Preußentum

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Die Garnisonkirche von Potsdam

Preußentum gilt als Inbegriff deutscher Tugenden wie Tatkraft, Ehrlichkeit, Fleiß, Toleranz und Dienst fürs Ganze. Der Name leitet sich ab vom Volksstamm der Pruzzen und wurde durch Kurfürst Friedrich III. von Brandenburg als „König in Preußen“ bekannt. Von da ab ist der Begriff Preußentum, vornehmlich durch das Wirken Friedrich Wilhelms I. und Friedrichs des Großen, mit dem Sinn erfüllt worden, den er bis heute behalten hat. Die Wiege des Preußentums ist Königsberg in Ostpreußen. Das Preußentum ist demzufolge von Ostdeutschland nicht zu trennen. Es fand seine bisher höchste Vollendung im Nationalsozialismus, einem sozialistisch-preußischen Geist deutscher Prägung.

Die Weltanschauung

Das Preußentum ist allerdings nicht mit dem Staat Preußen gleichzusetzen, sondern vielmehr ebenso eine generelle Grundeinstellung, die den gesamten deutschen Raum prägt und als Deutschtum dem deutschen Volke innewohnt. Nur so konnte z. B. hinsichtlich der auswärtigen Politik das ganze moderne Deutsche Reich als Erbe oder Abkömmling Preußens betrachtet werden. In der Geschichte Preußens wurde mit der Aufeinanderfolge begabter Monarchen und der für ihre Untertanen charakteristischen Tatkraft und Liebe zu ehrlicher Arbeit der feste Bau einer europäischen Großmacht errichtet. Diese verkörpert ihr ganz eigenes und weltgeschichtlich Ethos. Das Preußentum ist demzufolge als Sendung für die gesamte Menschheit anzusehen. Aus diesem Grunde wurde das Preußentum seit jeher von den Feinden Deutschlands verlogen und bis ins Groteske umgebogen.

Das Preußentum aus der Sicht bekannter Deutscher

Rekruten des Preußischen Militärs beim Exerzieren (um 1880). Der würdige Paradeschritt Preußens hat nichts gemein mit den filmischen anti-deutschen Parodien aus dem jüdisch beherrschten Hollywood.

Auszug aus einer Rede Henning von Tresckows anlässlich der Konfirmation seiner beiden Söhne in der Garnisonkirche in Potsdam am 11. April 1943:

„Vergeßt in diesem Zusammenhang niemals, daß Ihr auf preußischem Boden und in preußisch-deutschen Gedanken aufgewachsen und heute an der heiligen Stätte des alten Preußentums, der Garnisonkirche, eingesegnet seid.
Es birgt eine große Verpflichtung in sich, die Verpflichtung zur Wahrheit, zu innerlicher und äußerlicher Disziplin, zur Pflichterfüllung bis zum letzten. Aber man soll niemals vom Preußentum sprechen, ohne darauf hinzuweisen, daß es sich damit nicht erschöpft. Es wird so oft mißverstanden. Vom wahren Preußentum ist der Begriff der Freiheit niemals zu trennen.
Wahres Preußentum heißt Synthese zwischen Bindung und Freiheit, zwischen selbstverständlicher Unterordnung und richtig verstandenem Herrentum, zwischen Stolz auf das Eigene und Verständnis für Anderes, zwischen Härte und Mitleid. Ohne diese Verbindung läuft es Gefahr, zu seelenlosem Kommiß und engherziger Rechthaberei herabzusinken. Nur in dieser Synthese liegt die deutsche und europäische Aufgabe des Preußentums, liegt der ‚preußische Traum’!“

Eberhard von Mackensen schrieb 1947, als die Alliierten posthum den preußischen Staat „abgeschafft“ haben in der Gefangenschaft mit Mögt Ihr den preußischen Staat zerschlagen ein Gedicht, in dem er darlegte, daß Preußen „weder [an] Volksstamm noch Rasse“ gebunden ist, sondern „Haltung und niemals Masse“ darstellt. Die Liebe sowohl zum eigenen Volk als auch der Waffengang als letzte Möglichkeit seien zentrale Elemente des preußischen Gedankens. Selbst wenn der Staat Preußen nicht mehr existieren würde, die Idee dahinter könne man seiner Sicht nach dennoch nicht unterbinden, da die preußischen Ideale zu tief im deutschen Wesen verwurzelt seien.

Gedicht

Auszug aus Ernst Vinckes Gedicht „Mein Vaterland“:

Wo ist mein Vaterland?
Wo, wenn der Feind die Grenzen stürmt,
Das Volk sich ihm entgegen thürmt,
Treu Jeder an den König hält,
Und gern für ihn und Freiheit fällt:
Da, ruf’ ich bis zum Grabesrand,
Voll Stolz, da ist mein Vaterland,
Mein theures Preußenland.

