenzlau
  • Besuch der Kriegsschule
  • 1.10.1901 Adjutant des II. Bataillons/Infanterie-Regiment Nr. 64
  • 1.10.1904 Adjutant des Landwehr-Bezirkskommando II, Berlin unter Oberst Robert Kosch (1856–1942)
  • 1.10.1906 zur Kriegsakademie kommandiert
  • 24.3.1910 zum Großen Generalstab kommandiert
  • 1.12.1912 Chef der 6. Kompanie des Infanterie-Regiments Nr. 64
  • Februar bis Mai 1915 Kommandeur des II. Bataillons des Infanterie-Regiments Nr. 64
  • 1.7.1918 Adjutant der 6. Infanterie-Division
  • Januar bis 30.9.1919 Kommandeur des Freiwilligen-Bataillons „Osterroht“
    • der Verband wurde nach Potsdam verlegt, um dort gegen den Terror der Spartakisten zu kämpfen.
  • Juni 1919 Major im Stabe des Reichswehr-Jäger-Bataillons 3 der Reichswehr-Brigade 3 der Vorläufigen Reichswehr, Berlin
  • Mai 1920 Adjutant der Reichswehr-Brigade 3
  • 1.10.1920 Major im Stabe des 9. (Preußischen) Infanterie-Regiments, Potsdam
  • März 1921 in der Vorschriften-Kommission der Alliierten Wirtschaftsinspektion (A.W.I.), Wünsdorf
  • Mai 1921 Kommandeur des Ausbildungs-Bataillons des 9. (Preußischen) Infanterie-Regiments, Potsdam
  • Dezember 1921 Lehrer an der Zentralen Infanterieschule, München
  • 9.11.1923 Vorsitzender der Kommission zur Untersuchung des Disziplinbruchs an der Infanterieschule im Rahmen des Marsches auf die Feldherrnhalle
  • 1.4.1924 Kommandeur des II. Bataillons des 5. (Preußischen) Infanterie-Regiments, Prenzlau
  • 1.2.1927 in der Inspektion des Erziehungs- und Bildungswesens (In 1) im Reichswehrministerium (RWM), Berlin
    • 1928 Umbenennung dieses Stabes in Inspektion der Waffenschulen (In 1). 1935 wurde diese Inspektion erneut in Inspektion der Kriegsschulen umbenannt; schließlich erfolgte Mitte 1943 die letzte Umbenennung in Inspekteur des Erziehungs- und Bildungswesens des Heeres (In EB).
  • 1.1.1929 Kommandant des Truppenübungsplatzes Königsbrück (Westlausitz/Sachsen)
  • 31.1.1931 aus dem aktiven Dienst verabschiedet
  • Oberbezirksleiter in Magdeburg
  • 1.10.1933 Wiedereintritt in die Reichswehr als Kommandeur der Reichswehr-Zentralwerbestelle Magdeburg (ggf. als L-Offizier oder E-Offizier)
  • 16.3.1935 Inspekteur der Wehrersatzinspektion (W.E.I.) Magdeburg
  • 1.4.1942 Führerreserve
  • 31.7.1942 in den Ruhestand verabschiedet

Familie

Curt war der Sohn von Ernst Richard Osterroht (Lebensrune.png 1842) und seine in Stralsund geehelichte Gemahlin Anna Luise, geb. Hecht (Lebensrune.png 1848). Sein Vater, Veteran des Deutsch-Französischen Krieges und Ritter des Eisernen Kreuzes II. Klasse, diente u. a. ebenfalls im Infanterie-Regiment „General-Feldmarschall Prinz Friedrich Karl von Preußen“ (8. Brandenburgisches) Nr. 64, aber auch im Bromberger Infanterie-Regiment Nr. 129. Als Major z. D. diente er dann als Stabsoffizier im Landwehrbezirk IV Berlin, ebenfalls zuletzt als Oberstleutnant z. D. Er verstarb in Berlin.

Ehe

Oberleutnant Osterroht heiratete am 29. September 1908 seine Verlobte Charlotte Schuster (Lebensrune.png 1889; Todesrune.png 17. Mai 1949). Ihr erstes Kind war Sohn Ernst Kurt Hans-Joachim Osterroht (Lebensrune.png 21. September 1909 in Frankfurt an der Oder; Todesrune.png 1994). Er war zuerst Infanterist der Reichswehr, dann Kampfflieger, schließlich (nach Ausbildung an der Luftkriegsakademie) Generalstabsoffizier der Luftwaffe, u. a. Eisernes Kreuz beider Klassen und Deutsches Kreuz in Gold als Major i. G. und Ia der 1. Flieger-Division, zuletzt (seit 1. Juli 1944) Oberstleutnant i. G. im Zweiten Weltkrieg sowie zuletzt Oberst der Luftwaffe der Bundeswehr in der Nachkriegszeit (am 12. Oktober 1968 in München verabschiedet). Der Sohn heiratete Ingeborg Elisabeth Hausser (Lebensrune.png 28. Dezember 1913), Tochter des Generalleutnants und späteren SS-Oberst-Gruppenführer und Generaloberst der Waffen-SS Georg Carl Paul Hausser.

Beförderungen

Auszeichnungen (Auszug)

Schriften (Auswahl)

  • Gefechtskalender des Infanterie-Regiments „General-Feldmarschall Prinz Friedrich Karl von Preußen“ (8. Brandenburgisches) Nr. 64 im Weltkriege 1914–1918; Verlagshandlung G. m. b. H. August Mieck, Prenzlau 1920

Fußnoten

  1. Herbebois und la Wavrille 1916–1918
  2. Zuletzt wohnhaft soll der Generalleutnant a. D. im Stift Keppel in Hilchenbach-Allenbach/Kreis Siegen-Wittgenstei gewesen sein. Ob und warum er sich in München aufhielt, ist unbekannt.
  3. Stammliste des Königlichen Kadettenhauses Culm-Cöslin (1. Juni 1776–1. November 1907); zusammengestellt von Leutnant Neuschaefer, Eintrag Nr. 4573