Moderner Mißbrauch

In der ehemaligen sogenannten „DDR“ wurde mangels Alternativen die preußische Tradition zum Teil weitergeführt, um das durch die Vernichtung Deutschlands im Zweiten dreißgjährigen Krieg entstandene geistige Vakuum auszugleichen und die preußischen Tugenden im Sinne der sowjet-bolschewistischen Besatzer dennoch weiterhin nutzen zu können. Heute gibt die BRD-Rumpfregion Brandenburg vor, irgendetwas mit Preußen oder dem preußischen Geist gemein zu haben. Möglicherweise möchte sich damit dieses Gebiet als „Wirtschaftsstandort“ beliebt machen. Mit Preußentum hat dies allerdings nichts zu tun.

Preußische Tugenden gelten heute zudem als überholt und wertlos, durch deutschfeindliche Lügen wie etwa die Idee des Deutschen Sonderweges gilt das Preußentum als geistiger Wegbereiter für den Nationalsozialismus und ist daher mehr oder weniger in weiten Teilen der bundesdeutschen Gesellschaft geächtet. Der Staat Preußen als auch seine Ideale werden zudem meist auf den vorhandenen Militarismus reduziert und somit einseitig als negativ dargestellt. Der Staat Preußen wurde daher nach dem Zweiten Weltkrieg als Urheber für imperialistischen Militarismus diffamiert und somit zerschlagen. Die preußische Erziehung der Kinder soll dazu geführt haben, daß diese im Erwachsenenalter zu gnadenlosen Mordmaschinen aus Fleisch und Blut wurden und - laut offizieller Darstellung - angeblich einzigartige Grausamkeiten am eigenen Volk und vor allem auch anderen Völkern vollbracht haben sollen.

Deutsche Patrioten, die sich heute auf preußische Werte berufen und diese wieder in der Gesellschaft vertreten sehen möchten, haben daher mit starken Anfeindungen, die auf reiner Ignoranz der Gegenseite beruhen, zu kämpfen. Das Bild eines tugendhaften, ehrlichen und fleißigen Menschens, wie ihn das Preußentum sieht, ist mittels der Umerziehung und der größer werdenden Spaßgesellschaft fast schon völlig ins Gegenteil verkehrt worden.

2010 kam auch der Film „Das weiße Band“ ins Kino, eine BRD-Produktion, die das Preußentum unterschwellig zum Thema hatte. In dieser vielfach gerühmt und auch mit Filmpreisen bedachten Produktion wird das Dorfleben in einem norddeutschen Dorf kurz vor dem Ersten Weltkrieg geschildert. Die erzählte Geschichte soll offenbar darstellen, daß angebliche Grausamkeiten in späteren deutschen Konzentrationslagern etc. rein durch die preußische Erziehung zustande gekommen sein sollen, die Kinder durch die harte Erziehung zu den späteren Mördern wurden. Der Regisseur und Drehbuchautor verneint diese Sichtweise zwar und gab an, der Film soll generell die Entwicklung autoritärer Strukturen darstellen, der Einleitungsmonolog des Filmes sowie die vielen Rezensionen des Filmes, die diese Sichtweise vertreten, lassen jedoch anderes vermuten.

Auflistung preußischer Werte und Tugenden

Deutsche Kraft

Zu den Tugenden werden beispielhaft gezählt:

Zitate

  • „In diesem Kampf wird der preußische Geist vernichtet werden, und zwar gründlich – unabhängig davon, ob er nach außen von Hitler oder von irgendjemand anderem verkörpert wird.“Wladislaw Sikorski, der erste Ministerpräsident der polnischen Exilregierung im September 1939

Siehe auch

Literatur

  • Ehrhardt Bödecker:
    • Preußen – eine humane Bilanz, Olzog-Verlag, 2010, ISBN 978-3789282775
    • Preußen und die Wurzeln des Erfolgs, Olzog-Verlag, 4., durchgesehene Aufl. 2008, ISBN 978-3789282768
    • Preußen und die Marktwirtschaft, Olzog-Verlag, 2. Aufl. 2007, ISBN 978-3789281877
  • Götz Kubitschek: Preußen! Und nun?, in: Heiko Luge (Hrsg.): Grenzgänge, Ares Verlag, Graz, 2008, ISBN 978-3-902475-60-2 (S. 242–249)
  • Joachim Fest / Wolf Jobst Siedler / Frank A. Meyer: Der lange Abschied von Bürgertum. Joachim Fest und Wolf Jobst Siedler im Gespräch mit Frank A. Meyer. wjs-Verlag [Wolf Jobst Siedler jr.], Berlin 2005, ISBN 3-937989-10-2

Verweise

Fußnoten

  1. Zitat aus: Walter Flex, Preußischer Fahneneid, (1915) in: Ders., Gesammelte Werke, Bd. 1, S. 73–74, Hier S. 74; auch seine Grabinschrift auf Ösel.